Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Sonstige Fossil-Themen / Other fossil themes => Präparation, Werkzeuge, Gerätschaften => Thema gestartet von: Saccharomyces am 29 Oct 03, 22:50
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Hallo Forummitglieder
Ich bin dabei meine Ceratitensammlung etwas aufzupeppen, sprich sie zu präparieren. Das Problem ist:
Ich weiß nicht so recht wie!
Ich bräuchte ne gute Methode um das Gestein einigermaßen abzubekommen und ne Methode um dat Ding zu konservieren (mit Lack oder so?)
Wenn ihr Tipps für mich habt...immer nur her damit :-)
MfG Myce
Kleines Beispielbild im Anhang
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Hallo Myce,
die Seite die Eric schon mal empfohlen hatte sollte was die Präparation angeht ganz gute Tipps parat haben.
http://www.ap-h.de (http://www.ap-h.de)
Was den Schutz angeht, nehme ich sehr gerne verdünnten Holzleim (Ponal) der trocknet relativ schnell, hart und transparent ab und sieht nacher nicht so künstlich aus wie bei normalem Lack.
Für sehr empfindliche und kleine Sachen geht auch Sekundenkleber um das lösen von Teilen zu vermeiden. In Deinem Fall aber eher nicht so passend.
Kannst aber auch mal hier hinein sehen
http://www.mineralienatlas.de/phpwiki/index.php/FossilKonservierung (http://www.mineralienatlas.de/phpwiki/index.php/FossilKonservierung)
und die Seite später um Deine Erfahrungen ergänzen.
Gruß Stefan
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Hallo Forummitglieder
Ich habs endlich mal geschaft meinen einen Ceratiten zu präparieren. Ich hab t kleinem Hammer und Meissel ( je kleiner desto besser auch wenns länger dauert ) so gut es ging freigelegt. Anschließend habe ich das gute Stück mehrmals mit Ponal (1:3 mit Wasser verdünnt) mehrmals bepinselt. Unten sieht man das Ergebnis. Bin ganz zufrieden damit
Viele Gruße
Saccharomyces
[gelöscht durch Administrator]
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Hallo Myce,
das macht doch schon einen ganz guten Eindruck. Sieht auf jeden Fall deutlich besser aus.
Es ist sicher auch eine Sache der Übung und extremer Geduld optimale Ergebnisse zu erzielen.
Gruß Stefan
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Hallo Stefan
Ja ich finde für das erste(gelungene) Stück ist das auch nicht schlecht. Auf dem Foto sieht es auch noch nicht so gut aus wie in Echt :-).
Ich denke Gedult spielt bei der guten Präraration eine entscheidende Rolle. Ich hab schon vorher mal einige Ceratiten präpariert und war dabei sehr ungeduldig (Großer Meissel und Fäustling eignen sich nicht zur Präparation sein an dieser Stelle nachmal gesagt :-) ). Ich hab die Stücke dann teilweise zerhauen. Dieses Stück habe ich immer so peu a peu pro Tag so ca. 15-30min bearbeitet und bin dann irgendwann an die Stelle gekommen wo ich mir gedacht habe, so jetzt reichts bevor es noch kaputt geht. Die Sache mit dem Ponal ist übrigens eine sehr schöne und auch kostengünstige Methode und es verdeckt die Präparationsspuren doch sehr gut. Versucht man nämlich den Kalk (ich denke es ist eine art von kalk) abzuschaben oder zu klopfen entstehen doch erhebliche Spuren die sich farblich doch sehr vom Rest absetzten. Dies wird wie gesagt relativ gut neutralisiert durch den Leim und das Objekt bekommt einen leichten Glanz was die Konturen auch noch mehr hervorhebt.
Ich werde mich auf jedenfall über die Weihnachtssemesterferien an meine anderen Ceratiten machen.
Vielen Dank für die Tipps
Myce
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Servus Myce,
ich bin kein Fossiliensammler und kann dir daher auch keine Tipps geben. Ich weiss aber von den Profis, dass die zum einen mit Ätzkali arbeiten, zum anderen mit einem speziellen Präparierstichel, den es z.B. bei der Firma Krantz gibt (der allderdings auch was kostet!). Diese bringen hervorragende Ergebnisse, wovon du dich bei www.vfmg-weiden.de (Button "Sammlungen" oder auch "Fundstück des Monats") überzeugen kannst. Mail-Adressen dieser Sammler kannst du auch dort ersehen. OK?
