Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Österreich / Austria => Thema gestartet von: Kiesel am 05 Feb 11, 23:32
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Guten Abend!
Wir haben diesen roten Stein in unserem Biotop, gefunden haben wir ihn auf einer
Zufahrtsstraße zu einem Schotterwerk.
Danke schon mal im Voraus!
LG Melitta
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Hi Melitta,
ist das graue Bindemittel eventuell Beton,dann ist es Terrazzo,wenn nicht kann es eine Jaspisbreckzie sein.Nach dem Bild und dem angegebenen Fundpunkt schwer zu sagen
Gruß Günter
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Danke Günter für deine schnelle Antwort!
Beton ist es nicht, auf Jaspis haben wir auch schon getippt!
Wie am Bild in der oberen Reihe, der Dunkle soll ein Jaspis sein, der sehr oft bei uns zu finden ist.
LG Melitta
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Hi Melitta,
sehe gerade den Fundpunkt,kann auch ein intensiv gefärbter Kalk sei,mach bitte mal bei beiden einen Härtetest,ob sich die Steine mit einer Messerspitze ritzen lassen,wenn ja ist es eisenschüssiger Kalk,wenn nicht kann es Jaspis sein.
Gruß Günter
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Hallo Günter!
Wir haben heute getestet, der Stein ist sehr hart, man sieht nur den Abrieb vom Metall auf dem Stein!
Mit Gruß Melitta
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Beton ist es nicht
Hallo,
welche Eigenschaften sprechen dagegen? Die pauschale Absage bringt uns nicht weiter.
Eingefärbter Beton wird häufig im GaLa-Bau verwendet.
Kluftknacker
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Hallo,
Das auf dem 1. Foto ist Beton.
Glück Auf!
Smoeller
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Kluftknacker wie kommst du auf Garten und Landschaftsbau?
Morgen kaufe ich Salzsäure zum Testen!
Gruß Melitta
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?
Ja, wie komme ich darauf? Ich kenne viele quietschbunt eingefärbte Betonfertigteile, die im GaLa-Bau eingesetzt werden. Allerdings (noch) keine Knubbel.
Auch für mich ist das Beton. Salzsäure muss nicht sein, Essigessenz tut es auch.
Kluftknacker
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?
Ja, wie komme ich darauf? Ich kenne viele quietschbunt eingefärbte Betonfertigteile, die im GaLa-Bau eingesetzt werden. Allerdings (noch) keine Knubbel.
Auch für mich ist das Beton. Salzsäure muss nicht sein, Essigessenz tut es auch.
Kluftknacker
Wir haben alle Steine selber gesammelt!
https://picasaweb.google.com/kaerntnerin/SteineSteineUndSteine#
Wir haben einen Stein im Biotop, der ist teilweise mit einer Rotalge überzogen, er sieht anders aus als der Rote!
MfG Melitta
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gefunden haben wir ihn auf einer Zufahrtsstraße zu einem Schotterwerk.
In einem Schotterwerk wird viel "umgesetzt", auch fremdes Material.
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Hallo@Melitta
Das picasaweb-album ist interessant.Jede Menge Brekzien (http://de.wikipedia.org/wiki/Brekzie) , Konglomerate (http://de.wikipedia.org/wiki/Konglomerat_%28Gestein%29) und andere Natursteine,
die abgerollt sind, was bei Gletschergeschieben im Alpenumland keineswegs unwahrscheinlich ist.
Selbst gesammelt ist auch eine klare Aussage.
Beim Foto "geschnittene geölte Steinscheiben" denke ich allerdings an Farbstoffe und große Trommelsteine...
Da Mineraliensammler zwar schon viele Mineralien untersucht haben, sich aber weniger mit der Vielfalt der Gesteine beschäftigt haben,
mußte ich Vergleichsmaterial im web und in meinen wenigen Büchern zu diesem Thema suchen und habe dabei wiederholt eindeutige Brekzien und Konglomerate entdeckt, die ich "aus dem Bauch heraus" als künstlich bezeichnet hätte.
Ich habe allerdings nichts Vergleichbares zu dem roten Stein auf dem 1. Bild gefunden.Da habe auch ich Zweifel schon wegen des Hinweises auf das Schotterwerk.Du könntest doch mal fragen, ob die nur einen Brecher benutzen oder auch XXL-Steintrommeln
und ob auch künstliche Steine, Bauschutt o.ä. verarbeitet werden.
Die Künstlichen gibt es natürlich auch.Terazzo hat allerdings ein feineres Muster und kenne ich nur als Platten.
In der Naturstein-Datenbank.de (http://natursteindatenbank.com/) taucht bei den Gesteinen
der Begriff Agglo auf, der Kunststein aus Marmor , Kalkstein , Serpentinit , auch Granit , Quarzit o.ä. in einer oft gefärbten Matrix aus Quarzsand beschreibt.
Ein Säuretest macht Dich hier nicht schlauer.
Gruß
Norbert
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Das Ergebnis vom Säuretest: :(
LG Melitta
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Norbert, die Scheiben haben wir selber geschnitten, sind von unseren Konglomeratsteinen!
LG Melitta
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Hast du auch auf die rote Masse getropft?
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Hast du auch auf die rote Masse getropft?
Ja, man sieht es rechts!
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Ok,
ich erkenne dort Feuchte kann aber keine Blasen erkennen. War ein Aufschäumen zu beobachten?
Gruß Erik
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Es hat nicht so stark geschäumt wie beim Grauen! (https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1297806319.jpg.b) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1297806319.jpg)
Zu Kluftknacker,
ich glaube nicht, dass es ein Stück Terazzo ist, wenn es so wäre, dann müssten die Umrisse von den
Steinen auch rot und nicht grau sein!
