Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Mikroskope (Beleuchtung, Zubehör) / Microscope (Light, Accessory) => Thema gestartet von: Krizu am 23 Mar 11, 15:34
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Hallo,
so wie versprochen:
Ich habe die "on board LEDs" eines bekannten Vertriebs mit einem "Ra=95" bestellt und vermessen. Die elektrische Leistung war maximal 7W, ich habe die auf ungefähr 7.5W hochgejubelt. Der Preis liegt bei ca 17€ / Stk.
Zum Aufbau: Die LED kommt als flacher Körper ca 1.6mm hoch, 50mm lang und ca 8mm breit daher. Es sind 4 Lötpads für die Anschlüsse vorhanden - die sind ausreichend gross. Um die Wärmeübertragung auf den Kühlkörper zu optimieren habe ich die Alurückseite auf #4000 Schmirgel abgezogen, bis die ganze Fläche auflag. Dann mit Wärmeleitpaste auf einen PC-Kühlkörper fixiert, an den schmalen Seiten sind "Halblöcher" zur Befestigung mit z.B. M3 Schrauben. Natürlich mit Edelstahl verschraubt :-)
Die leuchtende Fläche ist ca 5mm x 25mm und strahlt auch flächig ab. Bei kleinen Stromstärken (<<20mA) fängt die Mitte als Streifen bläulich an zu leuchten. Ab ca 20mA leuchtet die Fläche. Eine Abstrahlcharakteristik habe ich mir gespart - ich nehme einmal den typischen Flächenstrahler an.
Zur Messung:
Der Messkopf des ehemals kalibrierten MEssgerätes, basierend auf einem Zeiss-Spektrometer, wurde etwa 100mm über der LED fixiert. Die Messung erfolgte mit einer verkappten Dunkelkorrektur. Verkappt deshalb, weil der Raum nicht wirklich dunkel war und ich das konstante Streulicht einfach mit abgezogen habe.
Die Farbwiedergabewerte sind
R1 92
R2 94
R3 92
R4 87
R5 91
R6 90
R7 90
R8 84
R9 62
R10 84
R11 86
R12 72
R13 93
R14 96
und somit Ra = 90. Die Farbtemperatur änderte sich von 5280K bei 20mA bis 5130K bei 700mA, ist als nahezu konstant. So hier die Messwerte:
| i in mA | I in W/m2 | Ra | Lux | T in K |
| 20 | 1.19 | 91 | 342 | 5280 |
| 100 | 5.44 | 90 | 1556 | 5240 |
| 250 | 13.3 | 90 | 3815 | 5185 |
| 500 | 23.3 | 90 | 6649 | 5157 |
| 700 | 29.6 | 90 | 8442 | 5128 |
und hier das Spektrum... Es bleibt eine blaue LED mit Lumi, aber ich werde meine Vitrine damit einmal ausrüsten. Die Fläche ist klein genug um einen Glitzereffekt zu machen, aber gross genug um keine harten Schatten zu erzeugen.
Mfg
Frank
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Hallo Frank,
das Ergebnis wäre in der Tat ernüchternd. Ich habe eine Anfrage an den Hersteller gemacht, ich möchte gerne wissen wie sie auf Ra95 kommen wenn bei der Messung nicht mehr als Ra 90 erreicht wird. Dies liegt m.E. außerhalb jeder akzeptablen Tolleranz.
Besten Gruß
Stefan
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Hallo,
mein Aufbau ist nicht sauber kalibiert! Das Zertifikat ist älter als zwei Jahre! zum Stress machen braucht es ein akreditiertes Labor...
Und es ist eine LED ;-) Reicht das als Disclaimer ???? :o
Allerdings hat eine "normale" weisse 1W LED des gleichen Lieferanten ein Ra=72 bei 1W - allerdings past die Farbtemperatur da nicht ganz...
BTW: Auf der Seite steht auch "Es kann sich um Maximalwerte handeln" 8)
Mfg
Frank
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Bisher läuft nur eine Anfrage nach den Kenndaten, der Kopf wird erst später abgerissen ;D Ich habe so den Verdacht, dass sie das Ra 95 vom 3W Modell auf das 7W Modell übertragen haben. Auf einer anderen Seite fand ich das Ra 95 nur beim 3,5W Modell von slimline LEDs. Mal sehen wie die Antwort ausfällt. Den genauen Hersteller der LED ist unbekannt oder weißt du den?
Besten Gruß
Stefan
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nee - den Hersteller kann ich nicht erkennen. Und die LED disassemblieren um den Lumi zu prüfen und anhand der Bearbeitung und Orientierung des Chips auf den Hersteller zu schliessen ist vermutlich etwas oversized.
So - gehen wir die Farben durch:
R4 87 ist ein Hellgrün (Pastell-Ton)
R9 62 ein gesättigtes Rot
R10 84 ein gesättigtes Gelb
R11 86 grün geättigt
R12 72 Blau gesättigt
Quelle:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:DIN_Test_6169.svg&filetimestamp=20100628100237
Die Farbspektren sind in http://www.kruschwitz.com/cri.htm gegeben. Dann wird klar, warum R4 so absackt.
Schön ist das Diagramm auf Seite 27/38 in http://www.idd.tu-darmstadt.de/media/fachgebiet_idd/studium_und_lehre/vorlesungen_4/farbwiedergabe_in_den_medien/ws201011_2/fim_ws1011_041_beschreibung_v2_s.pdf
Danach habe ich die zweite Generation und ncith die Dritte :-)
MFg
Frank
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Hier der Chart vom Hersteller. Der Knick bei 480nm is nicht ganz so stark ausgeprägt was den höheren Ra von 95 begründen wird.
Bitte entschuldigt, dass wir in dem Thema ein wenig Off-Topic sind.
Besten Gruß
Stefan
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Hi,
sonst glieder das Thema zu "moderne LEDs als Lichtquellen" aus.
Was ich brisanter finde, ist der bei mir fehlende Wendepunkt bei ca 530nm.
Da fehlt scheinbar ein Teil eines Lumis - Werde mal die zweite LED vermessen.
Dann gilt für mich eins - zwei - Alle...
MfG
F. Mersch
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Hallo,
erstmal der Vergleich Messwerte Datenblatt (digitalisiert).
Also ist schon komisch ;D 8)
MfG
Frank
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Servus Burschen,
ähm, kann mir das mal jemand übersetzen? Ist das für mich als Sammler wichtig? :o ???
Ich gab ja zu, ich hab mein Abi vor fast exakt 30 Jahren nur mit Schnitt 3,4 hinbekommen. :'(
Servus + Glück auf
Wolfi
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Klar,
Ausgangspunkt war der Wunsch einer lichtstarken, nicht erwärmenden Ringleuchte für möglichst wenig Geld, also ein geiles Teil.
