Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Lebewesen / Life forms => „Saurier“ und Reptilien allgemein / Dinosaurs and other reptiles => Thema gestartet von: Amberimage am 02 Jul 11, 17:45
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einen wunderschönen,
folgendes: Wie kann ich den Rost von dem fossiliereten Oviraptor Ei so entfernen, das dass Fossil nicht beschädigt wird und man nur die Schalenstruktur ohnen den Rost erkennen tut.
Erbitte bereits erfolgreiche Vorschläge ::)
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Hallo,
Ich weiß nicht aus was das Ei ist.
Aber mir stellt sich eine Frage!!!
Sieht das Ei nicht vieleicht mit der Farbe besser aus?
grüße
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Hallo wolfilain,
ob das Ei besser aussieht ist eine Frage des Geschmacks, mir persöhnlich gefällt die Rostfreie Schalenstruktur mehr.
Deswegen mein Appell nach erfolgreichen Vorschlägen zur Rostentfernung ;)
cheers
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Hallo!
Ich würde das höchstens mal in Cola einlegen.Die ganz gering darin enthaltene Phosphorsäure könnte da eventuell was machen.
Schärfere Sachen würde ich da bei sowas überhaupt nicht einsetzen.
Eigentlich würde ich bei so einem Ei überhaupt nichts machen-höchstens versuchen es auszubrüten.So ein Haustierchen wäre schon nicht schlecht ;D
Gruß Jens
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Hallo
Ich nochmal. ;D
Übersteht das Ei auch die Prozedur des Rostentfernens ? Ist das Ei aus Calcit ?
Ist die Schwarze Färbung auch wirklich Rost oder eher Manganoxyd ?
grüße
volker
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Hallo Jens,
ist der Tipp mit der Cola ernst gemeint ?
Bei solch einem Exponat würde ich ungerne experementieren, eher bereits bekannte / harmlose Vorschläge durchführen.
Wolfilain, der (Rost) den ich entfernen möchte ist nicht die schwarze sonder rötliche Färbung ;)
Es fühlt sich Sandartig an...lässt sich aber nicht richtig abkratzen...
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Tja!Was soll ich sagen-eigentlich ist Phosphorsäure ein Rostumwandler!Der Rost wird schwarz.Wenn-dann sowiso erstmal tropfenweise probieren.Ich weiß auch nicht ob da jede cola geeignet ist.Ich hab das mal probiert,aber das war mir zu langweilig.Da bin ich schnell auf richtige konzentrierte Säure umgestiegen.Bei mir muß das schon richtig brodeln,damit ich auch sehe,das was passiert ;D Bei dem Ei wäre ich aber eben auch vorsichtig.
Gruß Jens
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Hallo Jens,
danke, na dann werde ich das Ei mal Tropfenweise mit Cola behandeln :D
Die Ergebnisse poste ich dann die nächsten Tage.
Weitere Vorschläge sind aber selbstverständlich immer noch erwünscht ;D
Lg
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so hier das Ergebniss ;D
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1420628064.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1420628064.jpg)
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Hallo Damian,
ein Dinosaurierei, etwas deformiert, aber ohne erkennbare Schalenbrüche? Erstaunlich...
Und Du hast das ernsthaft mit Cola behandelt? Hoffentlich anschließend mehrtägig (bei dem Volumen besser mehrwöchig) gewässert? Denn bedenke: Unter der Schale sitzt ein poröser Steinkern. Und in dem arbeitet die Cola (bzw. ihre Ingredienzien) weiter.
Gruß,
Rainer
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Hallo!
Beim Wässern wird das wieder rosten ;D
Bei ein paar Stunden in Cola hat sich das bissel Phosphorsäure längst mit dem Eisen verbunden und neue Säure wird ja nicht im Stein gebildet-es ist also kein Nachschub da.
Gruß Jens
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Hallo!
Beim Wässern wird das wieder rosten ;D
Stimmt.
