Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: StevenNowak96 am 29 Jul 11, 17:43
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Hallo,
die Rückseite einer Stufe mit Stibnit enthält diesen gelben Belag.
Handelt es sich dabei um Stibiconit oder nicht?
Der Fundort der Stufe ist der Gipssteinbruch Capalbio in Italien.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1305202944.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1305202944.jpg)
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zumindest die Pseudomorphose der Antimonitnadeln würde ich als solches ansprechen.
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Hallo Walpurgin,
was auf dem Bild leider nicht sehr gut zu erkennen ist, ist die Tatsache, dass sich der gelbe Belag an manchen Stellen zu Nadeln gebildet hat.
Meinst du damit die Pseudomorphosen?
Gruß Steven
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genau......zu 100% nen Treffer ;D
ich hab ähnliche Stufen von Bräunsdorf und die schauen fast identisch aus.
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Vielen Dank
Hätte sich das auch geklärt.
Gruß
Steven
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Hallo Steven,
Stibiconit liegt natürlich nahe aber wenn es feinste Nädelchen sind könnte es auch Bindheimit sein. Das hellergelbe derbe auf der Rückseite deiner Stufe scheint mir eher Stibiconit zu sein. Suche im Atlas einfach mal Vergleichsfotos beider Minerale und gleiche sie mit deinem Stück ab.
Gruß Jürgen
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Hallo,
Stibiconit eher als Bindheimit, wenn es sich um Antimonit handelt. Liegen noch Pb-Sb-Sulfosalze (Zinkenit etc.) vor, ist Bindheimit gut möglich. Bei bräunlichen Stellen kann auch Metastibnit mit dem Stibiconit zusammen vorliegen.
Glück Auf!
Smoeller
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Hi,
ihr meint Oxyplumboroméit, gell ;D ?
Glück Auf!
GEOMAXX
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Immer wieder der selbe Scherz, gell >:D. Es könnte auch Cervantit sein.
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Hallo,
ja, am wahrscheinlichsten aber Stibiconit.
Gruß Philip
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Vielen Dank für die vielen Antworten.
Nach intensiven Bildvergleichen zwischen Stibiconit, Bindheimit, Metastibnit und Cervantit wird es sich wohl um Stibiconit handeln.
Hallo Steven,
Stibiconit liegt natürlich nahe aber wenn es feinste Nädelchen sind könnte es auch Bindheimit sein. Das hellergelbe derbe auf der Rückseite deiner Stufe scheint mir eher Stibiconit zu sein. Suche im Atlas einfach mal Vergleichsfotos beider Minerale und gleiche sie mit deinem Stück ab.
Gruß Jürgen
Ganz so feine Nadeln konnte ich dann nicht entdecken, kann aber vielleicht auch daran liegen, dass die Rückseite nicht mehr im besten Zustand vorliegt.
Gruß Steven
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Hallo,
ich weiß nicht, ob es korrekt ist, mich hier an the Thread ranzuhängen. Ich habe ein Stück, welches sowohl gelbe erdige Massen zeigt, als auch in bestimmten Bereichen nadlige Kristalle, wie im angehängten Bild.
Fundort: Grube Apollo, Raubach, Westerwald.
Hatte es zuerst als Bindheimit/Oxyplumboroméit angesprochen, dann später als Stibiconit.
Ohne Analyse werde ich es wohl nie zu 100% wissen, nehme ich an. ???
Glück Auf!
Maik
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oder Klebelsbergit?
Gruß
Milo
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Hallo,
ich habe noch von keiner Klebelsbergitpseudomorphose nach einem Sb-Mineral gehört. Wie smoeller schreibt, ist es bei den Pb-Sb-Nadelerzen häufig Bindheimit. Das kenne ich u.a. von Goesdorf/Luxemburg.
@Maik
wie ist denn die Bildbreite?
Gruß Philip
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Hallo Philip,
die Bildbreite beträgt ca. 2-3 mm. Ich habe nochmal ein Übersichtsbild angehängt. Hier ca. 4cm Bildbreite.
Glück Auf!
Maik
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Hi,
hier eine Mineralbeschreibung von der Grube Apollo/WW:
Baade R.: Die Antimonerz-Grube Apollo bei Raubach im Westerwald; in: Emser Hefte, Jg. 7, Nr. 3, Haltern:1986, S. 10 ff.
Glückauf!
Schlacke
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Hallo Schlacke,
ich habe die Lapis von 1993, wo die Grube auch beschrieben ist. Beide Mineralien kommen da vor.. und sehen sich ziemlich ähnlich.. jedenfalls für mich. ::)
Glück Auf!
Maik
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Hallo,
Also 100%ig sicher kann man das so eigentlich nicht sagen, speziell bei diese Pseudomorphosen und erdige Aggregate. Stibiconit ist meist eher gelblich, kann aber auch gelbbraun oder weißgrau sein; Valentinit meist weißgrau, kann aber auch gelblich sein; usw. Gemenge aus verschiedene Sb-Oxiden sind außerdem nicht selten. Im Zweifelsfall läuft das bei mir immer unter den Namen "Antimonocker" ;)
Grüße,
Robin
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@Frauensteiner
Der Verfasser des LAPIS - Artikels in H. 3/93 schreibt ganz deutlich, dass eine makroskopische Unterscheidung zwischen Stibiconit und Bindheimit nicht möglich ist. Einzige Möglichkeit wäre ein Nachweis von Pb in Bindheimit!
GA
Schlacke
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Hallo Elmar,
ja, Du hast recht. Deshalb werd' ich's über die Analyse versuchen.
Glück Auf!
Maik
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Hallo,
nur der Vollständigkeit halber. Die Analyse meine Stufe ergab einen positiven Nachweis von Blei. Also doch Bindheimit - ähhh - Oyxplumboroméit.
Glück Auf!
Maik