Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing => Thema gestartet von: barggeist am 07 Jan 11, 17:56
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allen erstmal ein gesundes und friedliches neues jahr,
mein anliegen:ich möchte mir eine steinknacke selbst bauen,wäre klasse wenn jemand der´s schon hintersich hat,paar tipps besser noch fotos von seinem eigenbau preisgeben könnte.ich will nichts hydrauliches basteln,eher was mit spindel oder hebel.
danke+grüße,
barggeist-uwe
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Glück Auf!
Bevor es mit den Tipps und Ratschlägen losgehen kann, wären noch einige Randparameter festzulegen. Wie groß können denn die Steine werden, die mit der Knacke bearbeitet werden sollen und woraus bestehen diese. Bei guten Grauwacken, feinkörnigen und sehr festen Graniten, Amphiboliten, Basalten und Quarziten als Beispiel kommt man mit einer spindelbetriebenen Knacke schnell an die Grenzen. Bei den 2 bis 3 Tonnen Druckkraft kann man Steine, die dicker als 10 cm sind, kaum noch knacken. Welche Möglichkeiten der Metallbearbeitung stehen zur Verfügung (Metallsägen, -fräsen, Drehmaschinen, Schweißtechnik)? Soll es eine Leichtbauvariante für unterwegs werden oder darfs auch eine schwere Konstruktion für ausschließlich zu Hause sein?
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Hallo,
habe heute gute 10 Minuten auf einem 4cm starken Quarzit rumgeklopft, der dann glücklicherweise so gerissen ist, wie ich gehofft hatte. War nicht so toll, da habe ich mir auch eine Knacke gewünscht, werde also aufmerksam mitlesen, hoffe auf gute Tipps.
Glück Auf
Ralf
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Schau doch einfach mal bei einen Baubetrieb vorbei - Vor einigen Jahren wurde Plastersteine immer geknackt
doch da der Zement in den Pflastersteinen immer weniger wurde geht das nicht mehr
Jetzt müssen fast alle mit schneidetischen gesägt werden und die Knacken stehen nur noch rum
einfach mal nachfragen ...-
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Hallo,
vieleicht ist es das was Du suchst http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?topic=6532.0
(http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?topic=6532.0)
Glück Auf
Detlef
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Hallo,
also wenn ihr mich fragt, ich würde dann eher eine professionelle Steinpresse kaufen, beispielsweise von Zuber.
Ein solches Gerät zu konstruieren und zu fertigen, bzw. fertigen zu lassen ist am Ende zeitaufwendig und wahrscheinlich auch teurer.
Nur mal so zum Anfang:
-Die Spindel muss gegen Knicken ausgelegt werden
-Das Gestell sollte eine gewisse Steifigkeit aufweisen, wobei Frästeile die einfachste, aber auch teuerste Möglichkeit darstellen. Rechne zwischen 200€ und 500€ pro Teil, davon mindestens 4 Stück. Nicht eingerechnet sämtliche anderen Teile, die Spindel, Meissel, Hebel,...
- Gewährleistung oder Garantie: gibts beim Eigenbau nicht
Wenn man also nicht gerade eine gut ausgestattete Werkstatt zur Hand hat, die sowas günstig macht, wirds schon kompliziert...
Gruß Daniel
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Hallo,
nachdem ich mir die bisherigen Kommentare durchgelesen habe, scheinen hier leider meist nur Konsumenten ihre Meinung dazugegeben zu haben. Wo sind denn die Bastler abgeblieben? Sowas muss sich doch auch kostengünstig herstellen lassen. Das große Gerät aus dem Link von Detlef wäre schon mal ein guter Anfang.
Glück Auf
Ralf
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Hallo Sammlervolk,
stimmt, der Hinweis, man solle sich doch ein Teil kaufen, entspricht nicht so ganz der Ausgangsfrage ::)
@barggeist-uwe: vielleicht bekommst Du hier Ideen:
http://micromounter.blogspot.com/2010/06/trimmers-factory-and-home-made.html (http://micromounter.blogspot.com/2010/06/trimmers-factory-and-home-made.html)
LG
Kluftknacker
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Hallo Peter,
danke Dir, sieht doch schon besser aus. Da kann man sich Ideen holen. Eine Eigenkonstruktion ist eh immer was Individuelles.