Bei ein paar Stunden in Cola hat sich das bissel Phosphorsäure längst mit dem Eisen verbunden und neue Säure wird ja nicht im Stein gebildet-es ist also kein Nachschub da.
Und was ist mit dem Zucker in der Cola - im Gegensatz zur Phosphorsäure ist davon ja mehr als nur ein bisschen drin? Kann es da langfristig nicht zu "Zuckersprengung" analog der bekannten Salzsprengung kommen?
Gruß,
Rainer
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Hallo
Und was ist mit dem Zucker in der Cola ... Kann es da langfristig nicht zu "Zuckersprengung" analog der bekannten Salzsprengung kommen?
Interessanter Einwand !
Warum eigentlich die Cola-Methode, wenn Phosphorsäure leicht und preiswert erhältlich und vielseitig einsetzbar ist ?
Mit 10%iger arbeite ich häufiger. Vielleicht bekommt man in Apotheken auch kleinere Einheiten zum selber verdünnen.
Die Literflasche 85%ige kostet zwar nur um die 5 - 6 €, aber soooo oft braucht man es nun doch nicht. ;)
Gruß
Norbert
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Dumme Frage:
Was würde Phosphorsäure bei einer calcitischen Bindung machen?
Frank
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Hallo
3 CaCO3 + 2 H3PO4 = Ca3(PO4)2 + 3 CO2 + 3 H2O
Die Phosphorsäure würde Calcit zu Calciumphosphat umsetzen, daß dann wahrscheinlich ausfällt,
da es schwer wasserlöslich ist.
Wegen der komplexen Dissoziation der Phosphorsäure müßten auch noch Calciumhydrogen- und -Dihydrogenphosphat entstehen.
Gruß
Norbert
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Waere das nicht genau so tödlich? CO2 raus - Phosphate rein?
MfG
Frank
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Hallo!
Ich denke mal so,daß Amberimage das Stück nach der Colabehandlung sicherlich abgespült hat,denn Cola ist sicherlich klebrig.
Zucker ist organisches Material und mit Salz wahrscheinlich nicht zu vergleichen.Da wird auch keine Salzsprengung stattfinden.
Der Mensch erneuert ja ständig seine Haut-da ist genug Zucker drin-Ameisen fressen das ganz gerne.Der Staub der Haut legt sich auch auf die Mineralien.Na ja-und was passiert?
Warum habe ich Cola vorgeschlagen?
Nehme ich Phosphorsäure,dann renne ich mit Messbecher oder Pipette und versuche irgendeine Dosierung hinzubekommen.Von 10% runter auf 1%? Oder lieber auf 0,5%?
In Cola sind Spuren von der Säure!Man trinkt es und es soll ja den Kalk in den Knochen nicht angreifen.Sonst würden potentielle Colatrinker irgendwie zusammenfallen ;D
Gruß Jens
Ps-ich benutze 70%ige Phosphorsäure.Um das zu verdünnen lohnt sich der Aufwand nicht
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Hallo,
du hast Glück 8) Deine Knochen bestehen zu einem Grossteil aus Apatit und dein Körper hat Ca-Pumpen. Daher zieht diese Argumentation nicht. Auch dürfte der pH-Wert von Cola kaum unter 4.5 liegen. Mit den Spuren hast du somit recht.
MfG
Frank
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einen wunderschönen,
ein Dinosaurierei, etwas deformiert, aber ohne erkennbare Schalenbrüche? Erstaunlich...
So Perfekt ist es leider auch nicht, die Schalenbrüche sind auf der einen Seite sehr gut zu erkennbar, zwischen den ritzen ist der angesprochene typische rötliche poröser Steinkern.
Und Du hast das ernsthaft mit Cola behandelt?
Ja, die Zukunft wird zeigen ob das ein Fehler war und man um eine Erfahrung reicher wird oder ob mein Vertrauen Jens gegenüber sich gelohnt hat ;)
Hallo!
