Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Collector am 05 Jul 11, 20:16

Titel: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Collector am 05 Jul 11, 20:16
Hallo

eine der diesjährigen Neuigkeiten in Sainte Marie waren oktaedrische Epidote aus Pakistan.  Andere Epidote vom gleichen Vorkommen erscheinen auch hexagonal, bzw. pseudohexagonal.

Soweit mir bisher bekannt war, kristallisiert Epidot im monoklinen System und bildet (i.d.R.) prismatische Kristalle.

Wie kommt Epidot zu oktaedrischen Kristallen ? Oder zu hexagonalen Formen ?
Danke für Antworten
Gruß
collector


Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Kluftknacker am 05 Jul 11, 20:23
Das Objekt auf dem unteren Bild sieht aber nicht wie Epidot, sondern eher wie Chlorit-Einlagerungen in einem "Wirtskristall" aus (Albit?).

Kluftknacker
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: guefz am 05 Jul 11, 20:47
Hallo,

Gismondin ist auch monoklin und bildet Pseudo-oktaedrische Kristalle. Könnte da ein ähnliches Baumuster bestehen?

Günter
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Collector am 05 Jul 11, 21:05
Hallo Kluftknacker

nein, auch das 2. Bild ist definitiv Epidot.

Gruß
collector
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: wolfi am 05 Jul 11, 21:41
Servus,
oktaedrischer Epidot? Nie gehört so was. Wenns denn Epidot ist, vermutlich Pseudomorphosen nach, ja nach was denn? Gismondin glaub ich aber nicht, den kenn ich nur aus Basalten.
Servus + Glück auf
Wolfi
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Collector am 05 Jul 11, 21:47
Hallo Wolfi

definitiv reiner Epidot. Noch ein weiteres Foto, wo sowohl die plane Fläche als auch ein daraufgewachsener Oktaeder zu sehen sind.

Gruß
collector
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Krizu am 05 Jul 11, 21:52
Hallo Peter,

interessant :-) Im ersten Bild die untere rechte Ecke bitte entlang der Symmetrie-Achse. Es sieht nicht aus wie sauber vierzählig.

MfG

Frank
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: cmd.powell am 06 Jul 11, 00:17
Hi

Kristallographisch gesehen ist kubisch oder hexagonal nur ein Sonderfall des triklinen oder auch monoklinen Systems, daher sind "Oktaeder" oder "hexagonale" Prismen im monoklinen System leicht darstellbar (siehe Glimmer, Leadhillit etc., für "Oktaeder" fällt mir spontan nix ein). Letztlich sind das keine Oktaeder oder hexagonale Prismen, sondern kommen dem nur sehr nahe. Mit einem Goniometer vermessen würde man die monokline Natur feststellen, spätestens mit röntgen !
Ist natürlich ein witziges Stück. Ich denke mal, damit kann man manchen Kristallographie-Professor aufs Glatteis führen.
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: giantcrystal am 06 Jul 11, 11:14
Hallo

Interessante und kuriose Stücke

Was mich mal wieder in meiner Meinung bestätigt, das - eine hinreichend lange Sammelzeit vorausgesetzt - man jedes Mineral in praktisch jeder denkbaren Form zu sehen bekommt.

Was die Bestimmung von Mineralien nicht unbedingt einfacher macht...

Glück Auf

Thomas
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 06 Jul 11, 13:55
Auf Mindat gibt's eine Diskussion dazu (Suchbegriff: "Epidot").
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Collector am 06 Jul 11, 15:19
Aho Dottore

danke. Die Erklärung von Peter Haas ist sehr deutlich und verständlich. So ist es also. Und bleibt monoklin.

Gruß
Peter Seroka
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Stefan am 06 Jul 11, 15:28
Hi, wenn ihr schon fündig geworden seid, dann schreibt doch hier mal den Link bitte. Bei den 5 Treffern die ich bekommen habe war leider keine Erklärung dabei und Mindat ist  derart langsam dass es keine Freude bereitet dort länger herum zu suchen.
Besten Dank
Stefan
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Collector am 06 Jul 11, 15:39
link:

http://www.mindat.org/forum.php?read,11,225497,225538#msg-225538 (http://www.mindat.org/forum.php?read,11,225497,225538#msg-225538)
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Axinit am 06 Jul 11, 16:55
Servus,

danke fuer den link: " again what learned"  ;). Diese Epidote aus Pakistan sind schon klasse, aber die geforderten Preise waren leider  auch am spaeten So-Nachmittag noch immer prohibitiv.

