Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: Gast am 26 Jun 11, 14:04
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Hallo!
Nach langem Googeln, lande ich immer wieder hier! Möchte mit meinen Kindern (2,4, und 6 Jahre) mal zum Steine suchen gehen.
Gerade unser Grösster ist ganz fasziniert von der Materie und auch geduldig genug, denke ich. Bin hier in der Nähe aufs Edelsteindorado in Freisen gestossen, oder Fischbachtal, oder auch Idar-Oberstein!?
Wie bzw. wo fang ich da am besten an? Gibts ein gutes Einsteigerbuch zu empfehlen? Führungen??? Was brauch ich an Ausrüstung?
Macht das überhaupt Sinn mit so kleinen Kindern?
Wir wollen keine Diamanten finden, oder Steine verkaufen, oder mit dem LKW anreisen, aber es wär schon schön, wenn die Kinder irgendwas glitzerndes finden würden.
Oder seh ich das zu Optimistisch? Würde mich über ein paar Anregungen sehr freuen!
Grüsse aus der Nähe von Alzey!
Tina
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Hallo Tina,
Willkommen beim Mineralienatlas.
Grundsätzlich reicht als erstes ein Hammer, als Erstausrüstung reicht schon ein Zimmermannshammer aus dem Baumarkt, bei weiterer Beschäftigung mit dem Hobby sollte es dann schon ein Geologenhammer sein. Gewicht mindestens 500 g, besser 1000 g, wenn es ans Steineklopfen geht. Bei größeren Steinen in Steinbrüchen brauchts oft sogar den Vorschlaghammer (der aber mit 5 kg Gewicht und häufigen scharfen Gesteinssplittern) nicht unbedingt was für Kinder ist. Ein Meißel kann hilfreich sein (bei festem Gestein Spitzmeißel, bei Schiefer auch Flachmeißel).
Schutzbrille ist gerade für Kinder wichtig, desweiteren evtl Schutzhandschuhe. Gummistiefel oder feste Schuhe (Wanderstiefel, möglichst wasserabweisend) sind unerlässlich. Sammeln in Straßenschuhen oder gar Sandalen ist nicht empfehlenswert, außer vielleicht mal schnell am Steinhaufen neben der Straße. In Steinbrüchen ist festes Schuhwerk und ein Schutzhelm sogar vorgeschrieben.
Es gibt eine Reihe von Büchern, die tw. so um die 10 Euro zu haben sind und für den Anfänger erstmal ausreichen. Meist tragen diese im Titel "Bestimmungsbuch" oder "bestimmen".
Aus den Reihen der gängigen Naturführer gibt es auch meist eines für Mineralien.
Interessant ist der Besuch einer Mineralienbörse, wo man oft verschiedene Bücher ansehen, vergleichen und dann auch kaufen kann, im Buchhandel ist oft weniger Auswahl. Auch kann man auf Börsen gut Angebote und Preise an Mineralien vergleichen. Gerade bei kleineren Börsen sind in der Regel auch lokale Sammler zugegen, die oft Hilfe bei der Bestimmung leisten und auch schon mal Anfängern ein paar Fundstellen verraten/zeigen. Auch Sammlervereine helfen weiter.
Im Bereich Alzey gibt es einige Fundorte für Achat, meist in den Weinbergen. Siehe auch im Lexikonteil dieser Website. Aber dazu können andere hier mehr sagen, es gibt einige Achatsammler aus der Gegend unter den Mitgliedern hier.
Idar-Oberstein ist interessant. Dort gibt es eine größere Ausstellung auch einheimischer Stücke aus der Pfalz im Museum, das sich gleich unter der Felsenkirche befindet. Ein sehr schönes Museum, das allein schon den Besuch lohnt. Dazu noch das Deutsche Edelsteinmuseum, einige Schleifereien. Im Stbr. Juchem gibt es immer wieder Amethyst, Achat und andere Quarzvarietäten zu finden. Touristisch aufgemacht sind die Halden am Steinkaulenberg, wo man gegen Gebühr schürfen kann. Beim Schaubergwerk Fischbach/Nahe unweit des Juchem gibt es kleine Halden am Weg nördlich des Bergwerks (gleich an der Straße), da habe ich letztes Jahr grünen Malachit und wenig Azurit finden können.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
zuerst mal mein Kompliment, denn es ist lobenswert, Kinder an dieses interessante Hobby heran zu führen.
In einen Steibruch würde ich mit kleineren Kindern erst mal nicht gehen, es sei denn es wird die Gruppe von einem Steinbruchmitarbeiter geführt, der vieleicht sogar einige Stücke zurecht gelegt hat. Wichtig ist, daß die Kinder etwas finden. Sonst ist die Begeisterung schnell vorbei. Mit dem Hammer ist das so eine Sache. Natürlich braucht man einen Hammer, aber 500 Gramm sind für eine Kinderhand zu schwer und leichter macht wenig Sinn. Also am Anfang besser auf's Auflesen orientieren.
Zu empfehlen ist das Auflesen von Achaten im Spätherbst oder Frühjahr vom Acker. Im Sommer kann man ruhig mal die Lesesteinhaufen neben den achatführenden Feldern inspizieren.