Lichtstark und nciht warm heisst meist LED. ABER weisse Leds sind weiss, weil die Blau und die Gegenfarbe Gelb im Spektrum haben. Also in der Summe ein Weiss. Jetzt ist es aber so: Wenn Du im Geschäft Kleider/Anzug was auch immer kaufst, gehst du ans Fenster um den richtigen Farbeindruck zu haben (Ist der Azzug Dunkelbau oder Schwarz, passen die Grüntöne etc). Das kommt daher, dass normale LEuchtstoffröhren einen Farbwiedergabeindex, Ra von normalerweise über 80 und unter 90 haben. Weisse LEDs haben unter 80, sind also vom Farbeindruck "bescheiden". Jetzt gibt es neue, angeblich super-duper arschteure LEDs, die mit den besten LEuchtstoffröhren mithalten. Eine kleine LED hat soviel Leuchtkraft wie eine Energiesparlampe, allerdings auf kleiner Fläche - ideal fürs Binokular. ABER die Angaben eines bekannten Lieferanten konnten bisher "an einer Probe, die nicht für alle steht, deren Messung angezweifelt werden kann (disclaimer)" nicht bestätigft werden. Diese LED würde grüne Mineralien oder rote Mineralien unabhängig vom Weissabgleich an der Kamera nicht sauber darstellen.
Das gilt erst recht für weisse Leds der ersten Generation. Scheinbar habe ich die zweite Generation, während die dritte auf dem Markt ist und gekauft sein sollte. Für jeden, der ans Basteln von Leuchten am Bino oder der Kamera denkt, kann das ein Thema sein.
ungefähr klar?
Frank
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Und das ist das Ergebnis
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/SammlerSteckbriefe/Stefan/LEDBeleuchtungMikroskop
Ein Mikroskoplicht mit relativ guten Eigenschaften.
Besten Gruß
Stefan
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Der Praxistest zeigt, dass die Messung von Frank durchaus richtig zu sein scheint.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1301090721.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1301090721.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1301090765.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1301090765.jpg)
Kaltlicht vs. LED (Bildbreite 3 bis 4 mm)
Die LED zeigt ihre typischen Falschfarben, nicht sehr ausgeprägt aber sichtbar (trotz weißabgleich)
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Hallo,
boah bist du schnell :-)
Was aber scheinbar gut kommt sind die Reflexe der kleinen, hellen Kristalle im Hintergrund.
Oder ist das Zufall?
MfG
Frank
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Das ist Zufall, ich habe mir keinerlei Mühe bei der Ausleuchtung gemacht. Mir ging es diesmal nur um die Farbe ;)
Die LED ist schon recht anständig, aber das Versprechen Ra95 hält sie noch nicht ein, ist aber besser als manch andere LED.
Besten Gruß
Stefan
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Servus Krizu,
danke für deine Übersetzung, jetzt wird das alles etwas klarer. Danke auch Stefan für diese schönen Fotos bzw. deren Unterschiede!
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo Stefan,
danke für die ausführliche Anleitung mit allen Einzelheiten.
Ich nehme an, die Suche nach LED mit Ra 95 oder mehr geht weiter? Bitte halte uns auf dem laufenden.
Gruß
Jürgen
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Hallo,
für meine Vitrine werden ich in der nahen Zukunft pro Boden (ca 50x40cm2) eine der LED bestellen.
Für Fotozwecke als Ringlicht mit Sektorenschaltugn bestimmt geil! Die im Überlastbereich als Tochterblitz :-)
Quasi mit 150mA die Vorfeldausleuchtung (= 15%) und dann für 50ms 1,5A :-) oder so :-)
>:D erstmal das passende Objektiv kaufen :-)
Frank
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Hallo,
zeig' doch 'mal ein Bild von dem Teil, besonders die Befestigung. Warum nutzt Du Edelstahlschrauben? Edelstahl ist ein schlechter Wärmeleiter ...
Kluftknacker
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Schau doch einfach im Thema weiter vorne, da ist eine Bastelanleitung mit Bildern der LED und Befestigung. Frank hatte die LED getestet und ich nutze die selbe LED.
Hier die Daten zur LED - Online verfügbar (http://www.leds.co.uk/pdfs/citizen/CL-L102-HC7N.pdf)
Besten Gruß
Stefan
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Schau doch einfach im Thema weiter vorne
Sollte man - wenn der Thread schon zerstückelt wurde - nicht ein Link zu Ursprungsthread setzen?
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Bastelanleitung gefunden :)
Fragen hierzu, Stefan:
- Betrieb ohne Vorwiderstand?
- Wie verändert sich die Farbtemperatur von 12,2 auf 10 V?
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Ich verfüge über keine objektiven Messgeräte um die Farbtemperatur zu messen.
Die Ra95 sollten bei 700mA Strom erreicht sein (siehe .pdf Daten zur LED). Mit einem etwas größerem Kühlkörper (habe ich bei meiner 2. Lampe eingesetzt) sollte die Temperpertur bei 12V kein Problem sein. Da ich immer noch auf meine Dimmer aus China warte, habe ich die Spannung noch nicht hochgeschraubt. Insg. kann ich subjektiv im Bereich 10 bis 12 Volt keine nennenswerten Farbunterschiede ausmachen.
Besten Gruß
Stefan
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Hallo,
meine erreicht mit dem Messgerät die Ra=90 ab kleinen Stromstärken und ist konstant. LEDs werden eigenlich nicht über die Spannung geregelt, sondern über den Strom. Edelstahlschrauben verwende ich, weil ich die habe und die das bessere Gewinde ins Alu schneiden. Die Wärmeableitung erfolgt über die planpolierte Rückseite mit einer Prise Wärmeleitpaste und nicht über die Schrauben.
Die Farbtemperatur meiner LED nimmt leicht ab, von 20mA = es fängt an zu leuchten bis rund 7W=Volllast um 120K. Das sieht kaum eienr in Wirklichkeit - wenn dann vielleicht im direkten Vergleich.
Mfg
Frank
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Danke und Hallo,
in der Gefahr, diesen Thread durch unqualifizierte Fragen zu stören, doch noch eine Frage: Kann man diese LED (max. 12,2 V, Stefan fährt die bei 10 V) einfach aus dem PC versorgen? Ist die Spannung der PC-Netzteile ausreichend stabil?
Kluftknacker
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Hallo,
die Spezifikation für PC-Netzteile gibt eine Toleranz von +-5% vor, unter Volllast darf die +12V aber auch bis 10% abweichen...