GA

Harald
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: cmd.powell am 07 Jul 11, 03:18
Da muß ich jetzt mal ganz neugierig nachfragen: Was wollten die den für so einen Epidot haben ?
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Collector am 07 Jul 11, 07:52
Hi

so zwischen € 190.- und € 280.- (Größen zwischen 2,5 x 3 cm).

collector
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Josef 84,55 am 07 Jul 11, 13:55
Hallo

die Epidote mit oktaedrischen Habitus könnten aus mit nur zwei Prismen erklärt werden. Das um die B-Achse ist gestreift. Zusätzlich ist ein kleines ca. rechteckiges Pinakoid vorhanden.
Der abweichende hexagonal Habitus könnte evtl. durch eine Verzwillingung entstanden sein, was auf den Fotos aber nicht zu sehen ist.

Grüße Josef
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Axinit am 07 Jul 11, 14:40
Servus,

bei mir waren die Verkaeufer schon gnaediger: VB 200 Euro, ich denke man haette ein Stueck fuer 170 Euro bekommen koennen. Ein Sammlerfreund hatte am Samstag fuer ca 200 Euro zugeschlagen (Kristallaggregat von ca. 5 cm).

Ich finde den Preis ueberzogen, insgesamt fand ich die Preise fuer (alle) pakistanische(n) Minerale (vergleichsweise) extrem hoch. Wenn ich dies mit den Preisen fuer "alpine" Minerale (z. B. Epidot in origineller Ausbildung von klassischen, lokalen FO z.B. Cornillon) vergleiche, bekommt man letztere ja geradezu zu Schnaeppchenpreisen  :D.

Wie dem sei und wie Peter schon schrieb, fuer  praesentable Stueck waren dreistellige Euro-Betraege zu entrichten.

GA

Harald
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: cmd.powell am 07 Jul 11, 17:25
so zwischen € 190.- und € 280.- (Größen zwischen 2,5 x 3 cm).

Eijejei, das ist schon ganz ordentlich. Naja, die nehmen es vom lebenden.

Ich finde den Preis ueberzogen, insgesamt fand ich die Preise fuer (alle) pakistanische(n) Minerale (vergleichsweise) extrem hoch. Wenn ich dies mit den Preisen fuer "alpine" Minerale (z. B. Epidot in origineller Ausbildung von klassischen, lokalen FO z.B. Cornillon) vergleiche, bekommt man letztere ja geradezu zu Schnaeppchenpreisen  :D.

Tja, wenn alle Sammler so denken würden wie Du/Ihr, dann wären die Stücke auch nicht so teuer. Mineraliensammeln ist halt reiner Luxus. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch so, das man nach den Jahren des Anfangs, wo man möglichst schöne Schaustufen haben wollte, irgendwann die Jahre der Stagnation kommen, wo man von den meisten Mineralen Schaustufen hat. Wenn man dann das Geld, was man vorher pro Jahr in Schaustufen investiert hat, für besondere Stücke spart, relativiert sich der Preis. Billig wird es dadurch natürlich nicht und für ein "Schnäppchen" ist da definitiv eine Null zuviel im Spiel...

Was die Pakistanischen Mineralien oder generell Mineralien von "nicht grade vor der Haustür" betrifft, so sollte man natürlich immer bedenken, das da ein ganzer Haufen Menschen für gearbeitet hat und die Sachen nicht selten einen langen Weg hinter sich haben. Mich kennt ein pakistanischer Händler (nein, kein Schreibfehler; Vor zig Jahren hatte ich mal was bei dem gekauft und mich recht gut mit ihm unterhalten - er spricht gut deutsch - und seit dem erkennt er mich immer wieder. Ein echtes Phänomen, ich hatte ihn zwischenzeitlich vergessen) und als ich ihn vor einiger Zeit auf der Börse Bielefeld getroffen hatte hat er mir erzählt, was es auch für ihn für ein Aufwand ist, an Stücke ran zu kommen. Wenn man den Hintergrund kennt (teilweise kommen die Stufen ja aus Talibangebieten, das ist auch für die Einheimischen zum Teil nicht leicht, da heile wieder raus zu kommen), sind die Stufen auf einmal nicht mehr ganz so teuer. Und wenn man mal bedenkt, was man investieren müsste, um selber dort hin zu fahren (von finden rede ich mal gar nicht), sind diese Stufen auf einmal Schnäppchen. Gut, ob man wirklich den Lohn von zwei Tagen arbeit in ein Stück investiert, muß natürlich jeder selbst entscheiden. Und es ist natürlich noch schöner, wenn man nicht "bluten" muss. Hach, wie schön waren die Zeiten, als die Chinesen ihre Stücke auf den Börsen "verschenkt" haben...
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: giantcrystal am 07 Jul 11, 23:21
Hmmm, was die pakistanischen Mineralienpreise anbelangt, so munkelt man seit langem, das die deshalb so hoch sind, weil damit Geld gewaschen wird. Wofür, möchte ich hier gar nicht sagen...