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo Myce,
Glückwunsch zu der gelungenen Präparation des Ceratiten! ;)
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Hallo Myce
Ceratitenpräparation ist mein Spezialgebiet.
Nur mit Hammer und Meisel bekommst du keine befriedigende Ergebnisse.
Den harten Ton bekommst du am besten mit Schaben weg!
Dafür eignen sich sehr gut div.Schnitzmessersets aus dem Baumarkt!
Beim Kalk selber hast du nur mit einem Druckluftstichel eine Chance! Die Firma Krantz/Bonn hat da wie schon in einem vorherigen Beitrag erwähnt ein sehr gutes Gerät dafür.
Nach der Präparation den Ceratiten mit feinstem Schmiergelpapier
etwas abgeschliffen! Dann kurz mit verdünnter Salzsäure drüber und sofort abwaschen!
Zum Einlassen verwende ich Neutrale Schuhcreme.
Den Ceratiten auf der Heizung erwärmen und dann mit einem Lappen den Ceratiten einlassen.Kalt werden lassen und danach mit einer weichen Bürste etwas "Polieren".
Anbei mal ein Bild mit paar auf diese weise Präparierten Ceratiten.
Gruss Joachim
[gelöscht durch Administrator]
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Hi Myce
Werkzeugmacher und Schlosser nehmen zum Anreissen auf Metall ne Reißnadel. Die Dinger gibt es als Stahlnadel mit nem Nadelhalter aus Stahl. Das nehme ich ;)
Sind praktisch unkaputtbar....
Da tuts dann ein kleiner 150 g Hammer. Und die Nadel nimmt nicht zu viel Material weg. Zumahl Deine Stücke ja noch relativ weich sind. Ich habe mit den Nadeln dutzende Clymenien präpariert. Und Oberdevon ist ziemlich hart >:(
versuchs mal
der Sauerländer
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Hi Joachim und Sauerländer
Danke für die vielen hilfreichen Tipps. Momentan hab ich leider nicht so viel Zeit mich um meine Fossilien zu kümmern, da ich wieder am Studieren bin(Semesteranfang) und in meiner kleinen Studentenbutze nicht so viel Platz ist. Ich werde eure Tipps aber im Hinterkopf behalten und in den Sommersemesterferien loslegen :-) . Bis danhin sind meine aktivitäten leider auf gelegentliches Sammeln beschränkt :-( .
Ach ja und das Material in dem die guten Dinger einegschlossen sind kann doch sehr hart sein. Die oberste Kalkschicht ist relativ leicht zu entfernen, doch dieses schwarze Gestein ist seeeehr hartnäckig.
Schöne Grüße
Myces
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So ich hab mal wieder einen Ceratiten angefangen zu präparieren. Das gute Ding stammt aus dem Lügde Steinbruch und ist bis lang das größte Exemplar was ich dort gefunden habe. Dieser Ceratit war fast komplett in eine poröse bis harte Steinschicht eingebette. Dieses Mal hab ich aber nach anfänglichem Bearbeiten mit Hammer, Meissel und Stahlnadel zuletztz noch auf eine andere ehr "unkonventionelle" Art der Präparation zurück gegriffen: EIN HOCHDRUCKREINIGER DER FIRMA KÄRCHER ;D .So jetzt bitte nicht auslachen und haltet mich bitte nicht für Wahnsinnig. Ich hab die Prozedur vorher an alten nicht so schönen Exemplaren getestet und dann schließlich den großen Ceratiten mit dem sog "Dreckfräsen"-Aufsatz bearbeitet. Das ist ein ziemlich harter rotierender Strahl, der das weichere Gestein gut absprengt. ´Leider hab ich kein altes Bild von dem unpräpariertem Ammoniten aber ich sage euch ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Vorher konnte man ihn kaum als Ammoniten identifizieren. Werde ihm noch den letzten Schliff mit Hammer und Stahlnadel geben.
