Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Jochen1Knochen am 23 Aug 10, 21:36
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Hallo!
Cascholong wird im Lexikon nicht beschrieben.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1282591567.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1282591567.jpg)
Ist das nur ein Kunstname in der Schmuckindustrie,oder sollten wir es ins Lexikon einfügen????
Gruß Jens
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Hallo Jens,
gib mal "Kascholong" ein.
BG
Fritzi
PS: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Kascholong
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Hallo Fritzi!
Interessant! Bei meiner Lexikonsuche hat es den Kascholong nicht angenommen.Ist das dann nur eine Opalvarität?Ich habe verschiedentlich über weißen Achat mit der Bezeichnung Cascholong gelesen.
Bezeichnet wird dabei ein gelblich weißer Achat und aber auch der weiße Opal.Wobei es ja aber auch den Milchopal gibt.Konfuzius läßt grüßen ;) Muß mal wieder was lesen,was es da so alles gibt.
Gruß Jens
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Hallo,
ich habe bisher auch gedacht, daß Kascholong eine Achat-Varietät ist. Aber Opal? - macht mich auch etwas stutzig.
BG
Fritzi
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Hallo Jens - in bezug auf St Egidien Achate war mir die Bezeichnung Kascholong auch schon bekannt -
der werner sprach immer von einer art Opal -oder Opalisierung - nannte es Kascholong .
aber wieso es dann zu dieser feinen Bänderung kommt????? die anderen Opalvarietäten gerade aus den Nickelgruben sind ja ohne Bänderung
Gerade die schönsten -vom Wasserfall haben ja ne super feine Bänderung .
es gibt aber auch Kugeln von Rüsdorf - die haben ne Milchopalfüllung ganz ohne jegliche Bänderung - auch viele Brekzien haben diese Milchopalfüllung
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Guckst du Hier - FO - Rüsdorf west..
sorry schlechts Bild
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Hier noch so ein Stück
die Meinung mehrerer Leute war es handelt sich um Milchopal -???
oder doch Kascholong ???????????
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Milchopal ist Quatsch.Das ist ein weißer Achat.Die Entstehung geschieht durch längere Sonneneinwirkung,wobei die blaue Komponente ausbleicht!
Gruß Jens
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Hallo,
Verwitterte Achate, wie sie häufig auch in Freisen, Frydstein etc. vorkommen, werden
unter Achatsammlern Porzellanachat genannt.
Die Opalvarietät, Milchopal wird meines Wissens in der Edelsteinindustrie Kascholong genannt
und ist ein und dasselbe.
Das oben abgebildete Stück ist ein Porzellanachat, also ein verwitterter Achat.
Beste Grüsse
HeikoB
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Porzellanachat.-wieder was gelernt.
Ich glaube mich zu erinnern das Hier im Forum mal ein Thema dazu war - dort war von Porzellanacht die Rede welcher durch hohe Hitze quasi gebrannt wurde .-???
aber wie soll an den stein oder besser die Mandel oder Linse oder Kugel sonnenlicht kommen ??
also ausgebleicht durch sonneneinwirkung ?? das erste Bild war ne Mandel die hab ich erst aufgesägt - die Brekzie hab ich auch geschnitten -
und die Stücke lagen nicht auf dem Feld - sondern drunter ;) :D
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Sorry- Hatte gerade nen totalen aussetzer ::)
Sonneneinwirkung - natürlich - die Mandeln sind ja nicht untertage entstanden -
somit erklärt sich auch das mit zunehmender Tiefe die Achate immer besser wurden
also deute ich das so das diese Kugeln sehr spät erst überdeckt wurden ???
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Hallo!
Geschrieben steht: Opal geht allmählich in kryptokristallinen Quarz über.
Kann durch Sonneneinwirkung und Wasserverlust eine entgegengesetzte Wirkung auftreten?
Hallo Heiko!
Achat verwittert nicht so einfach-ist doch Quarz ;D Deshalb hatte ich von Ausbleichung geschrieben.
