Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Philip Blümner am 10 Dec 04, 11:43

Titel: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Philip Blümner am 10 Dec 04, 11:43
Hallo!
Beim Durchlesen des Lexikons bin ich auf "Aggregat" gestoßen. Das ist eine Gruppe
von Kristallen, die faserig, radialstrahlig, nierig, etc. auftreten können.

Was definiert einen Kristall beispielsweise bei nieriger, traubiger (botryoidaler) Aus-
bildung, zb. beim Glaskopf? Ist das alles ein Kristall?

Gruß
slugslayer
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 10 Dec 04, 15:56
Die meisten Mineralien sind Aggregate schlecht oder undeutlich ausgebildeter Kristalle. Selbst massive und feinkörnige Mineralien sind unter dem Mikroskop kristallin.

AGGREGATE

1. Sind (von der Definition her) zusammengefügte Mineralgemenge oder Mischungen miteinander verwachsener Kristallkörner, welche sich durch Kristallisation aus einer Lösung oder beim Erstarren einer Schmelze bilden.

2. Die beiden wichtigsten Aggregate sind einmal die kristallinen und zweitens die kolloiden  Aggregate.

3. Die Haupttypen der Mineralaggregate sind:

a) Körnig-kristalline Aggregate

Wenn einzelne Bestandteile eines kristallinen Aggregates keine sichtbare Kristallform haben, bzw. equidimensional sind, bezeichnet man ein Mineral als körnig. Es werden grob-, mittel- und feinkörnige Aggregate unterschieden.
Sind die Körner mit blossem Auge nicht erkennbar, wird das Mineral als derb oder kompakt bezeichnet. Wenn einzelne Körner mit dem Mikroskop erkennbar sind, ist das Mineral mikrokristallin; sind die einzelnen Körner noch kleiner, bezeichnet man das Mineral als kryptokristallin.

Grundsätzlich ist die Form der Körner ausschlaggebend für die morphologischen Besonderheiten der Aggregate.

Diese bestehen aus Kristallkörnern, zwischen denen manchmal gut ausgebildete Kristalle irgendwelcher Minerale liegen.
Die am häufigsten in der Erdkruste vorkommenden Aggregate sind kristalline magmatische Gesteine sowie die meisten metallischen und nichtmetallischen Erze.

Wenn die Körner plattenförmige (laminae) Gestalt haben, so bezeichnet man diese Aggregate, je nach Grösse. als schuppig, blättrig (lamellar). Die individuellen Platten sind im allgemeinen parallel, können aber auch um ein gemeinsames Zentrum gebogen sein und konzentrische Formen bilden. Wenn die Platten dünn und trennbar sind, bezeichnet man die Aggregate als
blättrig oder schieferig. Wenn ein Mineral aus kleinen Schuppen besteht, wird es als glimmerartig bezeichnet.
Beispiele: Calcit und Gips (rosettenartig), Glimmer (charakteristisch glimmerartig),Talk und manche Hämatitaggregate (schuppig),

Aggregate  mit einer in eine Richtung gestreckten Form bezeichnet man als nadelförmige, leistenförmige, säulenförmige, stenglige, fasrige; in Gruppen auftretende länglich angeordnete Kristalle sind radialstrahlig, Büschel oder Garben (acicular).
Beispiele: Natrolith (nadlig), Erythrin (leistenförmig), Turmalin (säulenförmig), Stibnit, Gips, Pektolith, PYrit, Wavellit (radialstrahlig),

b) Stufen und Drusen

Verwachsungen gut ausgebildeter Kristalle, bzw. mehrere einzelne freie Kristalle, welche sich an den Wänden von Hohlräumen oder Drusen/Geoden gebildet haben, nennt man Stufen. Dazu gehören besonders Quarze sowie alle gut ausgebildeten Kristalle, welche sich in einem freien Raum bilden konnten.
Mineralbildungen, in denen die Kristalle bei enger gegenseitiger Berührung mehr oder weniger parallel zueinander gestreckt sind, nennt man kammartig oder bürstenförmige Aggregate.

