Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: JuliaHH am 18 Sep 10, 21:28
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Hallo,
ich bin hier neu und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.
Ich schreibe gerade eine Arbeit über Mineralien und habe ein Frage, dich ich in kaum einem Buch eindeutig beantwortet bekommen habe.
Wofür steht das "alpha" in alpha-Goethit (alpha-Fe(II)O(OH)) oder das "gamma" in gamma-Maghemit.
Sagt der griechische Buchstabe etwas über die Anordnung der Atome aus...?
HILFE!!!
Ich danke füe jede Antwort
Julia
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Oder bin ich hier falsch mit der Frage?
Gruß
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Ganz falsch bist du hier nicht,aber unsere Chemie-Asse sind bestimmt auf mineraliensuche.Ich bin auf dem Gebiet nicht so bewandert ,aber dieses Alpha/Gamma ,denke ich , steht für die Wertigkeit des Eisens in der Verbindung.So wird Mahemit zu Magnetit und umgekehrt.Hat was mit der gewichtsanalytischen Eisen-Bestimmung zutun.Bin mir aber nicht sicher ob ich's richtig interpretiert habe.Gruß alexis buhridorakes.
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Hi Julia,
ja, charakterisiert die Größe der Gitterkonstante (Angström) der Goethit Grundzelle,die abhängig von der Bildungstemperatur ist, in der Grundzelle gebildet wird.Für Fe gibt es bei WIKI ein verständliches Diagramm.Experte sind hier u.a.das Forenmitglied Dr. Uwe Kolitzsch und Stollentroll...(gibt noch mehr,find sie nur auf die Schnelle nicht)
Gruß Günter
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Die Wertigkeit des Eisens bleibt Fe3+O(OH) in Goethit (alpha) als in Lepidokrokit (gamma).
Unterschied ist nur strukturell in der Raumgruppe. (G. Strübel)
Gruß
Milo
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Guten Morgen,
danke für die hilfreichen Antworten! :)
@Doe: Wie lautet denn der Artikel in WIKI? Find da nichts :(
Julia
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Die Mineralnamen haben üblicherweise keinen griechischen Buchstaben als Zusatz. Alpha-Goethit und Gamma-Maghemit gibt es nicht. Die griechischen Buchstaben stehen vor den Formeln und bezeichnen unterschiedliche Modifikationen, da man die Modifikationen nur an Hand von den Formeln sonst nicht unterscheiden könnte. Wenn man nur die Formel Fe2O3 hat, kann man ja nicht sagen, ob es Hämatit oder Maghemit ist, deshalb hat man da die griechischen Buchstaben davor gesetzt. Bei den Mineralnamen ist es schon eindeutig, auch ohne den Zusatz.
Mir fallen jetzt nur zwei Mineralnamen ein, wo tatsächlich ein grichischer Buchstabe offiziell zum Namen gehört, das sind beta-Schwefel und beta-Roselit. Das hat einfach historische Gründe.
Üblicherweise hat man die bei Raumtemperatur stabile Modifikation mit alpha bezeichnet, und die bei höheren Temperaturen dann mit beta, gamma usw., aber das funktioniert nicht durchgehend. Zum Teil hängt es auch mit der Reihenfolge bei der Entdeckung zusammen, zum Teil funktioniert das Schema mit den Temperaturen auch nicht so einfach. Mit der Wertigkeit oder der Größe der Elementarzelle haben die griechischen Buchstaben nichts zu tun.
Glück Auf
der Stollentroll
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Hallo,
Kann dem Stollentroll da nur zustimmen.
Die Bezeichnung wird eher in der Chemie benutzt, wo man ja in der Regel von der Bezeichnung der Verbindung ausgeht, also z.B. alpha-Fe(III)O(OH). Das wäre dann in der Mineralogie eindeutig, der Name wäre Goethit. Anders in der Chemie, wenn du nur Fe(III)O(OH) schreibst. Dann kommen verschiedene Modifikationen in Frage. Alle diese Modifikationen haben dieselbe Formel, also kann das Präfix (der griechische Buchstabe) gar nichts über die Wertigkeit aussagen. Polytypen (mit unterschiedlichen Elementarzellen) werden durch ein Suffix gekennzeichnet (entweder Stapelfolgen, Elementarzellparameter oder Gittertyp).
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
danke für die zahlreichen Antworten. Ihr habt mir wirklich sehr geholfen!
Gruß
Julia
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Zur Kristallografie (Daten und Optische Darstellung) von alfa und gamma Fe3+O(OH) : Goethit und Lepidokrokit siehe auch bei webmineral.com
http://www.webmineral.com/data/Goethite.shtml (http://www.webmineral.com/data/Goethite.shtml)
http://www.webmineral.com/data/Lepidocrocite.shtml (http://www.webmineral.com/data/Lepidocrocite.shtml)
Milo