Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Jochen1Knochen am 16 Sep 11, 21:01
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Hallo!
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1230668388.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1230668388.jpg)
Zellquarz,Baryt oder Calcit als Blätterspat würde ich sagen.
Irgendwie ist das mit dem Skolezit doch nur immer ne Notlösung-oder?
Gruß Jens
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Hallo
Irgendwie ist das mit dem Skolezit doch nur immer ne Notlösung-oder?
sehe ich ähnlich.
Zellquarz,Baryt oder Calcit als Blätterspat würde ich sagen.
würde ich auch sagen da Skolezit eine andere Form hat (strahlig bis büschlig)
hier ist die Anordnung der Kristalle völlig anders. Skolezit bildet meist Kristall die von außen nach innen in gerader Richtung zum Zentrum orientiert sind.
Die ideale Bezeichnung wäre Polygonalachat.
siehe dazu unter:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Achat/Polygonalachat
oder auch hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Polygon
Beste Grüße
Roland
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Hallo Roland
mit Euch Achat-Kennern tu ich mich echt schwer - sprich null Ahnung. Und vom bezeichnenden Begrifflichen ganz zu schweigen. So auch mit "Polygonachat".
Ich verstehe überhaupt nicht, was "Polygon" mit dem eingelagerten Skolezit zu tun haben könnte, Polygon ist ja ein Geometriebegriff und hat nix mit Mineralogie oder Kristallographie zu tun
zitiert wikipedia...
(.....Polygon (von altgriechisch πολυγώνιον polygṓnion ‚Vieleck‘; zurückzuführen auf πολύς polýs ‚viel‘ und γωνία gōnía ‚Winkel‘)[1] oder auch Vieleck ist ein Begriff aus der Geometrie und dabei insbesondere der Planimetrie. Ein Polygon erhält man, indem man mindestens drei voneinander verschiedene Punkte in einer Zeichenebene durch Strecken miteinander verbindet, sodass durch den entstandenen Linienzug eine zusammenhängende Fläche (Figur) umschlossen wird........)
Insofern, meine Idee oder Vermutng oder Vorschlag: Achat mit eingeschlossenem Skolezit (oder Calcit oder auch Aragonit (siehe mein Mineralienportrait/Aragonit) ist ebenso - mit eingeschlossenem x.y..z. etc... Aber kein Polygonachat. Polygonachat ist nur ein eine für jeden selbst frei interpretierbare Beschreibung der äußeren Form einer Achatmandel/geode/druse etc. aber nicht deren Inneres.
Lieg ich da falsch ?
Gruß
collector
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Hallo Peter
Ich verstehe überhaupt nicht, was "Polygon" mit dem eingelagerten Skolezit zu tun haben könnte
eben, ein Skolezit ist es nicht.
Ein Skolezitachat würde z.B. so aussehen
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1245439618.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1245439618.jpg)
Lieg ich da falsch ?
etwas schon, tut mir Leid.
Wir haben bei den Achaten eine Ebene als geschliffene Fläche und durch die Anordnung der dafür verantwortliche Kristalle auch eine geometrische Form (Polygon-drei bis Vielflächner).
Polygonachat ist nur ein eine für jeden selbst frei interpretierbare Beschreibung der äußeren Form einer Achatmandel/geode/druse etc. aber nicht deren Inneres.
Sorry, aber das sehe ich nicht so und die Bezeichnung Polygonalachat ist ja nichts Neues. Es beschreibt die winkligen, oft dreieckigen bis eben vieleckigen Achatgebilde innerhalb dieser und durch anderer Kristalle vorgegebenen Strukturen.
Polygon ist ja ein Geometriebegriff und hat nix mit Mineralogie oder Kristallographie zu tun
darüber könnete man diskutieren. Mit der Mineralogie sicherlich nicht aber wir haben ein geometrisches Gebilde durch den Planschliff.
Ich hoffe ich war irgendwie verständlich.
