Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Jens G am 30 Oct 03, 11:05

Titel: Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 30 Oct 03, 11:05
Hallo Ihr,

da hier lange nichts mehr los war, wollte ich mal wieder etwas von mir hören lassen.
War zuletzt mal im Steinbruch Elzing (Hartmannsdorf).
War zuerst von der Größe überrascht - hatte auch nicht den richtigen Weg nach unten gefunden - bin hinten an der Nordseite durch das Haupttor - da ging es aber leider nicht auf die einzelnen "Abbaustufen" Habe mich mühsam auf der Ostseite entlangbewegt und bin später an einer geeigneten Stelle hinabgeklettert.

Zuvor hatte ich einen kleinen "Quarzgang" aus "schmutzigem" Quarz im "Talg" bzw. Sand gefunden - siehe Bild.
Lohnt es sich diesem nachzugehen - in der Hoffnung einige ordentliche Kristalle zu finden oder ermöglicht das Außenmaterial keine Bildung von "richtigen" Quarzkristallen - die die ich dort auf den ersten cm gefunden hatte waren "schmutzig" sehr spröde , zerfielen in kleinere Stücke - haben teilweise "Schmutz"einschlüsse (kein "Rutil" ).

Nachdem ich dann auf die nächste Ebene gekommen bin - hatte ich dann noch auf der Nordseite einen kleinen Gang ca. 2cm mit einem anfangs schwarz weiter fortlaufend grün schimmerndem Mineral gefunden (an der Stelle hatte ich leider meine Kamera nicht mit - die wollte ich mir beim Klettern nicht kaputtmachen).
Nachdem ich mir einige Stücke herausgeschlagen hatte - merkte ich Zuhause, das von dem grünen Schimmer nicht viel übrig geblieben ist -  sieht jetzt alles eher schwarz aus.  

Die Härte scheint auch eher sehr niedrig zu sein (liegt unter 4 Fluorit - habe mit diesem geritzt) über 2 läßt sich nicht mit dem Fingernagel ritzen. Sollte doch bestimmt Biotit sein. Hat zwar eigentlich keinen Perlmutt-, Glas-  oder Metallglanz - Strich ist eigentlich weiß bzw. farblos - es sei den man hat sehr kleine "Splitter" von "diesem Mineral" die einen rot-braunen Strich hinterlassen - können das zufällige Einschlüsse von "Fremdmineralen" sein?

Hatte leider mal wieder nicht so viel Zeit im Steinbruch, da es jetzt immer schon so schnell dunkel wird und meine Beste nicht so lange Geduld hat - aber sie will halt auch immer mit und nicht Zuhause sitzen.

MfG

Jens G

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: wolfi am 30 Oct 03, 13:32
Servus Jens,
mit dem Elzing kenne ich mich leider nicht aus. Ich denke aber, dass dieser Quarzgang keine brauchbaren Quarze liefern wird, dazu ist er wohl zu schmal. Interessant könnte der Gang aber durch eventuelle Begleitminerale sein, die es am Elzing ja gibt, z.B. Anatas. Ich weiss aus dem Stegreif nicht, wos dort noch so alles vorkommt, da müsste ich mal im Vollstädt nachblättern. Ich könnte mir aber vorstellen, dass einige dieser Mineralien in Quarzgängen vorkommen. Insofern würde ich also schon mal nachgraben und prüfen, ob sich der Gang mal öffnet und kleine Quarze mit irgendwelchen Begleitmineralien enthält. Viel Erfolg dabei!
Servus + Glück auf
Wolfi
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 30 Oct 03, 20:23
Hallo,

Im Steinbruch Elzing sind schon recht ordentliche und auch große Rauchquarze gefunden worden. So einer Kluft sollte man ruhig mal nachgehen.