Kristallkrusten, Kristallrasen und Kristalltapeten bilden sich durch kleine, meist eng und dicht verwachsene Kristalle, welche sich unter beschränkten Raumverhältnissen entwickelt haben.

Die Begriffe Druse und Geode werden nicht selten synonym angewandt.

c) Sekretionen

Bilden sich durch Ausfüllung unregelmässiger Hohlräume mit kristallinem oder kolloidem Material. Typische Sekretionen sind konzentrische Schichten, welche sich in Farbe und Zusammensetzung unterscheiden können.
Kleine Sekretionen bezeichnet man als Geoden oder Mandeln.

d) Konkretionen

sind meist kuglige, bzw. botryoidale Gebilde von nicht ganz regelmässiger Form, welche sich in Sedimenten bilden.(Tone, Sande, etc.)
Beispiele:  Phosphorit

e) Oolithe / Sphärolithe

Sind ähnlich wie Konkretionen (kuglig, nierig, botryoidal, rogenartig, opalähnlich, aber auch schalig), aber meist von geringer Grösse, welche in wässrigen Medien um aufgewirbelte Fremdkörper entstehen. Botryoidale Massen können oft fasrig sein, bzw. haben meist einen schalenförmigen Aufbau und eine regelmässige konzentrische Schichtung. Grössere Oolithe bezeichnet man als pisolitisch.
Beispiel: Calcit, Aragonit (Erbsensteine von Karlsbad), Bauxit).

f) Fliessformen

entstehen aus Kolloiden (Gelen), finden sich analog zu den Kristallstufen in Hohlräumen und bilden stalaktitische, trauben- oder knospenförmige, knollige, warzige, wulstige, glaskopfartige Aggregate. (Kollomorphe Aggregate)
Beispiele: Stalaktiten von Calcit und Aragonit, Limonit,  Hämatit als Glaskopf, Psilomelan, Coronadit, Opal, Malachit, Gips, Fluorit, versch. Metallsulfide etc. Manche Stalaktiten sind gekrümmt, gedreht und gebogen. Solche Aggregate bezeichnet man als heliktitisch oder koralloid(al).
Im weiteren Sinne stehen hier auch die sehr seltenen wurmförmigen (vermikular) und perlschnurartigen Aggregate

g) Skelette (Hopper) und Dendriten

Skelette selbst sind keine eigentlichen Aggregate, sondern Kristalle, welche sich infolge schnellen Kanten- und Eckenwachstums bilden, wobei die Flächen nicht vollständig ausgebildet, resp. ausgespart sind. Die bekanntesten skelettartigen Aggregate sind Skelettgerüste, Nadeln, hohle Kristalle und Skelettkristalle, welche manchmal Dendriten bilden können.
Dendriten bilden sich aus mineralhaltigen Lösungen und Gasen, welche durch Kapillerwirkung in Gesteinsspalten eindringen, bzw. sich auf Flächern ablagern. Sie können auch durch Ausscheidung im festen Zustand entstehen. Im weiteren Sinne gehören hierzu auch die Liesegang`schen Ringe.
Beispiele: Fluorit, Pyrit (Skelette), Mn-oxide, Fe-Hydroxide in und auf Kalk- und Sandsteinen, Silber, Kupfer, Gold (Dendriten).

h) Kapillaraggregate / Röhren

Seltene Aggregatsform, bei der das Kristallwachstum dadurch bedingt ist, dass die übersättigte Lösung die versorgung des Kristalls mit Nährsubstanz durch Kapillarkanäle vollzieht. Nach Abschlus der Aggregatbildung ( bedingt durch Störung bei der Zufuhr von Nährlösung, bzw. durch einschränkende Verhältnisse (Mineralinfarkt) bleiben die Kapillaren (Röhren) erhalten.
Beispiel: Seltene Kapillarfluorite aus Mexico und China sowie Halit.

i) Krusten, Anflüge und Beschläge

sind dünne Überdeckungen eines anderen Aggregates. (i.d.R. Rinden, die bei Verwitterung entstehen .e.g. Ni-silikate, Mn- und Fe-hidroxide)

j) Weitere Aggregatsformen.