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Also, wenn es beim auftropfen der HCl geschäumt hat ist es Beton.
Gruß Erik
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Sieht für mich folgendermaßen aus:
Irgendwo auf einer Baustelle sind Ziegelbrocken und Beton zusammengekommen.
Dann ist das Ganze im Wasser gelandet und abgerollt wurden.
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Glück Auf !
Also wie ein normaler Stein sieht das wirklich nicht aus , sry. Der Gedanke von Heli ist nicht Schlecht , vielleicht steht ja auf der Kiesgrube auch ein Steinbrecher der Altes Gestein bricht ( Beton Mauerwerk etc) und das es da irgendwie herstammt , aber halt vorher (wie auch immer) abgerundet und weitertransportiert wurde.
Ich sehe da auch ein eher künstlichen Stein.
Besteht die Möglichkeit ihn zu schneiden ?
Wir haben bei uns im Mineralienlager eine ziemlich große Gesteinssammlung.da ich für die auch verantwortlich bin hab ich mal so durchgeschaut aber nichts vergleichbares gefunden.
Die Mineralien und Gesteinssammlung stammt aus dem Kloster Weingarten, das letztes Jahr schließen musste. Wir als Verein haben die Gesamte Klostersammlung übernommen.
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Hallo nochmals,
nun, die Meinung, dass sei Terrazzo, ist nicht von mir. Allerdings werfe ich den Begriff "Betonwerkstein" in die Runde, wie im verlinkten Bild zu sehen ist. Man muss sich nur vorstellen, dass das Zeug rot eingefärbt wurde.
http://www.beton-naturstein-wagner.de/Produkte/Betonwerkstein/betonwerkstein.html (http://www.beton-naturstein-wagner.de/Produkte/Betonwerkstein/betonwerkstein.html)
Kluftknacker
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heli, Ziegel ist nicht so hart , den kann man ritzen!
Kluftknacker entschuldige!
Steine40, Steine schneiden wir wieder im Sommer, muss ich halt so lange warten!
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Hallo,
ich lese in diesem Thread schon ziemlich lange mit und werde mit dem "roten Stein" irgendwie nicht grün. Die bisher genannten Deutungen sind nachvollziehbar, aber ein paar Details passen nicht dazu:
Die Komponenten des Gesteins sind durchweg von andersartigen Säumen umgeben. Während die Kerne der Komponenten eckig sind (Gesteinsbruchstücke), sind die Komponenten selbst gerundet. Teilweise wird eine Komponente von mehreren gemeinsam umhüllten Bruchstücken gebildet.
Was für ein kompliziertes Verfahren wäre das bei der Betonherstellung, zuerst Gesteinsstücke mit einer Hülle zu umgeben, um sie dann in eine Matrix einzugießen? Würde für einen geschnittenen Deko-Kunststein ja noch einigermaßen Sinn machen, aber dann würde man sicherlich schönere Gesteine als Komponenten verwenden.
Mir drängt sich da der Gedanke an Vulkanoklastika auf. Xenolithe oder Deckschichtenbrekzie mit Lavasäumen in einer verfestigten Aschenmatrix. Das ganze kann vor der endgültigen Diagenese durchaus noch durch Wasser umgelagert worden sein, was die Rundung der Komponenten und die allgemein konglomeratische Textur des Gesteins verursacht haben könnte. Oxidation der matrixbildenden Asche kann zu der intensiven Rotfärbung geführt haben, sofern die nicht sowieso schon primär vorhanden war.
Gruß,
Rainer
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Hallo,
war erst kurz geneigt, auf einen "Roten Särna-Porphyr" zu tippen. Die Matrix dieser Dinger kann mitunter quietschrot sein. Was mich jedoch davon abhält ist die Tatsache, dass in diesen speziellen Porphyren weiße und grünliche Fedlspäte liegen. Oft auch Quarzeinsprenglinge. Aufgrund des Bildes nach dem Säuretest, möchte ich mich einem künstlich hergestellten Stein anschließen. Auch die Lokalität (Süddeutschland?) passt nicht zu einem Skandinavischem Geschiebe.
Gruß Jörg
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Ich nochmal.
Möchte meine Meinung von vorhin nicht als Factum stehen lassen. Es gibt eine Varietät des roten Ostsee-Porphyr, der dem Stück ähnelt. Habe ich mal gegooglet, auf der 2. Seite:
http://www.kristallin.de/Ostsee/Roter_Ostsee-Quarzporphyr/Roter_Ostsee-Quarzporphyr.htm
Schließe eine magmatische Genese doch nicht aus und mich Triassammler an.
Gruß Jörg
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Seit meinem letzten Beitrag sind fast 21/2 vergangen, die Suche nach der Gesteinsart vom Stein
hat mich weiter verfolgt.
In der Vorwoche hab ich erfahren, dass es Vulkanit mit Karawankenjaspis ist.
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Seit meinem letzten Beitrag sind fast 21/2 vergangen,
... naja - Gut Ding braucht Weile ! ;)
- aber fein dass es jetzt bestimmt ist !
Und Triassammler Rainer lag ja also mit "vulkanoklastischem Gestein" (mit Xenolithen) auch schon richtig.
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Beton? - durchaus möglich. Was mich allerdings an der Einschätzung als Beton etwas stört, sind die "Reaktionsränder" um die, in der roten Zwischenmasse liegenden Einschlüsse.
Viele Grüße
Sprotte