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Hallo Saccharomyces
Das beste Präparationsergebnis bei diesem Stück erreichst du,wenn du den Ceratiten über den Winter zum Auswittern in den Garten legst!
Gruss Joachim
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Hallo Myce.
Ich habe mich selber mal an Ceratiten probiert.
Ich war von dem Ergebnis mit einem Dremel ganz begeistert.
Funktioniert echt klasse mit den Gravier und Schleif Aufsätzen.
Gruß Sascha. :D
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Hallo ihr alle :)
Es ist ja bald Weihnachten und da wollte ich mir mal so einen Dremel gönnen. Hab ihr da tipps für mich, was ich da am Besten kaufe? Sollte so um die 50€ kosten. Hab zuhause noch soviele Ceratiten rumliegen, die muss ich echt mal bearbeiten, weil die sehen doch alle sehr schlecht aus wenn ich die so lasse.
Gruß Björn ;D ;D
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Hallo Björn!
Also ehrlich gesagt würde ich dir von nem Dremel abraten. Drehende Werkzeuge taugen nicht wirklich zur Präparation von Ceratiten. Ich habe mir selbst anfänglich einen gegönnt, er hat mir auch, aus damaliger Sicht betrachtet "gute Dienste" erwiesen.
Habe dabei allerdings so manches gute Stück vergeigt! Das Problem ist, dass eine Fräse beispielsweise keinen Unterschied macht, ob sie Umgebungsgestein fräst, oder das Fossili. Ich hatte auch Schwierigkeiten mit einer Fräse ne glatte Oberfläche hinzubekommen. Habe auch diverse Stahlbürsten benutzt, um den auf dem Fossil aufsitzenden Mergel "runterzubürsten" - gelingt auch, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt. Du zerstörst unweigerlich die Oberfläche des Ceratiten, indem du die feine Lobenstruktur sozusagen einebnest und fast unkenntlich machst.
Nehme den Dremel heute nur noch um mit Akemi ergänzte Stellen zu glätten.
Spar lieber für einen Druckluftstichel und nen kleinen Kompressor, der wird dir auf lange Sicht bessere Dienste leisten, da er im Gegensatz zum Dremel das Umgebungsgestein erschüttert und es so vom Fossil abplatzt (im Idealfall) auch glätten, oder falls das Gestein nicht trenn die Skulptur damit nachzuarbeiten.
Gruss
Oliver
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Hi Ceratit
Also nen Kompresor haben wir zuhasue schon, sogar nen relativ großen. Was kostet denn so ein Druckluftstichel? Und wo kann ich den bekommen. Hab in diversen Baumärkten nachgeschaut und da bislang nicht gefunden.
Gruß Björn
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Hi Björn,
Schau mal hier nach, aber erst mal nur um dir nen Überblick zu verschaffen. der Laden ist ne Apotheke und in der Regel bekommst du die Sachen bei anderen Anbietern deutlich billiger. Einfach mal googeln..
http://www.krantz-online.de/sid/7b49cf95d1ca55ba9f02fa72d6ae061a/de/index.php
Bei Ebay ist auch gerade einer drin, der bei Kranz für € 529 angeboten wird
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=34964&item=6132825097&rd=1&ssPageName=WDVW
Ein bisschen mehr musst du halt schon anlegen, wie für nen Dremel
Machs gut
Oliver
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Oh man ich hab mir die Preise mal angeschaut und das kann ich nicht mal eben so locker ausm Ärmel schütteln zumal ich am studieren bin und somit kein Geld verdiehne. Ich denke da werde ich wohl doch mit nehm Proxxon anfangen oder der Fibrograv wurde mir auch noch empfohlen. Vielleicht kaufe ich mir auch einfach nur Ätzkali, das wäre auch schonmal ein Anfang.
Gru0 Björn
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Oh man ich hab mir die Preise mal angeschaut und das kann ich nicht mal eben so locker ausm Ärmel schütteln zumal ich am studieren bin und somit kein Geld verdiehne. Ich denke da werde ich wohl doch mit nehm Proxxon anfangen oder der Fibrograv wurde mir auch noch empfohlen. Vielleicht kaufe ich mir auch einfach nur Ätzkali, das wäre auch schonmal ein Anfang.