Günter
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Hallo,
bei dem Preis habe ich ein flaues Gefühl beim ungeregeltem Betrieb. Es gibt keine unqualifizierten Fragen - es ist ein Forum. Dazu ist imho dieser Thread da. Ich muesste mal eine Strom-Spannungskennlinie aufnehmen. Aber die ist in der Regel chargenabhängig. Anders herum: Gehen wir von 12V + 5% = 12.6V aus. Dann müssen wir bei 2.6V bei rund 700mA verbraten werden. R=U/I = 2.6/0.7 Ohm = 3.7Ohm mit 2W oder http://www.conrad.de/ce/de/product/401838/WIDERSTAND-DRAHT-5-W-3R3
:-) 50cts - da würde ich keine LED für 17€ schrotten.
Mfg
Frank
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Hallo Ihr
Also ich würde bei solchen hochwertigen LED's ruhig ein paar mehr Euronen für eine gute Spannungsversorgung springen lassen. Ich persönlich empfehle Pulsbreitenmodulatoren, z.B. DIESEN HIER (http://www.conrad.de/ce/de/product/190967/DC-PULSBREITWANDLER-BS/2407030&ref=list), da kann man auch noch problemlos die Helligkeit regeln (sofern gewünscht) und sowohl die Maximalspannung als auch die Minimalspannung einstellen. Und bei 6.5 Ampere kann man ein paar LED parallel ansteuern...
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Hallo,
parallel ohne Vorwiderstand würde ich die LEDs nicht ansteuern. Die Begründung liegt im Temperaturverhalten:
Die LED mit der kleinsten "DiodenSpannung" nimmt den grössten Strom und wird am wärmsten. Warme LEDS liefern weniger Licht und mehr Wärme. Daher geht die dann nach und nach durch :'(
MfG
Frank
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Ich fahre 2 (max. 4) LEDs mit einem Netzteil (derzeit 10 Volt) später 12 Volt an.
http://www.pearl.de/a-PE3747-5541.shtml?query=Netzteil
Das Netzteil habe ich gewählt da die Spannung fest mit "Jumper" eingestellt und damit nicht versehentlich zu hoch gedreht werden kann. Zudem sollte es noch transportabel bleiben. Die Spannung ist stabil und entspricht den Angaben.
Zwischen jeder LED und Netzteil kommt je einen Dimmer dieser Bauart zu Einsatz (warte noch auf die Lieferung) http://www.topsellings.com/de/led-dimmer-adjustable-brightness-controller-dc-12v-p10926.html?language=de¤cy=EUR
Günstig und bereits fertig montiert. Insg. ein Kompromiss aus Preis und Leistung.
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Hallo,
höchst interessant die Materie.
Allgemeine Frage zum Netzteil: Ich habe noch eine kleine Sammlung an Stecknetzteilen für Mobiltelefone, darunter ein BenQ/Siemens-Teil mit 5 V / 400 mA. Da diese mich nichts kosten, würde ich die gerne bei einer "kleineren Lösung" (nicht die hier diskutierte LED) einsetzen. Sind diese "stabiler" bzw. gelten hier engere Toleranzen an die Ausgangsspannung? Ist der Einsatz zu empfehlen?
Danke
Kluftknacker
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Hallo Peter, ich denke mit dem Netzteil wirst Du wenig Freude haben. Auch wenn die Spannung stabil sein mag, hast du nur sehr wenig Leistung zur Verfügung. 2 Watt ist sehr wenig um effektiv ausleuchten zu können.
Besten Gruß
Stefan
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Hi
Ich drängle mich auch nochmal dazwischen: Ich hab mal aus Langerweile nach Leistungs-LED geschucht und bei Conrad DAS HIER (http://www.conrad.de/ce/de/product/181966/LED-RECHTECK-CONTR-WHITE-60003000K-7W/0212357&ref=list) gefunden. Ok, der Preis ist... naja, sprechen wir nicht drüber, aber die Idee mit der Kombi Warm-Kalt-Weiß finde ich ganz gut. Hat jemand mit dem Teil schonmal rumexperimentiert ?
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Hi,
das Teil hat einen CRI von 80. ???
Aber was spricht dagegen zwei LEDs zu nutzen? Dann könntest du einen Spot von links 6000K und einen "warmen"Untergrund von rechts oder oben gestalten.
Ingenieurs-Weissheit: Ein Aggregat pro Aufgabe ;-)
Mfg
Frank
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sorry, Fehler, mache einen neuen Thread auf ....
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Hi Frank
Tja, das leidige Thema mit dem CRI. Ich muß zugeben, da bin ich auch nicht ganz auf der Höhe. Ich benutze derzeit Luxeon-LED's, 4 Stück mit jeweils 1 W. Die Farbwiedergabe ist jedoch um Längen besser als die von meiner 50 W-Halogenbirne, die ich noch alternativ zuschalten kann. In den ganzen Datenblättern haben die warmweißen LED's einen besseren CRI als die Kaltweißen. Rein von der Theorie her sollte eine LED mit einem Strahlungsmaximum bei rund 550 nm grob dem der Sonne am nähesten kommen. Die Sonne hat 5500 K (oder 5650 K). Nun kommt aber bei den LED's der Peak von der anregenden LED, die ja knakeblau ist, hinzu. Bei den Luxeon's, die ich derzeit verwende sieht das etwas blöd aus, da die einen deutlich gelben Kern mit blauem Rand als Spot haben (oder einen reinweißen Kern mit blauem Rand, der nur wegen eben jenem Rand gelblich wirkt). Es gab (!) mal von OSRAM die OStar-Serie mit Tageslichtweiß und 5500 K. Die liefert(e) ein sehr gleichmäßiges Licht mit - nach meinem Empfinden - sehr guter Farbwiedergabe. Leider wird die nicht mehr hergestellt, nur noch die Warmweiß-Varianten. Nur dann kann ich ja auch wieder zur ollen Birne greifen (oder gleich ne Kerze nehmen :P ). Worauf ich hinaus will: Die ganzen Spektren sind ja schön und gut, nur wenn irgendwann die Farbtemperatur nicht mehr stimmt, bringen mir 95 CRI auch nix mehr - oder verstehe ich da was grundlegend Falsch ?
Vielleicht sollte man bei der ganzen Betrachtung nicht aus den Augen (ha, ha, lustiges Wortspiel) lassen, das eben jene auch spektrale Empfindlichkeiten mit Rot, Grün und Blau haben und nicht "Weiß" wahrnehmen ! Gleiches gilt auch für Digitale und analoge Fotografien - die Kunst ist letztlich, die spektralen Maxima aufeinander Abzustimmen. Also: Wen schert es, wenn es irgendwo im Spektrum Lücken oder Minima gibt, solange diese mit den Minima des Auges bzw. der Sensoren zusammenfallen, ist doch die Welt schön.