Ich denke mal so,daß Amberimage das Stück nach der Colabehandlung sicherlich abgespült hat,denn Cola ist sicherlich klebrig. Zucker ist organisches Material und mit Salz wahrscheinlich nicht zu vergleichen.Da wird auch keine Salzsprengung stattfinden.
Genau, das D.Ei hat nach der Cola behandlung eine ca 5min. lauwarme & intesive Wassermassage genoßen.
Zusätzlich habe ich das D.Ei nach dem trocknen mit einer Stein Versiegelung der Firma Mellerud bearbeitet.
Weshalb ? -> Es bietet nicht nur einen gewissen Schutz, sondern verstärkt die Farbe und Struktur, dadurch wirkt das Fossil dunkler (Nass Effekt) und dementsprechend Farbintensiver und was die Hauptsache ist, mir persöhnlich gefällt es so besser ;D
Und wenn mal ein Dino ausschlüpfen sollte, denn nur, weil er auf Cola steht :D
Tageslichtfotos mit dem Endprodukt folgen Morgen.
Cheers
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Hallo!
Warum eigentlich die Cola-Methode, wenn Phosphorsäure leicht und preiswert erhältlich und vielseitig einsetzbar ist ?
Weil es schnell, schnell gehen soll.
Zucker ist organisches Material und mit Salz wahrscheinlich nicht zu vergleichen.
Doch ist er. Zucker ist genau wie Salz in Wasser löslich und kristallisiert bei Entfernung des Lösungsmittels auch wieder aus, wobei die Platznahme des Kristalls unter Verdrängung des Umgebungsmaterials erfolgt. Unter diesem Aspekt verhält sich Zucker genau wie Salz.
Der Mensch erneuert ja ständig seine Haut-da ist genug Zucker drin-Ameisen fressen das ganz gerne.Der Staub der Haut legt sich auch auf die Mineralien.Na ja-und was passiert?
Das soll jetzt nicht ernsthaft ein Argument sein, oder? ::) Denk mal drüber nach.
In Cola sind Spuren von der Säure!Man trinkt es und es soll ja den Kalk in den Knochen nicht angreifen.Sonst würden potentielle Colatrinker irgendwie zusammenfallen
Frag mal Deinen Zahnarzt, was er von Cola-Dauerkonsum hält. Selbst vom Konsum zuckerfreier Cola...
Genau, das D.Ei hat nach der Cola behandlung eine ca 5min. lauwarme & intesive Wassermassage genoßen.
Oh, ganze 5 Minuten? Na dann kann ja nichts mehr schief gehen...
Sorry, entschuldigt meinen etwas ironischen Ton, aber ich staune, wie man mit einem derartigen Fossil, das weder besonders häufig ist noch wahrscheinlich besonders billig war, umspringt. Und vor allem, welchen Behandlungen man es mit bestenfalls laienhaften Chemiekenntnissen unterzieht, damit es primär optisch den Wünschen entspricht.
Gruß,
Rainer
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einen Wunderschönen
Sorry, entschuldigt meinen etwas ironischen Ton, aber ich staune, wie man mit einem derartigen Fossil, das weder besonders häufig ist noch wahrscheinlich besonders billig war, umspringt. Und vor allem, welchen Behandlungen man es mit bestenfalls laienhaften Chemiekenntnissen unterzieht, damit es primär optisch den Wünschen entspricht.
Ist ja nicht so, das ich das Ei in Cola ertrinken lassen habe.
Das Fossil habe ich über mehrere Stunden Tröpchenweise bearbeitet und versucht nur die Schalenstruktur zu bearbeiten, sprich die ritzen mit dem porösen Kern blieben zu 99% verschont.
Deine Kritik als hartgesottener Fossiliensammler kann ich nachvollziehen.
Das ist deine Meinung und das ich auch gut so.
Dennoch hatte ich den Drang das Fossil optisch zu verändern und mit der Stein Versiegelung dem Fossil einen gewissen Schutz zu bieten.
triassammler, mich Persöhnlich würde es interessieren was du von einer Stein Versiegelung bei Fossilein hällst?
