Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: Bergbaumaulwurf am 07 Dec 10, 21:02
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Glück Auf!
Ich besitze eigentlich eine große Ultraschallwanne, aber letztens kam mir eine ganz "Dumme" Idee.
Es ist ja auch nicht jedes Mineral zum Reinigen im Ultraschall geeignet, aber wie dies tun.
So kam ich auf die Prothesenreinigungstabletten. Sie sind voller Sprudel, preiswert, einfach zu handhaben und für die geeignet die über kein Ultraschallgerät verfügen.
Bin selber davon begeistert und eure Stufen duften noch gut.
Hatt jemand ähnliche Erfahrung?
Bergbaumaulwurf
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Hallo,
die Tabs habe ich auch schon benutzt, sind nicht schlecht. Manche Verunreinigungen, wie klebrigen Lehm schaffen sie aber doch nur nach mehrmaliger Anwendung. Wo Ultraschall nicht geht, sind sie auf alle Fälle einen Versuch wert.
Glück Auf
Ralf
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Hallo.
Gebissreiniger funktionieren sehr gut bei manchen Mineralien (und angesabbertem Kinderspielzeug ;) ). Allerdings kann man diese Tabs nicht mit Ultraschallreiniger vergleichen - das sind Äpfel und Birnen! Das bischen Blubbern bedeutet keine Reinigung. Das ist reine Augenwischerei. Auch wenn die Tabs nicht sprudeln würden, wird die Stufe sauber(er). US-Reiniger wirken letztendlich mechanisch und nicht chemisch.
Duft? Ich mag keine nach Menthol duftenden Quarze .... ::)
Kluftknacker
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Hi,
Ultraschallbad (wenn möglich) und Spülmaschinenreiniger :-)
Frank
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Spülmaschinenreiniger im Ultraschallbad? Welche Dosierung?
Gruß,
Wolfgang
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Spülmaschinenreiniger im Ultraschallbad?
Um Gottes Willen bloß nicht!
Frank hatte das als zwei getrennte bzw. alternative Methoden gemeint. Ins US am besten nie ein Reinigungsmittel geben, das nicht explizit dafür gedacht ist. Die Resultate sind unabsehbar, kann bis zur völlig eingesauten Küche gehen... Siehe auch die Warnhinweise zu Reinigungsmitteln im Handbuch des US-Geräts.
Gruß,
Rainer
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Hi ,
bei gut getrockneten lehm/tonverschmutzten Kleinstufen gebe ich zur besseren und schnelleren Benetzung einen Tropfen Spülmittel auf 250 ml Wasser ins Ultraschallbad.Zumindest bei Kleinfossilien (Ostrakoden/Foraminiferen) ist eine bessere Reinigungswirkung zu beobachten.Ich bild mir ein,die "Tiefenwirkung",vorallem bei stark strukturierter Oberfläche ist besser.
Gruß Günter
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Hi
apropos duften
kann ich dann aus Stinkspat Duftit machen?
(Schmarrn-Posting)
Glück Auf!
GEOMAXX
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Sehr gut zu wissen,ich habe Ettringit Kleinstufen aus der Kalahari Südafrikas (N´Chwaning/Wessels Mine)deren Signalgelbe Kristalle mit eine Art äußerst hartnäckigen fleischfarbenden Lehm/Manganmatsch "keine Ahnung" verunreinigt sind.Sonst sehr schöne Stufen.
Probiere ich mal aus "Corega Taps"in US ;)
LG
Udo
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hallo,im lexikon habe ich unter anderem auch eine große nadelquarzstufe mit siderit und kleinen fluoriten vom sauberg eingestellt.nun sind auf den siderit-xx teilweise kleinere moosansätze vorhanden.wie kann ich diese evt entfernen oder ablösen ohne etwas zu beschädigen?
hat da jemand vielleicht eine idee?
lg schnurps
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Hi
bei dem weißlichen Matrixüberzug könnte es sich um Oyelite (Ca10Si8B2O29·12.5H2O) handeln, dem ist vermutlich per US kaum beizukommen
Glück Auf!
GEOMAXX
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Spülmaschinenreiniger im Ultraschallbad?
Um Gottes Willen bloß nicht!
Frank hatte das als zwei getrennte bzw. alternative Methoden gemeint. Ins US am besten nie ein Reinigungsmittel geben, das nicht explizit dafür gedacht ist. Die Resultate sind unabsehbar, kann bis zur völlig eingesauten Küche gehen... Siehe auch die Warnhinweise zu Reinigungsmitteln im Handbuch des US-Geräts.
Nein,
für Hochleistungslaborgeräte mag das richtig sein. Haushaltsgeräte mit der poppeligen Reinigungsleistung, meist vom Discounter um die Ecke für 20€, habe ich in den letzten Jahren kein Problem gehabt. Dosierung: Eine kleine Messerspitze von dem Pulver. Der pH steigt deutlich!
