Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Aurora borealis am 19 Apr 10, 13:05
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Hallo Liebe Mineralienfreunde,
ich habe da ein Anliegen,.
die Antimon Vorkommen in Lac Nicolet Québec Kanada sind teils mit roten Kermesit Nadel oder Rosetten
besetzt und als Begleitmineral bin ich mir nicht sicher ob es sich bei den gelblichen Ablagerungen um Auripigment oder Valentinit handelt?
ich weiß auch nicht genau ob Auripigment dort vorkommt-Infos gefunden habe ich nicht.
Valentinit kommt dort vor aber Valentinit oder Antimonblüte kristallisiert wenn ich mich nicht irre kubisch und ist farblos.
Hat von euch möglicherweise jemand weitere Infos?
Liebe Grüße
Udo
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Hallo Udo!
Ohne auf dem Foto viel zu erkennen: Valentinit passt paragenetisch viel besser als Auripigment. Könnte natürlich auch ein anderes Sb-Mineral sein...
Grüße
Carsten
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Ja denke ich auch.Vielen Dank
Es ist ja auch keine Stufen spezifische Frage,sondern eher eine allgemeine Frage.
Das Foto dient lediglich als Anhaltspunkt,sonst hätte ich Makroaufnahmen gemacht.
Udo
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Hallo Udo,
Valentinit vom Obernberg am Brenner ist eher selten "farblos" -
sondern kristallisiert in Weiß- , Ocker- , Braun- , Gelb- , und sogar in Orange-Tönen;
Dieses Farbspektrum sollte also auch anderswo möglich sein ...
Grüße Gerhard
Hallo Liebe Mineralienfreunde,
Valentinit kommt dort vor aber Valentinit oder Antimonblüte kristallisiert wenn ich mich nicht irre kubisch und ist farblos.
Hat von euch möglicherweise jemand weitere Infos?
Liebe Grüße
Udo
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Hallo,
prinzipiell ist ein Antimonocker wahrscheinlich. Häufig sind hier Stibiconit oder auch Cervantit. Bei den roten Partien kann auch Metastibnit dabei sein. Allerdings haben sich auch vermeintliche Antimonocker - so von Wolfsberg/Harz - als Gemenge verschiedenster Minerale, darunter Anglesit und Schwefel herausgestellt.
Gruß
Andreas
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Habe mal ein anderes Foto rausgefischt.
Ist auch nicht der Kracher.
Aber die Frage ist auch zum größten Teil beantwortet.
Vielen Dank.
Udo
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Hallo.
Also mein Fazit ist,
das die gelblichen Ablagerungen Antimon(Stibnit)Verwitterungen sind,also Antimonocker oder auch Stibiconit.
jedenfalls erachte ich es als sehr Wahrscheinlich und bedanke mich nochmal.
Wünsche noch einen schönen Tag.
Udo
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Hallo Udo,
Valentinit ist orthorhombisch, Senarmontit ist kubisch.
Anflüge sind meist Stibiconit. Cervantit wird bei Mindat für diese Fundstelle nicht erwähnt.
Möglicher Test: Antimonoxide sind in Laugen löslich.
Vorsicht: Antimontrioxide-Staub ist krebserregend.
Glück auf
Milo
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Hallo,
Leider ist da ohne Fachkenntnis und analytische Methoden häufig wenig zu machen. Das gelbe könnte alles mögliche sein, wobei Stibiconit noch das gewöhnlichste ist. Wenn Pyrit auf der Stufe ist, könnte auch Jarosit dabei sein. Bei bleihaltigen Mineralien auch noch Bindheimit, der nur analytisch vom Stibiconit zu unterscheiden ist. Das rote kann Kermesit sein, häufiger ist allerdings der Fall, dass es sich um Metastibnit handelt.
Meine Einschätzung: gelb Stibiconit, rot Metastibnit
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo
Entschuldige die späte Resonanz,aber Kermesit wurde eindeutig bestimmt.
Die sekundär Mineralien,wie du schon richtig erkannt hast,sind eher schwer zu bestimmen ohne entsprechende Fachkenntnisse und aufwendige Technik.
Pyrit ist nicht nicht vorhanden,also kann ich Jarosit ausschließen.
Aber vielen Dank für deine kompetente Einschätzung.
Liebe Grüße
Udo