Anatas ist mir im Elzing noch nicht begegnet. Ich bin als Chemnitzer oft dort. Ich habe auch noch nicht gehört, daß dort welcher vorkommt. Der Steinbruch am Elzing ist nicht mit dem bekannten Steinbruch Hartmannsdorf zu verwechseln. Dieser liegt etwa 3 km südlich und hatte eine wesentlich reichere Paragenese. Als Begleiter des Quarzes kommen Schörl, Feldspat und Carbonate vor. Einmal vor vielen Jahren gab es auch eine Quarzkluft mit schönen roten Almandinen.

1998 wurde ein kleiner Bleiglanzgang angefahren, der schönen, aber leider kleinkristallinen Pyromorphit enthielt.

Das beschrieben grüne Mineral könnt Aktinolith sein. Ich habe ein Stück, bei dem zwei kleine grüne Fächer in einer schwarzen Masse sitzen. Es wird aber auch behauptet, daß es sich um grüne Hornblende handelt.  

Falls mal jemand zum Elzing will, dann auf der Straße Hartmannsdorf/Limbach kurz nach der Anhöhe scharf rechts in den Betriebsweg der Spedition einbiegen und bis zum Wasserhaus hoch fahren. Falls es trocken ist kann´man auch den Feldweg bis zur Ecke der Steinbruchumzäunung fahren. An der Ecke kann man über den Zaun steigen und kommt von dort auf die nächst tieferen Sohlen. Dann kann man über das Haufwerk bis zum Abbau hinab. In der nordwestlichen Hälfte streicht ein carbonatischer Gang von Nord nach Süd. Dort ist der oben erwähnte Pyromorphit vorgekommen, aber auch Baryt, Corkit, Apatit sowie Dolomit und Calzit.  

Glück Auf
Uwe
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 30 Oct 03, 20:58
Ich habe eben mal ein Foto von der von mit erwähnten grünen Hornblende (oder Aktinolith) zum vergleichen gemacht und angehängt.

Glück Auf
Uwe

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 30 Oct 03, 22:27
Hallo Uwe, Wolfi sowie an alle Anderen,

@Uwe
Ich meinte schon den Elzing (wußte nicht, daß es noch einen anderen Steinbruch in Hartmannsdorf gibt) - hatte Hartmannsdorf dazu geschrieben weil ich der Meinung war und bin, daß er (Elzing) eher näher zu Hartmannsdorf denn zu Limbach Oberfrohna liegt. War aber auch schon lang nicht mehr in Limbach Oberfrohna (bin zwar in Karl-Marx-Stadt geboren aber als ich 2 Jahre alt war sind wir von Rabenstein nach Borna  (bei Leipzig nicht Chemnitz) gezogen, wohne jetzt in Frohburg).

Ansonsten sieht das ehemals grüne Mineral (jetzt eher schwarz) lange nicht so grün (als Gang ahtte es schon in etwa diese Farbe) wie auf Deinen Fotos aus. Es ist desweiteren in dem Sinne nicht strahlig.
Desweiteren sollte die Härte unter 4 liegen (Strich weiß).
Hornblende bzw. Aktinolith hat lt. meiner Literatur eine höhere Härte.

Hatte Gestern mal 2 Fotos gemacht - die sind aber leider nicht so gut geworden.



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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 30 Oct 03, 22:31
im oberen Bild wirkt das Mineral schon noch etwas grünlich.

Hier noch ein weiteres Foto:

Ansonsten erst mal vielen Dank für Eure Mühe.

MfG
und Glück Auf

Jens G


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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Frank de Wit am 31 Oct 03, 09:04
ich habe noch diese literatur dazu (ist doch derselbe fundort?)
elzing und eitzing bei hartmannsdorf sind doch der gleiche?
http://www.strahlen.org/mags/mineralienwelt/mw-2001-05-16-duitsland-bayrischen%20wald-eitzing.pdf
http://www.strahlen.org/mags/mineralienwelt/mw-2003-03-30-duitsland-bayrischen-wald-eitzing.pdf
cheers!
frank
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 31 Oct 03, 18:17
Hallo Freunde, Hallo Jens,

auf Grund Deines Beitrages war ich heute wieder mal kurz auf dem Elzing. Nachdem ich die Bilder gesehen habe ist alles klar. Dein grünes Mineral  liegt häufig im frischen Haufwerk auf der oberen Sohle. Möglich, daß erst am Donnerstag gesprengt wurde. Es roch noch sehr nach einem frischen Schuß. Ich bin fast sicher, daß es sich um Cordierit handelt. Der kommt an dieser Stelle des Bruches vor. Ich habe auch ein entsprechendes und bestimmtes Belegstück in meiner Sammlung.