Ich auf jeden Fall mache genau aus diesen Grund - und natürlich den hohen Preisen - seit Jahren einen Bogen um pakistanische Mineralienhändler. Aber das bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Glück Auf

Thomas
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Collector am 08 Jul 11, 00:52
Hi Thomas

die hohen Preise für pakistanische Mineralien sind nicht neu.  Im Gegenteil.
Ich war schon 1998 in Skardu, Shingus und im Nanga Parbat-Gebiet und habe bis auf 5.300 m Höhe Mineralien gesucht und Pakistan recht gut mineralogisch bereist, bis hin in die Basare von Peshawar, wo das eigentliche Mineraliengeschäft stattfindet.
Schon damals waren die Preise  exorbitant, selbst bei den einfachsten Bauern und dann konvertierten Mineralienschürfern -  in deren Hütten gabs kaum vernünftige Aquas oder Rubine oder Fluorite ohne dafür die richtige Menge Dollars hinzulegen. (Man merke: Monatseinkommen eines durchschnittlichen Gilgit-Arbeiters: US$ 25.-; Monatseinkommen eines einigermaßen guten pakistanischen Mineraliendealers aus Peschawar: US$ 12-15.000).

Der Grund für die hohen Preise sind weder Drogen noch die Taliban: Es sind amerikanische (und einige wohlbekannte europäische Dealer), die von Anfang an die Preise hochgetrieben und enorme Profite eigefahren haben. Sie sind die echte Ursache des Preisniveaus.  Sie zahlen den Pakistanis hohe Preise, kriegen natürlich dafür auch die besten Stücke, aber damit auch ein Monopol. Die Namen kann ich Dir gerne per PM nennen, es sind nicht sehr viele.  Durch die Begierlichkeit und die Profitmanie der Amis sind auch die Pakistanis auf den Gier-Trichter gekommen.  In der Folge dieser Jagd nach Gewinn entwickelten sich in Peshawar die pakistanischen gierigen Raubtiere, die seit langem den Markt bestimmen und mit den Amis und den bestimmten Europäern (Franzosen und Deutsche) im Boot sitzen.
Und Afghanistan ?  Identisch. Läuft auch sehr viel über Peshawar. Und wer ist vorne dran ? Auch wieder amerikanische Dealer.

Don't  forget: Its business - not collecting.

Gruß
collector (Bild: Ich selbst beim Mineralien-Handeln in Nagar, 4.600 m, Karakorum, Pakistan).
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: cmd.powell am 08 Jul 11, 16:15
Hmm, ok, das die Ammis natürlich mal wieder alles übretreiben müssen tut auch noch sein übriges zu der Preisproblematik. Von Alfredo Petrov (tummelt sich hier auch gelegentlich mal rum - Viele Grüße falls Du das liest) hab ich eine interessante Geschichte aus Bolivien gehört: Dort ist es so, das es inzwischen in fast jedem Bergdorf mindestens ein Internet-Cafe gibt und sich viele Bergleute bei ebay anschaun, was "ihre" Stufen dort auf dem Markt bringen. Und wenn er (also Alfredo) dann die dortigen Bergleute besucht um Stufen einzukaufen, wollen die natürlich gleich die Preise für ihre Stufen haben, wie sie bei ebay gehandelt werden. Ich kann mir ganz gut vorstellen, das es in Pakistan ähnlich abgeht. Und wenn es dann noch Händler mit den entsprechend gut betuchten Kunden gibt, schrauben sich die Preise natürlich frei nach oben.
Naja, man kann darüber denken wie man will und sich drüber ärgeren oder es einfach so hinnehmen. Klar mache ich auch gerne Schnäppchen, wer nicht, aber auf der anderen Seite bin ich auch bereit, für eine schöne Stufe was hinzulegen. Ob ich jetzt 300 Euronen für solch einen Epidotpseudooktaeder ausgebe muss ich mir allerdings auch noch dreimal überlegen. Auf Börsen schaue ich dann eigentlich immer erstmal, ob ich da nicht vielleicht doch etwas mehr für mein Geld bekommen. Letztlich muss man abwägen, ob einem das Stück so viel Geld wert ist. Auch ich muß schließlich für mein Geld ackern gehen.
Was mich persönlich stört ist, wenn die Leute auf irgendeinen Trend aufspringen: Paradebeispiel sind die "Zepterfluorite", die ja nun wohl auch im großen Umfang gefälscht werden. Ich persönlich finde die zwar interessant, aussehn tun die aber nach nichts und mir wären die höchstens 5 Euro wert (ich rede jetzt natürlich von den Orginalen). Das die Dinger preislich auf dem Markt so abgegangen sind liegt doch nur daran, das irgendwer die entsprechend vermarktet hat und somit einen Run auf die Teile ausgelöst hat. Ironie der Geschichte ist, das die wenigsten der Sammler, die diese Fluorite sich leisten konnten, Ahnung davon haben, was es mit den Stücken auf sich hat. Gleiches gilt doch jetzt auch für die Epidote: Oktaedrische Epidote ? Ich wette, die Wenigsten, die sich die Dinger gekauft haben, wissen etwas mit dieser Aussage anzufangen. Es geht nur um das "Besondere" und das "Exklusive". Kaviar ist teuer und kann sich nicht jeder leisten, schmeckt eigentlich auch gar nicht, aber wichtig ist ja auch nur, das es sich nicht jeder leisten kann. Ähnlicher Trend: SUV's ! Wozu benötigt man hier in Deutschland einen "Geländewagen" ? Und dann auch noch mit lackierten Stoßstanden (schon klar, lackierte Stoßstanden im Gelände) !? Letztlich alles Egoprotesen. Als wissenschaftlich mutiviertem Sammler ärgert mich dieser Umstand fast mehr als die Preise, zumal ja genau dieser Umstand die Preise mit nach oben treibt. Naja, am Ende muss jeder selber entscheiden, was er wofür hinblättert. Mineraliensammen ist und bleibt ein Luxus, sofern man nicht nur Selbergesammeltes hat.
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Axinit am 08 Jul 11, 18:40
Servus,