Der Begriff Porzellanachat gefällt mir. :)
Gruß Jens
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Hallo
Cascholong wird im Lexikon nicht beschrieben.
das ist nicht richtig. Man findet es unter Opal. Hier ein Ausschnitt
Kascholong
Ein traubig, nierenförmiger, als Überzug, derb, milchrötlichweiß, gelblichweiß, wenig glänzend bis matter, undurchsichtig Opal der als Schmuckstein verwendet wird.
Kascholong wird auch gefunden wo kein Sonnenlichteifluß vorhanden war (z.B in tieferen Schichten des Melaphyrs oder anderen Gesteinen wie Basalt).
Beste Grüße
Roland
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Hallo
Vielleicht hilft das ein wenig zur Entschlüsselung bei; - Kascholong ist eine undurchsichtige weiße Varietät und eine Mischung
von Opal und Calcedon.
Aufgekommen ist der Begriff durch Bergleute aus Nertschinsk für einen schönen Kiesel aus dem Hochland von Ost Turkestan.
Heute wird der Begriff oft in der Schmuckindustrie und in Büchern über die Magie und Heilkräfte von Steinen verwendet
Gruß Gerhard
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Kascholong ist eine undurchsichtige weiße Varietät und eine Mischung
von Opal und Calcedon.
Haben wir dann also mit dem Kascholong die Fliessgrenze,wo eine Quarzvarität in die andere übergeht?
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Man kann es aber auch so deuten -Kascholong - durch Färbungen und Inklusion(Einschlüsse) wird Chalcedon zu unterschiedlichsten
Varietäten. mit den Farben -weiß-graublau-grün - rot -schwarz und mehr.das passiert durch die Verbindungen mit Mn-Ni-Cr-oder Fe.
und so ist orange gleich karneol--- braun gleich Sarder--- schwarz gleich Onyx usw.
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Hallo Jens (Jochen1Knochen),
Ich bin schon der Meinung dass es eine Art Verwitterungserscheinung des Achates ist.
Eine Ausbleichung wäre von Sonnenlicht oder anderen chemischen Lösungen möglich.
Ersteres schließe ich aus, weil ich schon viele Achate z.B. im Edelsteindorado in Freisen
ausgegraben habe, die verwittert und nie Sonnenlicht ausgesetzt waren. Man sieht häufig,
dass entlang von Rissen im Achat ein Entfärbungs,- oder Umwandlungsprozess einsetzt,
weil hier eindringende Flüssigkeit den Achat dort als erstes angreift.
Porzellanachate lassen sich meisten auch nur noch schlecht polieren. Man bekommt kaum
noch einen Glanz darauf.
Ich kenne bei uns auch einige Karneolfundstellen, die außen eine weiße Rinde gebildet haben,
weil sie der Verwitterung ausgesetzt waren.
Das sind zumindest meine Beobachtungen und Erfahrungen als Achatsammler.
Beste Grüsse
HeikoB
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Ein hallo in die Runde .-
Hallo Heiko.-
Die von mir vorn gezeigte Brekzie stammt aus ca 1 m tiefe ausgegraben im verwitterten Porphyr .-
der Porphyr ist so stark verwittert das man denkt man gräbt im Kies
jedenfalls hab ich eins der stücke gesägt weils mich intressiert hat
nun ist aber das helle -Porzellanachat - innen- und außen von braunen bis blauen chalcedon umgeben
das ist bei allen stücken so -
auch zeigen die Linsenförmigen achate oder eben Mandeln daselbe Muster
bei dieser fundstelle würde also das mit der verwitterungsrinde nicht passen .
auch konnte ich einen recht guten Glanz erreichen ,obwohl ich mir bei dem Ding nicht recht Mühe gegeben habe ,- wollte nur mal versuchen eben
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Hallo!
Was man heutzutage ausgräbt,kann durchaus dem Sonnenlicht ausgesetzt worden sein,indem es erst nach einiger Zeit von Sedimenten bedeckt wurde!
Verwitterung bedeutet Zerfall! Umwandlungsprozess wäre der bessere Begriff,da auch der Freisener "Porzellanachat" nicht zerfällt.