Anders herum: Was soll passieren? Die Zutatenliste einiger Reiniger, insbesongere gegen Oxidbeläge, ist alles andere als gut.
Mfg
Frank
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Hi!
Bei mir gibts auch je nachdem etwas Spüli oder Waschmittel dazu. Selbst mal etwas Salzsäure .... :-[
Da passierte bei mir bisher nix, allerdings habe ich eines der erwähnte Discounterprodukte. Da stand sogar bei, dass man minimal etwas spülmittel dem Wasser beimengen soll.
Was Hier nun nicht als allgemeingültige Anleitung verstanden werden soll!
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hallo,im lexikon habe ich unter anderem auch eine große nadelquarzstufe mit siderit und kleinen fluoriten vom sauberg eingestellt.nun sind auf den siderit-xx teilweise kleinere moosansätze vorhanden.wie kann ich diese evt entfernen oder ablösen ohne etwas zu beschädigen?
hat da jemand vielleicht eine idee?
lg schnurps
Zur Entfernung von Moos oder aehnlichem Bewuchs, verwende ich meist (einen stark alkalischen - SCHUTZBRILLE AUFSETZEN - dafuer aber geruchlosen) Laborglasreiniger: Reinigerkonzentrat zu entmineralisiertem Wasser geben um eine ca 5 %ige Loesung zu erhalten und mindestens 24h auf das zu reinigende Mineral einwirken lassen. Moose lassen sich danach leicht abspuelen oder abziehen, bei hartnaeckigerem Bewuchs wie Flechten muss gegebenfalls erwaermt werden oder die Einwirkdauer erhoeht werden. Wurzeln lassen sich so nicht entfernen, da hilft meist nur die Pinzette.
Nach beendeter Reinigung muessen die behandelten Stufen noch gruendlich gewaessert werden.
Laborglasreiniger sind im lokalen Chemiegrosshandel zu Preisen von ca 5 Euro/l im 5 l-Kanister erhaeltlich - am Besten nachfragen.
Quarz, viele Silikate und Sulfide , auch Carbonate sind in der verduennten Reinigerloesung stabil - zur Reinigung von Sekundaermineralien (z.B. Malachit, Azurit ...) sind alkalische Zubereitungen allerdings ungeeignet.
Uebrigens kann man alkalische Reiniger auch bedenkenlos in der Wanne eines Ultraschallbades benutzen ;).
Viel Spass beim Probieren
Harald
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Hallo Geomax es handelt sich in der Tat um Oyelite.
Nun denn ist es so wie es ist,auch gut.
Mann sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht wenn man jedenTag mit Kalahari Mineralien zu tun hat.
LG
Udo
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Hallo !
Habe bei Quarzdrusen die stark verunreinigt waren ( Lehm ect. ) gute Erfahrungen mit Zementschleier Entferner gemacht .
Am besten vom Baustoffhändler . Zementschleier Entferner ist nicht so agresiv wie Salzsäure , aber efektiv .
Mann sollte trotzdem Gummihandschuhe und Brille tragen . Vorsicht bei Calcit . Nacher gründlich wässern .
Gruß Volker
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Servus,
hoert sich interessant an. Wenn Du noch das Fabrikat/die Bezugsquelle mitteilen koenntest waere die Informtion noch interessanter.
Uebrigens, alle (mir bekannten) Zementschleier-Entferner enthalten Mineralsaeuren: Salzsaeure, Phosphorsaeure oder Amidosulfonsaeure ;D.
GA
Harald
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Hi
Für nicht allzugroße Drusen und Hohlräume, in die die Ultraschallwanne mit ihren Schwingungen nicht reinkommt, kann man diese kleinen Ultraschallvernebler verwenden: Die erzeugen einen relativ stark fokusierten Strahl mit beträchtlicher Reinigungskraft. Hällt man so einen Ultraschallvernebler mit ca. 45° etwas unterhalb der Wasseroberfläche (die Teile müssen ganz eingetaucht sein, da sie sich sonst automatisch abschalten), so das der Strahl grade etwas Nebel erzeugt und hällt dann die Druse oder den Hohlraum so, das der Strahl möglichst tief in diese eindringen kann, hat man recht gute Reinigungsergebnisse. Tatsächlich kann man auch mit so einem Teil größere Stufe reinigen, allerdings ist der effektive Reinigungsbereich nur wenige Millimeter groß und so dauert es natürlich seeeeehr lange, eine große Stufe zu reinigen. Aber für kleine Hohlräume und Drusen sind die Teile der Bringer !
Ach so - wichtiger Sicherheitshinweis: Bloss nicht in den Strahl von so einem Mininebler fassen; das ist in etwa so wie in die Steckdose fassen... Zudem "brennt" der Strahl Löcher in Plastikgefäße (nur auf kurze Distanz).