Ideal sind alte Bergbauhalden. Da Kinder nicht gerade nach den Spezialitäten schauen finden die Kleinen immer was zum Mitnehmen.
Später dann mal treffen, um die Fundstücke gemeinsam zu reinigen und gegebenefalls zu formatisieren. Auch bei der Präsentation der kleinen Sammlung zu hause im Kinderzimmer muß man unterstützen und beraten. Das gleiche gild für die Dokumentation. Auch die muß sein und erzieht gleichzeitig zur intensiven Beschäftigung.
Wenn einige der Gruppe ein Jahr durchgehalten haben und eine kleine Sammlung entstanden ist, gibt es bestimmt Großeltern, Onkels und Tanten, die froh sind, wenn Sie in einem Mineralienbuch ein passendes Geschenk gefunden haben.
Also einfach ins Gelände und anfangen. Alles andere ergibt sich dann von allein.
Uwe
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Hallo Tina,
wenn es auch Fossilien sein dürfen, hier mal eine Reportage von mir einkopiert:
Fossilien sammeln in Deutschland
Jurassic Park ist überall – Auf der Jagd nach Urzeitschätzen
Suchen und Sammeln steckt uns in den Genen. Schon seit
grauer Vorzeit. Heute muss niemand mehr für seinen Lebensunterhalt Tiere jagen und Beeren finden. Und darum kompensiert so mancher diesen Urtrieb mit einem passenden Hobby. Etwa Stöbern nach antikem Schmuck auf Flohmärkten. Oder Briefmarken sammeln. Spannender ist allerdings die Suche nach Fossilien, was einer Schatzjagd nach Relikten aus der Urwelt gleich kommt. Aber Vorsicht, Fossiliensammeln hat fast Suchtpotential, wie einst der Goldrausch. Kinder sind besonders leicht dafür zu begeistern – und oft viel geschickter und ausdauernder beim Aufspüren von Versteinerungen als ihre Eltern.
Fundstellen gibt es fast überall in Deutschland. Da, wo
Gesteinsschichten oder Sedimentablagerungen zutage treten. Oft bewegen sich Fossiliensammler an diesen Stellen allerdings in einer rechtlichen Grauzone. Denn Steinbrüche - auch solche,
die nicht mehr bewirtschaftet werden, Straßengräben, Äcker, Felder, Baustellen und sonstige Plätze, an denen sich die Erde auftut, haben einen Besitzer. Und den müsste man, streng genommen, vor der Suche um Erlaubnis bitten, schon aus Sicherheitsgründen. Da das nicht immer möglich ist, sollten vor allem Anfänger am besten auf offiziell zugelassenen Flächen suchen. Die besten und für Familien geeigneten Plätze stellen wir hier vor.
Schieferbruch Kromer in Ohmden bei Stuttgart, Baden-Württemberg
„Auf dem Boden Hand und Knie, kriecht man fort, oh süße Müh’!“ besang schon der schwäbische Lyriker Eduard Mörike (1804 – 1875) die Leidenschaft des Fossiliensuchens in einem Gedicht. Baden-Württemberg ist ein El Dorado für Fossilienfreunde. Gut 60 Millionen Jahre lag diese Region im Erdmittelalter unter einem tropischen Meer. Später falteten sich die Alpen auf und stauchten die Gesteine in ihrem Vorland. Diese kippten und gaben Sedimentschichten des früheren Meeresbodens mit all seinen Fossilien frei. Es gibt viele Fundstellen auf der Schwäbischen Alb und in ihrer Umgebung. Besonders interessant sind die Schieferbrüche etwa 40 Kilometer südöstlich von Stuttgart. Sensationelle Entdeckungen waren die 13 vollständig erhaltenen Skelette von Plesiosauriern. Sie wurden bis zu vier Meter lang und hatten paddelförmige Flossen. Beeindruckend sind auch die Versteinerungen von delfinähnlichen Fischsauriern, Meereskrokodilen, Flugsauriern und einer Vielfalt von Fischen wie Haie, Störe und Quastenflosser. Im Schieferbruch Kromer in Ohmden werden Hobbysammler garantiert etwas finden. Nicht unbedingt einen Saurier. Mit Sicherheit aber 180 Millionen Jahre alte Ammoniten, tintenfischähnliche Belemniten, Muscheln und Gagat. Dabei handelt es sich um versteinerte Holzkohle, die zu Schmuckstein poliert werden kann. Der Schieferbruch ist der einzige in der Umgebung, der noch in Betrieb ist, um Steinplatten für Tische, Wand- und Bodenfliesen zu gewinnen. Dadurch wird ständig neues Material gefördert, das durchsucht werden darf. Ein Tipp: Verfärbungen im Schiefer und Wölbungen auf glatten Flächen deuten auf Versteinerungen hin. Mit Hammer und Flachmeißel werden die Schieferschichten dann behutsam getrennt. Eine prima Ergänzung zum Steine klopfen ist der Besuch im nahen Urweltzentrum Hauff. Hier wird gerade eine 94 qm große Seelilienkolonie präpariert, die im Steinbruch Kromer gefunden wurde. Ausgestellt sind unzählige Fossilien der Region von Weltrang. Ein besonderes Stück zeigt ein fast vier Meter langes Fischsaurierweibchen mit einem bereits geborenen Jungen und fünf Embryonen im Leib.