- Ausblühungen ( Flaumartig-blütenähnlich, samtig-pelzig, oft hauchdünn )

- Erdige und amorphe Massen


Ich hoffe, diese kurze Einführung hilft Dir weiter.

gruss
collector



Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: uwe am 10 Dec 04, 16:00
Kompliment Collector,

Deine Beiträge sind immer sehr interessant und informativ.

Gruß
Uwe

Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 10 Dec 04, 16:56
Hallo Uwe,

danke für Deine nette Bemerkung. Tut auch mal gut, gestreichelt zu werden.

Ich mag`s überhaupt nicht, wenn einer Wissen für sich selbst behält und bin überzeugt, dass gerade die Weitergabe von Kenntnissen und Erfahrungen unser gemeinsames Hobby so liebenswert und spannend macht.

ich hab noch ne ganze Menge mehr auf Lager. Aber - peu a peu.

Schönes Wochenende
collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Schluchti am 10 Dec 04, 18:51
Sehr interessant, Collector! Klasse, wieder was gelernt!  :)

So macht das Spaß!
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Schatten am 10 Dec 04, 21:30
hallo Collector,

 ;D Achtung Anschlag...  ;D ..das sieht im Atlas bestimmt so richtig gut aus...oder?

Wie immer...wenn Du Hilfe brauchst schrei einfach hierhin  :P  :D





Grüße vom Schatten
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 11 Dec 04, 07:23
Hallo Silvio

wär angebracht, diese Abhandlung unter das Stichwort Aggregate in den Atlas zu stellen. Kannst Du das machen ?
(wär ja schade, wenn diese gerade für Sammler relevante Information irgendwann im Forum verlorengeht).


Achtung:
Im Atlas steht ja unter Aggregate schon was drin. Das ist jedoch wischiwaschi und hat kaum oder keinen Bezug zum Begriff des " mineralogischen Aggregats ".
Da es jedoch bereits einen Autor / Verfasser zu diesem Stichwort gab, muss man den nicht erst fragen, ob man den Text ändern kann ?

Um das ganze noch ein bisschen professioneller zu machen, hab ich die Abhandlung editiert. Muss bei Übertragung nur der darunterstehende Gruss an slugslayer entfernt werden.

gruss
collector

P.S.

wenn ich Dich schon hab ......
kannst Du im Atlas unter Fundstellen folgende Titel neu einstellen :

Land: Spanien
Katalonien/Llanca
Madrid/Puerto de Somosierra

Danke
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Schatten am 11 Dec 04, 07:44
Morjen Collector,

so..habe dann mal fertig.
Bei optischen Veränderungen..tue Dir bitte keinen Zwang an....habe es erstmal 1:1 übernommen.

Den Fundort
Land: Spanien
Katalonien/Llanca habe ich eingebaut der andere Madrid/Puerto de Somosierra war schon da.

Auf weitere gute Teamarbeit  :D

Grüße vom
Schatten
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Philip Blümner am 11 Dec 04, 12:15
Hallo Peter C

So, jetzt kam ich dazu, es mal durchzulesen. Vielen Dank. Sehr ausführlich.   ;D



Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 11 Dec 04, 19:00
Hallo Stefan


Aggregate

danke für die ausgezeichnete systematische und optische Darstellung. Man kann sehen, es hat Dir Spass gemacht.

collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Stefan am 12 Dec 04, 00:35
Ja das hat es, bin aber noch nicht ganz durch   :)

Guter, sehr umfangreicher Beitrag. Solche Beiträge werten unser Lexikon auf. :o

Jetzt noch ein paar kleine Bildchen zu den einzelnen Aggregaten und die Sache wäre noch etwas bunter. Mal sehen ob sich noch was schönes findet. Dürfen nur nicht so groß sein.

Gruß Stefan :D
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Schatten am 12 Dec 04, 06:22
Morjen Stefan,

so sieht das Ganze natürlich wesentlich beser aus  :D ...ich brauch irgendwoher ma bisserl mehr Zeit..