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Hallo,
vielen Dank für den interessanten Tipp. Gibt es eine Empfehlung, welches Gerät für unsere Zwecke besonders geeignet wäre?
Besten Dank im Voraus
Robert
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Gibt es eine Empfehlung, welches Gerät für unsere Zwecke besonders geeignet wäre?
Würde mich auch interessieren. Kenne Ultraschallvernebler bisher nur aus Terrarien.
Es wird eine Vielzahl von Konstruktionen angeboten.
Gruß
Norbert
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Hallo Zusammen
Da ein Ultraschallvernebler offenbar auch Mineralien zerstören kann...
Zudem "brennt" der Strahl Löcher in Plastikgefäße (nur auf kurze Distanz)
weise ich hier nochmals auf die sich bestens eignenden Textilreinigungspistolen hin; z.B.:
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,11521.msg109884.html#msg109884 (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,11521.msg109884.html#msg109884)
Mit solchen oder ähnlichen Geräten kann man beinahe jeden Schmutz aus jeder Nische der Stufe entfernen. Bei richtiger Einstellung, sind auch sehr empfindliche Mineralien wie z.B. Brookit von Schlamm oder Tonresten sehr einfach zu befreien.
Gruss
Christian
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Hi
Es eignet sich im Prinzip jeder x-beliebige Ultraschallvernebler mit einem (!) Schwingerelement, z.B. SOEINER HIER (http://www.amazon.de/Unbekannt-Relaxdays-584983-Ultraschall-Zerst%C3%A4uber/dp/B002C0CDS8/ref=sr_1_8?ie=UTF8&qid=1362526263&sr=8-8). Als ich das letzte Mal in der Bucht nachgeschaut hatte (ist ein paar Tage her) gab es auch welche mit drei oder gar sechs Schwingern, das bringt aber nichts, da man sich letztlich nur auf einen Punkt konzentrieren kann (also mental, nicht die drei oder sechs Strahlen der Schwinger, wäre ja zu schön). Die LED's dienen allgemein nur zu Deko-Zwecken und sind somit obsolet.
@Christian: Nicht nur Ultraschallvernebler sondern auch die "herkömlichen" Ultraschallwannen können Minerlien zerstören. Man muß in jedem Fall Vorversuche machen, damit man sich seinen Stücke nicht ruiniert. Die beschriebenen Ultraschallvernebler sind zwar recht zerstörersich in Bezug auf die Plastikgefäße, auf Mineralien wirkt er im allgemeinen wie ein weicher Pinsel; ich hab das Teil daher auch liebevoll "Ultraschallpinsel" getauft. Das ist schon ein recht merkwürdiger Effekt: Auf der einen Seite brennt der Strahl innerhab kürzester Zeit ein Loch in eine dicke Plastikwanne und tut fürchterlich im Finger weh, wenn man aus versehen mal in den Strahl fasst. Auf der anderen Seite bleiben selbst feinste Cerussitnadeln an ihrem Platz, sofern sie auf festem Grund aufgewachsen sind. das ist übrigens nach meiner Beobachtung einer der Hauptgründe für die Zerstörung von Mineralstufen: Die zu reinigenden Kristalle sitzen auf sowas wie Lehm oder irgendwelchen Tonmineralen, die durch den Ultraschall aufgelöst werden und damit bröseln die Kristalle haltlos von der Matrix...
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Hallo Markus
Danke für Deine interessanten Ausführungen. Wenn ich das richtig interpretiere, ist die von dir beschriebene Methode vor allem für sehr heikle Stufen geeignet, bei denen sehr sorgfältig gereinigt werden muss; z.B. feinste haarige Kristalle oder Mikros auf bröckeliger Matrix. Damit habe ich wenig Erfahrung. Meine Ultraschallwanne habe ich schon vor 12 Jahren eingemottet, den seit diesem Zeitpunkt arbeite ich mit dem pulsierenden Wasserstrahl der Textilreinigungspistole. Das ging bis anhin immer sehr gut, aber ich sammle in aller Regel auch nur Mineralien, die von blosem Auge einigermassen erkennbar sind. Ich schliesse mit der Erkenntnis, dass jede Sammlungsspezialität auch seine Reinigungsmethode hat. Falls ich dann mal Bedarf hätte, was nicht auszuschliessen ist, komme ich gerne auf deine Ausführungen zurück.
Beste Grüsse
Christian
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Wenn ich das richtig interpretiere, ist die von dir beschriebene Methode vor allem für sehr heikle Stufen geeignet, bei denen sehr sorgfältig gereinigt werden muss; z.B. feinste haarige Kristalle oder Mikros auf bröckeliger Matrix.
Ansich richtig. Allerdings möchte ich nochmals darauf hinweisen, das man grundsätzlich erstmal an einigen weniger "wertvollen" Stücken testen sollte. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail und grade beim Ultraschall gibt es keine allgemeingültigen Regeln - außer der, das man erstmal probieren sollte ;).