Es dient ja nicht nur den Schutz sondern verstärkt noch die Farbe und Struktur.
Laut Schriftzug ist es sogar für Solnhofer Platten empfohlen.
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Hallo!
triassammler, mich Persöhnlich würde es interessieren was du von einer Stein Versiegelung bei Fossilein hällst?
Da, wo es konservatorisch geboten ist, viel. Wenn es ansonsten nur der Optik dient: Nichts.
Problematisch sind Versiegelungen IMHO deswegen, weil kaum einer weiß, was er da auf seinen Stein schmiert, und wie sich das Mittel ggf. im Lauf der Zeit verändert und welche Auswirkungen dies auf den Stein hat. Ganz zu schweigen davon, was chemisch u. U. in dem Stein vor sich geht und wie dies ggf. durch eine Versiegelung beeinflusst wird.
Ein Stein ist ja nicht inert, sondern steht in einem steten Gas- und Feuchtigkeitsaustausch mit seiner Umgebung. Es hängt vom Gesteinsmaterial und der gewählten Versiegelung ab, ob die Haltbarkeit des Steins positiv oder negativ beeinflusst wird. Man kann hier beliebig in die Details der Petrographie gehen und verschiedenste Fälle durchspielen.
Wie lange hast Du bspw. das Ei nach dem Wässern getrocknet, bevor Du den Lack aufgetragen hast? Im Idealfall hätte es mehrere Tage trocknen sollen, am besten zum Abschluss über längere Zeit im angewärmten Backofen. Oberfläche trocken bedeutet nämlich nicht, dass ein Stein im Inneren auch trocken ist. Mit dem Lack schließt man das Wasser dann zumindest zeitweilig im Stein ein bzw. verzögert dessen Verdunstung erheblich, wodurch es zur Lösung von Salzen oder zum Aufquellen der Tonminerale in tonig gebundenen Sandsteinen kommen kann.
Es dient ja nicht nur den Schutz sondern verstärkt noch die Farbe und Struktur.
...bis eben das Ergebnis erreicht ist, das dem Menschen gefällt?
Was das angeht, betrachte ich Fossilien (genau wie Mineralien!) als Naturobjekte. Sie sind so, wie sie entstanden sind. Darin liegt für mich der Reiz. Und der Antrieb, immer aufs Neue ins Gelände zu gehen um noch besser erhaltene Exemplare zu finden als die, die ich schon in der Sammlung habe. Weniger gute Stücke könnte ich natürlich auch mit etwas Spachtelmasse, Lack und Farbe noch so weit "verbessern", dass sie (fast) perfekt sind. Aber dann wären es keine Zeugnisse der Erdgeschichte mehr, sondern idealisierte Schöpfungen nach den Vorstellungen eines Menschen.
Laut Schriftzug ist es sogar für Solnhofer Platten empfohlen.
Wenn sie als Fliesen verlegt sind vermutlich? ;)
Die Anforderungen an Natursteinbehandlung im Wohnbereich sind ganz andere als die an die Konservierung von Fossilien.
Schlussendlich sollte -vor- jeder Lackbehandlung die Frage stehen: Was mache ich, wenn die Behandlung mittel- oder langfristig negative Folgen zeigt? Wie bekomme ich den Lack bei Bedarf wieder herunter? Gelingt das, ohne das Fossil zu schädigen oder gar zu zerstören? Und für den Fall, dass ich ein Stück einmal eintauschen oder verkaufen möchte: Wird ein Interessent meinen Stabilisierungs- bzw. Konservierungsversuch akzeptabel finden? Wenn nein, kann er ihn schadlos rückgänig machen? Erst wenn diese Fragen befriedigend geklärt sind, gehe ich an eine Lackierung oder besser gesagt Imprägnierung. Wobei bei mir dann immer im Vordergrund steht, dass man im besten Fall dem Stein die Behandlung optisch nicht ansieht und nur die entsprechende Dokumentation in der Sammlungsdatenbank darauf hinweist.