..hatt wer welche über  :P  :-\

@Collector

wirklich ne schöne runde Sache...danke für deine investierte Zeit  :)


Grüße vom Schatten
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 12 Dec 04, 11:05
Aggregate - Bilder

Hallo Stefan

ich bin noch immer nicht in der Lage, eigene Bilder in den Atlas zu stellen (ab einem gewissen Punkt scheitere ich). Daher hänge ich jetzt ein paar typische Aggregate aus meiner eigenen Sammlung als Anlage hier an, mit der Bitte, diese in den Atlas-Begriffe-Aggregat-zu übertragen.

Bilder zu all den anderen Aggregatsformen habe ich nicht. Vielleicht ist der eine oder andere bereit, dafür Aufnahmen bereitzustellen ? Wär schön !

Die beiliegenden Bilder sind (nach Aggregatsform in der Folge der Systematik)

Stufe
Galenit mit Quarz (Dal`negorsk, Russland)

Radialstrahlig:
Antimonit (Rumänien)
Epidot (Peru)
Heulandit(Indien)

Nadlig
Antimonit (Baia Sprie, Rumänien)

Stenglig
Rubellit (Malchany, Russland)

Säulig
Andalusit (Lusens, Tirol)

Blättrig:
Charoit (Murun, Russland)

Sphärolithe:
Prehnit (Namibia)

Fliessformen:
Coronadit (Aouli, Marokko)
Aragonit(korralloidal, Steiermark)

Dendritisch:
Gold (Eagles Nest, USA)

Röhren:
Fluorit /Hunan, China)

Da nur 4 Bilder angehängt werden könne, sind die weiteren 4 in der folgenden Antowrt

Gruss
collector

Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 12 Dec 04, 11:15
Stefan

hier die nächsten 2 Bilder zu Aggregaten

collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 12 Dec 04, 11:24
Stefan

nach 3 Abstürzen nun die letzten 2 Bilder von insgesamt 8 (zu Atlas / Aggregat )
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Philip Blümner am 13 Dec 04, 07:34
Ein Fluoritrohr? Wie witzig! Der Coronadit schaut ja auch interessant aus.
Das sind gute Bilder.
Titel: Re: Definition der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 13 Dec 04, 13:17
hallo slugslayer

Fluorit-Röhren :

Ja ich weiss, die sehen irre aus. Hab solche Aggregate auch nie vorher und seit den drei Stufen dies mal vor n parr Jahren gab, auch nichts mehr gesehen. Keiner weiss was drüber. Keine Literatur. Bin noch am Forschen.
(da gebogen, wahrscheinlich Stalakmiten; die Kristalle sind mehrere Generationen von Oktaedern und tw. Kub`Oktaedern.). Hab noch schönere Bilder, wenn interessiert .

Die Coronadite: Da gibts noch verrücktere, in grossen Warzen bis mehrere cm auf weissem Baryt.

Ich hoffe ja, dass mir jemand hilft, diese Bilder zu meinem Aggregat-Artikel in den Atlas zu stellen.

collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Philip Blümner am 13 Dec 04, 17:36
Die Fluoritröhren interessieren mich. Können das vielleicht Kalkstalaktiten gewesen sein, die dann weggeätzt wurden?
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 13 Dec 04, 19:42
nein, auf keinen Fall Kalkstalakmiten.

Wenngleich (mir) der genaue Bildungsmechanismus unbekannt ist, nehme ich alternativ an.:

1. Enstehung ähnlich eines " normalen " Stalakmiten, durch ständiges Herabtropfen fluorithaltiger Lösungen.

2. Ähnlich der Bildung wie Fadenquarz.

Im Inneren der Fluorit-"Stalakmiten" (das ist ein Arbeitstitel von mir und meinem Sammlerfreund John Nash, wir beide bearbeiten diese Aggregate) sind Röhren, besser Kanäle, welche aller Wahrscheinlichkeit nach die Nährlösung an die Grundsubstanz, unter Bildung jeweils neuer Fluoritgenerationen heranführten. (Du kannst das als weisse Linie im Foto sehen.) Immer, wenn eine Schicht aus Oktaedern auskristallisiert wurde, haben sich darauf erneut Kristalle gebildet.
Auch das spricht für Stalakmiten.

