Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Fluoreszenz, Lumineszenz / Fluorescence, Luminescence => Thema gestartet von: Stefan am 07 Aug 11, 04:35
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Hallo,
ich habe hier ein paar Mineralien denen ich gerne einen Namen geben würde:
Die Bilder send jeweils Normallicht und dann mit UV Licht kurzwellig überlagert dargestellt.
rote und gelbe Fluoreszenz
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1312682181.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1312682181.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1312682224.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1312682224.jpg)
rote Fluoreszenz
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1312682331.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1312682331.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1312682466.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1312682466.jpg)
Hier leuchten die hellbraunen stellen der Kluftfüllung gelb. Diesmal unter nur langwelligem UV.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1312684117.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1312684117.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1312684271.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1312684271.jpg)
Das Gestein erinnert stark an den Hopffeldboden. Es findet sich auf der Stufe Quarz, Pyrit, vermutlich Rutil Glimmer und weitere Mineralien.
Felsssturz S Wanderweg Bockhartseen (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/%D6sterreich/Salzburg/St.%20Johann%20im%20Pongau%2C%20Bezirk/Gasteinertal/Bad%20Gastein/B%F6ckstein/Na%DFfeld/Bockhartsee%20%28Bockartsee%29/Felsssturz%20S%20Wanderweg%20Bockhartseen)
Es dürfte sich hier um 3 UV aktive Mineralien handeln
- gelb UV kurz
- gelb UV lang
- rot UV kurz
Besten Dank und Gruß
Stefan
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Hallo,
Ich würde bei Fluoreszenz in diesem Bereich zuerst einmal in Richtung Scheelit gehen.
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Danke Heli,
An Scheelit dachte ich auch schon. Könnte mir auch gut vorstellen, das hier in Bilderpaar 2 der Verursacher zu finden ist. Wobei die Fluoreszenzfarben irgendwie nicht so ganz passen.
Interessant ist, dass im Bilderpaar drei nur eine gelbe Fluoreszenz mit einer UV-Röhre und nicht mir einer UV-LED zu erwirken ist.
Besten Gruß
Stefan
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Hallo Stefan.
Ist immer ein bißchen schwierig wenn man nicht sicher weiß welche UV verwendet wurde.
Aber ich schätze mal beim dem roten auf Calcit !
Und das andere könnte Hydrozinkit oder eventuell auch Scheelit sein, wobei der Scheelit dort kaum mal in größeren
Flächen vorkommt sondern meist nur in ganz kleinen fleckigen Einschlüssen !
Gruß
Lois
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Hallo Lois,
Ist immer ein bißchen schwierig wenn man nicht sicher weiß welche UV verwendet wurde.
Wie meinst du das? Wo kurz und wo langwelliges UV verwendet wurde hatte ich geschrieben.
Besten Gruß
Stefan
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Hallo Stefan.
Ja hast du schon, aber manche nehmen auch die Led Strahler und da kommen z T die Farben völlig anders raus als bei den herkömmlichen
UV Lampen obwohl die Wellenlänge angeblich die gleiche ist !
Hast du von den Erzen am Wanderweg bei den Bockhartseen nichts mitgenommen ?
Oder bist du nicht zum oberen See gegangen ?
Lois
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Hallo Stefan
Schreib' doch bitte mal, wie Du die überlagerten Bilder gemacht hast. Nach meinen Vorstellungen müßte die
Überlagerung von Tageslicht- und UV-Aufnahme heller sein.
Im thread "UV-Licht (405nm) und Calcit (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,23800.0.html)" hattest Du die
Verwendung von Filtern bzw. Nachbearbeitung mit Schwarzabgleich usw. erwähnt.
Mit den Abgleich-Methoden habe ich zwar auch schon erfolgreich experimentiert, verstehe aber hier die Überlagerung nicht .
Sehr schöne Aufnahmen ! :D
Gruß
Norbert
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Ich habe je ein Bild Tageslicht und eines nur UV gemacht und diese mit Transparenz übereinander gelegt.
Mit ging es darum zu zeigen wo an welcher Stelle die Fluoreszenz auftaucht. Im Original-UV-Bild kann man die Stufe ja nicht mehr erkennen und sieht nur die Farbe.
Besten Gruß
Stefan
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Hier noch ein Bild von vermutlichem Scheelit der Fundstelle, rechts langwelliges UV Licht
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1388685149.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1388685149.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1388685186.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1388685186.jpg)
Kann das mit Scheelit stimmen?
Keine sichtbare Aktivität unter kurzwelligem UV und grünliche Fluoreszent unter langwelligem UV-Licht.
Besten Gruß
Stefan
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...Kann das mit Scheelit stimmen?
Keine sichtbare Aktivität unter kurzwelligem UV und grünliche Fluoreszent unter langwelligem UV-Licht.