Aus Langeweile war ich heute wieder mal im Bruch und konnte heute feststellen, daß man nicht mehr über den Zaun steigen muß. Fleißige Sammler haben ein ordentliches Loch in den Zaun gebrochen, so daß man ohne Probleme auf die erste Sohle kommt. Dort liegt wie gesagt frisches Material. In dieser Ecke wurde vor einigen Jahren blauer Topas gefunden. Heute lag relativ viel pegmatitisches Material mit Schörl im Haufwerk.

Jedenfalls ist kein Schotter mehr im Bruch gelagert und man hat wieder begonnen abzubauen. Das läßt hoffen.

Der bekannt Steinbruch Hartmannsdorf der oft in der Literatur beschrieben wurde war schon zu DDR-Zeiten auflässig. Er liegt zu nahe am Ort. Der Steinbruch Elzing oder auch Kreuzeiche wurde erst nach der Wende wieder aufgefahren. Er baut zwar auf dem gleichen Granulit, ist aber von der Mineralienparagenese nicht so reich. Vor allem fehlen hier Titanminerale und Borate.


Glück Auf
Uwe
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 31 Oct 03, 19:08
@uwe

Hast Du ein "schönes " Stück Cordierit gefunden, von dem Du vielleicht einmal ein Foto machen könntest - zum Vergleich?
Zur Härte lese ich etwas von 7 bis 7,5.
Wie gesagt mein Mineral lies sich eigentlich mit Flourit ritzen.

Vielleicht werde ich noch mal Morgen oder am Sonntag den Elzing besuchen - hatte das letzte Mal nicht so viel Zeit.

Hast Du noch etwas anderes interessantes (außer Schörl) entdeckt?

Hast Du Dir eventuell auch die anderen Sohlen angeschaut - hatte im Elzing einen Mineralienfreund getroffen, der mir gesagt hatte, daß die 1. Sohle (von oben) an der Nordseite zur Zeit die "interessantesten und frischesten" Stellen enthält.

MfG
Jens G
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: McSchuerf am 31 Oct 03, 19:10
Tach Uwe,

die Schörl-xx von Limbach Oberfrohna sind wirklich eine Augenweide! Kompliment!
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 02 Nov 03, 19:25
Hallo an Alle,

War heute noch mal im Elzing.
Uwe Du hast recht - die haben tatsächlich die halbe Wand der oberen Stufe gesprengt. Als ich das letzte mal im Elzing war, stand die Wand noch komplett.
In dem Teil war auch mein "grüner Gang".
Bin diesmal auch durch das Loch im Zaun gestiegen - heimwärts bin ich aber gleich von der nun neuen oberen Stufe die 3 m nach oben geklettert - man kommt jetzt von der Nordseite auch sehr gut an die "frischen Stellen".

Wollte Euch noch mal fragen, in welcher Qualität man den Schörl (hoffe das auf dem Foto ist welcher) sammeln sollte - man konnte eigentlich viel Material finden - aber keine schöne, lange Kristalle.
Habe mir trotzdem einige Stücke mitgenommen.

Würde mich freuen, wenn jemand mal ein Foto von einem Schörl-xx
einstellen könnte - vielleicht sogar ein Stück aus dem Elzing.

MfG und Glück auf!
Jens G

PS:
Das Mineral (oder ähnlich aussehendes) vom letzten Mal habe ich heute gar nicht gesehen.