Gru0 Björn
Schade fürs Geld das du dafür ausgibst!
Spare lieber noch ein wenig und kaufe dir etwas gescheites!
Dann hast du in einigen Jahren auch noch deine Freude darann!
Aber!!!!
Ein Druckluftstichel ist keine Garantie für eine saubere Präparation!!!
Das schafft nur Geduld und Erfahrung! ;)
Gruss Joachim
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Hi Björn!
Da muss ich Joachim Recht geben und zwar aus dem Grund, dass ich einen Dremel (Proxxon) habe, nen Vibrograph habe ich auch, war verschenktes Geld. Ich arbeite nur noch mit dem Stichel. Hätte ich mir nicht endlos Schnick-Schnack vorher gekauft, hätte ich mir den Stichel früher leisten können.
KOH zur Ceratitenpräparation taugt übrigens nur dann, wenn du reinen Mergel im Nabelbereich (das ist allerdings bei über 90% der Ceratiten nicht der Fall) hast und zu faul zum Schaben bist. KOH macht auch keinen Unterschied zwischen Matrix und Fossil, das kann ganz nette Frasslöcher im Ceratiten geben :(
Bewahr deine Ceratiten lieber solange auf, bis du vernünftiges Werkzeug hast - ist kein dummes Geschwätz - musste ich mir selbst anfänglich des Öfteren anhören, konnte aber nicht abwarten und habe mir viele schöne Stücke versaut!
Vielleicht kennst du ja eine(n) Sammler(in) bei euch in der Gegend der/die dich mal "Sticheln" lässt, damit du feststellen kannst, ob dir das liegt, bevor du dein Geld eventuell zum Fenster raus schmeisst.
Gruss
Oliver
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:) Schau mal hier! http://www.trias-verein.de/pages/bibliothek/praeparation.htm
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Hallo ihr beiden...
Ja gut, dann werde ich das nochmals überdenken....und dann wahrscheinlich besser auf so einen Stichel sparen....den Kompresor hab ich ja zum Glück schon. Wirds nicht ganz so teuer. Das Ergebis von http://www.trias-verein.de/pages/bibliothek/praeparation.htm ist schon überzeugend, keine Frage. Dann werde ich meine FUnde erstmal weiter Einlagern. Vielen Dank nochmal für die guten Tipps.
Gruß Björn
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So ich hab mich mal umgeschaut
Was haltet ihr von dem Druckluftstichel auf der Seite http://www.fsb-shop.com/ ( Druckluftstichel von Mannesmann 159,90€)
Gruß Björn
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Hallo Björn
Diesen Druckluftstichel verwende ich schon über 10 Jahre und habe alle meine Fossilien damit präpariert!
Absolut empfehlenswert!
Es ist derselbe den die Firma Krantz auch anbietet!
Wichtig!!!
Kaufe ihn mit dem 48mm Spitzmeisel und den 48mm Breitmeisel dazu!
Für den Breitmeisel benötigst du eine Zapfenfeder!
Dein Kompressor sollte über einen Wasserabscheider verfügen weil sonst der Stichel blockiert wenn Wasser eindringt!
Weitere Tips gebe ich dir gerne wenn du ihn hast! ;)
Gruss Joachim
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hi
ich hab mir jetzt auch nen Stichel zugelegt, hab nur noch eine Frage kann mir einer sagen welcher der beste und günstigste Kompressor für den Stichel währe.
Gruß
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Beim Kompressor gilt folgendes!
Je grösser desto besser!!
Je grösser ein Kompressor ist desto mehr Volumen hat er in seinem Tank!
Dadurch schaltet er sich weniger oft ein und das erhöht die Lebensdauer!
Wichtig ist ein Wasserabscheider dazu!
Beim Kauf musst du halt mal mehrere Baumärkte abklappern um zu sehen was die so im Angebot haben!
Es gibt sicherlich schon Kompressor für 99 Euro!
Die haben einen 24 Liter Tank und laufen bei der Präparation fast ohne unterbrechung!
Davon ist abzuraten!