Beste Grüße
Roland
noch eine Anmerkung für Gäste oder Neueinsteiger:
es gibt geometrische Körper, sprich: dreidimensionale beschränkte geometrische Formen, welche durch Grenzflächen beschrieben werden, ähnlich wie die Kristalle
und
es gibt geometrische Formen als ist eine Teilmenge der Ebene oder des Raums, wie Anschliffe bei Achate usw.
Bei den Achaten haben wir also kein dreidimensionalen Körper (auch wenn die teilw. Durchsichtigkeit des Chalcedons den Eindruck erweckt), sondern eine ebene Fläche
bei denen die Strukturen der Bänderanordnungen beschrieben werden. So sehen wir z.B. in einem Festungsachat keine Festung sondern die Darstellung mit der Ähnlichkeit von Festungsmauern um ein z.B. kristallisiertes Zentrum. Ähnlich verhält es sich bei den Achat/Fantasiebilder usw., siehe:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Achat/Fantasiebilder
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Jetzt erst gesehen.
Sorry Roland, aber Peter hat ein bisschen Recht.
Der Begriff Polygonalacht stammt von den Brasilianischen Zwickelfüllungen die sich in den Zwischenräumen gigantischer Calcit oder Barytkristallen gebildet haben und nach deren Zersetzung herausgelöst wurden.
Diese Stücke haben eine rundum polygonale Form.
(http://up.picr.de/8280863bjm.jpg)
Im allgemeinen Sprachgebrauch wurde der Begriff dann auch für Pseudomorphosen verwendet, die mehrere polygonale Einzelbilder zeigen.
Ganz korrekt ist der Begriff Polygonalachat für solche Pseudomorphosen ergo nicht. Zudem auch etwas verwirrend, denn wenn mir gegenüber jemand von einem Polygonalacht erzählt, verknüpfe ich das sofort mit dem Brasilianischen Material.
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Hallo Ralf
Der Begriff Polygonalacht stammt von den Brasilianischen Zwickelfüllungen die sich in den Zwischenräumen gigantischer Calcit oder Barytkristallen gebildet haben und nach deren Zersetzung herausgelöst wurden.Diese Stücke haben eine rundum polygonale Form.
Das ist korrekt und allgm. bekannt. Da wir aber beim Achat nicht den Körper sondern die Darstellung auf einer Ebene (Fläche) beschreiben wurde der Begriff Polygonalachat auch auf die Pseudomorphosen angewendet (wie Du schon angedeutet hast).
Ich verweise da nochmals auf den Wikipedialink und unter Definition steht:
Ein Polygon erhält man, indem man mindestens drei voneinander verschiedene Punkte in einer Zeichenebene durch Strecken miteinander verbindet, sodass durch den entstandenen Linienzug eine zusammenhängende Fläche (Figur) umschlossen wird. Auch diese so entstandene Fläche wird oft Polygon genannt. Dreiecke, Vierecke und Sechsecke sind aus dem Alltag bekannte Beispiele für Polygone
Ich persönlich finde diese Bezeichnug sehr zutreffend da es nicht nur Dreiecksachatbildungen beschreibt und eine Bezeichnung nach vier, fünf,.... sechseckige Bildungen noch abwegiger wäre.
Hier noch ein Beispiel von mehreckigen Achatbildungen die durch Pseudomorphosen entstanden sind.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1199370327.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1199370327.jpg)
Beste Grüße
Roland
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Hallo,
Das dürften Pseudomorphosen von Quarz nach Baryt sein, wie sie in ganz ähnlicher Form aus verkieselten Quarzgängen, z.B. des Schwarz- und Odenwaldes vorkommen. Schaut man sich z.B. Quarze von Schapbach an, so findet man dort dieselben Muster, nur ist es halt kristalliner, zuckerkörniger Quarz, der völlig glatte Lösungsräume dünntafeliger xx zeigt. Vom Südschwarzwald habe ich derartiges sogar frei auskristallisiert (Quarz-xx auf ehemaligen Baryt-xx, in der Mitte eine Fuge).
