Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Gerhard am 30 May 10, 08:10
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Ausgangspunkt der Wanderung war der Parkplatz von Hinterhermsdorf. Auf dem alten
böhmischen Fahrweg gelangt man immer bergab in das Kirnitsch Tal. Von dort führt u.a. ein
Wanderweg zur -Oberen Schleuse-, umgeben von mächtigen Sandsteinfelsen. Von manchen
Felwänden leuchtet es hellgelb.Es sieht aus wie Schwefel -es sind aber große Schwefelflechten.
Riesige Sandsteinblöcke liegen u.a. auch in dem Fluß.
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Sie sind durch Felsstürze aus dem Felsenverband entstanden, und die Felsstürze schufen auch Höhlen
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Manche Felspartien sehen aus wie große Bienenwaben
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Sie enstanden durch Lösungsvorgänge der Quarzkörner aus den Felsen.Die Quarzkörner sind
durch veschiedene Bindemittel zusammengekittet worden, und sie sind nun herausgelöst
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Auch Eisenbänder sind zu sehen
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Der Weg führt durch die Felssturzhöhle und quert dann vor dem Herrmanns Eck das
Seufzergründel..Hoch oben liegt die Hohwiese,wo sich die Seife gebildet hat .(Basaltschlot)
Die Schwerminerale wurden dann im Gründel abgelagert.Der Regen hat ein paar Körner
herausgewaschen (Magnetit- Ilmenit ?) Leichte Kristallformen lassen sich noch erkennen. Von
Edelsteinen wie Zirkon , Pyrop und andere Minerale keine Spur.
Vom Herrmannseck-seitlich vorbei an der Hohwiese führt der Weg wieder zum Parkplatz.
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und wieder ein falscher Klick.,bei den Eisen bändern-und dadurch ein Bild doppelt
Hier das richtige Bild und noch ein Bild von den Regenauswaschungen der Seife
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Glück Auf Gerhard,
Danke,schöner Beitrag,gefällt mir gut.
Glück Auf aus Schneeberg
Lutz
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Hallo Gerhard,
schöner Beitrag! Danke.
Wenn du Lust hast, ich kenn mich dort bestens aus im Elbsandsteingebirge. Auch Stellen, die sonst nirgends verzeichnet sind. Leider ist es dort wie überall im Gebiet: so gut wie nix zu finden, aber dafür eindrucksvoll. Das Sandsteingebirge ist eben zu bröselig und schon zu alt (verwittert), geologisch gesehen.
LG Xyrx
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Ist mal ein guter Beitrag. Eine Frage meinerseits: Ich habe gehört, daß im Seufzergründel die Wächter messerscharf aufpassen, daß ja kein Sandkorn entnomen wird. Wie war Deine Erfahrung ? Hast ja ein paar nette Körner gefunden.
Gruß
Uwe
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Hallo Andre
Mich interessiert schon dieser eigentümlichste Bergbau von Sachsen. Meiner
Kenntnis nach sind 12 Seifen und Gruben aktenkundig belegt. Und schon 1546
(G.Agricola) suchte man dort nach edlen Steinen und erhoffte .das die schwarzen
-Granaten- goldhaltig sind.
Gibt es noch Bergbauspuren am Zeughaus und Heulenberg bzw anderen Orten?
Uwe, ich habe keine Wächter gesehen-und ich habe ja auch nicht geschürft und erst recht nicht den Pfad verlassen. Die Körner lagen direkt auf dem Weg ,der das
Gründel kreuzt.
Gruß Gerhard
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sind sogar schon 2 Saphiere dort gefunden worden.Das Gestein ist kimberlitaehnlich und sollte eigentlich auch Diamanten fuehren.Wurde dummerweise aber noch keiner gefunden :(
Gruss Jens
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Die ganze Geschichte ist heute Naturschutzpark, also buddeln ist nicht. Wenn man einen Stein mitnimmt (was nicht erlaubt ist), dann solls so sein. Es ist eine offene Landschaft, für jeden zugänglich und eigentlich halten sich auch fast alle dran. Rüpel gibts leider überall und so werden die Regeln immer verschärfter. Zu finden ist kaum was an den Wanderwegen. Ich habe noch 40 Jahre alte Karten, die da eingezeichneten Wege sind praktisch nicht mehr auffindbar. Ist auch gut so. Trotzdem gibts Kletterpfade. Die sinds dann. Die Verwitterung des Sandsteins legt einige Sachen frei. Ich bin allerdings zuwenig Fachmann auf dem Gebiet um da noch Mineralien zu entdecken. Aber die Stellen gibts, naß, kalt, immer im Dunkeln des Waldes, manchmal recht abenteuerlich zu erreichen.
