Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: Amberimage am 11 Jan 11, 19:22
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einen wunderschönen,
vorab, die Frage ist an alle Forum Mitglieder gerichtet!
Meine Frage an euch: hat/hatte jemand von euch Beruffsmäßig Erfahrung mit Mineralien & Fossilien sammeln können?
sei es Edelsteinschleifer,Mineralien/Fossilien Händler oder ein abgeschlossenes Studium in Paläontologie, Geologie ect. ???
Wie findet/fandet ihr es es? würdet ihr es weiter empfehlen bzw. bereut ihr es?
Ich weiß die Frage mag Privat sein, da ich aber über ein Studium in Richtung Paläontologie nachdenke würde ich mich über eure Erfahrungen sei es positiv oder negativ freuen.
Mir ist auch klar das die Erlebnisse subjektiv zu Bewerten sind und abhängig von den jeweiligen Individuum.
Dennoch erbitte ich eure Erfahrungen & Meinungen.
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Hallo,
Momentan hat ein Studium wenig Aussicht auf einen guten Arbeitsplatz.
Ich habe Mineralogie studiert und suche schon anderthalb Jahre nach einem Arbeitsplatz. Die Lage wird noch schwieriger werden. Allein in Kiel sind im Geo-Bereich ca. 150 Studenten pro Jahr.
Wenn überhaupt Geowissenschaften, dann Hydrogeologie oder Ingenieurgeologie, da sind noch die höchsten Berufschancen.
Glück Auf!
Smoeller
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Was amchst du denn die anderthalb jahre so?
Hast du auch nix als Werkstudent gefunden oder so?
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Hallo Stephan,
Im Moment blieb mir nur Hartz IV und Bewerbungen schreiben. Dann und wann mal ein Praktikum.
Glück Auf!
Smoeller
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So ein Mist.
Irgendwo Quereinsteigen kannst du auch nicht?
Was waren denn deine Schwerpunkte?
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Hallo Stephan,
Ich hatte Petrologie als Hauptfach und Experimentelle Petrologie (Thermodynamik, Kinetik mineralbildender Prozesse) und Chemie als Nebenfach belegt. Vielleicht sollte ich noch irgendwie einen Master in Lagerstättenkunde draufsetzen. Leider wurde das in Kiel nicht angeboten.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo Smoeller,
könntest dich doch auch als Materialwissenschaftler bewerben, soweit ich weiß gibt es doch viele Überschneidungen und Chemie ist da auch hilfreich. Oder du machst noch in Leipzig den Master Mineralogie und Materialwissenschaft, da Materialwissenschaftler gesucht werden.
Gruß Erik
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Hallo,
@Erik: Habe ich letztens gerade getan, hat leider nicht geklappt mit der Stelle in Darmstadt. Materialwissenschaft könnte ich auch in Kiel machen.
Glück Auf!
Smoeller
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Abend,
smoeller, das hört sich ja wirklich traurig an...
Bin mal auf die anderen Empfehlungen / Erfahrungen gespannt.
cheers
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Hallo@Amberimage
Wenn überhaupt Geowissenschaften, dann Hydrogeologie oder Ingenieurgeologie, da sind noch die höchsten Berufschancen.
Die Einschätzung ist wohl zutreffend.Google-Suche mit "Geowissenschaften Stellenangebote" bringt jede Menge hits
und weiterführende links,so z.B.
http://www.stellenboersen.de/stellenboersen/spezial/geowissenschaften
Die Einsatzmöglichkeiten für Mineralogen und Paläontologen ist stark auf den universitären Bereich beschränkt.
Die Angebotspalette für Hydrogeologie oder Ingenieurgeologie sollte breiter sein.
Durch Exploration hätte ich Petrologie allerdings auch dazu gezählt.
P.S.: Wo liegt eigentlich Wilmersodrf?
Gruß
Norbert , Brelin
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Hallo,
P.S.: Wo liegt eigentlich Wilmersodrf?
Da hat er doch nur die Buchwechseln verstap(b)elt. :D
Aber ich denke, Du meinst das als freundlichen Hinweis zur Korrektur.
BG
Fritzi
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einen wunderschönen,
P.S.: Wo liegt eigentlich Wilmersodrf?
thx. wurde bereits korrigiert.
Die Angebotspalette für Hydrogeologie oder Ingenieurgeologie sollte breiter sein.
Durch Exploration hätte ich Petrologie allerdings auch dazu gezählt.
ist auch einen Gedankengang wert...
Ich bin mir sicher hier gibt es noch viel mehr Erfahrene Leutchen mit Mineralien & Fossilien Arbeits-Werdegängen.
Also nicht so zurückhaltend, postet eure Erfahrungen!
Immerhin ist die Jugend eure Zukunft ;D
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Hallo Damian,
ich habe Geologie mit den Schwerpunkten Sedimentologie und Paläontologie studiert. Wenn man sich die dafür ausgeschriebenen Stellen, die vor allem im universitären oder musealen Bereich angesiedelt sind, anschaut, wird einem klar, dass man davon nicht leben kann. Halbtagesstellen oder stets auf 1-2 Jahre befristete Stellen (und man möge bitteschön mindestens promoviert sein) mit Nettogehältern um 1000,- sind nicht gerade ein Ausweis dafür, dass Bildung geschätzt würde.
Da ich mich mit vielen Dingen beschäftige, fiel es mir nach erfolgreichem Studienabschluss nicht schwer, mich gänzlich anders zu orientieren, hin zu einem Brotberuf.
Wie ich jedem voller Überzeugung sage, der Geologie/Paläontologie/Mineralogie ernsthaft als Studienfach erwägt: Mach es! Man lernt faszinierende Inhalte, bekommt ein breites naturwissenschaftliches Basiswissen und erlebt auf Exkursionen so manche Herausforderungen und Abenteuer, für die Manager in speziellen Motivations-Seminaren tief in die Tasche greifen müssen ;) Das im Studium erworbene analytische Denken wird in vielen Bereichen der Wirtschaft geschätzt. ABER (mit Absicht groß geschrieben): Man sollte unbedingt einen Plan B haben für den Fall, dass es nach dem Abschluss nicht mit einem angemessenen Job in der Fachrichtung klappt. Und gerade mit reiner Paläontologie ist kaum etwas anzufangen.
Und wie ich außerdem immer zu sagen pflege:
1. Man sollte wissen, was man später vom Leben will. Wer einigermaßen wohlhabend werden will, früh Kinder haben und seiner Familie etwas bieten will, der sollte lieber ein anderes Studium anstreben, das einem verdienstreichere Berufsmöglichkeiten eröffnet.
2. Wer sein Hobby zum Beruf macht, braucht für die Freizeit eine Hobby-Alternative. Egal wie groß die Begeisterung für Steine ist, nach 40 Wochenstunden beruflicher Beschäftigung damit will man sich in seiner Freizeit meist nicht mehr damit auseinander setzen ;)
Gruß,
Rainer
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Hallo Rainer,
vielen Dank für dein interessanten & ausfürlichen Erfahrungsbericht.
Hast meines Erachtens nach ein sehr interessanten Werdegang hinter dir.
Freu mich schon auf anderen Wissenswerte Erfahrungsberichte/Äusserungen.
cheers