Alternativ könnte man vielleicht Farbfilter verwenden, falls die LED zu blau sein sollte. Theoretisch könnte man auch den Blau-Peak der LED's mit einem Schmalband-Interferenzfilter gezielt abschwächen, allerdings sind solche Filter immer recht teuer, auch wenn es hier nicht um einzelne Nanometer geht...
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Hi,
im Prinzip richtig, ABER:
Die Farbtemperatur gibt dir ein Äquivalent vom Farbeindruck bezogen auf einen "Schwarz"-Strahler zurück.
Ich haber hier im Büro 840-Leuchtstoffröhren, also Drei-Banden-Röhren mit 4000K Farbtemperatur.
Wenn ich das Spektrum mit Sonnenlicht (D65) oder Halogenlangen (T=3000K) vergleiche "sehe" ich keine Übereinstimmung.
Die Farbtemperatur beschreibt in meinen Augen nur das Gleichgewicht zwischen rot und blau.
Jetzt der Farbwiedergabeindex, angegegeben Ra oder CRI. Der beschreibt im Gegensatz dazu die Stetigkeit des Lichtspektrums.
Wenn in einem Spektrum Bereiche erst abfallen dann wieder ansteigen udn wieder abfallen, ist der Farbeindruck gestört.
Bei den "alten" LEDs ist das sehr deutlich, da gibt es ein Ra von 70. Da würde ich keine Socken zum Anzug aussuchen.
Aber auch Sonnenlicht ist nicht sauber, die Absorptionsbanden der Elemente und Moleküle spucken da in ein "sauberes" Licht.
Halogenlampen haben als Schwarzkörperstrahler ein Ra von 99+. Aber das Spektrum läuft bei 380nm aus. Es ist eigentlich nur ein Dreieck: 380nm 0W/m2/nm 780nm Max W/nm/m2 und dazischen fast eine Gerade.
Warum haben Warmweisse LEDs ein höhers Ra?
Wir du richtig anmerkst haben "warme" LEDs ein meist besseres Ra. Der blaue Peak kommt von der "Primär"Strahlung, der gelbe vom Floureszenz-Konverter (Granat mit Ce dotiert) . Wenn du viel Konverter drauf hast, geht die blaue Bande runter, das Spektrum wird glatter.
Warum hast du einen blauen Rand?
Die LEDs sind Sichtsysteme. Du hast eine 4µm GaN auf Saphir Schicht die leuchtet. Aber die ist auch ein Wellenleiter. Ein grosser Teil des Licht wird seitlich ausgekoppelt. Da liegt aber wenig Konverter und daher der blaue Ring.
Alles klar?
MFG
Frank
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und bei Conrad DAS HIER (http://www.conrad.de/ce/de/product/181966/LED-RECHTECK-CONTR-WHITE-60003000K-7W/0212357&ref=list) gefunden. Ok, der Preis ist... naja, sprechen wir nicht drüber
Hallo,
wo kauft Ihr günstig! Euern Elektronik-Krempel, also nicht nur LED's, KSQ und einige Widerstände? Gibt es eine preisgünstige Alternative zu Conrad? Gerne auch per PM ;) Raum Hannover-Braunschweig-Hildesheim bevorzugt.
Kluftknacker
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Hallo Kluftknacker,
Reichelt oder Pollin fallen mir als eventuelle Alternativen zu Conrad ein.
Glück Auf
Ralf
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Hallo
@Kluftknacker: Naja, wirklich billig sind hochwertige LED wahrscheinlich nirgends. Allerdings sind 60€ schon ein ziemlicher Hammer. Sowas kaufe ich mir nicht mal nebenbei, nur um damit rumzuspielen. Wenn Du eine gute und helle LED mit sauberer Farbwiedergabe haben willst, wirst Du egal wo mehr bezahlen müssen als für eine 08/15-LED mit bresiger Helligkeit und Zombielicht. Ok, Conrad ist dabei meistens noch die Apotheke unter den Elektronikteilehändlern, aber immerhin ist die Auswahl gut und gucken kostet nix. Alternativen hat limestone ja schon genannt.
@Frank: Hmm, so richtig schlau bin ich jetzt trotz Deiner Ausführungen immer noch nicht. Das mit den Schwarzstrahlern etc. verstehe ich ja schon, nur Du wirst mir um keinen Preis der Welt verkaufen können, das eine Glühbirne ein Farbgetreueres Licht macht als z.B. die Sonne. Mag ja sein, das das Spektrum der Glühbirne keinerlei Lücken aufweist und die Sonne nunmal Frauenhofersche Linien hat - nichts desto trotz haben sich die menschlichen Augen in mindesten 2 Millionen Jahren Evolution nunmal an das Maximum des Sonnenlichts angepasst. Ein weißes Blatt Papier schaut im reinen Sonnelicht (natürlich um die Mittagstunde bei klarem Himmel) korrekt weiß aus und nicht Nachts unter der Nachtischlampe ! Das es dabei immer Vergeichseffekte gibt z.B. bewölkter Himmel hat um die 9000K, ist also sehr blau und die Abenddämmerung ist sehr rot, ist ja kein großes Geheimnis.
Gut, die Theorie sagt aus, das Farben nicht richtig wiedergegeben werden, wenn es Lücken in der Schwarzkörperkurve gibt - klingt auch logisch und will ich nicht anzweifeln. Nur was nutzt mir eine "perfekte" Kurve in der falschen Spektralen Ecke ?
Naja, lange Rede, kurzer Sinn: Ich denke mal, ich werde Deinen Vorschlag mit den zwei LED's mal verfolgen: Eine Kühle und eine Warme, mal schaun, was das für ein Licht gibt. Wäre natürlich schon toll, wenn die LED-Herstelle da mal eine leistbare Lösung vorlegen würden. Ich verstehe gar nicht, wieso Osram die OSTAR eingestellt hat. Die LED war gut, macht prima Licht (ohne jetzt den CRI oder Ra zu kennen) und hatte 5500K. Wahrscheinlich steht die Mehrheit der Konsumkühe auf warmes Kuschelllicht, da kann man mit technischen Anwendungen nicht genug Umsatz machen...
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Auch 2 LEDs verschiedener Lichtfarbe werden das Farbspektrum nicht komplettieren. Das typische "LED-Farbloch" haben sie fast alle gemein.
Kurzum eine LED mit niedrigem Ra stellt manche Farben einfach falsch dar. Wie auch auf meinen Vergleichsbildern zu sehen, die dem was mein Auge wahrgenommen hat sehr nahe kommten (Je nach Monitor natürlich auch wieder anders).