Info: Schieferbruch Kromer, www.schieferbruch-kromer.de
Kalksteinbruch Rüdersdorf im Märkischen Oderland, Brandenburg
Was haben der Berliner Reichstag, das Brandenburger Tor und das Olympiastadion von 1936 gemeinsam? Wie viele andere prominente Gebäude in der Hauptstadt sind sie aus Rüdersdorfer Kalkstein gebaut. Der wird schon seit dem 13. Jahrhundert in dem östlichen Vorort Berlins gewonnen. So entstand der größte geologische Aufschluss in Norddeutschland, vier Kilometer lang und zwei Kilometer breit. Neben dem aktiven Kalktagebau ist auf einem 17 Hektar großen Areal ein Museumspark um historische Industriegebäude errichtet. Besucher können auf Land Rover-Touren das Außengelände erkunden. Unterwegs erklärt der Führer, wie der Kalkstein vor gut 240 Millionen Jahren entstanden ist, wie er abgebaut und verarbeitet wird. Am spannendsten sind natürlich die Stopps zum Suchen nach Versteinerungen. Sozusagen auf dem Boden eines Urzeitmeeres lassen sich Muscheln, Schnecken, Schlangensterne, muschelähnliche Armfüßer, Seelilien und die Zähne kleiner Haie finden – und mit sehr viel Glück auch Wirbel oder Rippen eines Nothosauriers. Das berühmteste Fossil aus dem Rüdersdorfer Kalksteinbruch ist das 1904 entdeckte vollständige Skelett dieses Meeresreptils. Die etwa zwei Meter lange Schwimmechse lebte entlang der Küste und konnte sich auch an Land bewegen. Heute ist das Skelett im Berliner Naturkundemuseum zu sehen. Das „Haus der Steine“ im Museumspark zeigt in seiner geologischen Ausstellung einen Abguss des Fundes. Nach de Exkursion können die Teilnehmer ihre gesammelten Fossilien bestimmen lassen und auf Wunsch selbst präparieren.
Info: Museumspark Rüdersdorf, www.museumspark.de
Nettersheim in der Eifel, Nordrhein-Westfalen
Kaum zu glauben, aber vor etwa 380 Millionen Jahren lag die Eifel in Äquatornähe. Erst die Kontinentalverschiebung rückte diese Region an ihre heutige Stelle nahe der Grenze zu Belgien. Und wo jetzt Wanderer durch die Mittelgebirgslandschaft streifen, breitete sich in grauer Vorzeit ein warmes tropisches Meer aus. In einem riesigen Korallenriff lebten Panzerfische, Schnecken, Armfüßer, Tintenfische und Organismen wie Schwämme und Seelilien. Im „Naturzentrum Eifel“ in Nettersheim bekommen Besucher beim Betrachten des Korallenriff-Aquariums eine Vorstellung, wie es einst dort ausgesehen haben mag. Im benachbarten „Haus der Fossilien“ zeigen diverse Sammlungen, was von dieser einstigen Vielfalt marinen Lebens heute noch zu finden ist. Auf Äckern, Feldern, Baustellen und in Straßenböschungen treten immer wieder Versteinerungen zu Tage. Offiziell erlaubt ist das Suchen auf dem „Fossilienacker“, der zum Naturzentrum gehört. Dieses Feld wird immer wieder umgegraben, auch der Regen wäscht stets neue Fundstücke an die Oberfläche. Man kann dort auf eigene Faust suchen oder vormittags mit einem Führer des Naturzentrums auf Sammeltour gehen. Dazu sollte man sich allerdings zwei Tage vorher anmelden. Der Experte hilft beim Aufspüren und Bestimmen der Schätze. Am Nachmittag können die Funde dann in einem Kurs unter Anleitung präpariert werden. Aufgesägt kann man oft die Struktur der Versteinerungen erkennen. Danach wird per Hand geschliffen. Dadurch werden die Fossilien besser sichtbar und bekommen einen schönen Glanz.
