Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Gesteine / Rocks / Rocas => Thema gestartet von: giantcrystal am 25 Jun 10, 11:30
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Hallo aus Mittelfranken
Seit längerer Zeit mal wieder ein geologisches Rätsel, diesmal nicht ganz so einfach :
In meinem Besitz befindet sich seit vielen Jahren eine perfekt fünfeckige Sandsteinstange, die 20 cm lang und knapp 3 c,m dick ist. Fundort leider unbekannt,
Es kann kein Zweifel daran bestehen, das die "Stange" aus einem rötlichen, grobkörnigen Sandstein besteht, der ziemlich stark verfestigt ist.
Frage nun : Wie kommt es zu dieser eigenartigen Form ?
Viel Spaß beim Rätseln wünscht
Thomas
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Hallo,
da würde ich auf Schrumpfungsrisse - wie wir sie von Basaltsäulen oder vom trocknenden Schlamm in Pfützen her kennen - tippen.
Gruß
Berthold
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Ein kontaktmetamorpher, gefritteter Sandstein. Die Form ist ein Abkühlungseffekt, wie bei den Basaltsäulen.
Glück Auf,
Thomas
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Hallo,
also ich dachte zuerst an ein Stück Wurst aus dem Supermarkt.
Nun ist es aber Sandstein. Könnte es sein, dass loser Sand in eine Hohlform gelangt ist und über einen sehr langen Zeitraum dann verfestigt worden ist?
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Hallo,
mehrere sich schneidende Kluftsysteme?
Gruß,
Rainer
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Wunderbar - viele verschiedene Meinungen, besonders das mit der Wurst gefällt mir gut ;D
@ Rainer , wie meinst Du das mit den Kluftsystemen - fünf verschiedene :o
Rätselt ruhig noch etwas weiter
Glück Auf
Thomas
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Hallo Thomas,
:o die bisherigen Erklärungen sind also nicht zutreffend?
Gruß
Berthold
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Das habe ich nicht gesagt, aber vielleict haben andere Leute ja auch noch interessante Ideen ;D
Glück Auf
Thomas
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"gefrittet" am Kontakt mit Basalt z.B..
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da kann ich stollentroll und nwsachse nur zustimmen
Glück auf!
Raik
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Hallo!
Die Idee mit der Hohlform von Sebastianit finde ich o.k. Basaltsäule vewittert-Sedimente bedecken das ganze und dann ein paar Jahre warten und fertig ist der Abdruck.
Gruß Jens
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Hallo,
vielleicht ist es ein alter Handschleifstein. Interessant wäre einmal die Struktur der Seitenflächen und Kanten. Für eine Ausfüllung verwitterter Basaltsäulen möchte ich nicht stimmen, da es sich um eine ungewöhnlich dünne "Säule" handelt. Ohne Hintergrundinformationen ist es wirklich nicht einfach.
Viele Grüße
Timo
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Hallo in die Runde!
Ich glaube bei Stolpen (Sächs.Schweiz) gibt es solche gefritteten Sandsteine. Kann mich dunkel erinnern, auf der ZAS (einige von euch wissen, was ich meine) ein ähnliches Stück, in der Lehrsammlung, gesehen zu haben. Da war der Sandstein nicht rot, sondern hellbeige, aber der war genau so säulig ausgebildet.
Glück auf!
Raik
PS: Hey, Thomas nu lass uns mit der Auflösung nich so lange zappeln! ;D ;D ;D
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Scheint wirklich durch aufsteigende Magmen gefritteter Sandstein zu sein. Aber gehen damit nicht auch immer Bleichungsprozesse einher? Hast du das Stück mal in Vergrößerung betrachtet? Es müsste ja das Bindemittel geschmolzen sein.
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Blödes Rätsel-macht nur Kopf kaputto
Ist das eventuell gar kein Sandstein,sondern eine der seltenen Säulenbildungen des Ryoliths?????
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Hier also des Rätsels Lösung :
Diejenigen, die einen gefritteten Sandstein am Kontakt Basalt als Entstehungsursache der Sandsteinstange annehmen, haben Recht .
Offensichtlich kommt es unter der Hitzeeinwirkung eines eindringenden Basaltes mit eigener Säulenbildung gelegent,lich ebenfalls zu einer Säulenbildung im angrenzenden Sandstein (oder vielleicht auch anderen Sedimenten)..
Wie dies im Einzelnen geschieht, ist mir allerdings auch nicht so ganz klar...
Ein schönes Beispiel hierfür ist derzeit in Kassel im Spessart aufgeschlossen, siehe hierzu den schönen Foto-Bericht auf der Seite von Joachim Lorenz :
http://www.spessartit.de/100.html
Auf einem der Bilder dort lässt sich sehr schön die säulige Absonderung im (Bunt)-sandstein am Basaltkontakt erkennen.
Danke für die rege Beteiligung und Glück Auf aus Mittelfranken
Thomas
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Interessant! Da Du die Fundstelle aber nicht kennst,ist Deine Sandsteinwurst in Ihrer Entstehung nicht bewiesen.Zu perfekt und noch dazu 5 eckig. Basalt neigt zum 6eck!
Ich wills glauben,aber kann nicht !!!!
Gruß Jens
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Die Anzahl der Ecken von Basaltsäulen ist alles andere als konstant. Die Risse zwischen den Säulen können auch extrem krumm sein. Das habe ich gestern wieder beim Klettern im Ettringer Basalt live beobachten können. In Ettringen sind die Säulen auch so dick, dass man sie nicht mal umarmen kann, der Durchmesser kann da durchaus bis zu 2m betragen.
bis denn
Günter