Das Rot des Realgar wird zu braun, das wird es auch wenn Du eine Warmlicht und eine Kaltlicht LED mischen wirst. Ich habe das selbe Bild nochmal mit einer Ra80 LED zusätzlich gemacht.
Hier der Vergleich aller drei Lampen (jeweils manueller Weißabgleich gegen weißes Blatt Papier):
~Ra 80 (15 kleine LED)
~Ra 95 2 Leistungsstarke LED)
~Ra100 Kaltlicht Schott
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1302342238.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1302342238.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1302342186.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1302342186.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1302342037.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1302342037.jpg)
Bitte achtet nur auf die Farben. Die Bildqualität spielt keine Rolle. Mit steigendem Ra (Varbwiedergabe) ist auch ein neturgetreuers Rot zu erkennen.
Besten Gruß
Stefan
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Ok, man sieht die Unterschiede. Allerdings: Welches der Bilder dem Orginal am nahesten kommt kann ich Dir jetzt nur glauben. Ohne zu unken: Das Bild mit der 80 Ra LED wirkt recht weich und natürlich, das mit der 100 Ra eher kühl und unecht - rein subjektiv.
Abgesehen von meinem subjektiven Eindruck finde ich es erstaunlich, das das Bild mit 95 Ra dem mit 80 Ra mehr ähnelt als dem mit 100 Ra, nur die Farbe des Realgars betrachtet ! Das kann im Umkehrschluß ja nur bedeuten, das man LED's nicht für die Beleuchtung nutzen kann, will man den ein "naturgetreues" Bild.
Auf der anderen Seite: Mach doch mal ein Foto im reinen Sonnenlicht - mein Eichmaß - das sollte dann ja dem der Kaltlichtleuchte ähnlicher sein...
Naja, und zum guten Schluß und von der Natur der Sache her hier im Forum nicht demonstrierbar: Wie schaut es mit dem visuellen Eindruck aus. 99% meiner Mikroskopzeit schaue ich durch, Fotos sind Nebensache.
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Hallo,
ich glaube wir jeden hier gerade über drei Eigenschaften:
- Farbwiedergabe-Index:
Wenn das Spektrum stetig ist, werden benachbarte Farben zueinander richtig wiedergegeben. Das Ergebnis sieht man bei den weissen LEDs und dem Beispiel von Stefan. Bei einem guten Ra und einer somit gut definerten Farbtemperatur, ist ein Weissabgleich machbar.
- Farbtemperatur
Mit der Farbtemperatur wird die integrale Farbwiedergabe beschrieben. Es weredn entweder Rottöne (warmes Licht T=3000K) oder Blautöne (T>7000K) verstärkt wiedergegeben. Neutralweiss ist D65, also Spektrum wie das Tageslicht, Temperatur 6500K.
- Brillianz (ok - nicht in der strengen SI-Definition)
Eine Lichtquelle kann weich oder hart sein. Die HiPower-LEDs haben eine grosse diffus abstrahlende Fläche von rund 5*25mm2. Dadurch ist die Strahlende Fläche in der Größenordnung der Objekte und Abstände. Die normalen LEDS haben einen 0.09mm2 Chip der meist gut gebündelt wird um "Candela" zu bekommen.
Das kann der Fotograph nutzen, z.B: als weiches Hintergrundlicht und dann einen Spot.
Zur Diskussion mit dem Sonnenlicht:
Schon Helmholtz erkannte die Mängel des menschlichen Sehapparates. Geckos sehen mit vier Rezeptoren (testudolinks.de ist in meinen Augen eine gute Seite zum Farbsehen - auch bei Tieren.) auch im UV-Bereich. Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung beim sehen. Aber wir machen die Bilder für den Menschen :-)
Die maximale Empfindlichkeit des menschlichen Auges beim Hellsehen ist bei 550nm, dem (Frequenz?-)Maximum des Sonnenlichts. Das Farbsehen ist leicht zu überlisten ;-) Um einen Farbeindruck zu bestimmen, gebe ich Dir absolut und uneingeschränkt recht - Entweder ein gutes Farbmessgerät oder ein gutes D65 Licht. Aber rein rechnerisch ist die "Konstanz" Farbwiedergabe mit einer Halogenlampe dem Sonnenlicht leicht überlegen. Der Farbeindruck ist beim Sonnelicht besser.
MfG
Frank
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Hi Frank
Ok, ich glaube, an unserem Sehapparat werden wir so schnell nichts mehr ändern können, von daher müssen wir mit dem was wir haben klarkommen. Achso, Menschen haben auch vier Rezeptoren, drei für die Farben und einer für Hell/Dunkel - die arbeiten allerdings nicht oder nur beschränkt parallel.
So, jetzt sind wir also an dem Punkt, das wir eine LED mit hohem CRI und passender Farbtemperatur benötigen, wenn wir durch das Mikroskop auch schauen wollen und nicht nur Fotos machen. Dann kommen wir mal zu des Pudels Kern: Wo bekomme ich solche LED's her ? Die von Dir vorgestellten sind ja ganz hübsch, nur die Leistenform nutzt mir zur Beleuchtung nicht wirklich was. Eine möglichst punktförmige Quelle wäre da angebracht, da man hier mit einer Optik bündeln und vor allem Richten kann. Die Leisten strahlen mit 120° oder gar mehr ab, da kommt ja nichts mehr auf meinem Objekt an. Die anderen LED in dem Laden (mit "High CRI") sind zwar rund und würden vielleicht eine Optik zulassen, jedoch hat die 5000 K-Version einen CRI von wieder nur 83 Ra. Ich hab gestern noch etwas gegooglet aber nichts gescheites gefunden. Anscheinend hat keiner in der Industrie interesse LED's als taugliche Mikroskopbeleuchtung zu produzieren :(
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Ok,
du hast recht bei der Anzahl der Rezeptoren :-) Aber Gecko=Mensch+1 ;D Es gibt noch extremere, eienr der Top-Kandidaten ist der Knallkrebs.
Das Problem der Kofussierbarkeit habe ich hier auch schon diskutiert. Entweder kann man eine Parabel aus Plexi-Vollmaterial oder einen alten Reflektor einer Blitzlampe nehmen. Wenn ich das Problem richtig sehe kommt folgende Liste raus:
LED-Vorteile:
- Einfache Ansteuerung
- Voll dimmbar ohne Farbveränderung
- keine markante Wärmeabstrahlung
- relativ kleine leuchtende Fläche, kompakt
- lange Lebensdauer
- Preis: günstig
LED-Nachteile
- bescheidene Farbwiedergabe
- Wellenlängen kleiner etwa 440m fehlen, das kann Probleme bei einigen Kristallen geben
- Schnell ein grosser Aufbau
Halogenlampe-Vorteile:
- sehr gute Farbwiedergabe
- Vollspektrum im wahrsten Sinne des Wortes
- Preis der Leuchtmittel: Günstig
- Oft mit Reflektor geliefert
Halogenlampe-Nachteile:
- Ab 60% der Leistung dimmbar mit deutlichen Farbveränderungen
- 98% sind Wärmeabstrahlung
- Meist Hochstromtechnik über 2A.