Gruß,
Rainer
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Hallo,
hier die Fotos des Oviraptors Fossils in zwei verschiedenen Lichtvarianten.
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Halle Reiner,
interessante Argumente bedingt durch dein Fachwissen.
Wie lange hast Du bspw. das Ei nach dem Wässern getrocknet, bevor Du den Lack aufgetragen hast?
ca. 36std. mit viel Sonnenlicht.
Wobei bei mir dann immer im Vordergrund steht, dass man im besten Fall dem Stein die Behandlung optisch nicht ansieht und nur die entsprechende Dokumentation in der Sammlungsdatenbank darauf hinweist.
Genau der Meinung bin ich auch.
Schlussendlich sollte -vor- jeder Lackbehandlung die Frage stehen: Was mache ich, wenn die Behandlung mittel- oder langfristig negative Folgen zeigt? Wie bekomme ich den Lack bei Bedarf wieder herunter? Gelingt das, ohne das Fossil zu schädigen oder gar zu zerstören?
Das ist eine gute Frage, kennst du den eine Methode die Bsp. bei dem Oviraptor Fossil anwendbar wäre ???
Derzeit bin ich mit dem Ergebniss zwar zufrieden doch wer weiß was die Zukunft bringt.
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Hallo!
Sieht man ja,das Amberimage vorsichtig gearbeitet hat.In den Rissen ist der Rost noch vorhanden.
Zucker müsste man wahrscheinlich für eine Zuckersprengung ständig nachfügen-mit der dazugehörigen Wässerung und Entwässerung für die Lösung und Neubildung der Zuckerkristalle.
Ist ja wohl nicht so,daß das Ei im Garten liegt und bei jedem Regenschauer nass wird.
Das sind Verwitterungserscheinungen welche man im groben bestimmt der Salzverwitterung nachstellen kann-wenn man das will!!
Rainer!
Ich kann verstehen,daß dir als Fossilienprofi das Herz blutet,wenn man Fossilien so quält,aber hättest du eine andere Lösung gehabt?Ich habe die Cola nicht wegen -schnell,schnell- vorgeschlagen,sondern wegen der geringen Säurekonzentration.
Wegen der Hautpartikel-das war nur ein Gedankengang-kein wirkliches Argument :-\
Zucker im Hausstaub-Luftfeuchtigkeit-da müsste man sich wohl mal längere Zeit damit befassen.
Den Dauerkonsum von Cola wird das Ei ja wohl auch nicht geniessen dürfen. ;)
Somit ist das bisschen Säure doch durch die Vebindung ,welche es eingegangen ist,längst neutralisiert.
Wo kein Material geliefert wird,kann auch niemand arbeiten-nicht mal im Atombereich!
Wie das jetzt mit der Versiegelung ist?Kommt wahrscheinlich darauf an wie Atmungsaktiv das Zeug ist.Auch ein Naturstein muß atmen!
Gruß Jens!
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Hallo!
Zucker müsste man wahrscheinlich für eine Zuckersprengung ständig nachfügen-mit der dazugehörigen Wässerung und Entwässerung für die Lösung und Neubildung der Zuckerkristalle.
Warum so kompliziert? Schwankende Luftfeuchtigkeit im Wohnraum reicht.
Als Beispiel aus der eigenen Sammlung kann ich eine Stricklava-Probe von Lanzarote nennen. In Meeresnähe gesammelt und nach der Heimkehr (scheinbar) gut und ausgiebig gewässert, nahm ich sie vor einiger Zeit nach etlichen Jahren wieder mal in die Hand: Von der Rückseite bröselten mir Lava und kleine Salzklümpchen entgegen. Offensichtlich hatte das Salz bei wechselnder Luftfeuchtigkeit unbemerkt, aber konstant vor sich hin gearbeitet. Ähnliche Erlebnisse hatte ich auch schon mit - gewässerten! - Fossilien aus dem Meer. Meine Lehre daraus: Noch mehr wässern!