Stalaktiten haben wir ausgeschlossen, da die Aggregate gebogen sind. Wären es Stalaktiten, müssten sie eigentlich gerade sein, da sie durch ihr Eigengewicht vertikal wachsen.

Ich habe ganz ähnliche Aggregate von Steinsalz mit den gleichen Röhren, damit ist ein Vergleich vorhanden. Ausserdem gibt es noch ein anderes Vorkommen echter Fluorit-Stalakmiten in Höhlen in Turkmenistan, habe zwar nie welche gesehen, doch ich traue der Literatur.

Aber, wie gesagt, das sind alles im Augenblick Annahmen.

gruss
collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 14 Dec 04, 12:07
hallo Stefan

vermute, dass die Bilder zu den Aggregaten vom 12.12. (hier im thread) zu gross sind. Schade. Oder kann man da was machen ?

collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Erik am 15 Dec 04, 05:41
Hallo Collector,

eigentlich dürften die Bilder nicht zu groß sein!
Ich kann sie wenn Du möchtest morgen in's Lexikon stellen!

Gruß, Erik
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 15 Dec 04, 07:18
danke Erik..

ja bitte ! stell sie ins Lexikon zu den Aggregaten. Wenn Du noch weitere zu den fehlenden Aggregate hast, stell sie dazu .
(ich hab hier im thread heute noch fünf Bilder  beigefügt (alle zu Aggregat  )

-Stufe: Galenit mit Quarz
-Nadlig: Antimonit
-Stenglig:Rubellit
-Säulig: Andalusit
-Fliessformen/Korralloidal: Aragonit

Nochmals-Danke.

collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 15 Dec 04, 08:58
hallo slugslayer

hab Dir noch 2 Fotos von den Fluorit-Röhren beigefügt. Hier sieht man ganz gut die Mehrgenerations-Kristalle.
(insgesamt haben sich vier Generationen gebildet)

collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 15 Dec 04, 10:06
hallo Erik

hier noch (auf dieser und der folgenden Seite die restlichen Aggregatbilder)

collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 15 Dec 04, 10:08
Erik und hier die letzten...
Aggregatbilder

collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Philip Blümner am 15 Dec 04, 18:24
Das mit den Röhren ist verrückt, wie groß sind die denn?
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 15 Dec 04, 19:07
hallo slugslayer

zwischen 3x7 bis 4x18 cm (die grösste).

collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Erik am 16 Dec 04, 07:16
Guten Morgen Collector,

bin gerade am überlegen wie man die Bilder zu Radialstrahlig, nadelig, stengelig etc ins Lexikon stellt...nur unter dem Überbegriff 'Körnig-kristalline Aggregate' wären das zu viele Bilder denke ich...

Hast Du einenen Vorschlag?

Gruß, Erik
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Schatten am 16 Dec 04, 07:27
 :D

Super Arbeit,

dank Dir Erik fürs Einspringen.

@collector
Sorry fürs nich oder spät melden....aber zur zeit bin ich so 10-11h auf Arbeit und dann noch hin und zurück-heißt kaum noch Zeit  :-\...wird die nächsten 2-3 Wochen wohl auch erstmal so bleibn.

Aber dann steh ich wieder voll zur Verfügung... ;)

So denn..
Grüße vom
Schatten
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 16 Dec 04, 08:34
Erik

danke für die hervorragend Arbeit.