- Lebensdauer
Ich könnte mir vier dieser LED-Leisten als "Quadrupol"-ringlicht um mein neues Makro gut vorstellen :-)
Die Industrie hat keinerlei Interesse an einer Entwicklung für Kleinstnischen. In einem LED-Display werden meines Wissens >20000 LEDs pro m2 verbaut, teilweise 1R 1B 2G. Weiss für irgendwelche Raumspots oder KFZ-Anwendungen.
MfG
Frank
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@Markus,
dass Du mir das jetzt glauben müsstest ist sicher richtig ;) Da ich kein Interesse daran habe mich selbst zu belügen, habe ich die Bilder so objektiv wie möglich erstellt und hier eingestellt. Die Ra ~80 LEDs (15 Stück) geben ein weiches Licht ab, da sie zwangsläufig auf großer Fläche abstrahlen und nur je für sich, aber nicht in Summe gebündelt sind. Die ~Ra95 beleuchten auf ganzer Fläche ohne Linse. Diese könnte aber separat vorgebaut werden, was zu einem "breiten Lichtschlitz" auf dem die max. Helligkeit läge führen würde. Die Helligkeit ist ansonsten ausreichend.
Die Schott Lampe ist im Fokus verstellbar und bringt auf den Punkt deutlich mehr Licht als die LEDs.
Das Bild unter Tageslicht zu machen ist leider schwer möglich, da ich dazu sämtliches Ausrüstung (incl. PC) nach draußen schleppen müsste und das ist mir etwas zu großer Aufwand zumal das Licht bei dem Bilddurchmesser auch noch sehr gut passen müsste.
LEDs können eine kostengünstige Alternative sein, reichen aber nach meinem Test bisher nicht an eine Kaltlichtlampe heran. Es ist schlicht eine einfache Rechnung, bin ich bereit 900€+ für eine gute Kaltlichtleuchte auszugeben? Bin ich das nicht, kann ich mir für einen Bruchteil eine LED Beleuchtung kaufen, muss aber derzeit mit den Einschränkungen und oft nur minimalen Farbveränderungen leben.
Die getestete Ra95 LED ist für mich eine akzeptable Alternative. Kühlkörper machen den Aufbau allerdings etwas sperrig.
Wir hatten das Thema Monitorkalibrierung und Farbechtheit der Monitore auch schon mal. Ich behaupte, dass die wenigsten Monitore auch nur annähernd die richtigen Farben wiedergeben. Mein kalibrierter Monitor zuhause zeigt mehr Farbunterschiede beim betrachten der Vergleichsbilder als mein Monitor (unkalibriert) in der Arbeit. Wir sollten ggf. die Kamera und deren Farbaufnahme- und Farbwiedergabevermögen auch nicht vergessen ;)
Da nur sehr wenige das Geld investieren können und wollen um eine durchgängige Farbwiedergabe zu ermöglichen, stellt sich die Frage wo am sinnvollsten investiert wird.
Besten Gruß
Stefan
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Hallo Ihr
@Stefan: Ich glaube Dir das mit der Farbe ja, ich wollte es nur angemerkt haben. Das leidige Thema mit der Monitor/Kamera-Kalibrierung ist mir ebenfalls bekannt, wobei eine hochwertige Kamera von Werk her kalibriert sein und im RAW-Format brauchbare Fotos liefern sollte. Auch für die meisten Monitore gibt es Kalibrationssets - machen tun es allerdings nur die Wenigsten (ich hab es auch noch nicht gemacht :-[ ). Bringt ja letztlich auch nur was, wenn man die Bilder präsentieren will und dort die Wiedergabetechnik ebenfalls kalibriert ist. Bei den jetzt so verbreiteten TFT-Monitoren kommt neben der Farbkalibartion noch der Blickwinkel hinzu ! Und so wird das Ganze zu der Frage, wo man eigentlich hin will - einfach nur mal ein Foto machen oder mehr oder weniger professionell Arbeiten. Kurzum: Jeh höher der Anspruch desto teurer wird der Spass.
Es ist auf jeden Fall schonmal gut, das Du den entscheidenen Punkt ansprichst und darum geht es (wahrscheinlich) letztlich den meisten, zumindestens mir: LED vs. Kaltlichtleuchte ! Die Kaltlichtleuchten sind mir viel zu teuer und auch die Lampen bei sehr kurzer Lebensdauer nicht wirklich billig. Da nehme ich lieber ein paar "fehlerhafte" Farben hin. Abgesehen davon, wenn ich mich bei meinen Sammlerkollegen so umschaue, ist eine LED-Beleuchtung mit 65 oder 75 Ra immernoch Welten besser, als das was die so verwenden.
Achso, und neben der Farbkalibration von Kamera und Monitor kommt noch ein weiterer Faktor hinzu, welcher schwer zu messen ist: Viele Menschen, besonders Männer, leiden und Beeinträchtigungen des Farbsehvermögens. Bekanntestes Beispiel dürfte die Rot/Grün-Schwäche sein: Ich hatte einen Komulitonen mit extremer Rot/Grün-Schwäche, der sah beides nur grau. Er konnte Ampeln nur daran auswerten, welches Licht aufleuchtet, oben oder unten. Demzufolge weiß der arme Mann gar nicht, wie Dein schöner Realgar aussieht, der ist wahrscheinlich einfach nur grau für ihn. Auch ich konnte schon feststellen, das ich auf dem rechten Auge Farben intensiver sehe als auf dem Linken. Dafür ist mein linkes Auge lichtempfindlicher. Ich führe das auf jahrelanges intensives astronomisches Beobachten zurück, da hab ich immer mit dem linken Auge beobachtet und für astronomische Objekte spielt Lichtempfindlichkeit eine weitaus größere Rolle als Farbsehvermögen. Bunt sieht man da oben eigentlich nichts, außer den Planeten. Der Unterschied lag grob geschätzt (wie auch sonst) zwischen 5 bis 10 %. Da ich aber die Astronomie als praktisches Hobby aufgegeben habe, hat sich mein Sehvermögen in den letzten 10 Jahren wieder fast normalisiert - oder ist auf beiden Augen gleich schlecht, wie man will.
