Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Zeugen des Bergbaus / evidence of mining => Thema gestartet von: giantcrystal am 11 May 11, 11:24
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Hallo aus Mittelfranken
Neulich waren wir auf der Rückreise von Slowenien noch kurz in Bleiberg in der Steiermark. Unterhalb des Antonischachtes auf dem Platz wo der sehr schön gemachte Stollenweg seinen Anfang nimmt, befindet sich auch ein großes Stollenportal mit dem Namen "Verbindungsstollen Bleiberg - Rubland" der offensichtlich erst in den späten 1960er Jahren aufgefahren wurde.
Ich habe dann mal etwas gegoogelt und festgestellt, das man in Rubland im zweiten Weltkrieg ein Molybdän / Wulfenitbergwerk von 1943 - 1945 betrieben hat, in dem man im wesentlichen Verfüllmasse aus dem alten Blei - Zinkbergwerk entnommen hat.
Warum aber hat die BBU noch in den 1960er Jahren einen großen Stollen über 6000 m (!) Strecke durch den Berg nach Rubland getrieben ? Und hat man dabei etwas interessantes gefunden ??
Vielleicht weiß ja jemand etwas Näheres dazu zu berichten
Danke und Glück Auf
Thomas
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Der ehem. Betriebsleiter des Molybdänbergbaus Rubland (03/1942 bis 02/1945) hat seine Memoiren in der Carinthia II
veröffentlicht:
Markowitz, J.: Der Molybdänbergbau Rubland; in: Carinthia II, Jg. 180, H.1, Klagenfurt: 1990, S. 229-236
Vielleicht enthält die Betriebsgeschichte der BBU Hinweise:
Zeloth, T.: Zwischen Staat und Markt. Geschichte der Bleiberger Bergwerksunion und ihrer Vorläuferbetriebe.
Veröffentlichung des Kärntner Landesarchivs, Bd. 29, Klagenfurt: 2004, 745 S.
Glückauf!
Schlacke
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Wende dich doch an den lokalen Bergbauverein www.bergbauverein-bad-bleiburg.at
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Hier nochmal ein Bild vom Stollen, war wohl doch nur 4800 Meter lang. Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Orten auf der Erde ist eben doch keine Gerade, sondern ein Tunnel ;D
Glück Auf
Thomas
P.S. Heli, danke für den Tip. Werde ich tun, wenn sich hier kein Kundiger findet
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Hi
da ist ein Buchstabenfehler drin: ist der www.bergbauverein-bad-bleiberg.at
Glück Auf!
GEOMAXX
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Der Rublandstollen, den ich etwa 60 Jahren unter Führung eines Obersteigers Forelli und eines Geologen der Geologischen Bundesanstalt Wien durchwandern durfte, wurde zur Klärung der Bleiberg-Geologie und in der Hoffnung auf neue Erzmittel in der Rublandscholle aufgefahren.
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Hallo Kurt
Danke für die Antwort. So klärt sich eine offene Frage nach 11 Jahren...
Hast Du nähere Infos ? Dann wäre ich dankbar dafür
Herzliches Glück Auf
Thomas