 

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Robin am 02 Nov 03, 21:08
Hallo Jens,

Hier findest du Foto's mit Schörl-xx vom Elzing:
http://www.dergraul.de/Shop/sachs.html

Gruß Robin.
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 02 Nov 03, 21:40
Vielen Dank für die schnelle Antwort.


So hatte ich mir Kristalle von Schörl eigentlich auch vorgestellt.
Das was ich gefunden habe ist mehr flächig mit angedeuteten Kristallen ("Streifen") im Material.
Ich habe z.B. ein Stück vor mir - da ist das "schwarze Mineral" (ich denke es ist Schörl) auf anderem Gestein (wie Bild oben) ca. 55 mm lang bis zu 20 mm stark und 30 mm tief - in die richtung der Tiefe sind jetzt ab und zu schwarz glänzende langstrahlige "Kristalle" - aber eben im gleichen schwarzem Material.

Habe mal noch ein Bild gemacht - leider kann sich die Kamera nicht richtig scharf stellen.
Muß Morgen am Tage mal das Material sichten - vielleicht sind ja doch schönere Stücke dabei aber auf alle Fälle nicht so schöne xx Stücke wie bei graul.

MfG und Glück Auf!
Jens G


Sowas sollte man wohl nicht mit nach Hause nehmen - hat jemand von Euch - Uwe,  ... - im Elzing schon häufig solche schöne Schörl xx (siehe Graul)  gefunden.

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 03 Nov 03, 09:17
Hallo Jens,

bin etwas in Eile und die nächsten 10 Tage nicht im Land. Auf der ersten Sohle Nordseite liegt frisches Haufwerk. Dort lohnt es sich zu suchen. Halte nach deutlich rot gefärbten Partien Ausschau. Der Abbau wird sich nach Nordwest fortsetzen.

Neben Schörl und Quarz findet sich hin und wieder Andalusit. Auch blaue Topaskristalle sind wie bereits erwähnt an dieser Stelle gefunden worden.

Demnächst mache ich mal ein Foto meines Cordierits.

Glück Auf
Uwe
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 03 Nov 03, 10:07
@uwe
frisches Haufwerk ist ganz gut - ich war zuerst geschockt als ich das Ganze gesehen hatte. Fast die Komplette Wand fehlt  - das gesprengte Material stapelt sich teilweise mind. 5 bis 8 m hoch - die Brocken sind teilweise einen Meter groß.

Danke für Deine Ratschläge - fahre vielleicht nächstes Wochenende noch einmal hin.

MfG und Glück Auf

Jens G

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: McSchuerf am 03 Nov 03, 20:17
..und hier mein gerade eingescannter Schörl vom Steinbruch Elzing bei Limbach-Oberfrohna..(siehe auch Artikel zur Fundstelle in 'Mineralienwelt' 96/3, S. 33..)

...Stufengröße: 9,5 x 4,5 cm;
pechschwarze hochglz. Kristalle bis max. 1,2 cm

Glück auf und Gruß Peter




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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: McSchuerf am 04 Nov 03, 06:19
na ja, ich weiß, dass schwarzglz. XX noch schwer nach einem solchen direkten Scanning zu sehen sind..das Original sieht noch besser aus..aber so gehts halt schneller!
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 04 Nov 03, 22:19
Man erkennt es doch für einen Scan sehr gut - habe mit meinem Scanner noch nie ein gescheites Bild hinbekommen.

So habe mal einiges durchgesehen und grob gereinigt.

Wie reinigt Ihr eigentlich die ganzen Sachen.

Habe bei folgendem Stück neben einigen größeren Schörl-Kristallen einen sehr kleinen Schörl der relativ frei steht. Diesen habe ich bis zu diesem Punkt vorsichtig mit einem feinen kleinen Pinsel "freigelegt".
Würdet Ihr es riskieren, noch etwas weiter zu reinigen und das Kristall noch mehr frei zu legen?