Gruss Joachim
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Hallo Syccaromites,
mir wird teilweise gnz schlecht, wenn ich die Antworten höre, wie du Ceratiten präparieren sollst: ich bin geowissenschaftliche Präparatorin (staatlich geprüft) seit 20 Jahren und habe folgenden Rat: Kauf Dir bei Krantz Rewoquat: in pures Rewoquat einlegen (zugedeckt) mit Gummihandschuhen rausholen (kann wiederverwendet werden), mit Heißwasser übergießen. Wenn abgekühlt, Wasser wieder wechseln, bis es nicht mehr schäumt. Vorgang evtl. mehrmals wiederholen: entfernt Mergel perfekt! Was auch geht: Rewoquat mit Wasser und Brennspiritus mischen (50 Teile Rewoquat:30 TeileBrennspiritus:20 Teile Wasser). Was zu kalkig ist: mechanisch präparieren mit Druckluftstichel (Krantz) und Endfinish entweder mit Ultraschallfeinmeißel (nimmt der Zahnarzt zum Zahnstein entfernen) oder kurz mit stark verdünnter Salzsäure betupfen = macht Präparationsspuren unsichtbar. Kleben: am besten mit Stabilit express (Methylacrylat) oder 5-Minuten Epoxidharz (Obi). Nun zum "Lackieren": Schuhcreme absolut nein: verharzt mit der Zeit und vergilbt und schrumpft, Schmutzfänger. Auch nicht gut: Schellack, Wachse aller Art, Stärke , Gelantine, Fluate, Zaponlack: alle nicht langzeitstabil oder Säure wird frei und Schädigt Fossil + starker Schrumpf. Ponal geht zwar, aber altert auch und ist dann nicht mehr lösbar. Geeignet: Farbtonvertiefer wie Rembertin S und Lithofin MN Farbtonvertiefer und Farbvertiefer HMK S 35-matt. Zur Glanzvermeidung zum Schluß mit Aceton nachwischen. Polyvinylbutyral (Mowital B 30 H oder Pioloform) sind hervorragend geeignet, aber für den Privatmann nicht zu bekommen, weil das nur Säckeweise geht.
Ich hoffe, damit mal mit einigem übel aufräumen zu können
Gruß
Birgit ;)
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Polyvinylbutyral (Mowital B 30 H oder Pioloform) sind hervorragend geeignet, aber für den Privatmann nicht zu bekommen, weil das nur Säckeweise geht.
Mowital B 30 H gibt es auch in Kleinstmengen (ab 100g) bei http://www.kremer-pigmente.de - die haben sich mehr oder weniger auf solche Sachen spezialisiert und Versand etc. klappte bis jetzt immer tadellos :).
Gruß
Reaktor
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Hallo Björn,
momentan (3.12.2004 - 14:30) wird in eBay wieder ein "Chicago Pneumatic (Krantz W 800)"
angeboten.
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=34964&item=6134563368&rd=1&ssPageName=WDVW
Der steht momentan bei 199 Euro.
Krantz will für seinen W800 stolze 529 Euro !!
So gesehen könntest Du was sparen. :)
Mit dem "Chicago Pneumatic" hättest Du ein gutes Basis-Geräte.
Nur in dieser Orginal Version vom Hersteller ist dieser nicht besonders toll.
Die Stichel-Führung ist einfach nicht gut genug - sie hat zu viel Spiel.
Deshalb gibts mittlerweile bei Krantz auch noch einen Umbau dazu - warum wohl ?
Dieser wird unter: W795 für 295 Euro angeboten.
Macht zusammen stolze: 824 Euro. Und dann hast Du noch keine Ersatzstichel !! :'(
Ich setze u.a. auch einen "Chicago Pneumatic" ein - jedoch mit einem Umbau der von
jemand anderem "gemacht" wurde. Ich habe damals fürs Neugerät incl. Umbau soviel
bezahlt, wie Krantz für das Grundgerät verlangt - jedoch in DM !!
Ohne den sog. Umbau kann man nicht so viel Druck beim Schieben und Drücken ausüben.
Äh, kann man schon - nur schlägt die Standardführung immer weiter aus bis dann bald eine Reparatur notwendig ist.