Peter hat die "Preisgestaltung" fuer pakistanische Minerale sehr schoen beleuchtet ... aehnliches laeuft natuerlich auch anderswo ab.

Mir geht es nicht darum, auf Boersen "Schnaeppchenjagd" zu betreiben. Ich habe allerdings den Eindruck, dass fuer pakistanische Epidote oder Axinite mittlerweile mehr als fuer Stufen von klassischen europaeischen FO (d.h. fuer mich z. B. Oisans) verlangt werden.

Wenn die Stufen einwandfrei (d.h. unbeschaedigt) sind und sich der FO halbwegs genau dokumentieren laesst, ist dies vermutlich durch Angebot und Nachfrage zu rechtfertigen.

Letzlich muss dies jeder fuer sich entscheiden. Mir waere im Zweifelsfall ein heimischer, am besten ein selbstgefundener Epidot, am liebsten.

GA

Harald
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Collector am 08 Jul 11, 22:04
Hallo Markus

dass das Internet die Welt verändert hat,  ist schon richtig; insofern sollte man diese interessante Variante, wie von Alfredo P. erwähnt, nicht unterschätzen.

Hohe Preise, hauptsächlich verursacht durch einige wenige, den Weltmarkt im Hi-End dominierende US- und europäische Dealer, sind jedoch älter als das Internet. Die Ursachen sind etwas anders, basieren aber meist auf denselben immer wieder angewandten Spielregeln und Szenarien:

*1. An verschiedenen Orten der Welt gibts interessante Mineralien, die i.d.Regel durch traditionellen Bergbau oder durch "Specimen mining" gefördert werden.

*2. Es ist dann aber nicht so, dass sich vielleicht irgendein Reisender oder Sammler an diesen Ort der Welt verirrt  und dann auf gut Glück "Wow" auf schöne Mineralien stößt, die er der armen Sau von Bergmann für nen Appel und n' Ei abluchst. Nein, im Gegenteil. Wird heute morgen sonstwo auf der Welt was gefunden, was Gewinn verspricht, weiß es 3 Stunden später die kaufkräftige Riege der US- und Europa-Dealer; wobei die Reviere ziemlich scharf abgegrenzt sind.  (Die Amis dort, wo englisch gesprochen wird, die Franzosen in Vietnam und Westafrika).

*3. Die ganz großen im Geschäft (Amis) haben eigene bezahlte lokale Leute (Mineralienspione) vor Ort in der Nähe der Minen stationiert oder beschäftigen Einkäufer, die das ganze Jahr weltweit unterwegs sind

*4. Berichtet der Mann vor Ort oder Einkäufer, dass die Neufunde lukrativ sind, erhält er den telefonischen Auftrag: Kaufen ! ALLES was rauskommt.  (Bps.: einer der jüngsten Funde attraktiver Vanadinite, ca. 1.000 bis 1.200 Stufen (!) wurde komplett von X...X  in den USA gekauft.  Weitere Beispiele: Prehnite und Epidote aus Mali, Aquamarine und Jeremejewite aus Namibia, Super-Granate aus Brasilien, rosa Fluorite aus Pakistan, Tansanite aus Tansania, Liddicoatite aus Madagaskar  etc etc etc.).

*5. Wie rechnet sich das ?  Zuerst hat der Käufer die Freiheit, jeden Preis der Welt zu gestalten. In diesen Preisen stecken natürlich die Einkaufspreise (Bergmann-Abgabepreise),  sowie die Gewinnspannen der lokalen Mittelsmänner, die Löhne der "freien" Mitarbeiter vor Ort, Schmiergelder,  die Transport- und Marketingaufwendungen und natürlich ein satter Gewinn. Oft ist es so, dass, wenn z.Bsp. in einem Lot von 1.000 Stufen auch nur 3 oder 4 Hi-End-Stufen sind, diese schon den gesamten Aufwand für den Gesamtkauf finanzieren können. Alle anderen 996 Stufen sind 100% Gewinn !  Von diesen 996 gehen 980 in den Markt, meist über Dealer der 2. Liga. 16 werden vom Superdealer in eigenem Namen verkauft. Nur Rennpferde sind billiger !

