Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: der Sauerländer am 19 Apr 11, 13:09
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Hallo Kollegen,
habe eine große Bitte an die Geologen bzw. Wissende hinsichtlich alter Koordinaten.
In einer älteren Dissertation sind die Fundstellen in, so wie ich das sehe, Gauß-Krüger-Koordinaten angegeben. Allerdings nur 5-stellig.
Beispiel: den Steinbruch Calcit in Holzen gibt er an mit: R: 23625 H: 96700 (Rechtswert, Hochwert)
N. m. M. fehlt da was bzw. er hat ein anderes Koordinatensystem benutzt. Wenn man den gknavigator mit meinen Koordinaten füttert, kommt da nur dummes Zeug bei raus.
Wer von euch hatte das in seinem Studium und könnte mir da weiterhelfen?
Glück Auf
Wilhelm
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Wilhelm, aus welchem Jahr und welcher Region (west/ost) stammt die Veröffentlichung?
Besten Gruß Stefan
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Hallo,
Rechtswert, Hochwert kann nur mit einigem Aufwand in Gauß-Krüger-Koordinaten umgerechnet werden - benötigt wird unbedingt noch der Bezugs-Meridian. Bei vielen Umrechnungsprogrammen (die man leicht mit google findet) wird gerne mit vereinfachten Modellen gerechnet was zu Fehlern in nennenswerter Größe führt/führen kann.
Gruß
Berthold
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Das sind nie im Leben Gauss-Krüger-Koordinaten.
Da der Hochwert in Deutschland sich errechnet aus der Entfernung zum Äquator+500000 (Meter), kann die angegebene Zahl unmöglich in dieses System gehören. Da helfen auch Transformationsversuche nichts...
Ein plausibler Wert wäre so was wie zB. 5600000.
Ohne Kenntnis des Quellsystems wirst Du hier nicht weiterkommen.
Gruß---
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Hallo,
Die angegebenen Koordinaten sind nur eine Kurzschreibweise. Müsste eine 34 (sollte eigentlich auch in Westfalen klappen, sonst eine 33 oder 35) vor den Rechtswert und je nach Breite eine 61-63 (in Süddeutschland) vor den Hochwert.
Bsp: Grube Clara, Oberwolfach/Schwarzwald: r 344290/ h 536050.
Leider fällt oft auch die Angabe des geodätischen Datums (z.B. Potsdam Datum, WGS 84) unter den Tisch.
Der Rechtswert gibt die Entfernung zum Bezugsmeridian (in cm) an, der Hochwert die Entfernung (in cm) zum Äquator.
Glück Auf!
Smoeller
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[kopfkratz]
Ohne irgendjemandem zu nahe treten zu wollen : GK-Koordinaten sind immer 7-stellig. (immer.)
Es würde sich lohnen, vom FO mal die möglichst genauen geografischen Koordinaten herauszusuchen (Länge/Breite per zB. Google Earth) und diese unter Zuhilfenahme des korrekten Datums/Meridianstreifens nach Gauss-Krüger zu transformieren. Die erhaltenen Ergebnisse dann mit den o.a. vergleichen, dann kann man auch gucken, ob da einfach was weggelassen wurde oder oder oder.
Gruß!
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http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Arnsberg/Holzen/Steinbruch%20Calcit
Bei GPS Koordinaten auf den Link - Holzen, Steinbruch "Calcit" klicken.
3423625 H: 5696700
und es passt ..
Gruß Stefan
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An Stefans Beitrag sieht man auch, wie wichtig es ist, die Koordinaten UNverkürzt zu schreiben: der unverkürzte Rechtswert sagt nämlich, in welchem Streifen man sich befindet, wenn man das nicht weiß, kommt man schnell ein paar hundert kilometer links oder rechts raus ..
Sorry für die Klugsch*****ei :-)
Gruß---
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Hallo Herr Sägezahn,
richtig und falsch ;) Als TO habe ich ja geschrieben, dass m. E. was fehlt. Und anhand Stefans Beispiel bin ich jetzt da hinter gestiegen.