Hast recht ! Müssen nicht alle sein - aber wäre schön:

Radialstrahlig-Epidot
Säulig-Andalusit
Blättrig-Charoit

Danke

Silvio:

Auch Dir danke, ich hab Verständnis, dass die Arbeit vorgeht. 10-11 Stunden. Am Stück ? Wow  :'( :o


Collector



Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Erik am 16 Dec 04, 09:12
Hallo Collector,

habe jetzt mal alle Bilder eingefügt, läßt sich ja noch ändern wenn jemand ne bessere Idee hat!
Aber mit dem 'Inhaltsverzeichnis' am Anfang - was Silvio dankenswerterweise eingefügt hat - ist das ganze doch relativ übersichtlich geworden! :D

Gruß, Erik
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Philip Blümner am 16 Dec 04, 09:21
Das schaut ja klasse aus!
Da hätte ich noch eine Frage...wäre Uranophan und Okenit nun radialstrahlig oder Flaum?
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 16 Dec 04, 09:28
Hallo slugslayer

kommt drauf an:

Uranophan kommt in nadligen Kristallen, als fasrige oder samtige Krusten oder massiv vor.
Okenit sind eindeutig radialstrahlige fasrige Bälle ( aber seltener auch in kurvigen Kristallen)

collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Philip Blümner am 16 Dec 04, 10:24
und was wäre dann ein Beispiel für Flaum? Schimmelit?  ;D
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 16 Dec 04, 12:53
Ne, richtig ist "Flaumit " oder " Pflaumit ". Findet man oft auf vergammelten Zwetschgen oder verschimmeltem Brot.
Grössere Aggregate heissen " Pflaumenaugustit ". Französisch ausgesprochen sind das dann " Flomite ", und die sind meist fettig und speckig. Wenn man sie nicht mehr braucht, werden`s dann" Mistite" oder  " Wegschmeissite ".

Korrekt: Flaumartig im Sinne eines ganz neu gebildeten Minerals ( sogen. rezente Bildung), was so fein und weich ist,  dass es meist schon mit dem Finger weggewischt werden kann. Findet man nicht selten in alten Stollen, aber auch oft als sogen. Schwefelblüte an aktiven Vulkanen. (Sublimate / Dämpfe ).
Daher die Aggregatsbezeichnung: Flaumig-blütenähnlich.

gruss
collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Philip Blümner am 16 Dec 04, 18:18
very interesting, Peter!

Das trifft aber nicht auf alle Mineralien zu? Nur auf die, die eine flaumige rezente Bildung machen.
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 16 Dec 04, 18:37
ja, im Prinzip schon.

Die letzten von mir gefundenen "Flaume" waren Pikropharmakolit (Aghbar im Bou Azzer Revier) und Chalkanthit. Der letztere ist eine Neubildung welcher über 1000 qm in einem alten Einstiegsstollen in einem Untertage-Abbau bei Kaymar, Südfrankreich, bedeckt. Stell Dir vor: 1000 qm tintenblaue Chalkanthite - und alle nicht zum Sammeln, da zu " flaumig ".

Im Grunde in vielen aufgelassenen Erzgruben mit Sulfiden, Arseniden und Arsenaten, aber auch Phosphate und Karbonate- da profilieren sich gerade n`paar Freaks drauf , um neue Mineralien zu entdecken.

Ich glaube, flaumige Mineralien zu sammeln, ist ein neues Gebiet, wenn man die richtige Konservierungstechnik hat.
Ist aber fast wie Schmetterlinge, da soll man ja auch nicht die Flügel anfassen.

Und erstmal die Sublimate (Exhalationen). War im Januar mit meiner Frau im Vulkan Ijen auf Java / Indonesien. Alles, alles voll mit rezent gebildetem Schwefel - man kann zuschauen, wie der entsteht. Aber alles nur flaumig und hauchdünn, nichts zum Sammeln.

gruss
collector
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Schluchti am 16 Dec 04, 22:54
Sehr schöne Lexikonbeiträge die da zur Zeit entstehen!  Große Klasse :)

Ich hätte zu erdigen Massen / Ausblühungen noch ein Bildchen beizusteuern, wenn es verwendbar erscheint.

siehe hier http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,2198.0.html
Titel: Re: Defintion der Kristallmenge
Beitrag von: Collector am 17 Dec 04, 07:29
nix wie rein damit, wenn es ins Konzept passt.

collector