Ich kann verstehen,daß dir als Fossilienprofi das Herz blutet,wenn man Fossilien so quält,aber hättest du eine andere Lösung gehabt?
Ja. Mechanische Problemlösungen sind chemischen vorzuziehen. Sandstrahlen mit einem geeigneten Strahlmittel hätte hier wahrscheinlich ebenfalls zielführend gewirkt.
Somit ist das bisschen Säure doch durch die Vebindung ,welche es eingegangen ist,längst neutralisiert.
Aus der Reaktion entstehen aber Salze, und die können im Gestein zurückbleiben.
Wie das jetzt mit der Versiegelung ist?Kommt wahrscheinlich darauf an wie Atmungsaktiv das Zeug ist.Auch ein Naturstein muß atmen!
Kommt darauf an. Wenn man bspw. Pyrit- bzw. Markasitausblühung verhindern will, sollte der Naturstein auf keinen Fall atmen können!
Als Versiegelung hätte ich ein Polymer auf Kunstsoffbasis (Mowilith (wasserdurchlässig) oder Paraloid (hydrophob)) mit Aceton als Lösungsmittel vorgeschlagen. Sowas lässt sich bei Bedarf ohne Beeinträchtigung des Steins wieder rückstandslos entfernen.
Gruß,
Rainer
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Hi
Ich lese das hier jetzt grade durch Zufall, da mich Fossies eigentlich nicht interessieren: Wieso besteht ihr eigentlich auf die Cola/Phosphorsäure-Variante ? Beim Entfernen von Rost von calciumcarbonathaltigen Stücken ist bei mir bisher Natriumdithionit das Mittel der Wahl gewesen. Dithionit greift das CaCO3 überhaupt nicht an und die Rostkruste scheint mir recht dünn gewesen zu sein, also ein idealer Kanidat dafür.
Desweiteren: Wenn unbedingt Cola, nimm doch Cola-Light, die enthält keinen Zucker ;)
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Hallo!
Wieso besteht ihr eigentlich auf die Cola/Phosphorsäure-Variante ?
Niemand besteht auf dieser Variante!Das war nur ein Vorschlag von mir.
Mit dem Natriumdithionit habe ich noch nie etwas zu tun gehabt.Deshalb kann ich es auch nicht vorschlagen!
Generell ist es eben so,daß im Fossilienthema zuwenig Mitarbeiter vorhanden sind.Ich bin ja auch nur Mineraliensammler! Dennoch ist das Thema Fossilien nicht uninteressant!
Die Jahre werden zeigen,ob die Cola durch Bildung von Salzen Schäden verursacht.Hoffentlich bin ich dann schon unter der Erde!Sonst kommt Amberimage noch mit Regressansprüchen daher ::)
Da muß das Huhn eben ein neues Ei legen ;D
Rainer!
Sandstrahlen,oder Eisstrahlen-niemand hat solch eine Möglichkeit zu Hause.Außerdem gibt mir da der Abrieb zu denken.Die Oberfläche wird doch da wahrscheinlich zu stark angegriffen und wenn der Rost sich durch das ganze Fossil zieht kommt unter dem Rost wieder Rost.
Gruß Jens
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Hallo!
Mit dem Natriumdithionit habe ich noch nie etwas zu tun gehabt.Deshalb kann ich es auch nicht vorschlagen!
Mit Sandstrahlen aber scheinbar auch nicht, aber Du kannst es gleich als untauglich abtun?
Sandstrahlen,oder Eisstrahlen-niemand hat solch eine Möglichkeit zu Hause.
Dann hast Du noch nicht viele Fossiliensammler kennengelernt? Viele haben sowas zu Hause. Es gehört eigentlich dazu, wenn man seine Funde auf die bestmögliche Weise präparieren will und die räumlichen Möglichkeiten dazu hat. Ich arbeite auch gerade darauf hin, wobei bei mir erst mal ein Arbeitsplatz fürs Druckluftsticheln ganz oben auf der Wunschliste steht.