Es sind Gauss-Krüger-Koordinaten! Nur....der angehende Herr Doktor ist anscheinend einfach davon ausgegangen, dass sein Doktorvater wusste, von welcher Gegend er spricht.
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Für das Sauerland kannst Du im Rechtswert blind die 34 davor setzen. Beim Hochwert musst Du(muss ich dann) halt schauen, welcher Längengrad Infrage kommt. Wobei ich da noch die Formel der Abweichung suche. Wikipedia ist dahingehend nicht der Weisheit letzter Schluss. Mit eine simplen Multiplikation komme ich nicht ans Ziel.
Das einfachste wird wohl sein, ich hole mir die fehlende Zahl aus dem Mineralienatlas :) von der am nächsten gelegenen Fundstelle. Die Zahl aus der Dissertation anhängen und schon stehe ich vor in Vergessenheit geratenen, sehr interessanten, Fundstellen 8)
Hallo Stefan, Danke für diesen Hinweis! Und ich muss gestehen, die Koordinaten der MA-Fundstellen Nie komplett gelesen zu haben.
Noch mal Gruß und Dank für eure Hilfe!
Wilhelm
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Die Umwandlung von Länge/Breite in rechtwinklige Gauss-Krüger-Koordinaten ist eine der Hauptaufgaben, die angehende Geodäsiestudenten per Hand/Taschenrechner rechnen müssen, und glaube mir eins : es ist ein sehr, sehr langer und steiniger Weg. Den Zahn mit einfachen Umwandlungen kann man sich getrost ziehen ;-)
Das beste ist noch ein passendes Rechenprogramm (zB. transdat).
Ansonsten viel Erfolg bei Deinen neuen Fundstellen !
Gruß Frank
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Um die die Umwandlung zu versüßen hier die notwendigen Excel Files. Willst ja keine Doktorarbeit schreiben, dann langt Dir das.
GK BESSEL/DHDN -> GPS WGS84 (http://www.routeconverter.de/svn/RouteConverter/trunk/navigation-formats/src/main/doc/gauss-krueger/GK_nach_GPS.xls)
GPS WGS84 -> GK BESSEL/DHDN (http://www.routeconverter.de/svn/RouteConverter/trunk/navigation-formats/src/main/doc/gauss-krueger/GPS_nach_GK.xls)
Besten Gruß
Stefan
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hallo Stefan,
was ist bei der umrechnung mit 'Höhe' gemeint ? höhe über normalnull ?
ga
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Hallo Stefan,
die Dateien kannte ich bereits. Trotzdem "Danke!" dafür.
Mein Problem ist ein anderes....warum habe ich zBsp. bei Holzen eine 56 davor und bei Bleiwäsche eine 57?
Wenn ich dazu eine Erklärung hätte, ist der Rest nur noch Sache eines GPS-Gerätes. Ich denke mal, da brauche ich eine Karte 1:25000 (Messtischblatt) des Gebietes und lese den Grad ab.
Aber wie ich das sehe, muss noch eine Abweichung eingerechnet werden. Oder ist die in der GPS-Formel schon drin?
Gruß
Wilhelm
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Wilhelm, Udo kann ich leider nicht beantworten.
Besten Gruß
Stefan
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Wilhelm, kannste mal für Holzen+Bleiwäsche jeweils Länge und Breite rausbekommen ? Geht das ?
Gruß Frank
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Hallo,
Quelle Lexikon:
Steinbruch Bleiwäsche (N 51° 28' 07,32" E 8° 41' 38,56")
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Brilon/W%FCnnenberg/Bleiw%E4sche
Holzen, Steinbruch "Calcit" (N 51° 23' 56,65"; O 7° 53' 58,48")
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Arnsberg/Holzen/Steinbruch%20Calcit
hth
Frank