Und wer soll die machen ? Das Gerät kommt aus der USA. Also wäre evtl. ein neuer Kopf notwendig ... und der kostet ...
was man bei Krantz nachlesen kann. (siehe W795).
Wenn Du Dir nicht sicher bist ... verschiebe die Anschaffung.
Es gibt mittlerweile andere Geräte auf dem Markt.
Jedoch können gerade die neuen Top-Geräte nicht über den Handel bezogen werden
da diese von einem Sammler eingeboten werden der aus der Not eine Tugend gemacht
hat und solche Geräte nun selber herstellt oder bestehende verbessert.
Ach da wäre noch mal ein Problem: Selbst wenn Du einen gutes Gerät hast,
das nächste Problem ist - in der Wichtigkeit mit mind. 50% anzusetzen - die Qualität der Stichel.
Das was bei Krantz für manche Geräte angeboten wird, ist wirklich nicht besonders standhaft. :'(
Deshalb laß ich z.B. meine Stichel bei einem Spezi herstellen, der in Sachen Stahl ein Profi ist.
Wenn ich mir das Bild von dem Mannesmannstichel anschaue, dann sieht der so aus wie
der vom Krantz unter der Nummer: W224 angebotene zu 148 Euro.
Nur, in dieser Ausführung ist er fast unbrauchbar. Deswegen kam für diesen Stichel irgendwann
auch eine Umbausatz raus mit der Nr. für W224 für den dann nochmals 126 Euro fällig sind.
Beides zusammen ergibt ein Gerät das gut für feinste Präparationen geeignet ist.
Nur, mit den mitgelieferten Gramophon-Nadeln kann man nur wenige Minuten arbeiten dann
sehn die aus wie Angelhaken.
Also hab ich mir von meinem Spezi wieder individ. Stichel herstellen lassen die dann wirklich den
Namen auch verdienen.
So, jetzt hab ich Dich genug verunsichert. :-[
Ich denk ich werd da mal einen Bericht drüber schreiben müssen was es aktuell so
an Druckluftgeräten gibt, was zu empfehlen ist ... und was besser nicht bzw. welcher Typ für welche Arbeiten
geeignet ist - versprochen !!
Nur im Moment fehlt mir die Zeit bzw. ich muß erst noch Material sowie div. Bilder beschaffen.
- Thomas -
So ich hab mich mal umgeschaut
Was haltet ihr von dem Druckluftstichel auf der Seite http://www.fsb-shop.com/ ( Druckluftstichel von Mannesmann 159,90€)
Gruß Björn
-
Hallo Syccaromites,
mir wird teilweise gnz schlecht, wenn ich die Antworten höre, wie du Ceratiten präparieren sollst: ich bin geowissenschaftliche Präparatorin (staatlich geprüft) seit 20 Jahren und habe folgenden Rat: Kauf Dir bei Krantz Rewoquat: in pures Rewoquat einlegen (zugedeckt) mit Gummihandschuhen rausholen (kann wiederverwendet werden), mit Heißwasser übergießen. Wenn abgekühlt, Wasser wieder wechseln, bis es nicht mehr schäumt. Vorgang evtl. mehrmals wiederholen: entfernt Mergel perfekt! Was auch geht: Rewoquat mit Wasser und Brennspiritus mischen (50 Teile Rewoquat:30 TeileBrennspiritus:20 Teile Wasser). Was zu kalkig ist: mechanisch präparieren mit Druckluftstichel (Krantz) und Endfinish entweder mit Ultraschallfeinmeißel (nimmt der Zahnarzt zum Zahnstein entfernen) oder kurz mit stark verdünnter Salzsäure betupfen = macht Präparationsspuren unsichtbar. Kleben: am besten mit Stabilit express (Methylacrylat) oder 5-Minuten Epoxidharz (Obi). Nun zum "Lackieren": Schuhcreme absolut nein: verharzt mit der Zeit und vergilbt und schrumpft, Schmutzfänger. Auch nicht gut: Schellack, Wachse aller Art, Stärke , Gelantine, Fluate, Zaponlack: alle nicht langzeitstabil oder Säure wird frei und Schädigt Fossil + starker Schrumpf. Ponal geht zwar, aber altert auch und ist dann nicht mehr lösbar. Geeignet: Farbtonvertiefer wie Rembertin S und Lithofin MN Farbtonvertiefer und Farbvertiefer HMK S 35-matt. Zur Glanzvermeidung zum Schluß mit Aceton nachwischen. Polyvinylbutyral (Mowital B 30 H oder Pioloform) sind hervorragend geeignet, aber für den Privatmann nicht zu bekommen, weil das nur Säckeweise geht.