*6. Ich habe selbst 2 mal die Erfahrung mit den Exklusivkäufern gemacht. Irgendwann  in den 1970er Jahren stand ich in Marokko vor einem Riesenstapel Holzkisten mit etwa 6.000 - 7.000 der zu den weltbesten zählenden, tiefblauen Azuritstufen aus Touissit sein.  Leider konnte ich nicht eine einzige Stufe daraus erwerben - nur anschaun - da die gesamte Menge bereits an einen US-Dealer verkauft war.

Ähnliches passierte meiner Frau und mir In Uis in Namibia bei einem Händler, vor uns etwa 10 Tische, übersät mit ausgesucht schönen glasklaren Amethystquarzen. In Unkenntnis der Situation, aber im Glauben, dass wir bei einem seriösen Händler sind, suchten wir uns ein paar schöne Kristalle aus und legten sie zur Seite. Irgendwann platzte ein junger US-Dealer in den Raum und schrie uns an: "What the hell are you doing with my quartzes  ?".  Irgendwann verstanden wir, dass dieser Dealer die gesamte Monatsproduktion der Arbeiter vom Brandberg, mehrere tausend Stücke, komplett aufgekauft und tw., obwohl physisch noch in Namibia, schon in den USA weiter verkauft hatte.

*7. Eine Abwandlung dieser Spielregel ist, dass einige Dealer den Schürfern vor Ort schon "auf Verdacht" jeden Monat eine bestimmte Summe zahlen, damit diese, sollten sie auf einen guten Fund stoßen, diesen nur und exklusiv dem Dealer zukommen lassen. Wie heißt es so schön ? Wes Brot ich ess, des Lied ich sing !

Lange Rede, kurzer Sinn: Was wenige wissen ist, dass - zumindest was die Mineralien der etwas besseren Sorte angeht - der Weltmarkt von wenigen, meist US-Dealern dominiert wird; ein sehr ähnliches Spiel wie das der Banken mit den verdummten Menschen.
Sollten die bolivianischen Bergleute wenigstens ab und zu soviel für ein Mineral bekommen, wie sie es in ebay sehen, sei es Ihnen vergönnt. Meist ist es aber nicht so. Die Monster-Gewinnspannen werden woanders erzeugt und eingestrichen.

Nachdem ich wieder einmal bei einem bekannten US-Dealer einen spanischen Aragonitkristall mit 6 cm Länge und 2,5 cm Durchmesser für 260.- US$ Fixpreis als verkauft gesehen habe, bin ich auch langsam überzeugt, wie Harald es schrieb, dass Selbersammeln die eigentliche Quintessenz des Mineraliensammelns ist. Alles andere ist Profit, Gier, Jagd nach Egotrips  und kindisches Machtstreben.

Gruß
collector



















Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Krizu am 08 Jul 11, 22:51
Nachdem ich wieder einmal bei einem bekannten US-Dealer einen spanischen Aragonitkristall mit 6 cm Länge und 2,5 cm Durchmesser für 260.- US$ Fixpreis als verkauft gesehen habe, bin ich auch langsam überzeugt, wie Harald es schrieb, dass Selbersammeln die eigentliche Quintessenz des Mineraliensammelns ist. Alles andere ist Profit, Gier, Jagd nach Egotrips  und kindisches Machtstreben.

Hallo Peter

jauw ein wahres Wort. Ich könnte Dir heute noch die Stelle zeigen, wo ich die erste Pyritknolle fand. Oder ich mir die Knochenfuge im Knie brach, auf der Suche nach einer Brachiopode. Ein tolles Erlebnis war auch die Kluft mit Sauerländer unf Hg mit den Barytkristallen. Dsa Erlebnis ist geiler als der Kristall - meistens ;-)

Warum habe ich mich im Studium um die Kristallzüchtung gekümmert? Quasi das gleiche - nach einem Tag bis drei Wochen hast du manchmal einen Klunker in der Hand. Den ersten Kristall habe ich noch heute  8)

Der gefundene Kristall hat durch die Erinnerung einen höheren Wert und durch das Erlebnis als ein gekaufter...

Mfg

Frank
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Aurora borealis am 09 Jul 11, 14:54
Hallo,
na klar ist selber sammeln besser und der Bezug zum gesammelten Stück intensiver unter anderem ist das gesammelte Stück auch meist günstiger zumindest innerhalb Deutschlands.
Anders sieht es bei kostspieligen Auslandsexkursionen aus.Da kann es schnell zum "Griff ins Klo"werden,aber die Erinnerungen bleiben zumindest.(bei
den meisten)

Ich denke die Aragonite aus Sefrou Morocco oder Spanien usw die von bekannten US Dealern zu utopischen Preisen angeboten und auch ab und an verkauft werden,sind natürlich extrem Beispiele.Das ist meiner Meinung nach kein Maßstab den man generell anwenden kann.Die bekommt man hierzulande zum Spott Kilopreis.

