Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: uwe am 16 Aug 11, 21:57
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Eigentlich ist es keine Frage nach einer visuellen Bestimmung, aber ich stelle mal dieses Thema hier zur (hoffentlich stattfindenden) Diskussion.
Seit einigen Jahren ist in meiner Sammlung ein offensichtliches Antimonmineral von der Neuen Hoffnung Gottes/Bräunsdorf, welches mit "??" im Mineralnamen gelabelt ist, denn wie der dort vorkommende Antimonit sieht es nach meiner Meinung nicht aus. Durch meine Tätigkeit bei der Auflösung einer Sammlung mit vielen Rumänienmineralen sind mir einige Stufen mit Fizelyit untergekommen, also Blei-Silber-Antimon-Sulfid. Die Aggregate sehen meinem fraglichen Mineral doch recht ähnlich. Natürlich ist mir bekannt, das Fizelyit in Erzgebirgischen Lagerstätten (noch) nicht gefunden wurde, oder? Aber die entsprechende Zusammensetzung des Fizelyit würde mich für die Lagerstätte Bräunsdorf nicht sonderlich überraschen.
Ich hänge mal ein Bild an, Bildbreite etwa 1 mm. Damit erübrigt sich die Empfehlung einer Analyse. Aber ich hoffe immer, daß mal jemand ein größeres Aggregat gefunden hat und weis, um was es sich wirklich handelt.
Wie ist die geschätzte Meinung in diesem Forum?
Gruß
Uwe
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Hallo Uwe ,
Beschrieben ist der Fizelyit von Bräunsdorf aber ich denke ohne Analyse wird es schwer mit der Bestimmung.Es könnten ja neben Antimonit und Fizelyit ja auch Zinckenit oder Berthierit sein.
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Hallo,
bestimmten Fizelyit habe ich, der sieht ähnlich aus, ist aber kleiner und in Quarz mehr oder minder eingewachsen. Wie schon geschrieben, ist das hier mit optischer Bestimmung eher schwierig. Zinckenit denke ich bei dem abgebildeten eher nicht. Für einen Fizelyit wäre er gut, ich tendiere aber doch mehr zu Berthierit.
Gruß
Andreas
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Hallo Michael,
das Fizelyit von Bräunsdorf nachgewiesen wurde ist neu für mich neu. Weist Du noch wo das beschieben ist? Tja, die Mineralogie ist voller Überraschungen. Vieleicht liest der Stollentroll diesen Beitrag. Der müßte es ja eigentlich wissen.
Gruß
Uwe
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Hallo Uwe,
ich weiß nicht, ob Du damit was anfangen kannst: Der Fizelyit von St.Andreasberg ist wie folgt beschrieben. Die drei Spießglanze Fizelyit,Andorit , Ramdohrit sind sich ähnlich.Er bildet orthorhombische Kristalle, mit charakteristischer Längsstreifung nach (001), auf Calcit gewachsen.Nach der C-Achse gestreckt. Außerdem ist eine REM-Aufnahme in Lapis 7/8-1989 enthalten. Selbst Röntgen ließen keine eindeutige Identifikation zu.Erst eine Vollanalyse mit der ARL-Mikrosonde half.
(Nach Schnorrer-Köhle und H.P. Koch)
Gruß willi
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Hallo Willi,
na klar kann ich damit was anfangen. Andorit ist in Bräunsdorf nachgewiesen. Ich bin fast geneigt, auf mein betreffendes Etikett "Androit ??" zu schreiben. Für Berthierit und Antimonit ist die Oberfläche zu matt - kommt auf dem Bild nicht richtig an.
Gruß
Uwe
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Hallo,
Quark. Da hat mir mein Hirn einen Streich gespielt, ich meinte natürlich Fülöppit... Tschuldigung ;D
Gruß
Andreas
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Hallo Uwe,
ich vermute auch, daß Andorit eher in betracht kommt. Auch hier im Lexikon ist unter Andorit IV eine kurze Bemerkung über Andorit eingefügt, daß von der Segen Gottes in Bräunsdorf Andorit vorkommt.
Gruß willi