Ich hoffe, damit mal mit einigem übel aufräumen zu können
Gruß
Birgit ;)
Hallo Birgit
Na so übel finde ich die Ceratitenpräparation nicht!
Siehe Datenbank usw.
Zeige doch mal von den Ceratiten die du präpariert hast ein paar Präparationsbeispiele.
Gruss Joachim :)
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Wie wird Mowital B 30 H gehandhabt, ist das auch ein Farbtonvertiefer?
Ich habe bis jetzt meine Fossilien mit verdünntem Ponal endbehandelt, möchte aber
gern mal einen Farbtonvertiefer ausprobieren.
Ich mag allerdings keine stark glänzenden Fossilien.
Gruß
Steinchen :)
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Hi,
ich behaupte ja nicht, dass das Ergebnis schlecht aussieht, im Gegenteil: die schauen gut aus. Aber Schuhcreme ist was für Schuhe und nichts für fossilien. Die Ceratiten halten das sicher jahrelang aus. Aber irgendwann ziehen die den Staub an wie nix und die Schuhcreme verharzt im Lauf der Jahre und die dann wieder abzukriegen ist kein Zuckerschlecken. Lieber Farbtonvertiefer oder Ployvinylbutyral.
gruß
birgit
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Hi Steinchen,
noch was. Damit Farbtonvertiefer nicht so glänzt, dünn auftragen, bis Stein nicht mehr saugt. Antrocknen lassen und mit Aceton etwas nachwischen (nimmt den Glanz weg).
gruß
Birgit
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Hi,
ich behaupte ja nicht, dass das Ergebnis schlecht aussieht, im Gegenteil: die schauen gut aus. Aber Schuhcreme ist was für Schuhe und nichts für fossilien. Die Ceratiten halten das sicher jahrelang aus. Aber irgendwann ziehen die den Staub an wie nix und die Schuhcreme verharzt im Lauf der Jahre und die dann wieder abzukriegen ist kein Zuckerschlecken. Lieber Farbtonvertiefer oder Ployvinylbutyral.
gruß
birgit
Hallo Birgit
Mit Schuhcreme meine ich nicht eine X-Beliebige!
Farblos von Erdal! Diese wird aber seit einigen Jahren nicht mehr Hergestellt!
Wir haben damals noch die Restbestände aufgekauft und gebunkert!
Vor dem Einlassen werden die Ceratiten erstmal im Backofen erwärmt!
Dadurch saugt das Wachs ein! Auch nach etlichen Jahren (20) konnten wir noch keine
Verharzungen usw. feststellen!
Gruss Joachim
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Hi Birgit
Wieso kein Stein-Fluat? Ich habe das Immer genommen und sehe keinen Grund, das Zeugs nicht zu nehmen. :-\
Gruß
Wilhelm
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Ponal geht zwar, aber altert auch und ist dann nicht mehr lösbar.
Hallo Birgit,
inwiefern altert denn Ponal? Ich habe die Empfehlung bekommen Stücke vom Piesberg (Tonschieferplatten mit Pflanzenfossilien drauf) mit Ponal (verdünnt mit warmen Wasser) zu stabilisieren, d.h., von den Seiten oder unten einziehen zu lassen. (Sollte man lieber Sekundenkleber nehmen??)
Grüße
Roland
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*threadwiederausgrab*
ich hoffe es liest noch jemand: :)
hab das Rewoquat auch schon ne Weile in Benutzung, allerdings bisher nicht bei Ceratiten-Steinkernen. Ist es wirklich eine so gute Idee, dass dort anzuwenden? Weil eine echte Trennung da aufgrund der fehlenden Schale eigentlich nicht vorliegen sollte. Oder täusche ich mich da?
Grüße
Alex