Info: Naturzentrum Eifel, www.nettersheim.de
Eichstätt im Altmühltal, Bayern
Wer hier mit Hammer und Flachmeißel Kalkplatten spaltet, fiebert nach einem Sensationsfund: dem berühmten Urvogel Archaeopteryx. Weltweit wurden erst zehn Versteinerungen
des Zwittertieres aus Saurier und Vogel entdeckt, alle im bayerischen Altmühltal. Im eigenen Steinbruch des Museums Bergér in Eichstätt dürfen auch Kinder Forscher spielen. Zuvor aber ist es sinnvoll, einen Rundgang durchs Museum mit seinen über 2000 ausgestellten Fossilien zu machen. Die Funde stammen alle aus den Steinbrüchen der Familie Bergér. Während einer kostenlosen Führung erfährt man viel über die Entstehung von Versteinerungen, Fundmöglichkeiten und die richtige Technik beim Umgang mit dem Werkzeug. Dann geht es los, mit Geduld und Fingerspitzengefühl. Die weichen Kalksteinschichten lassen sich leicht und sauber trennen. Oft haben Kinder den Bogen schneller heraus als ihre Eltern. Die besten Suchplätze sind natürlich die, wo nicht schon andere ihren Abraum aufgehäuft haben. Ab und zu legt ein Bagger unberührte Schichten frei, das sind die besten Stellen. Fast immer findet sich etwas. Meistens fingernagelgroße Haarsterne, manchmal kleine Fische, Krebse, Schnecken, Libellen, Ammoniten oder Wasserlilien. Seltener Rochen oder sogar Meeresschildkröten, denn in der Jurazeit vor 150 Millionen Jahren war das Altmühltal die Lagune eines tropischen Ozeans. Sollten Sie wirklich einen Archaeopteryx oder eine andere Rarität entdecken: Melden Sie sich im Museum. Dort hilft man Ihnen bei der Bergung, Bestimmung und Präparation des Fundes. Die Chancen stehen gut, dass es einen Finderlohn gibt, vielleicht wird das gute Stück auch angekauft - wenn Sie sich davon trennen können.
Info: Museum Bergér, www.museum-berger.de
Brodtener Ufer bei Travemünde an der Ostsee,
Schleswig-Holstein
Jetzt ist eine gute Zeit, um am Brodtener Ufer zwischen Travemünde und Niendorf an der Ostsee nach Fossilien zu suchen. Besonders Winterstürme, heftige Regenfälle und die Brandung verursachen an dem 15 bis 20 Meter hohen Steilkliff Abbrüche. Jedes Jahr weicht die Küstenlinie bis zu 60 cm zurück. In den Eiszeiten hatten die Gletscher am heutigen Ufer Gesteinsmassen aus verschiedenen Erdzeitaltern aufgetürmt. Darum können auch die unterschiedlichsten Versteinerungen gefunden werden. Interessant ist, dass die Strömung hier aus dem so genannten Geschiebemergel Sand löst und zu den Badeorten Niendorf und Travemünde transportiert. Die schwereren Steine bleiben zurück. Zwischen Kalkstein, Granit, Sandstein, Gneis, Feuerstein und Kreide lässt sich mit geübtem Auge so manches Fossil finden. Am besten sucht man systematisch immer ein, zwei Quadratmeter ab. Dabei geht man in die Hocke und dreht möglichst viele Steine um, auch aus den darunter liegenden Schichten. Mit etwas Geduld kann man versteinerte Seeigel, runde Kalkschwämme, Reste von Trilobiten, Schnecken, Korallen, Muscheln und „Donnerkeile“ entdecken. Diese patronenförmigen braunen Fossilien waren einst der harte Teil einer Tintenfischart. Im ganz feinen Kies
liegen oft Segmente von Seelilien und Armfüßergehäuse. Übrigens lohnt sich ein Spaziergang am Steilufer schon wegen einer der wichtigsten Uferschwalbenkolonien in Europa. Die Einfluglöcher zu den Brutröhren der Vögel sind in einigen Metern Höhe deutlich zu erkennen.
Info: Lübeck Tourismus, www.luebeck-tourismus.de
So entstehen Fossilien: Ein totes Tier wird auf dem Meeresgrund rasch mit Schlamm bedeckt oder an Land mit Sand, zum Beispiel durch einen Erdrutsch. Die Weichteile zerfallen, die härteren Knochen bleiben übrig. Manchmal bleiben sie unverändert in dieser geschützten Umgebung über Jahrmillionen liegen, man spricht dann von direkter Erhaltung. Wenn sich in den Hohlräumen der Knochen Mineralien absetzen, beginnt die Versteinerung. Es passiert auch, dass Knochen völlig von saurem Wasser aufgelöst werden. Der Hohlraum füllt sich mit Mineralien und so entsteht eine komplett steinerne Kopie des Skeletts. Fossil leitet sich vom lateinischen „fossilis“ ab und bedeutet „ausgegraben“.
Ausrüstung: Beim Suchen in Steinbrüchen helfen ein Geologenhammer (ca. 45 Euro) und ein Flachmeißel (ca. 15 Euro). Sinnvoll sind auch eine Schutzbrille (ca. 9 Euro) und Schutzhandschuhe (ca. 4 Euro). Wer ganz auf Nummer Sicher gehen möchte, trägt einen Schutzhelm (ca. 10 Euro). Alles ist zum Beispiel im Internet zu beziehen beim „Fossiliensammler-Bedarf“, www.fsb-shop.com. Zeitungspapier und Stoffbeutel sollte man mitbringen, um Funde sorgfältig zu verpacken. Proviant und eventuell Sonnenschutz nicht vergessen, an warmen Sommertagen heizen sich schattenlose Steinbrüche schnell auf.