Hallo Stefan,
Kommt mir seltsam vor, daß Du keine KW-Fluoreszenz hast. Scheelit hat dort *immer* Aktivität.
http://www.fluomin.org/uk/fiche.php?id=202
Der grüne Farbton ist mir so auch nicht bekannt, aber das kann auch an den Aufnahmebedingungen liegen.
Kann Dir allerdings zum Deinem Fund keine Alternative anbieten. Vielleicht gibt es da Spezialisten.
Neujahrsgrüße von
Norbert :)
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Hallo Norbert,
die Farbe kommt so ganz gut hin was die Fluorezenz angeht. Selbst Langzeitbelichtung bei KW UV sehe ich keine Fluoreszenz.
Besten Gruß
Stefan
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Hallo,
mein Scheelit aus der Schweiz zeigt starke weiße Fluoreszenz bei KW. Ich denke auch, dass das was anderes ist. Irgendwas mit Gehalt an SEE?
Günter
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Hallo
Habe auch einige Stufen mit Scheelit, da leuchtet kein einziger unter LW.
Nur unter KW Weiß und auch Blau.
Grüße seisteff
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Hallo,
es ist vielleicht etwas OT, aber habe kuerzlich diesen Artikel gefunden welcher zum Thema Fluoreszenz und Scheelit passt:
http://www.minsocam.org/ammin/AM73/AM73_1145.pdf
Glueck Auf!
Martin
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Hallo Martin,
keines wegs off topic. Das mit der Farbe bis 530 nm würde demnach noch passen. Nur die Inaktivität bei KW UV bleibt komisch.
Besten Gruß
Stefan
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Im dem Artikel ist ja auch explizit von der Anregung mit 250 nm die Rede, also KW.
Günter
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Wer misst misst Mist, daher habe ich nochmal die Spezifikationen der Lampe geprüft.
Es handelt sich um die
Leuchtturm UV-Lampe L85 zur Phosphoreszenz-Bestimmung mit 4 Watt-Röhre
kurzwellige UV-Strahlen
Größte Intensität bei 254nm Wellenlänge
mit Filtervorsatz zur eleminierung langwelliger UV
KEINE mit dem Auge erkennbare Fluoreszenz
ohne Filtervorsatz
grüne Fluoreszenz
LED mit langwelligem Licht ca. 485 nm
keine mit dem Auge erkennbare Fluoreszenz.
Dies lässt die Vermutung zu, dass die Aktivität irgendwo zwischen 300 und 450 nm liegen wird. Also zwischen Kurz- und langwelligem UV Licht.
Besten Gruß
Stefan
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Hi Stefan,
bist du an alten Funden :D
- ich denk das ist auch was in Richtung SEE - Xenotim oder Gadolinit - müsste man mal mit dem Spektroskop draufschaun ob da was zu sehen ist.....
Gruß
Flo
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Hi Stefan und Flo,
die grüne Farbe bei einer ungefilterten UV-Röhre spricht eher für ein Nd-haltiges Mineral, also Monazit oder auch Kainosit.
Grüße
Josef
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Hallo Josef,
für Kainosit und Monazit haben wir keine UV Aktivität verzeichnet. Müssen wir da ggf. nachbessern?
Besten Gruß
Stefan
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Hi Stefan,
nein, soweit ich das verstanden habe, ist das keine Fluoreszenz, sondern ein Absorptions-Effekt.
(siehe http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,26198.msg204920.html#msg204920 (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,26198.msg204920.html#msg204920))
Ich glaube eine der sichtbaren Linien des Hg-Spektrums wird vom Neodym absorbiert, wodurch der Kristall grün erscheint. Ich versuche mal die Spektren zu fotografieren, vieleicht zeigt sich der Effekt.
Grüße Josef
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Hi Stefan,
ich habe mal ein paar Spektren übereinander gelegt und es zeigt sich, das die HG-Linien bei 577 und 579 nm (gelb-orange) vom Neodym absorbiert werden im Gegensatz zu der grünen Linie bei 546 nm, dadurch erscheinen Nd-haltige Mineralien unter klaren Hg-Röhren grün.
In den Spektren werden die UV-Linien vom Objektiv bzw. dem Filter vorm Sensor geschluckt. Die blaue Linie (435,85 nm) ist leider nicht scharf abgebildet, weil der Stahlengang der Handspektroskops nicht gerade ist (Tilt-Adaper ist unterwegs).
Die Wellenlängen der Energiesparlampe habe ich von hier:
http://www.lehrer-online.de/834196.php (http://www.lehrer-online.de/834196.php)
Grüße Josef
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Hallo Josef,
schöne Gegenüberstelung.
Ich bin mir nur nicht so klar ob das ein Absorbtionseffekt ist. Mir scheint es doch eher eine Lumineszenz zu sein. Soll heißen, das Mineral fängt an zu leuchten und erscheint nicht nur in einer anderen Farbe. Ich werde es aber nochmal speziell darauf hin ansehen.
Besten Gruß
Stefan