Glück Auf
Ralf
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Hallo Gemeinde, die englischsprachigen Kollegen haben LKW-Wagenheber eingebaut und das ganze in einen Rahmen mit Schienen und Stempeln und Hülsen kombiniert. Ich bin ja kein Bastler, aber wenn man das konsequent durchdenkt, braucht es vielleicht gar keine teuren gedrehten Teile aus der high-tec-Werkstatt.
Mein Vater hat mir vor Jahren einen Drehstahl-Vierkant auf einen Wagenheber gebastelt. Leider habe ich mir nie den Rahmen drumherum gebaut. sondern bin dann zu einer Zuber gekommen. Die Zuber reisst aber immer wieder im Bereich der Meissel aus. Die Schwachstelle ist jeweils der Meissel an der Druckdose unten. Habe das Ding schon einmal ersetzt, aber der Meissel flog nach einem halben Jahr wieder auseinander.
Ich werde mal ein Foto von der Geschichte organisieren.
Glück auf Jürgen
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Hallo, also ich habe mal im Buch von Vollstädt, Vogel,Voigt:Micromounts (Leipzig 1987; ISBN 3.342.00232.8) nachgeschaut, da sind gute Eigenbaumodelle vorgestellt: Kniehebelspalter, Exzenterquetsche, Presse mit Gewindespindel, Wagenheberpatent und auch das was ich nehme: einen stabilen Schraubstock modifiziert mit Knackzähnen. Funktioniert schon seit Jahren gut, lässt sich auch gut steuern vom Druck her. Ist eben bloß nichts für unterwegs.
GA Jochen
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Hallo,
wobei ich allerbeste Erfahrungen mit Firma Zuber gemacht habe. Anrufen oder Mail, die kümmern sich. Und das (wie bei mir) auch um eine über 20 Jahre alte Knacke, kostenlos und kompetent! Klar muß man ab und zu Ersatzteile kaufen, die Welt kosten die nicht. Aber man hat eine relativ sichere Knacke. Ich möchte nicht danebenstehen, wenn sich ein Meisel verabschiedet und wie Gewehrkugeln die Bruchstücke umherfliegen! Gilt auch für die Gesteinssplitter. Kann echt ins Auge gehen. Bei einer Selbstbauknacke sollte man wirklich an die Sicherheit denken.
LG André
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danke euch für die tipps u.links.werde mich wahrscheinlich mit der hydrl.wagenheber variante im eigenbau befassen.massive u-profile +der heber kosten nicht die welt,spindeln wirds beim schrotthändler zum selbstausbau für den materialpreis geben.
glück auf+herzlichen dank,
uwe-barggeist
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Hallo,
noch ein paar Ideen:
http://dirtyrockhounds.proboards.com/index.cgi?board=Finds&action=display&thread=7362 (http://dirtyrockhounds.proboards.com/index.cgi?board=Finds&action=display&thread=7362)
http://www.wttool.com/index/page/product/product_id/15115/name/12+Ton+Hydraulic+Press+WT (http://www.wttool.com/index/page/product/product_id/15115/name/12+Ton+Hydraulic+Press+WT)
Kluftknacker
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glück auf an die beteiligten dieses beitrages,natürlich auch alle anderen,
hatte mich für eine eigenbau knacke entschieden,hier das ergebnis siehe fotos.bis auf den wagenheber(12to.-bei ebay 20€) habe ich alle teile vom schrotthandel geholt.-pro kg.16ct.inklusive strom,flexscheiben,schweisselektroden sowie paar kilometer autofahrt zu den schrotthändlern sind nicht mal 50€ zusammengekommen.den testlauf mit fetten brocken hat das teil schon überstanden.nun wollen wir mal auf besseres wetter warten um futter für die kleine ranzuschaffen.,..
barggeist-uwe
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bild 2
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Hallo Uwe,
Meißel und Hammer anzuschweißen halte ich für keine gelungene Lösung, hier kann es unter umständen zu Aufhärtungszonen kommen.
Zu gut ist mir ähnliches bei Armbrustbauern in Erinnerung, die haben Blattfedern umgearbeitet ohne danach eine entsprechende Wärmebehandlung vorzunehmen.
Ich würde mich für eine Klemmvorrichtung entscheiden. ;)
Viele Grüße
Gerhard
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hallo gerard,
sollten mir die werkzeuge permanent abreißen(weils unterschiedliche materialien sind u.ich nicht der schweisserprofi bin),dann bleibt mir immer noch der gang zum schmied wo ich mir drei,vier verschiedene meissel auf diese wechselplatten ordentlich vertüteln lassen kann.
glück auf nach hessen,
uwe
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Alle Mann in Deckung !