Ich glaube, wenn man alle Faktoren zusammen nimmt, die es da so gibt (Eigenfärbung der Linsen des Mikroskop/Kameraobjektiv nicht vergessen) kommt man irgendwann an einen Punkt, wo man schlicht sagt: Egal ! Dazu ein Zitat von Eugene Cernan (der letzte Mann auf dem Mond - bisher): "We spent the most of the way home discussing what color the moon was" - "Den größten Teil der Zeit während der Rückfahrt haben wir mit Diskussionen verbracht, welche Farbe denn nun der Mond habe." Oder auch Robert S. McNamara: "Glauben und Sehen - beide täuschen uns oft." Ist nicht umsonst meine Signatur.
@Frank: Auch wenn wir weniger "Bunt" sehen können als Geckos und Knallkrebse oder weniger scharf sehen als Falken: Ich denke, wir können uns mehr über das Gesehene freuen als die - auch wenn es "nur" eine gute Mahlzeit ist :P
So wie ich das jetzt verstanden habe, hast Du so eine LED-Leiste zuhause liegen, wie weit kann man denn ohne Hilfsoptik damit leuchten ? Die Idee mit dem Blitzlichtreflektor ist schonmal nicht verkehrt, allerdings liegt die Blitzröhre in der Regel in dem Reflektor, so das man diesen wahrscheinlich erstmal abschleifen o.ä. müsste. Zum Glück kosten die Teile praktisch nix, vor allem im Vergleich zu den LED's.
Achso, ganz allgemein: Derzeit verwende ich eine Mikroskopbeleuchtung mit Luxeon-LED's und kann nicht behaupten, das irgendwas merkwürdig oder fremdartig aussieht. Auch Fotos sehen soweit ok aus. Ich meine die Luxeons werden noch mit 75 Ra (oder gar schlechter) angegeben. (Nur mal als Mutmacher für alle, die beim Lesen dieses Threads hier doch daran denken, eher für eine Kaltlichtleuchte zu sparen.)
Grüße
Markus
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Hallo Markus,
dem habe ich nicht smehr hinzu zu fügen :).
Besten Gruß
Stefan
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Hi,
mein erster Versuch mit der LED, einfach eben die Stufe gestellt. Das Makro war damals neu :-)
MfG
Frank
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Hi Frank
Sieht gut aus, ich überlege ernsthaft, die auch zu kaufen. Ich plane, mindestens vier davon auf umgebaute Autoleseleuchten (http://www.conrad.de/ce/de/product/852797/OSRAM-LESELEUCHTE-COPILOT-L/0310080&ref=list) zu bringen. Beim Kühlkörper bin ich noch nicht ganz schlüssig, ich tendiere zu DEM TEIL HIER (http://www.leds.de/High-Power-LEDs/High-Power-LED-Zubehoer/SynJet-MR16-High-Power-LED-Kuehlerset-fuer-15W.html), allerdings wird das Ganze dann nicht wirklich billig :'(
Grüße
Markus
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Hallo Markus,
wenn ich jetzt keinen Beitrag überlesen habe und solltest Du die länglichen LEDs meinen die ich auch einsetze, wirst Du mit dem Kühlkörper nicht glücklich.
Günstige wenn auch starrige Schwanenhälse sind weiter vorne in einem anderen Beitrag von mir angegeben - 8€ plus Versand. Als Kühlkörper würde ich mit einen PC Kühlkörper zurecht sägen. Alten PC ausschlachten.
Meine Dimmer sind in der Zwischenzeit auch gekommen (ca. 7,5 € incl. Versand bei 4 Stück) und finktionieren sehr gut.
Besten Gruß
Stefan
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Hi Stefan
Hups, ja das hast Du wohl recht: Eine 55mm LED passt kaum in einen 45mm Kühler. Ok, es gibt da noch eine nächstgrößere Variante von den Teilen, aber die ist schon wieder so groß, das ich Zweifel habe, das der Schwanenhals sie trägt. Ich bin mir aber auch noch nicht sicher, ob ich die längliche LED mit 95 Ra oder doch eine von den Runden nehme. Die hat zwar nur 83 Ra, aber primär will ich ja nur gucken und ... naja, die Diskussion hatten wir schon zur Genüge. Naja, ersmal muß sowieso das Geld nachwachsen und ich grüble jetzt schon drei Jahre über einem Konzept, da kommt es auf ein paar Monate nicht an... Achso, an PC-Kühler hatte ich auch schon gedacht, allerdings komme ich nicht ohne Miefquirl aus und will nun auch nicht vier Düsentriebwerke direkt vor meinem Kopf haben. Eine Passivkühlung wäre der Hammer, aber wie ? Zu wenig Platz da vorne und mit Flüssigkeiten will ich nicht rumplanschen. Ist alles nicht einfach - und nicht billig :P
Grüße
Markus
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Günstige wenn auch starrige Schwanenhälse sind weiter vorne in einem anderen Beitrag von mir angegeben - 8€ plus Versand.
Hallo,
günstige Schwanenhälse (inkl. leicht beschwerten Standfuß) habe ich durch Auschlachten von USB-Miniventilatoren gewonnen, die man letztes Jahr bei irgendeinem Discounter für 4,99 Euro erwerben konnte. Die Demontage gestaltete sich sehr einfach. Schwanenhalslänge: knapp 22 cm. Versandkosten entfallen ...
Kluftknacker
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Hallo
@Kluftknacker: 22cm sind mir zu kurz ! Ich hab jetzt aktuell 35cm und komme kaum zurecht, darum hab ich schon die langen Teile von Conrad ins Auge gefasst. Ich gehe mal davon aus, das ich mir nie wieder so eine Lampe bauen werde bzw. im schlimmsten Fall neue LED's auf die Kühler schraube, da dürfen die Schwanenhälse ruhig etwas mehr kosten. Die großen Kostenfaktoren sind dann sowieso Kühlung und LED sowie Spannungsversorgung (eine Helligkeitsreglung soll ja auch dabei sein).
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Hi, ich habe das über eine 3x L200 Schaltung gemacht - Pro Kanal max 2A. Dazu 12V fix LM7812. Heute würde ich eine PWM als Drop down Regler nehmen. DAnn ist die Verlustleistung ncith so hoch. BE iden Lüftern solltest du Vibrationen durhc den Luftzug bedenken!
Bei m Katalo eines E-Versands aus Hirschau mit dem C hast du K/W bei den Kühlkörpern ;-) Ein flacher länglicher Kühlkörper ist vermutlich passender.
Frank
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Hallo,Ich möchte mich mal in die Diskusion einmischen.