Buchtipps und Zeitschrift: „Steine und Fossilien“, 7,95 Euro. Schön bebilderte, informative Zeitreise durch die Erdgeschichte. Arena Verlag, für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet. „Fossilien – über 500 Versteinerungen“, 12,95 Euro, BLV-Verlag, sehr umfassendes, trotzdem handliches Bestimmungsbuch. „Fossilien“, Quelle & Meyer Verlag, 8,70 Euro. Zeitschrift für Hobbypaläontologen mit vielen Informationen über Fundgebiete.
Fossilien-Reisen: z.B. Geologisch erleben, www.geologisch-erleben.de oder Richter-Fossilien-Reisen, www.richter-fossilien-reisen.de
Internetseite für Fossilienfans: z.B. www.fossilienatlas.de
Viel Erfolg,
Seelilie-Heike
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Hallöchen,
auch wir sind infiziert worden mit dem Virus "Steine suchen" ;D
Wir kommen gerade aus dem Harzurlaub und waren in der Nähe von Bad Lauterberg und St. Andreasberg auf der Suche und haben ein paar Steinchen/Mineralien (Schwerspat und noch was anderes noch nicht identifiziertes) gefunden. Für die richtigen Fachleute unter euch vielleicht schon langweiliges Zeugs, aber für uns glitzert es und es war spannend in den ehemaligen Halden ein wenig zu buddeln. Leider ist ja nicht mehr viel von den Halden übrig und teilweise recht schwer zu finden, weil schon alles überwuchert ist.
Da der Harz aber gut 2,5 Stunden Autofahrt entfernt ist (mit Stau auch gerne mal 4 Stunden :( ) und sich dahin keine Tagestour lohnt, der nächste Harzurlaub erst nächstes Jahr bzw. übernächstes erst wieder in Frage kommt, mal hier die Frage, ob es in der Nähe von Bremen/Oldenburg auch was zu buddeln gibt?
Unsere 7jährige Tochter hat es dolle Spaß gemacht. Die gefundenen Stein sind nun sauber geschrubbt und wollen bald Nachwuchs bekommen ;)
Kennt ihr hier irgend etwas, nach dem sich zu buddeln lohnt?
Vielen Dank schon mal und noch eine schönen Restsonntag
Carola
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Hallo,
nördlich vom Harz, fällt mir auf die schnelle nur die Flechtlinger Scholle ein, nordwestlich von Magdeburg. Die Steinbrüche dort führen alle mehr oder weniger kleine Mandeln mit Eisenkiesel oder einem grünen Mineral das ich bis Gestern noch für eine Kupferverbindung gehalten hätte, jetzt gibt es aber noch ein Al/Phosphor Mineral das auch grün auftritt. Überall wo der Schotter auf Wegen verbaut wird, kann man die kleinen Mandeln finden, in dem man nach was Rundem im Eckigen sucht. Aufschneiden, schleifen und polieren.
Gruß Marian.
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Hallo,
Die Ecke Bremen/Oldenburg ist in der Tat schwierig. Der nächste Fundort wäre Helgoland, was bekanntlich auch schon mal 2,5-3 Stunden dauert mit dem Schiff. Dort kann man am Strand kleine Calcite und Kupfermineralien finden.
Mit etwas Glück und unter Einhaltung aller Vorsichtsregeln gibt es im Bereich Cuxhaven/Duhnen ab und zu etwas Bernstein. Beim Sammeln im Watt, gerade mit Kindern, immer Vorsicht walten lassen.
In Kies- und Sandgruben gibt es ab und zu nordische Geschiebe mit interessanten Mineralien (Granat u.a.) und Fossilien. Immer vor dem Betreten mit dem Eigentümer sprechen.
Glück Auf!
Smoeller
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(...) ob es in der Nähe von Bremen/Oldenburg auch was zu buddeln gibt?
Hallo,
die Stücke von Flechtingen bzw. Bebertal sind natürlich für Kiddies ganz spektakulär. Allersdings viel Arbeit - und - da hat mein Vorredner leider die falsche Vorstellung - von Bremen nicht unter 3 Stunden erreichbar ist und eigentlich weiter von HB entfernt ist als der Nordharz. Eine Tagestour fällt da flach.
Meine Tipps: Fundstellen um Osnabrück (Osnabrücker Land) - die A1 runter. Vielleicht noch das Weserbergland mit Quarzen und Pyriten. Für beide bitte entsprechende Hinweise im Fundstellen-Lexikon lesen.
Sammler von Geschiebe (manchmal auch recht nette frei kristallisierte Mineralien) können sich auch in den interessanten Gruben der Brelinger Berge (nördlich von Hannover) betätigen.
Viel Spaß
Kluftknacker
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@ Bremen: wenn Ihr in der Nähe von Rotenburg/Wümme Richtung Soltau fahrt, gibt es in der Nähe des Friedhofes Rotenburg einen Weg, der Richtung einer Gasstation führt. Dort gibt es auf den Äckern (z. zt. Kartoffeln und MAis-Anbau) schöne Feuersteine. Z. T. auch in einer Art und Weise gebrochen, dass man an bearbeitete Stücke denken könnte.