Hallo,
sieht ja monströs aus. Ich würde aber dringend in Erwägung ziehen, die Meißel/Meißelplatten auf dem verschiebbaren U-Stahl achsial zu fixieren. Fluchten beide Meißel oben und unten nicht genau, dann baut sich da ein kleines Momentchen >:D auf, mit der ernsten Folge, dass die lose Meißelplatte zum Geschoss werden kann. Dann halten bei 12 to auch nicht die Heftnähte zwischen Meißel und Grundplatte.
Kluftknacker
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hallo knacker,
die werkzeugplatten liegen nur zur ansicht lose auf dem schiebestück!!-sie werden in die obere brücke in aufgeschweisste gleitstücke eingeschoben.somit wird der zu brechende stein auf dem unteren träger liegend gegen das werkzeug gedrückt.der 12 tonner macht natürlich ganz schön betrieb.
glück auf,uwe
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achso, Du meißelst nur einseitig. Na, dann ist alles klar.
Kluftknacker
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hallo peter,
ich meine die steine unten auf das 160er u-profil aufzulegen u. druck nach oben zu machen ist vom handling günstiger,zwecks fixierung wie bei 2 gegeneinander wirkenden werkzeugen.dabei kämen mir auch bedenken das was um die ohren fliegt.schöner harter gneis oder quarz wird da zum geschoss.
glück auf,uwe
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Hallo!
Wenn ich mir diese verkorksten Schweißpunkte so anschaue,bekomme ich das Gruseln.Es ist sowiso schon eine experimentelle Sache,wenn man gehärteten Hammer und Meißelstahl mit normalem Stahl verschweißen möchte.Da muß man dann wirklich mit voller Leistung schweißen,um den Stahl zu enthärten .Diese Teile braucht man nur anzuhusten,dann fallen die auseinander!
Gruß Jens (ehemaliger Schweißer)
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Hier kann ich den Jens nur zustimmen -
Vorsicht beim anschweissen von Allenmöglichen werkzeugen an geräte etc.---
Deine Schweißpunkte solltest du aber auf jeden Fall Überarbeiten ;) ;) ;) die sehen aus wie nur "draufgelegt" :o
sonst musst Du dir um herumfliegende Steinfragmente keine Gedanken machen
bei 12 To Druck kommen gewaltige kräfte auf die sich unberechenbar in alle Richtungen ausbreiten können
ganz zu schweigen davon wenn ein Stein sich beim Drücken verschiebt oder wegkippt!!
Das wichtigste ist eine art Deckel -oder so als Tipp :
ein altes Metallfass 200 Liter obendrüber stülpen - seitlich schneidest Du nen Schlitz rein wo der hebel zum Pumpen vom wagenheber rausguckt ;) ;)
ansonsten funktioniert Deine Konstruktion sicher ganz gut -
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Hallo,
ein altes Metallfass 200 Liter obendrüber stülpen
Richtig. Sowas ist als Schutzschild unerlässlich...
Gruß Daniel
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Hallo und guten Abend,
also ob das Teil wirklich auf 12to. Spaltkraft kommt sei dahingestellt, aber das mit der Tonne drumrum.... da freut sich viellleicht Herr Rössler... also ich vertraue meinem Schraubstock ohne 12 to. und ohne "Schutztonne", nur auch bei solch Schraubstock kommt es auf die akkuraten Schweißnähte @JochenKnochen
drauf an Und ich brauch nicht solch aufwendige Konstruktion - aber nichts gegen Deinen Erfindergeist - der ist immer angebracht!!!
GA Jochen
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Wer ist herr Rösler ???
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Vermutlich meint er unseren Gesundheitsminister...
Günter
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Ach??? soweit hätte ich nie gedacht 8)
Aber ob das den Intressiert ob nun ein schutz an ner steinknacke dran ist oder nicht -ist am ende bei nen Ungeprüften Eigenbau sowieso egal .-
Ich denke jedoch so ne Knacke ohne schutz ist wie ne Bergwerksbefahrung ohne Helm
Bei den Ministern sollte man ja auch vorsichtig sein - was die so alles Zugeben wenns dann mal eng wird ??