Ich empfehle nur mal die Bärenfangwände, Affensteine, Schrammsteine unten an der elbabgewandten Seite, aber bitte dabei nicht die Wanderwege dort! Auch interessant: Nasser Grund, Polenztal, Kirnitzsch.
Diamanten sollten möglich sein, aber gefunden hat diese noch niemand. Ansonsten sicher irgendwo Zirkon, Granat, Bergkristallkörner, auch Fossilien. Und mehr...
LG Xyrx
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War Himmelfahrt mit Familie mal da,Lanschaft & Natur sind ein Erlebnis für sich,leider war keine Gelegenheit Mineralische Erkundung durchzuführen.Man beachte den Farn der im Moos am Stehenden Baum wächst,auch der enge Steig am Ende der Oberen Schleuse ist nicht jedermanns Sache.Gruß Axel.
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ups,da fehlt was
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Hallo Axel,
das weckt Erinnerungen. Wir waren da mal Mitte der 90er. Ich weiß noch, wie lustig es war, als die halbe Gruppe zurück musste, weil meine Gute mittendrin im schmalen Aufstieg nicht mehr weiter konnte.
Glück Auf
Ralf
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Ja,man fühlt sich wie der Pfropfen im Flaschenhals,aber daran erinnert man sich länger als wenn man die leichte Route gewählt hätte.Axel.
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Hallo,
ist so, dem Einen macht es was aus, den Anderen stört es nicht. Mein Mädel hat dann die DAMENROUTE gewählt.
Glück Auf
Ralf
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Hallo,
wie wir es bei Gerhard gewohnt sind - ein sehr informativer Beitrag.
Es ist auf jeden Fall ein interessantes Ausflugsziel - schon wegen der Natur.
BG
Fritzi
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Hallo,
im Jahr 1976 war ich im Rahmen einer vom Kulturbund der ehemaligen DDR
geführten Exkursion da.Da wurde auch Material im Bächlein entnommen und
gewaschen.Mit einen Magneten wurde der Magnetit abgzogen und das Restmaterial untersucht.Dabei habe ich doch recht viel gefunden.
Anbei Bilder von Zirkon und von einer Korundstufe von etwa einen cm.
Es gab auch noch Spinell,Rutil und Chromdiopsit.
Es grüßt
Klaus
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Hallo Klaus
Ich habe es geahnt-daß es Belegmaterial von dieser Seife gibt. Was ich nicht finden konnte ,da es verboten ist zu suchen -sehe ich jetzt auf einem Foto. Danke ,ich
freue mich darüber.
Gruß Gerhard
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Hallo Klaus, hallo Gerhard,
Eure Fotos wären gleich etwas für's Lexikon, da ist noch gähnende Leere. Nur die vorkommenden Mineralarten sind eingetragen und eine ausführliche Beschreibung ist vorhanden, aber keine Bilder.
Außerdem sind die Bilder im Lexikon in Zukunft immer verfügbar, im Thread werden sie nach ein paar Jahren gelöscht (wenn ich das richtig verstanden habe), wäre echt schade.
BG
Fritzi
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Hallo,
ich habe noch von Anfang der 80er Jahre etwas Material: Zirkon (nur die bräunlich gefärbten), Bronzit/Enstait (grünlich, durchscheinend, Seidenglanz) , Diopsid (flaschengrün, winzige Körner), Magnetit (kam reichlich vor, gelegentlich sind noch Reste der Kristallflächen nach dem Oktaeder erhalten), Spinell (nur die schwarze, undurchsichtige Variante, ebenfalls gelegentlich Reste von Oktaederflächen), der Rest ist ausschließlich schwarz und schwer zu trennen (Hornblende, Titanit ...). Von der Hornblende gab es Spaltstücke so bis 2 cm Größe, alles andere waren Körner im Milimeterbereich. Aufgehoben habe ich auch noch eine 'unverritzte' Probe der Seife, ist lediglich gewaschen und das Feinkorn abgesiebt. Wenn Interesse besteht, könnte ich mich in mittelfristiger Zukunft mal daran machen und fotogene Stücke fürs Lexikon ablichten.
