Mineralienatlas - Fossilienatlas

Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Schweiz / Switzerland => Thema gestartet von: vanderheide am 07 Aug 11, 22:04

Titel: aus Goms, VS, CH
Beitrag von: vanderheide am 07 Aug 11, 22:04
Verehrte Mineralienkenner,
Der Fundort ist nicht so bedeutend, denn der Stein kommt aus der Rhône (zwischen Grafschaft und Blitzingen) Goms, Wallis, Schweiz.
Ein seltsames Stück und wahrscheinlich wohl kein Gestein. Das Bräunliche schäumt mit Salzsäure, das Weissliche nicht und ist hart wie Quarz, dann sind da noch so Schlieren von?? Was für Mischung ist das? Irgend eine Kontaktzône zwischen zwei Gesteinsarten?
Grösse des Steines: 75 X 55 X 30 mm
Grösse der Detailaufnahmen: 20 X 20 und 30 X 20 mm
Herzlichen Dank für Hinweise
Gruss
Hans
Titel: Re: aus Goms, VS, CH
Beitrag von: rtbstone am 07 Aug 11, 22:20
Hallo
das bräunliche Mineral halte ich für Calcit
das weissliche für Quarz
das dunkle Mineral, wenn es nicht abfärbt, halte ich für eine Glimmerart, vermutlich Biotit
ohne Gewähr
Gruß Berthold
Titel: Re: aus Goms, VS, CH
Beitrag von: aca am 08 Aug 11, 02:37
Das ist wahrscheinich ein Stück Quarz-Calcit-Gang in einem Bündnerschiefer (Glimmerschiefer, gibts im Goms südlich der Rhone häufiger). Das dunkle sind Reste des Bündnerschiefers (Quarz, Biotit und/oder Muskovit, Calcit).
Titel: Re: aus Goms, VS, CH
Beitrag von: vanderheide am 08 Aug 11, 22:48
Herzlichen Dank für die ersten Antworten.
Ist auch meine Ansicht: das Bräunliche (schäumt mit HCL) ist Calcit und das Weissliche ist Quarz (gleiche Härte). Das Dunkle färbt nicht ab. Das tut Bündnerschiefer auch nicht, aber was versteht man unter Bündnerschiefer? Graubünden ist riesig und die Schieferarten sind dort zahlreich und dazu verschiedene. Ich hatte manche in Bearbeitung. Dass auch der Bündnerschiefer bis ins Rhônetal hineinreicht, wusste ich nicht. Hier muss ich einiges aufarbeiten.
Verwundert hat mich, dass es ganz selbstverständlich sein kann, dass Calcit und Quarz in dieser Art vereint auftreten. Zeitlich liegen beide doch so weit auseinander, dass ich meinte: zunächst muss sich der Quarz gebildet haben und dann der Calcit (tat er dies wirklich und füllte er einfach die Hohlräume im Quarz?).
Gruss
Hans