Bei meinen Funden stelle ich fest:
1.Es tritt eine Entfärbung der blauen Komponente auf.Diese vermutlich durch Sonnenlicht und eventuell auch durch Wasserverlust.Der ehemals blaue Chalcedon wird milchig weiß.Braune Partien und reiner Quarz bleiben völlig unberührt davon.
2. Winzige Partien des umgewandelten ,nunmehr weißlichen ,Chalcedons sehen tatsächlich vewittert aus.Sie werden ganz weiß,wie das Stück von Fassi.
Meine Vermutung wäre die Umwandlung zu Hydrophan!
Gruß Jens
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Hallo Jens,
mit den Stücken die aus Sedimenten kommen, da gebe ich Dir Recht, aber z.B. die Stücke
aus dem Edelsteindorado sind aus dem Anstehenden, ein Andesit und da ist eine Bleichung
von Sonnenlicht ausgeschlossen.
Da ich geschrieben habe, dass ich es für eine Art Verwitterungserscheinung halte, wollte
ich damit zum Ausdruck bringen, dass es Einflüsse von Außen bewirken. Es als Umwandlungsprozess
zu bezeichnen ist sicherlich auch richtig. Es müsste hier mal genauer untersucht werden, was diese
Bleichung und Entfärbung auslöst, sofern dies möglich wäre.
@ Fassi
Wenn Du einen Glanz auf Dein Stück bekommst, ist es sicherlich nicht etwas in Richtung
"Porzellanachat", vermutlich weisser Chalzedon. Obwohl Achat auch aus (Milch)-Opalschichten
bestehen kann.
Grüsse an Alle und Glück Auf!
HeikoB
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Hallo Heiko!
Wie ist das bei den Freisener Stücken-lässt sich da die Ursprungsfarbe erkennen? Ich bin der Meinung,daß es mit der blauen Farbe zusammenhängt.
Gruß Jens
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Hallo Jens,
Ich bin der gleichen Meinung wie Heiko, daß es sich um eine Art Einfluß von Außen handelt.
Solche Achate findet man dann doch ab und zu in den Kiesgruben. (und in Situ)
Jedoch mit der blauen Farbe exclusiv gibt es keinen Zusammenhang.Häufiger als bei blauem Calzedon tritt dieser Effekt
meinem Beobachtungen nach an Achaten mit braunem Calzedon auf.
(mag sein, daß es davon hier mehr gibt als blaue Exemplare = Schwarzwald)
Habe einen Lierbacher und einen B-Badener mal rausgesucht aber für Fotos ist es leider zu spät.
Morgen oder am Wochenende dann.
Grüße aus dem Nordschwarzwald
Gontran
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Hallo Jens,
leider sind die Porzellanachate schneeweiß und es ist keine Farbe mehr erkennbar.
Wie Gontran schon berichtete, sind auch die braunen Achate aus den Kieswerken
bei Baden-Baden häufig davon betroffen und es scheint nicht farbspezifisch zu sein.
Beste Grüsse
HeikoB
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Hallo,
hier mal der Lierbacher.
Nach dem Sägen wird er garantiert rotbraun
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Und jetzt noch wie versprochen der B-Badener Kiesgrubenachat
Einmal unbearbeitete Seite
und dann die bearbeitete Fläche.
Grüße
Gontran
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Hallo Gontran!
Ich bin momentan überrascht,daß baune Schichten auch betoffen sind!Ich kenne natürlich nicht die Fundorte,aber bin zumindest bei dem Kiesgrubenachat von Baden weiterhin auf der Sonneneinstrahlungsvariante.Bei den Stücken von Freisen im Felsgestein könnte eine andere Wärmequelle die Ursache sein.Ich nehme für die Umwandlung der Stücke einen Wasserverlust an,aber da sind wohl die Wissenschaftler gefragt! Die ganze Achatentstehung beruht selbst heutzutage lediglich auf Theorien,aber wir sollten uns trotzdem weiter unsere Gedanken machen :)
Gruß Jens