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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 04 Nov 03, 22:24
Auf folgendem Stück gibt es neben ein paar Schörl an einer Stelle noch einige weiße und gelbe Würfel - was könnte das eigentlich sein?



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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 04 Nov 03, 23:02
hier habe ich noch eine kleine Stufe mit kleineren Schörl und 2 Kristallen von ca. 15 mm.

In welchen Bereichen hat man eigentlich die besten Chancen schöne Schörlkristalle zu finden - eher in den Randbereichen einer Kluft oder eines "Ganges", mittendrin oder eher in kleinerem Abstand - siehe oberes Foto von der "Schörl-Kluft".

Sortiert Ihr eigentlich vor Ort alles aus und nehmt nur ein paar wenige gute Stücke mit - oder "packt " Ihr erstmal alles ein, was Ihr irgendwie weg bekommt und kontrolliert das gesamte Material in Ruhe zu Hause?

Habe selbst zwar sehr viel mit nach Hause genommen -  mußte aber bestimmt auch aufgrund der schnell einbrechenden Dunkelheit einige "schöne" Stücke zurücklassen.

MfG und Glück Auf!
Jens G

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: wolfi am 05 Nov 03, 08:50
Servus Jens,
das ist ein schöner Kristall. Leider hat der SChörl eine sehr unangenehme Eigenschaft: Er besitzt eine sehr gute Spaltbarkeit senkrecht zu den Kristallen. Die brechen also leider sehr leicht. Da musst du also verdammt gut aufpassen!
Was die gelben Würfel sind, kann ich dir leider nicht weiter helfen! Sind auch auf dem Bild schlecht zu erkennen!
Servus + Glück auf
Wolfi
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 05 Nov 03, 12:07
Habe gleich noch einmal ein neues Foto gemacht.
Habe es mit der 10fach Lupe und opt. Zoom geschossen.
Vielleicht ist es jetzt besser erkennbar.

Jetzt erkennt man, daß das Mineral weiß ist und scheinbar mit Quarz "bewachsen" ist oder wie seht Ihr das.

Der Strich ist weiß.

Bildbreite ca. 6mm.

MfG und Glück Auf!
JensG



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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: McSchuerf am 05 Nov 03, 17:13
Hallo Jens,

danke.
Würde erst mal mittels HCL-Test (25%ige Salzsäure) feststellen, ob Carbonat oder nicht.
Allgemein gesagt können natürlich auch würfelige Fluorite in Pegmatiten und z.T. auch in anderen magmatischen Gesteinen vorkommen - die Paragenese mit Schörl würde da schon passen -.. Fluorit schäumt natürlich nicht unter HCL, da ja ein Halogenid der Klasse 3.

..aber eine so milchig weiße Färbung kenne ich eigentlich nur von Calcit oder Quarz. Milchquarz ist ja immer durch Flüssigkeitseinschlüsse milchig-trüb.

Man kann die Form auf dem Foto leider einfach nicht erkennen..

Gruß Peter
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Conny3 am 05 Nov 03, 19:12
Hallo Jens u. Peter,

zum Thema Elzing hatte ich mich ja noch nicht geäußert. Ich war vor einigen Jahren auch 1 mal Mal dort. Damals gab es ebenfalls solchen Turmalin und Quarz, wie zur Zeit. Meine Turmalin xx waren aber nur derb bzw. spärlich angedeutet. Es gab noch winzigen Apatit oder Topas. Aus der Umgebung sind mir noch recht gute Feldfunde von Turmalin in Quarz xx (bis 1990 auch roter Turmalin u.a.m. ) gelungen. Mit dem roten Turmalin ist es allerdings vobei. Den Schörl wird man  sicher gelegentlich noch auf den Feldern finden können. Ich denke auch das es sich bei dem weißen Mineral um Milchquarz handeln könnte. Sicher eine relativ junge Neubildung.

Herzliche Grüße

Der Conny
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: McSchuerf am 12 Nov 03, 19:42
aha..danke.. :)
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 13 Nov 03, 19:48
Hallo Elzing Besucher,

zurück von einer Dienstreise möchte ich auch weiterhin zur Elzing Diskussion meinen "Senf"  dazugeben.