Bei den anderen Pseudomorphosenachaten kommt neben Zeolithen auch Aragonit in Frage.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo Sebastian
Das ist ja alles richtig was Du schreibst und ähnlich steht auch beschrieben unter Achat/Polygonalacht im Lexikon.
Die Frage ist aber nach der Akzeptanz der Namensgebung.
Allgm. sagt man zu den Polygonalachaten auch Dreiecksachate meist in einem Atemzug zu den Funden aus Brasilien/Paraiba, so wie es Ralf schon beschrieben hat.
Polygon steht ja für Vielflächner und wenn das für Dreiecke zutrifft, dann erst recht für 4, 5 und mehr Flächen.
Unten im Bild (grüner Kreis) sehen wir ein Fünfeck, ein sog. Pentagramm oder auch Petagon und da diese Gebilde zu den Polygonen gehören ist eine Beschreibung
als Polygonalachat (aus meiner Sicht) durchaus sinnvoll.
Sicher ist es auch eine Achat-Pseudomorphose, da gibt es keine Frage, aber eben auch ein Polygonalachat und diese Unterscheidung macht schon Sinn da es auch noch andere Pseudomorphosen
bei den Achaten gibt die keine Polygone in der Bänderstruktur aufweisen.
Ich würde mich freuen wenn noch mehr Meinungen dazu kommen.
Beste Grüße
Roland
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Hallo!
Würde man die kleinen Polygone herauslösen können und einzeln hinstellen-was hätten wir dann?
Genau das gleiche wie bei den Brasilianischen Polygonachaten.
Nur die Dimensionen sind halt etwas anders ;)
Gruß Jens
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Hallo Jens
Würde man die kleinen Polygone herauslösen können und einzeln hinstellen-was hätten wir dann?
Genau das gleiche wie bei den Brasilianischen Polygonachaten.
genau, so sehe ich es auch.
Beste Grüße
Roland
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Hallo,
es ist nun nur die Frage, warum wir es nicht bei Pseudomorphosen-Achat bzw. Achat-Pseudomorphose belassen. Damit kann jeder etwas anfangen, da weiss jeder, was gemeint ist.
Zudem wäre es eine weitere inoffizielle Varietäten-Bezeichnung und von denen gibt es bei den kryptokristallinen Quarzen einfach schon zu viele (vgl. die vielen Handelsbezeichnungen verschiedener Jaspise).
Gruß Daniel
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Hallo!
Bezeichnung hin -Bezeichnung her-ich wäre schon zufrieden,wenn aus den Achaten ohne Skolezit diese irreführende Bezeichnung herausgestrichen wird.
Gerade bei einem solchen Foto,womit ich das Thema begonnen habe.Immerhin war das ein Foto des Tages!
Gruß Jens
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Hallo
warum wir es nicht bei Pseudomorphosen-Achat bzw. Achat-Pseudomorphose belassen.....
weil es viele Pseudomorphosen gibt und eine weitere Unterordnung, eben wegen der Besonderheit, durchaus vertretbar ist.
Auch dürft es dann keinen Sagenitachat, keinen Crazy Lace-Achat, keinen Skolezitachat....usw. geben denn das sind ja auch Pseudomorphosen.
Polygonalachat ist ja auch schon eine ältere Bezeichnung und was nun offiziell ist oder inoffiziell....ich glaube darüber könnte man noch weit mehr diskutieren.
ich wäre schon zufrieden,wenn aus den Achaten ohne Skolezit diese irreführende Bezeichnung herausgestrichen wird
In der Tat sind wir wegen dem Polygonalachat etwas vom Thema abgewichen.
Das das erste Foto (Bild des Tages) kein Skolezitachat ist dürfte wohl begründet sein.
Die Änderung sollte jedoch nur vom Bildautor selbst vorgenommen werden.
Beste Grüße
Roland