Was mich aber schon immer mal interessiert hätte: Es wird in der Literatur immer von "historischer Edelsteinseife mit gelegentlicher Gewinnung" geschrieben. Wenn das so gewesen wäre, müßten doch eigentlich Zirkone von dort ihren Weg über die Schmucksteinverarbeitung z.B. in die Sammlung von August dem Starken (Grünes Gewölbe, Dresden) gefunden haben. Zumal die sächsischen Kurfürsten mit speziell eingesetzten Edelsteininspektoren streng darauf geachtet haben, daß da nichts an ihnen vorbei geht. Soweit ich weiß, gibt es aber keine Zirkone von dort in den bekannten Kunstsammlungen.
Vielleicht schreiben die Autoren das auch nur immer wieder voneinander ab und es gab dort lediglich eine gelegentliche Gewinnung von Magnetit als Eisenlieferant von den 'Hausgebrauch'. Das könnte ich mir schon eher vorstellen, da die Zirkone von dort winzig sind, daß nach einer Bearbeitung mittels Schleifen kaum etwa davon übrig bleiben dürfte. Wißt ihr da genaueres?
Glück auf!
Holger
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Hallo Holger,
wenn ich mich noch recht erinnern kann wurde bei der Exkursion davon gesprochen das die Fundstelle unter Granatwerk Hohenstein geführt wurde.
Es währe möglich das die Zirkone für Granat gehalten wurden sind.
Die Spinelle von da sollen als Trauerschmuck verarbeitet wurden sein.(?)
Der Mangnetit würde sich schon von der Menge her zur Verhüttung anbieten
aber es ist nichts dazu gesagt wurden.
Es gab auch noch Spuren vom alten Abbau,eine etwa 3X5m große Ausbuchtung neben dem Bächlein.
Mehr ist mir dazu auch nicht bekannt.
Es grüßt
Klaus
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Hallo Klaus,
"Granatwerk Hohenstein" ist ja schon mal ein Stichwort mit dem man in die Archive gehen kann, vielen Dank. Vielleicht ist "Granat" ja nur ein Tarnname, so wie die Urangruben ein paar Jahre später "Wismut" genannt wurden, damit ja keiner erfährt, was man da eigentlich sucht ;-).
Glück auf!
Holger
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Hallo
Die Seifen und Gruben im Fundgebiet hatten schon immer etwas verwirrendes-
geheimnisvolles und undurchsichtiges in sich. Mit ihr befassten sich Mineralogen
Geologen vom Mittelalter an bis heute.
So --- G. Agricola
--- Albinus
--- L.Götzinger
--- Freiesleben
--- Naumann und andere
!935 wurde die Seifen von A.Seifert u.A.Tröger untersucht.
1715 hießen die Seifen und Gruben noch -Granatenwerk Hohnstein, obwohl
diese an der böhmisch meißnerischen Grenze lagen
Und immer wurde über Karfunkel -Hyazinthe- und schwarze Granaten
berichtet die goldhaltig sein sollen.
Die einzelnen Seifen und Gruben lagen so um den Heulenberg und von der
Hohwiese (Räumigtwiesen -Königsfeld) bis zum Seufzergründel.
U,A. hießen sie----- Gnade Gottes
Wunder Gottes
das himmlische Jerusalem
Erfreuliches Glück Frisches Glück
Himmelsfürst
Es gibt einige Bücher die die Schwer -und Edelsteinseife erwähnen bzw.
beschreiben Eine ausführliche Bearbeitung und Deutung kann im Internet
-von Seifert W. ( Jahr 2006) als PDF nachgelesen werden, und zwar unter---
Mineralchemie der Basaltbrekzie und Schwermineralseife von Hinterherms
dorf---
Gruß Gerhard
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Hallo
mir ist ein Sammler aus Meißen bekannt der von da ein Goldflitter hatt.
Das kann aber auch aus den Sandstein stammen wie die Goldseifen bei
Malter und Cunnersdorf.
Es grüßt
Klaus