Schörl ist im Granulitgebirge ein Durchläufer. Er findet sich fast überall. Ich möchte da an die fantastichen Funde des Ganges bei Bau der Lagerhalle "Mühlau-Obst" erinnern. Da gab es jede Menge Schwimmer bis zu 15 mm Durchmesser allerdings ohne ausgebildete Endflächen. Die findet man am Elzing schon hin und wieder bei kleineren Kristallen.

Bei den gelbliche Krusten auf dem weißen Material gehe ich auch von Quarz aus. Es gibt am Elzing oft sehr junge Quarzbildungen. Auch Karbonate kommen nicht selten vor. Es könnte sich um eine Dolomitkruste handeln.

Ich hänge mal zur allgemeinen Information ein Bild von einem Pyromorphit-Fund vom Elzing an.
 
Glück Auf
Uwe


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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 26 Mar 04, 20:12
Habe mal einige meiner Gesteinsbrocken mit Schörl grob durchgesehen.
Nachdem ich an einem Gesteinsbrocken auch einige lockere Fragmente "normalen" Gesteines abgeschlagen hatte, fand sich an einem dieser Stücke ein roter Belag, der in normalen Licht "rotem Ziegelstein"ähnelt.
Mit der Lupe betrachtet sieht es wieder etwas anders aus. Habe daher mal ein Foto davon gemacht.

Was könnte das sein - erkennt Ihr das ohne Härtetest. Da der "Belag" nicht sehr großflächig ist wollte ich ihn erst mal nicht zerstören.  
Der Strich ist farblos - habe daher mal alle Mineralien vom Elzing durchgeschaut

Laut MinMax:  Albit, Amethyst, Andalusit, Ankerit, Aragonit, Biotit, Calcit, Cordierit, Dolomit, Fluorapatit, Galenit, Granat, Kyanit, Labradorit, Limonit, Magnetit, Molybdänit, Muskovit, Orthoklas, Pyrit, Pyrrhotin, Quarz, Rauchquarz, Schörl, Titanit, Topas

tendiere daher anhand der Farbe bisher zu  Aragonit - oder liege ich komplett daneben - mich stört da aber die Form des Auftretens (als eine Art Belag).

Ihr habt ja schon sehr viele Mineralien in verschiedenen "Kristallformen" gesehen - was könnte es sein?

MfG
Jens G



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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Erik am 26 Mar 04, 20:24
Hallo Jens,

vielleicht rötlicher Chalcedon?
Aragonit glaube ich nicht, der ist meistens weißlich und zeigt eigentlich nicht so ne glatte Oberfläche...

Gruß, Erik
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 26 Mar 04, 20:55
Hallo Erik (und alle Anderen)

Danke für Deine schnelle Antwort.
Chalcedon (mikrokristalliner Quarz) - ja das klingt schon mal sehr einleuchtend.
Es müßte dann Karneol sein - rote bis braunrote Varietät?
Da kann vielleicht ja auch Conny3 noch speziell etwas zu dieser Vermutung sagen - in Schöngleina (seinem Heimatgebiet) kommt dieser ja vor.

Soll nicht heißen, daß keine weiteren Meinungen (Zustimmungen oder andere Hinweise) von anderen Mineralien-Experten gefragt sind.


MfG
Jens G.

 
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: geomueller am 26 Mar 04, 21:47
Hallo Jens G.
also ich stimme Erik voll zu, bei der Farbe und krustenartigen nierigen Ausbildung handelt es sich zu 99,9 % um Chalcedon, ist von vielen Fundpunkten in dieser Form bekannt. Schau mal unter http://www.mineralienatlas.de/yabbse/index.php?board=18;action=display;threadid=462 hier sind zwei ähnliche Chalcedone aus Schneeberg, von Peter.