Ich habe mir im vorigen Jahr bei dem Versand aus Hirschau 2 LEDs Marke Luxeon-3W-5500K,die passenden Mikro-Linsen und einen einstellbaren Spannungsregler LT1084CP-5A-1,25V.
-30V gekauft.Den Trafo 15V,5A hatte ich noch auf Halde,
im Baumarkt kamen noch 2 Wandleuchten mit Schwanenhals (22 cm)dazu.
Das ganze habe ich in mein Fotodingsda gebaut,Trafo und Glättung befinden sich außerhalb (wegen der Netzeinstreung)
Stabilisierung und Vorwiederstande befinden sich im Gerät der Kühlkörper für die LEDs ist ein Alublech von 5mm und sitzt stramm in der Edelstahlfassung der Leuchte.Mit der Farbwiedergabe bin ich zufrieden.
Gruß Achim
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@Frank: Mit dem L200 arbeitet meine derzeitige Beleuchtung auch, allerdings werde ich ebenfalls auf PWM umsteigen (hab ich schon liegen). Die Elektronik ist soweit eigentlich schon fertig (also die Planung, muss nur noch angegangen werden :P ), die Kühlung und welche LED ich letztlich nehme ist der eigentliche Knackpunkt. Am liebsten wäre mir eine vollständige Passiv-Lösung, nur wie ? Die Leistungshalbleiter aus der Elektronik kann ich auf einen fetten Kühlkörper schrauben, null problemo, aber die LED-Einheit auf dem Schwanenhals sollte ja möglichst kompakt sein. Bei 5 Watt oder mehr bekommt man das aber nicht mehr passiv hin. Ich hab eine 5 Watt Luxeon am Laufen und der Kühlkörper wird definitiv zu heiß (tut schon weh beim anfassen !). Ich hab hier noch eine OSRAM Ostar liegen, die bekommt man gar nicht mehr passiv gekühlt (mit akzeptablen Kühlkörper versteht sich). Da bleibt nur der Miefquirl oder eben dieser komische "Vibrationskühler" - ich hoffe mal, das der Schwanenhals nicht anfängt wie ein Lämmerschwanz zu wackeln, das werde ich natürlich vorher noch in einem Prototypen ausprobieren ! Aber ich gehe mal davon aus, das der hochfequent vibriert und die Schwingungen entsprechend geringe Amplitude haben...
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Hi,
so frisch erholt aus dem Urlaub: Der Vibrationskühler bezog sich auf den Luftstrom der alles wackeln lässt!
Zum Blitzlichtreflektor: Anstelle der Blitzröhre die LED. Also in den Tiefen des Parabolreflektors! Notfalls mache ich eine Skizze
MfG
Frank
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Hallo!
Ich habe auch so meine Fotoversuche mit LEDs gemacht. Wie schon beschrieben haben die LEDs bei grünen und roten Mineralien ihre Schwachstellen; alles andere wird aber sehr farbecht dargestellt. Anbei zwei Vergleichsbilder (Einmal mit einer Schott KL1500 gemacht, einmal mit 3 3WattLEDs). Beide sind etwas nachbearbeitet mit Helicon Filter, um der Farbe unter dem Mikroskop möglichst nahe zu kommmen (Sollte es jemand interessieren, könnte ich auch die Originalbilder per mail versenden):
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1303591991.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1303591991.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1303591966.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1303591966.jpg)
Meinem (subjektiven) Empfinden nach ist das Bild mit der Schott-Leuchte etwas zu sehr "rotlastig", das mit den LEDs geht zu sehr in den blauen Bereich.
Da ich aber eine sehr alte Schott-Leuchte habe, bei der sich die Lichtleiter nur schwer einstellen lassen, bevorzuge ich die LEDs, da sie in der Handhabung viel unkomplizierter sind.
Gruß, Marko
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@Frank: Das mit dem Blitzreflektor kann ich mir recht gut vorstellen. Allerdings muß man den doch unten am "Boden" (also wo die Blitzröhre normalerweise liegen würde) aufschneiden, damit Platz für den Kühlkörper wird. Bei den "Vibrationskühlern" wird beschrieben, das der Luftstrom sehr dezent sein soll, demnach sollte auch nichts in Schwingungen geraten - schaun wir mal. Derzeit hab ich eh kein Geld für den Umbau, da bleibt erstmal nur theoretisieren :'(
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Ah, mal wieder diesen Thread hier aufputschen...
So, ich will demnächst man ein paar LED's zum rumprobieren bestellen. Bestellen wollte ich die Teile HIER (http://www.leds.de/). Besonders in ausge gefasst habe ich unter anderem auch DIESE LED (http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Chip-On-Board-LEDs/Citizen-Chip-on-Board-LED-Modul-14W-weiss-high-CRI-1200lm.html), auch wenn sie "nur" 85 Ra hat und nicht wie die von Frank preferierte, ich glaube es war DIESE HIER (http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Chip-On-Board-LEDs/Citizen-Chip-on-Board-LED-Modul-4W-warmweiss-high-CRI-216l.html).
Doch hoppala, nur so aus interesse schnarche ich mal nach Citizen und siehe da: Beide haben "nur" 85 Ra ! Siehe HIER (http://ce.citizen.co.jp/lighting_led/en/products/CL-L233.html) und HIER (http://ce.citizen.co.jp/lighting_led/en/products/CL-L103.html).
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Es war diese LED um die es im Thread ging, ist auch weiter vorne gut dokumentiert:
siehe hier (http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Chip-On-Board-LEDs/Citizen-Chip-on-Board-LED-Modul-7W-weiss-high-CRI-468lm.html) (ang. 95 Ra)
Besten Gruß Stefan
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Hi Stefan
Jap, genau die meine ich. Die wird bei Citizen auf der Homepage mit 85 Ra angegeben. Sieht etwas anders aus, aber andere haben die nicht im Programm. Ich denke mal, der Hersteller wird wohl kaum Quatsch schreiben, wenn er sein Produkt präsentiert. Ich bin da jetzt auch etwas verwirrt...
EDIT: Wärend ihr offline wart, hab ich mal weitergegooglt und noch ein paar andere Seiten gefunden - auf jeder werden die LED's mit anderen CRI oder Ra-Werten präsentiert. Ist ja echt eine tolle Auskunft, die man da erhält. Falls der Hersteller keine Quatsch schreibt (warum sollte er), dann sind alle Citizen-LED's mit ähnlichem Ra-Wert von 85 ausgestattet. Damit kann man auch auf die runden Varianten zurückgreifen und hat keinen Streß mehr mit der länglichen Geometrie in Bezug auf einen passenden Reflektor - ich würde das begrüßen. Verwirrt bin ich aber trotzdem...