Ebenso ist es mit Designer Klamotten,da wird hier gerubbelt da ein  Riss gezaubert schon ist die Klamotte 1000 Euro teuer und kauft sie jemand ja natürlich weil sie von La Kotz oder weiß der Geier von welchem überkandidelten Designer ist,ebenso verhält es sich mit den angesagten US specimen dealer.

Um zum eigentlich Thema zurückzukommen,diese Oktaedrischen Epidote aus Pakistan sehe ich zum ersten Mal in dieser Form.

LG
Udo
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: cmd.powell am 09 Jul 11, 19:01
Nachdem ich wieder einmal bei einem bekannten US-Dealer einen spanischen Aragonitkristall mit 6 cm Länge und 2,5 cm Durchmesser für 260.- US$ Fixpreis als verkauft gesehen habe, bin ich auch langsam überzeugt, wie Harald es schrieb, dass Selbersammeln die eigentliche Quintessenz des Mineraliensammelns ist. Alles andere ist Profit, Gier, Jagd nach Egotrips  und kindisches Machtstreben.

Dem kann ich mich auch nur vorbehaltlos anschließen ! Es ist auch interessant mal zu hören, was da hinter den Kulissen so abläuft. So wie es Peter geschildert hat habe ich es bisher noch nicht gewusst, bestenfalls vermutet. Das ich letztlich nie an eine "Spitzenstufe" kommen werde, war mir schon von Anfang an klar, dafür fehlen mir schlicht die finanziellen Mittel. Mir reicht es letztlich auch, wenn ich das eine oder andere - für meine Verhältnisse - schöne Stück an Land ziehen kann. Klar, Eigenfunde sind steht die Highlights in meiner Sammlung. Mit den Jahren gelingt einem dann auch mal ein Fund mit Stücken, die sich dann auch in einer internationalen zusammengekauften Sammlung nicht verstecken müssen. Es ist so, wie es für uns "Bauern" nunmal immer im Leben ist: Irgendwie wurschtelt man sich so durch. Hauptsache man hat Freude an dem Hobby !
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: skibbo am 09 Jul 11, 21:17
Hallo Markus,

Zitat
Mit den Jahren gelingt einem dann auch mal ein Fund mit Stücken, die sich dann auch in einer internationalen zusammengekauften Sammlung nicht verstecken müssen.

Wie dein "Avatar"-Bild auf der linken Seite eindrucksvoll beweist!

Besten Gruß
Stefan
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Harjo am 09 Jul 11, 22:47
Da kann Ich mich nur anschließen Peter, wahre Worte!
Eines im Bezug zu specimen mining hast Du noch vergessen ;-) (nicht das Ich überhaupt etwas kaufe, Ich sammle nur selbst Gefundenes)
Hier im Westen ist es unglaublich teuer eine Grube für specimen mining zu betreiben.
Einige Freunde von mir betreiben ein schlammiges Loch im Norden Englands ;-) , und die jährlichen kosten laufen in die
fünf bis sechsstelligen Zahlen. Die verkaufte Stufen sollen es ermöglichen die Grube zu betreiben, also sind sie nicht gerade billig, denn das eine Jahr ist gut aber das andere Jahr ist die Ernte gering.

Grüß,

Harjo
 
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: uwe am 10 Jul 11, 09:56
Der berühmte Mineraloge Fersman hat mal sinngemäß gesagt (natürlich auf russisch): "Ein richtiger Sammler sammelt seine Stufen selbst. "

Uwe
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: endeavour-minerals am 10 Jul 11, 12:10
Uwe, wann und in welchem Zusammenhang hat A.J. Fersman dies gesagt. Es ist immer schwierig einzelne Aussagen aus einem Zusammenhang herauszureißen und ihnen somit einen neuen selbstgenehmen Sinn zu geben. Ich denke nicht dass A.J.Fersman alle seine Mineralien selbst gesammelt hat, obwohl er ja in der Tat sehr viel gereist ist.

Ansonsten fand ich die Diskussion bisher sehr interessant und vor allen sehr Sachlich, obwohl sie vom eigentlichen Thema abweicht.

Ähnliche Beobachtungen, wie die vom Herrn Seroka, habe ich auch in Mexico gemacht. In Naica hatten wir die Gelegenheit grüne Quarze zu sichten, bei einem dieser sogenannten „Mineralienspione“ die für einen bekannten aber nicht im Internet tätigen US Mineralien Händler  bestimmt waren. Ein paar Stücken haben wir dann doch daraus gekauft. Von den Calciten aus Patoni hat auch recht zügig ein Amerikanischer Händler Wind bekommen und startete dort eine „größere“ Aktion. Sein Verhalten gegenüber dem Besitzer dieses „Abbaues“ war aber dann alles andere als Moralisch Korrekt. Und so ließ sich noch einiges mehr darüber schreiben, aber das würde dann ausufern. Somit kann ich den Herrn Seroka nur bestätigen. Wobei das mit den „Mineralspionen“ nicht immer so reibungslos klappt.

