Mineralienatlas - Fossilienatlas

Arbeitsmittel / Means for work => Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing => Thema gestartet von: fassi am 29 Nov 10, 20:45

Titel: scheifpulver
Beitrag von: fassi am 29 Nov 10, 20:45
Ein Hallo in die Runde .
Nun sind sie wieder mal da die Probleme ....
Ich hab nun immer noch die reste aus DDR Zeiten benutzt Hatte da mehrere Eimer
von grob bis fein  insgesamt 4 Körnungen - die ergebnisse waren super .
jetzt wirds aber alle .
Nun meine frage die bezeichnungen des Pulvers sind in den Jahren verlorengegangen  das waren  z.B. F14 ,F5  und und und ...
ich hatte die eimer dann nur noch mit 1,2,3,4 gekennzeichnet
 In welchen abstufungen nehmt ihr eure Pulver ??
Ich möchte schon wie bis jetzt mit 4 Körnungen auskommen  danach die Politur
mein grobes ist dem 100er gleich
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: Lausitz am 29 Nov 10, 20:52
Hallo,  ich nehm für meine Elbeachate 220,400.800. Siliziumkarbid. Danach poliere ich mit Ceroxyd. Ergebnisse sind zufriedenstellend.
Es ist aber ratsam noch einen vierten Schleifgang zu machen,mit 1000,aber dafür langt bei mir die Geduld nicht.
Ich hab mal ne Zeit 80iger für den Grobschliff genommen aber da wuschen sich vorhandene Risse zu stark aus deshalb der Wechsel auf 220iger als Anfang.
Gruß
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: Opalschleifer Lutz am 29 Nov 10, 21:41
Hallöchen!
Nimm zum schleifen und polieren doch meine Schleifplatten, die du bei mir gesehen hast. Ein mir bekannter Achatschleifer baut sich aus ca. 8 solchen 10cm Scheiben eine einzige riesengroße und bekommt sensationelle Ergebnisse raus. Er hat sich bisher ne 800er, 1500er und eine 3000er für die Polierung gebaut. Der hat die monatelang in Betrieb. Ist ein sehr sauberes und vor allem schnelles arbeiten. Lass mich wissen, ob du daran Interesse hast, ich muss eh wieder ne Bestellung aufgeben.
Viele Grüße!
Lutz
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: 2002opal am 29 Nov 10, 22:44
Hallo Lutz,
kannst du das mal konkretisieren und ein Bild davon einstellen?
Gruß,
Wolfgang
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: Opalschleifer Lutz am 29 Nov 10, 23:06
Hallo an Alle!
Ich meine die resingebundenen (Hartplastescheiben mit Diamant durchgesetzten) Scheiben mit dem Klettverschluss hinten dran. Die kannst du recht gut mit ner stärkeren Stahlschere zerschneiden und dir so z.B. eine 30cm große Schleifscheibe aus ca. 8 kleineren Scheiben bauen. Für geringere Durchmesser natürlich weniger Scheiben. Die Belagdicke ist ca. 3mm, müsste ich noch mal genau nach messen und ca. 13 verschiedene Körnungen, von 50er bis zur 15000er kann ich bestellen. Ich habe immer ca. 3x komplette 10er Sätze vorrätig, mache aber auch gerne Sammelbestellungen. In München habe ich die Scheiben bei einem anderen Anbieter für 16€ das Stück gesehen, bei mir zahlt man ca. 10€ pro Scheibe. Ich habe irgendwo noch Bilder von den Scheiben, ich schaue mal nach. 
Viele Grüße!
Lutz
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: fassi am 30 Nov 10, 07:41
Hallo Lutz .-
Ich sagte Dir ja ich will das einfach mal probieren . und Ok es funktioniert recht gut
aber eben nur kurz .
auf den stahlscheiben ist der diamantbelag zu dünn zum nachsetzen .

Ich hab nun seit Jahren mit schleifpulver gearbeitet und damit meine erfahrungen und tricks gelernt.
Ich wollte mit diesen Thema ja nicht wissen wie man schleift -sondern welche Pulver andere verwenden  weil ich mich in den Körnungen nicht so auskenn .- wie gesagt hatte da mehrere eimer und da war mir egal ob 100er oder 400er
es ging ja gut - aber nu is alle :(

Ja das könnte sein. wenn Du die resinscheiben meinst -damit lässt sich evt.länger schleifen .
das problem scheint allerdings der verlust der schleifkraft sein . also man muss die scheiben regelmäßig nachsetzen
bei den stahlscheiben funktioniert es nicht .-
man schleift nach den ersten paar kugeln bereits feiner .
Die resinscheiben nutzen sich da wohl im trägermaterial mit ab -
man müsste es eben probieren

Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: Kachat am 30 Nov 10, 22:20
Hallo Fassi,
bei der ersten Korngröße kommt`s eben drauf an,wie die Schnittfläche ist.Aber ich denke,das 100èr ist schon eine gängige Größe.Ich hatte mal120èr,das war für den Anfang schon zu fein.Es kann aber auch von Vorteil sein,mit dem ersten Schliff gleich mit 220èr zu beginnen.Ich nehme danach noch 320èr,weil ich denke,das der Sprung von 220 auf 400 zu groß ist...danach 800èr und eventuell noch 1000èr oder 1200èr hinterher,je nach Lust ...am Ende zieht sich`s ganz schön hin.
Hier mal die Korngrößen in µm:
100   120   240   400   600   800   1000   1200èr
150   120   60     35     26     22     18       15µm

Grüsse von Arndt
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: doe am 01 Dec 10, 00:43
Hi Fassi/Arndt,
für ganz versaute Schnitte gibts auch noch 80 Körnung.
Gruß Günter
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: fassi am 01 Dec 10, 07:24
Naja ganz versaute schnitte .- davon wollen wir mal nicht ausgehen  ;)
und bei den achaten die mir hier immer so in  die Hände fallen gehts mit dem groben 80er schon garnicht .- die Mandeln sehen dann hinterher immer schlimmer aus wie vorher  ;)

Der recht weiche Porphyrmantel wird regelrecht " mitgerissen  - sieht dann aus wie sandgestrahlt -
danach kann man nur nochmal ne scheibe abschneiden -dann ist das Bild weg - also gleich auf die schneidhalde...
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: doe am 01 Dec 10, 09:37
Hi Fassi,
mag bei den unterschiedlich harten Geoden zutreffen.Ich nahm das 80 iger bei Kyffhauserholz,wenn die natürliche Querbruchfläche einigermaßen eben ist,so mal schnell 1 - 2 mm wegschruppen,da gehts eigentlich problemlos.Ordentlich feinschleifen muß Du sowieso.
Gruß Günter
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: agatefreak am 01 Dec 10, 09:53
Auf dem Schleifteller verwende ich anfangs 220er Korn, dann 400er und als dritten Schleifgang 800er. Dies gilt aber nur wenn der Schnitt vorher sauber war. Bei dicken Sägeriefen und abgeplatzten Stücken die rund abgeschliffen werden müssen ist zuerst 80er für die betreffenden Bereiche angesagt.
Poliert wird am Filzrad mit Ceroxyd.
Das Ergebnis ist eine Top Politur mit Hochglanz. Poröse und rissige Stücke müssen allerdings vorher mit Starbondkleber behandelt werden.
Diese Erfahrungen gelten speziell für Achat, Jaspis, verst.Holz und Quarze. Stücke mit weichen Einschlüssen wie z.B. Calcit sollten mit 400er Körnung begonnen werden, um ein unterschleifen zu vermeiden.

Viele Grüße
Peter
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: doe am 01 Dec 10, 10:46
Hi Peter,
Starbond ist doch eigentlich für Holzbearbeitung??Welche Sorte nimmst Du zum stabilisieren mehr wie Sekundenkleber oder ne Abart von Akemi ? Ich nehm für brüchiges Holz Akemi farblos flüssig,geht prima und sieht nach der Politur wie ein farbloser verheilter Bruch aus.
Gruß Günter
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: fassi am 01 Dec 10, 19:15
Also Danke für eure Hilfe -
zusammenfassend bedeute das Gute schnitte  mit 220 - 400 - 800 geschliffen werden und dann Politur

eher schlechte schnitte also z.B. erst 100 dann 220 -400 - 800  und politur .

so einfach kann es sein - ich hatte bis jetzt eben nur Pulver 1-2-3-4

mit dem auswischen beim 80er meine ich z.B. Porphyrgeoden die bereits sehr angewittert sind
nach der reinigung sind die richtig fest rundherum
allerdings  in verbindung mit wasser werden die wieder " Schmierig " wie lehm halt
diese schicht ist teilweise bis zu 1 cm dick
zuerst hab ich die Mandeln mit Tiefgrund vollsaugen lassen - das geht aber sehr Langwierig bis alles ausgehärtet ist
jetzt werden die Dinger ganz vorsichtig sandgestrahlt  ;)
und dann gesägt -
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: agatefreak am 02 Dec 10, 00:20
Hallo Günther,

Starbond Kleber ist ein Cyanoacrylat Kleber, er ist ideal zum verkleben und verfüllen selbst feiner Risse in Stein, Holz, Metall, Glas, Kunsstoff und Keramik. Auch sehr gut zum tränken poröser Materialen.
Der Kleber ist farblos und besonders wichtig: UV-beständig. Läßt sich gut polieren.
Infoblatt zum Starbond Kleber kann ich gern per email zukommen lassen.
Viele Grüße
Peter
Titel: Re: scheifpulver
Beitrag von: doe am 02 Dec 10, 07:50
Hi Peter,
danke für die Auskunft,Cyanoacrylat ist der flüssige,sehr kriechfähige "Sekundenkleber",bestens bekannt,wird von mir auch verwendet.Habe erst vorige Woche einen unachtsamen Finger mit dem Skalpel vom Triaskalk lösen müssen.Ich dachte Starbond ist noch was Anderes,mir Unbekanntes.
Gruß Günter