@ Alzey: gib mir ein(e) pm. ich kann dir Kontakte zu einem Sammler geben, der "Geologie für Kinder" anbietet im Odenwald. Das Wort kann man auch googeln und kommt dann auf eine Telefonnummer. 06164..
Alles Kinderfähig ........
Glück Auf Jürgen
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Moin Tina
Bin öfters in deiner ecke unterwegs und kenne in deiner nähe ein paar stellen wo man bunte steine und fossilien relativ leicht finden kann.
Meld dich einfach üner ( http://bt-fossil.de.tl/Kontakt.htm ) bei mir.
Gruß Boris
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Hallo Carola.
Ich bin ebenfalls im Raum Bremen ansässig und beginne gerade mich nach Mineralien und Fossilienfundstellen in der Region umszusehen.
Vor kurzem war ich bei Osnabrück an dieser Fundstelle hier:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Niedersachsen/Osnabr%fccker%20Bergland/Ueffeln/Steinbr%fcche%20im%20Gehn (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Niedersachsen/Osnabr%fccker%20Bergland/Ueffeln/Steinbr%fcche%20im%20Gehn)
Gerade für das Sammeln mit Kindern empfehle ich den alten stillgelegten Steinbruch 2, wie er in der Skizze im Lexikon eingezeichnet ist.
Man kann dort durch bloßes Aufsammeln noch kleinere Quarzstufen oder zahlreiche Einzelkristalle finden.
Auf Anfrage kann ich eine genauere Anfahrtsbeschreibung oder GPS-Koordinaten geben.
Gruß
Thomas
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Hallo Carola.
Ich bin ebenfalls im Raum Bremen ansässig und beginne gerade mich nach Mineralien und Fossilienfundstellen in der Region umszusehen.
Vor kurzem war ich bei Osnabrück an dieser Fundstelle hier:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Niedersachsen/Osnabr%fccker%20Bergland/Ueffeln/Steinbr%fcche%20im%20Gehn (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Niedersachsen/Osnabr%fccker%20Bergland/Ueffeln/Steinbr%fcche%20im%20Gehn)
Gerade für das Sammeln mit Kindern empfehle ich den alten stillgelegten Steinbruch 2, wie er in der Skizze im Lexikon eingezeichnet ist.
Man kann dort durch bloßes Aufsammeln noch kleinere Quarzstufen oder zahlreiche Einzelkristalle finden.
Auf Anfrage kann ich eine genauere Anfahrtsbeschreibung oder GPS-Koordinaten geben.
Gruß
Thomas
Das klingt nach einer sehr guten Idee - in stillgelegten Steinbrüchen können Kinder aufblühen und auf Entdeckungsreise gehen. Steine auf eigene Faust erforschen und sehr viel dabei lernen. Das klingt eigentlich auch nach einer witzigen Geburtstagsgeschenke Idee für Kinder. Wäre auch interessant, ob man nicht Lehrer und Schulen prinzipiell dafür interessieren könnte, mit ihren jungen Schülern solche Ausflüge zu machen und ihnen die Chance zu geben selbst etwas zu erlernen.
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Das klingt nach einer sehr guten Idee - in stillgelegten Steinbrüchen können Kinder aufblühen und auf Entdeckungsreise gehen. Steine auf eigene Faust erforschen und sehr viel dabei lernen. Das klingt eigentlich auch nach einer witzigen Geburtstagsgeschenke (http://www.mydays.de/geschenke-besondere-anlaesse/Geburtstagsgeschenke.html) Idee für Kinder. Wäre auch interessant, ob man nicht Lehrer und Schulen prinzipiell dafür interessieren könnte, mit ihren jungen Schülern solche Ausflüge zu machen und ihnen die Chance zu geben selbst etwas zu erlernen.
Es sei noch hinzugefügt, dass es trotzdem nicht ganz ungefährlich ist, auch in stellgelegten Steinbrüchen sollte man vorsichtig sein.
Grundsätzlich sollte man beachten (besonders in Begleitung von Kindern), dass man Steilhängen nicht zu nahe kommt. Bei Geröllfeldern ist darauf zu achten, wo man hintritt. Viele Steine liegen nur lose und wackelig aufeinander.
Bei dem von mir erwähnten Steinbruch gibt es ebenfalls steile Felshänge und Geröll, aber gerade an der Stelle, wo in der letzten Zeit noch Sammler tätig waren, ist relativ gefahrloses Sammeln möglich. Auch der Zugang zu dieser Stelle ist unproblematisch (bis auf Schlamm vielleicht ;) )
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Hallo,
ich gebe Anfängern für das Sammeln von Mineralien im Weserbergland gerne Fundstelletipps.
Ist Kinder grecht und Funde gibt es immer.
Ich habe schon etliche Exkursionen mit Eltern und Kindern durchgeführt.
Einfach mal mir unter mein PN eine Nachricht senden.
Viele Grüße
Kay
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Hallo Kay,
ich bin gerade auf Deinen Beitrag gestoßen. Mein Enkel Giancarlo (8J.) und ich suchen seit 2 Jahren
gemeinsam Steine. Bisher am Strand (Ostsee in M-V) und im Harz (Silkerode, Bockelnhagen).