Und wer selbst keine solche Präparationswerkstatt sein Eigen nennt, kann - beispielsweise hier im Forum - andere Sammler um ihre Mithilfe bitten. Kann natürlich sein, dass es ein paar Tage dauert, bis sich der passende Ansprechpartner findet, aber allgemein sollte man die Präparation von Stücken ja auch nicht überstürzen bzw. gleich den erstbesten Vorschlag ausprobieren.
Außerdem gibt mir da der Abrieb zu denken.Die Oberfläche wird doch da wahrscheinlich zu stark angegriffen und wenn der Rost sich durch das ganze Fossil zieht kommt unter dem Rost wieder Rost.
Es kommt ja auch irgendwann mal Schale ;)
Ein geübter Hobbypräparator weiß das richtige Strahlmittel (da gibt es tausend Möglichkeiten, von Maismehl über Eisenpulver bis zu Korund) und den richtigen Luftdruck zu wählen. Tatsächlich lassen sich die filigransten Fossilien gerade mit dem Sandstrahler ohne Verlust von Oberflächendetails sehr gut und schonend freilegen. Es ist eine Freude, derart behandelte Stücke (bspw. Seelilien, Schlangensterne - beides calcitisch) unter dem Mikroskop zu betrachten und feinste Details zu erkennen. Übrigens lässt sich das auch sehr gut verwenden, um einige Mineralien freizulegen. Bspw. Pyrite in Tonsteinmatrix kommen damit sagenhaft raus.
Hier mal ein Beispiel, Pyrit in Tonstein, Oberkambrium, Nordwest-Öland. Breite der Konkretion ca. 5 cm. Unter dem Bino erkennt man die Kanten und Spitzen des Sekundärkristallrasens auf den Würfelflächen als absolut intakt.
Gruß,
Rainer
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Hallo!
Hallo!
Mit dem Natriumdithionit habe ich noch nie etwas zu tun gehabt.Deshalb kann ich es auch nicht vorschlagen!
Mit Sandstrahlen aber scheinbar auch nicht, aber Du kannst es gleich als untauglich abtun?
Pi Pa Po! Ich tu überhaupt nichts als untauglich ab!Was unterstellst du mir da für ein Schmarrn!
Ich interessiere mich für alle Möglichkeiten und Varianten!Ist ja auch interessant,was du dazu schreibst und jeder ,der das hier liest kann nur davon lernen!
Leider kommt mir deine Zitatenzitierei langsam wieder mal nach Streitsucht vor. :(
Gruß Jens
Ps-ich kenne wirklich keinen Fossiliensammler!
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Ok,
dann habe ich dem "Tapir" anderswo wohl Unrecht getan. Ich war der Meinung, dass voller Druck und "halt drauf" die Streufung und Kanten zerstört.
Warum hast du den nicht vorher gezeigt? Aber zwei Macken sind dirn, oder? ;-)
MfG
Frank
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Hallo Frank,
wo siehst Du da Macken? Ich erkenne auch am Original keine.
Ich war der Meinung, dass voller Druck und "halt drauf" die Streufung und Kanten zerstört.
So macht man das beim Sandstrahlen ja auch nicht ;)
Achja, und mein Avatar ist ein weiteres Beispiel: Der Schlangenstern hat ca. 1,2 cm Durchmesser - und wurde sandgestrahlt.
Aber jetzt werden wir langsam etwas off topic, das wäre eigentlich einen neuen Thread wert.
Gruß,
Rainer
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Hallo,
das "halt mit vollem Druck drauf" stammt nicht im O-Ton aus einem anderen Forum.
Anbei die Stellen, die ich meine - gerade unten rechts...
Aber ich habe heute nacht lange darüber nachgedacht, ich habe da so einen Bleiglanz mit weissem Belag :-)
Neuer Thread: Sandstrahlen statt Säure - Mod wird informiert :-)
MfG
Frank