Was die dominanten  US Händler betrifft, muss man natürlich auch mal eines sehen, dort wurde über lange Zeit einfach mehr Geld für Mineralien ausgegeben, der Markt war einfach größer. Desweiteren haben dort einige „Sammler“ ,eigentlich mehr Investoren den entsprechenden finanziellen Hintergrund und wer über 1 Millionen Dollar verfügt kann schon allein durch deren Zinserträge einiges bewegen, da ist es im Grunde egal ob an einer Stufe 10 Dollar oder 1000 Dollar dran steht. Und wer sich gerne von der breiten Masse abheben will der kauft halt für 1000 Dollar. Bei Mineralien ist der Preis sowieso nur relativ, weil sie im Grunde nichts Wert sind!! Sie sind Luxus, so wurde es an einer anderen Stelle schon geschrieben und zum Leben braucht man sie nicht. Ich betrachte Mineralien als Kunstobjekte der Natur und für Kunst, wie auch für Antiquitäten oder alte Bücher usw. bezahlt man halt irgendeinen Preis, wenn er passt ist das ok wenn nicht ist das auch gut.

Und ob selber sammeln tatsächlich die  Quintessenz ist, dafür würde ich nicht unterschreiben. Ich denke die Mischung macht es.  Diese Begriffe Profit, Gier, Jagd nach Egotrips  und kindisches Machtstreben, kann man jeder Lebenssituation unterstellen, sie sind sehr plakativ gewählt.

Übrigens, ich habe diese Epidote zwar auch gesehen, aber sie nicht unbedingt als so interessant registriert, aber egal mein Auge war eigentlich nur auf Calcit fixiert.
Wo liegen eigendlich die Unterschiede zwischen selber sammeln und specimen mining??

Gruß Ingo
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: uwe am 10 Jul 11, 12:30
Der Unterschied zwisschen selber sammlen und specimens mining ist echt einfach. Ersteres ist Hobby, zweites Beruf bzw. Sicherung der Lebenshaltungskosten.

Uwe
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: cmd.powell am 11 Jul 11, 15:27
Was die dominanten  US Händler betrifft, muss man natürlich auch mal eines sehen, dort wurde über lange Zeit einfach mehr Geld für Mineralien ausgegeben, der Markt war einfach größer. Desweiteren haben dort einige „Sammler“ ,eigentlich mehr Investoren den entsprechenden finanziellen Hintergrund und wer über 1 Millionen Dollar verfügt kann schon allein durch deren Zinserträge einiges bewegen, da ist es im Grunde egal ob an einer Stufe 10 Dollar oder 1000 Dollar dran steht. Und wer sich gerne von der breiten Masse abheben will der kauft halt für 1000 Dollar. Bei Mineralien ist der Preis sowieso nur relativ, weil sie im Grunde nichts Wert sind!! Sie sind Luxus, so wurde es an einer anderen Stelle schon geschrieben und zum Leben braucht man sie nicht. Ich betrachte Mineralien als Kunstobjekte der Natur und für Kunst, wie auch für Antiquitäten oder alte Bücher usw. bezahlt man halt irgendeinen Preis, wenn er passt ist das ok wenn nicht ist das auch gut.

Naja, also mit dem "Mineralien als Investition" ist natürlich auch so eine Sache. Wie Du schon richtig geschrieben hast, ist ihr Wert immer nur relativ, da sie - normalerweise - nicht überlebenswichtig sind. Und da liegt dann natürlich auch das Problem mit der Investition: Solange man niemanden findet, der bereit ist einem mindestens den Kaufpreis zurück zu zahlen, war es eine schlechte Investition. Ok, solange es genug Millionäre gibt, wird es auch immer "[entfernt]" geben die irgendwas zu horenden Preisen kaufen...
Und einen Vorteil haben die "Millionäre" natürlich auch: Sie können problemlos die nötige Infrastruktur für eine ausgedehnte Mineraliensammlung schaffen. Selbst wenn unsereins nur selber sammelt kann er sich nicht mal so nebenbei ein größeres Haus leisten und muss zwangsläufig "für die Kiste" sammeln. Mich persönlich ärgert es mehr, das ich kaum noch Platz für neue Stufen habe, als das irgendwelche Stufen 10.000 $ kosten. Blöderweise bekommt man für Eigenfunde normalerweise bestenfalls "Peanuts" (aber nicht die Deutsche Bank-Peanuts !!!).