Nun macht uns die Suche soviel spass, das ich mir überlege, wie ich den kleinen Mann weiter anspornen kann.Ich würde mich freuen, wenn Du uns hier helfen könntest.
Unsere Fahrten in den Ferien gehen immer von Rostock über Hanover in den Harz.
LG Sven
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Hallo Sven,
ja gerne-
da schreibe mir doch mal deine email Adresse und Kontaktdaten:
kay.rechow@web.de
Dann sende ich Dir ein paar Tipps und Infos zu.
Viele Grüße
Kay
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Hallo alle zusammen,
ich würde gerne mit meinen Jungs in Südniedersachsen/ Nordhessen auf die Suche gehen....Wer kann mit Tipps geben, wo wir genau hingehen sollen?
Danke im voraus,
Michael
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Hallo,Michael!
Schön,dass Ihr euch für das Sammeln von Mineralien interessiert.Eine genauere Standortangabe wäre sehr hilfreich.
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Hallo,
nicht unwichtig wäre auch ein Hinweis was ihr suchen wollt. Bestimmte Mineralien oder Hauptsache irgendwas finden? Beabsichtigt man mit kleineren Kindern oder älteren Kindern zu suchen?
Gruß,
Andreas
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Hallo zusammen! Also, meine Jungs sind 6 und 8 Jahre alt und damit der Findertrieb befriedigt wird, wären vielleicht Mineralien/ etwas glitzerndes sicher nett... Wobei Fossilien auch einen gewissen Reiz haben...
Wir wohnen in Hann. Münden (zw. Göttingen und Kassel) und haben letztes Wochenende den alten Steinbruch Hohen Hagen bei Dransfeld heimgesucht, aber außer das Üben mit Hammer und Meißel umzugehen war es nicht spektakulär. Der Steinbruch bei Adelebsen ist ja noch in Betrieb und hier ist sicher das Suchen nicht erlaubt oder bekommt man für kommerzielle Steinbrüche Genehmigungen?
LG
Michael
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Hallo,
wende Dich doch mal an www.outdoorerlebnis.com. Die machen auch viel mit Steinen.
Grüße
Bernd
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Der Steinbruch bei Adelebsen ist ja noch in Betrieb und hier ist sicher das Suchen nicht erlaubt oder bekommt man für kommerzielle Steinbrüche Genehmigungen?
Moin,
ja, die bekommt man, aber nicht jeder. Nach meinen Infos führt die VFMG-Hannover Ende September eine Sammel-Exkursion zur Bramburg durch. Da kann man sich auch als Externer anschließen (Unkostenbeitrag 5,-- Euro/Nase); schau mal hier: http://www.vfmg-hannover.de/ (http://www.vfmg-hannover.de/). Ob der Basaltbruch für Kids geeignet ist, wäre zu prüfen.
GA
Kluftknacker
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Hallo,
Der Georgius-Agricola Verein Mainz (www.gav-mainz.de) macht mehrmals im Jahr
Exkursionen im Rhein-Main-Gebiet unter dem Motto
"Spaß für Jung und Alt, eine Exkursion für Kinder mit ihren Eltern".
Die nächste führt uns nach Idar-Oberstein.
WANN: 22.9.2013 von 10:30 Uhr –bis– ca. 16:00 /18:00 Uhr nach Belieben
Anmeldung bitte bei Göbel/Stang: 0611-507715 sonst können wir bei der Führung nicht auf sie warten.
THEMA: Die Halbedelsteingewinnung im Raum Idar-Oberstein.
11:00 Uhr: Führung durch das Besucherbergwerk Steinkaulenberg.
s. auch www.edelsteinminen-idar-oberstein.de/
12:30 Uhr: Wir suchen uns ein ruhiges Plätzchen zum Mittagspickníck
Danach werden wir in der Umgebung von Idar-Oberstein auf Feldern und in Bächen
nach Achaten suchen und hoffentlich auch welche finden.
16:00 Uhr treten wir die Heimreise an.
Zwischenstopp an der Trift bei Weinheim(Alzey).
Wer noch Lust hat kann dort in den Weinbergen mit uns nach
Fossilien suchen. (http://www.weindorf-weinheim.de/weinheim/geologie/index.html)
Die Verantwortung und Aufsichtspflicht für die Kinder liegt bei den Eltern.
Änderungen vorbehalten
WO: Treffpunkt ist 10:30 Uhr
auf dem Parkplatz P1(s. Anhang) des Besucherbergwerks.
In Idar am Ende des Meckenrodter Wegs, neben dem Zentrafriedhof
Bitte mitbringen: (wenn vorhanden)
Zum Suchen und Bestimmen:
Hammer, Meißel, kleine Schaufel, Lupe, Kratzer
Zum Verpacken und Transport:
Zeitungspapier, Plastiktüten/Taschen
Für das leibliche Wohl:
Picknick für Mittags, Getränke
festes Schuhwerk, Gummistiefel oder Badeschuhe für die Bäche.