MfG Jürgen
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: McSchuerf am 27 Mar 04, 08:56
weshalb brauchen manche Threads oder besser gesagt bestimmte Beiträge nur ewig um sich öffnen zu lassen??; wenn man dann noch auf den Link wie oben klicken will, geht gar nicht..Wartezeiten wieder mal ohne Ende.. :-\ und öffnen des Links nicht möglich..jedenfalls bei mir..auch nach Abmelden, Rausgehen und wieder Anmelden..und das schon vor 9 Uhr!

Gruß Peter
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Conny3 am 27 Mar 04, 20:16
Mit Sicherheit Chalzedon, bei Schöngleina gibt es innerhalb der Karneole sehr Ähnliche (auch farblich) Chalzedone.

Conny
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 03 Apr 04, 14:19
Hallo Jens,

die Mineralienliste vom Elzing aus MinMax stimmt nicht. Molybdänit und Titanit sind dort nicht gefunden worden. Das kam im Ratssteinbruch Hartmannsdorf (etwa 2 km Luftlinie SO entfernt) vor. Cyanit und Labradorit ist außerdem sehr zweifelhaft.

Dagegen kann die Liste mit folgenden Mineralen vervollständigt werden:
Baryt, Cerussit, Corkit, Sillimanit, Uranocircit.

Glück Auf
Uwe

Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 14 Apr 04, 18:12
Hallo an Alle,

War die letzten Tage schon jemand im Elzing - wenn ja, wie sieht es denn zur Zeit dort aus?

Lohnt es sich mal vorbeizuschauen oder ist die Situation noch unverändert (abbaumäßig)?

Habe mal noch  ein paar Fotos von meinen Schörls gemacht - darunter ist eine Stufe, auf der ein paar Mini-Schörls "ganz fein mit gelbem Quarz? überwachsen" sind.

MfG
Jens G


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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 14 Apr 04, 21:09
Hallo Jens,

das Haufwerk der letzten Sprengung (vor 3 Wochen) liegt noch auf der unteren Sohle. Dort gibt es zwar einige recht nette Krusten aus kleinen Dolomitkristallen, aber sonst nichts allzuspektakuläres. Das Haufwerk wird sehr langsam aufgearbeitet. Es ist immer möglich, daß dabei etwas freigelegt wird. An der Stelle war der Carbonat-Gang mit Baryt.

Dein kleiner Turmalinkristall mit der Quarzkruste ist recht interessant. Von Quarz überkrusteten Turmalin habe ich von dort noch nicht gesehen.

Glück Auf
Uwe
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 14 Apr 04, 21:54
Hallo Uwe.
Der ist aber auch wirklich leicht zu übersehen, weil er so "mini" ist.
Er hat vielleicht eine Länge von 3 mm.

Naja vielleicht werde ich dieses oder nächstes Wochenende (je nach Wetter) mal wieder den Elzing besuchen - habe ja endlich mal einiges altes Material aussortiert und wieder Platz für neues Material geschaffen.

MfG
Jens G

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: McSchuerf am 15 Apr 04, 22:18
Interessanter Fund.. ;)

Gratulation.. ;)
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 20 Apr 04, 22:58
Hallo an alle,
gibt es im Elzing entgegen der Auflistungen auch Hämatit (jetzt nicht mikroskopisch klein - sondern schon derb.
Habe von meinem letzten Besuch 2 "Stufen" eines scheinbaren Erzminerals (sehr schwer).
Da der Strich rot ist tippe ich sehr stark auf Hämatit (95%)-  derb, dicktafelig, teilwiese tetragonale Kristalle - Farbe schwarz - teilweise rotbraun (wie Rost) überkrustet.

Habe gerade noch gesehen, daß es vielleicht auch Galenit (dieser kommt zumindestens lt. MinMax im Elzing vor) sein könnte - obwohl hier der Strich grauschwarz sein soll und die Härte  nur 2,5 bis 3.
Na gut die Härte könnte entgegem dem Hämatit niedrig sein - das Mineral läßt sich scheinbar mit dem Messer ritzen.