@skibbo: Für meinen "Avatar"-Calcit habe ich auch schon einige Angebote bekommen, allerdings noch keine wirklich verlockenden...
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: endeavour-minerals am 11 Jul 11, 17:40
Naja als De$$en würde ich diese Leute nicht unbedingt bezeichnen, es ist halt einfach eine andere Welt.

Verlockendes Angebot zwecks deines Calcites??? Das verstehe ich unter Sammler das nicht alles käuflich ist, egal wie hoch der Preis ist.

Gruß Ingo
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: cmd.powell am 11 Jul 11, 18:32
Ok, "De$$en" ist vielleicht etwas hart, Irre würde es vielleicht besser treffen. Oder ist es nicht in irgendeiner Form geisteskrank, viel Geld für etwas auf den Tisch zu legen, nur damit man den größten - - - "Kristall" hat ? Ich klammere mich und mein Verhalten bei dieser Betrachtungsweise in keinem Fall aus !

Was den Calcit betrifft: Also für das richtig Angebot würde ich mich schon davon trennen, nur das zahlt niemand dafür (Stichwort: Sorgenfreies Leben, zumindestens finanziell  ;) ). Aber auch wenn ich solch ein Angebot bekommen würde, ich würde dem Stück immer eine Träne nachweinen. Naja, ich gehe mal davon aus, das mich das Stück (hoffentlich) noch sehr lange begleiten wird...
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: endeavour-minerals am 11 Jul 11, 20:24
Wir weichen jetzt aber zu sehr vom eigentlichen Thema ab, ich hoffe dass dies kein Problem ist.

Einigen wir uns auf Verrückte, ok. Denn in den Augen von nicht Mineralbegeisterten sind wir ja auch schon Verrückt. Viel Geld oder nicht viel Geld, das ist eine Frage der Position. Verfügt man über ein Einkommen eines durchschnittlichen deutschen Arbeitnehmers, ja dann ist es sehr viel. Hat man ein Einkommen alá Ackermann, dann ist es Taschengeld. Wie gesagt es ist eine andere Welt, in der sich nun mal die finanzstärksten durchsetzen. Wie viele Sammler sind Begeistert von der „neuen“ Mineralausstellung auf Schloss Freudenstein??? Diese Sammlung wurde auch mit sehr viel Geld zusammen gekauft, für die gute Frau spielte Geld keine Rolle. Oder wie war das mit Wella und Procter&Camble……….

Aber es macht keinen Sinn sich an dehnen zu orientieren, jeder muss seinen eigenen Weg finden und gehen.

Gruß Ingo
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Aurora borealis am 12 Jul 11, 08:41
Hallo
sehe ich auch so,muß jeder selber wissen.
Liegt es nicht auch etwas in der Natur des Menschen,sich mit anderen zu messen,wer den "größten"hat?
Davon kann sich kaum einer freisprechen.Lassen wie den Amis ihren Spass,die sind halt,ich sage mal etwas anders.

Nun zum eigentlichen Thema habe ich nichts sinnvolles beizutragen. ::)

Liebe Grüße
Udo
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: wolfilain am 19 Jul 11, 19:11
Hallo,

Ist zwar etwas spät aber ich wollt mal noch was dazu posten. =)
Als ich den Epidot gesehen habe. Muste ich an das Exemplar aus meiner Sammlung denken.
Da sind die hellgrünen Epidote auch in einem schönen Gitter zusammengewachsen.
Hab ich so auch noch nicht gesehen. Sowas könnte die Basis oder eine Stufe zu dem Kristall im Thread sein.
Weil ich glaube da eine gewisse Gesetzmäßigkeit zu sehen *g*

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1311095167.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1311095167.jpg)
Fundort - Schlema 382 - mit Granat und im Calzit.

grüße
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Philip Blümner am 11 Dec 11, 10:17
Guten Morgen,
der Fundort der Epidote ist nun auch im Lexikon zu finden:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Pakistan/Belutschistan%20%28Baluchistan%29%2C%20Provinz/Quetta/Raywoo

Gruß Philip
Titel: Re: Epidot-Oktaeder ?? Hexagonal ??
Beitrag von: Embarak am 11 Dec 11, 20:37
Hallo

Kann man hier wirklich von dem Fundort reden?
Sowohl bei verschiedenen Netz-Anbietern als auch bei den Stücken, die ich
auf der Berliner Börse von verschiedenen Händlern erworben habe, ist als FO  Raskoh Mts., Kharan, Belutschistan, Pakistan angegeben.
In dem weitläufigen Terrain soll es eine Vielzahl von Gruben/Aufschlüssen geben.
Ich halte es daher für verfrüht, sich jetzt schon auf die Raywoo Mine festzulegen. Und Quetta ist eine Stadt.
Ist es vielleicht nur ein handelsübliche Name, der sich inzwischen der Einfachheit eingebürgert hat?
Seit der Schilderungen über die Verlässlichkeit von Angaben wie Poona oder Nasik  bin ich etwas skeptischer geworden...  :-\

Gruß
Norbert