Sonnen- bzw. Regenschutz, je nach Wetterlage
Gruß
Ruth Göbel
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Hallo auch aus Heidelberg,
ich würde gerne mit meinen beiden Mädels (5 und 9) hier in der Nähe erste Entdeckungen machen.
Gibt es zwischen Wissembourg und Eberbach, Darmstadt und Karlsruhe ein paar ungefährliche Steinbrüche, Bachläufe o.ä. wo wir uns auf die Suche begeben könnten?
Kennt Ihr Ansprechpartner die ggfs auch Führungen in der Region machen können und uns helfen können, die Fundstücke besser zu verstehen?
Danke und viele Grüße,
Stefan
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Hallo Stefan,
probiere es mal unter www.mineralienhalde.de
ist in Wolfach und ,
auch nicht soweit von Heidelberg weg,
völlig ungefährlich für Kinder.
Gruß
Steini8
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hallo,
ich und mein freund begeistern uns auch seid kurzem für die Materie.... wir kommen aus leimen und haben aber kein Auto.. und wollten auch gerne mal auf die suche nach kristallsteinen und anderen mineralsteine gehen.. nur haben wir einfach keinen plan wo.. und wie wir das anstellen können... oder wo wir am besten anfragen können.
wir haben es uns so vorgestellt das wir selber steine klopfen können und funde auch mit nehmen dürfen.. egal wie groß :-P und wo es auch verschiedene kristalle usw gibt..
wäre echt toll wenn uns jemand weiter helfen könnte..
ihr dürft euch auch gerne per email melden.
florian.oeder@gmx.de
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Hallo hallo,
ich hoffe ihr seid immer noch infiziert und fleißig am suchen:-) Ich habe den Beitrag gerade durch Zufall gelesen und wollte mal einen guten Tip geben. Gerade in der Umgebung um Oldenburgh um Bremen herum wird viel Sand und Kies mit Hilfe von Saugbaggern abgebaut. Sobald der Bagger eine Tiefe von ca 20m erreicht und die Schicht/ASuswurf sich grünlich schwarz färbt, dann ist das ein Zeichen für Wälder, die vor mehreren Millionen Jahren untergegangen sind und zwischen dem Kiesauswurf befindet sich jede menge Bernstein. Ja es ist wirklich so, man glaubt es kaum. Mit etwas Übung und einem netten Baggerführer wird man dort schnell fündig. Die suche an unseren Küsten und den Stränden unserer Inseln würde ich gerade mit Kindern lieber lassen, da das Meer voller alter Granaten aus dem 2. WK ist, die Phopshor enthalten. Phosphor sieht am Strand aus wie Bernstein und kann sich, allein durch die Körperwärme entzünden, wenn man es einsteckt oder anfasst. Das Problem ist, das Phosphor nicht durch Wasser gelöscht werden kann und somit schwerste Verbrennungen erzeugt. Also Finger weg, wenn man sich nicht auskennt. Der Sandabbau ist ein toller Einstieg um etwas tollers zu finden. Oft findet man auch versteinerte Seeigel oder sonstige Versteinerungen zwischen den Steinen. Viel Spaß:-)
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Hallo Zusammen,
wir sind auf der Suche nach Orten/ Regionen im Rheinland an denen wir Fossilen oder Kristalle finden können.
Wir das sind hauptsächlich mein Sohn (8j.) und ich aus Köln ohne Auto.
Hab schon ein bisschen geschaut und ein paar Locations gefunden. Idar oberstein ist für nen Tag zu weit, nettersheim werden wir noch machen und der zeittunnel beim Bochumer Bruch sah auch gut aus.
Vielleicht kennt ja jemand eine alte kiesgrube, einen Steinbruch oder ein Feld wo man gut was möglichst glitzerndes oder versteinertes finden kann:)
Liebe Grüße vom Fred
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Hallo Fred,
als ich einige Jahre in Bonn (vor 35 Jahren und ohne Auto) war, bin ich mit der Straßenbahn von Bonn Nach Königswinter (Drachenfels) und weiter nach Bad Honnef und von dort zu Fuß weiter nach Rheinbreitbach gefahren. Beim Drachenfels findet man Sanidinkristalle. Hier benötigt man einen Hammer um die Brocken aufzuklopfen. Von Rheinbreitbach aus wndert man weiter zum höhergelegenen Ortsteil Breite Heide mit dem ehem. Kupferbergwerk Grube Virneberg. Leider ist ein großer Teil des Haldengeländes zu einem Wildgehege umfunktioniert. Funde sollten jedoch um den Zaun herum und im ehem. Tagebau möglich sein. Hier benötigt man einen Pickhammer, Zimmermannshammer reicht ebenfalls, zum Schürfen und Aufschlagen des Gesteins. Die gefundenen Mineralien sind jedoch klein. Das Mitnehmen einer Lupe wird deshalb empfohlen.
Drachenfels
https://www.mineralienatlas.de/?l=9218 (https://www.mineralienatlas.de/?l=9218)
Grube Virneberg
https://www.mineralienatlas.de/?l=1910 (https://www.mineralienatlas.de/?l=1910)
Liebe Grüsse Frank-Detlef Paul