Werde Morgen vielleicht mal noch ein Bild davon machen.

MfG
Jens G
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 21 Apr 04, 09:14
Hallo Jens,

natürlich kommt im Granulit des Elzing auch Hämatit vor. Tetragonale Kristalle sind aber offensichtlich selten. Ich selbst habe noch keine gefunden. Glückwunsch zu diesen Fund.

Galenit kam mit anderen Bleimineralen nur in einem Calzit-Gang vor. Dieser Gang liegt links, wenn man von Norden Richtung Wasserhausfelsen blickt und verläuft SSO/NNW. Der Gang ist gut zu erkennen. Zur Zeit ist dort aber nichts zu finden.

Glück Auf
Uwe
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 21 Apr 04, 12:41
Hallo,

Habe mal noch ein paar Bilder gemacht - leider sind sie nicht so gut geworden - aber vielleicht erkennt Ihr so schon das Entscheidende.

Zuerst der vermeintliche Hämatit.

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 21 Apr 04, 12:47
Jetzt ein "gefaltetes Schichtmineral"
Strich gelb (bzw. hellbraun, da kann man sich streiten)
Härte: läßt sich scheinbar nicht mit dem Fingernagel ritzen

eine Nacht in Wasser gelegt - versucht sich die erste Schicht langsam aufzuweichen - die anderen Schichten lassen sich immer noch nicht mit dem Fingernagel ritzen



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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 21 Apr 04, 12:54
Nur Interesse halber was es so ist (um Erfahrung zu sammeln) - scheinbar grün gefärbter Quarz
Strich: farblos
Härte: Habe leider noch kein Set zum Härte bestimmen und da ich noch am Anfang des Mineralien sammeln stehe - auch wenige Testmineralien
Man kann nicht sagen ob es sich mit dem Messer ritzen läßt einmal sieht es so aus bei anderen Versuchen eher nicht







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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 21 Apr 04, 13:02
und auf der Stufe mit dem gefalteten Mineral finden sich noch einige Stellen mit scheinbar relativ jungem Quarz verschiedene Färbungen (weiß, gelb, scheinbar auch amethystfarben).

mit Lupe fotografiert (Bildausschnitt 1cm)



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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 21 Apr 04, 13:07
und hier noch ein Ausschnitt von einer ca. 2,5 cm großen lila eingefärbten Ecke
mit Quarzneubildung?

Wie groß werden eigentlich im Elzing gefundene Amethystkristalle?

MfG
Jens G

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Erik am 22 Apr 04, 07:40
Hallo Jens,

also die letzten beiden Bilder sind zT. violetter Chalcedon würde ich sagen, nicht schlecht! :D

Beim Bild mit dem "grünen" Quarz erkenne ich leider nicht soviel, aber wenn Quarz dann beruht die grüne Färbung wahrscheinlich auf eingeschlossenem Chlorit oä

Beim "Schichtmineral" würde ich vielleicht auf irgendein Tonmineral (Illit??) tippen..

Der Hämatit ist auf jeden Fall eher Hämatit als Galenit...
Galenit erkennt man zweifelsfrei am der hervorragenden Spaltbarkeit und den glatten und stark spiegelnden Bruchflächen ;)

Gruß, Erik
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 22 Apr 04, 17:15
Danke Erik,

hier noch mal ein vergrößertes Bild vom vermutlichen Hämatit.

Strich wie gesagt robraun (mehr ins Rote)
Habe mal die Dichte von der Stufe ermittelt
Dichte inclusive Nebengestein ca. 4,1

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 23 Apr 04, 00:37
Jetzt noch mal zum grünen Quarz - Das Bild zeigt eine Art "Kristall" was im anderen Bild irgendwo im oberen rechten Teil des Fotos zu sehen ist. Andere Teile sehen nicht ganz so quarztypisch aus - haben jedoch eine Art "Quarzglanz".


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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 23 Apr 04, 00:43
Nun noch ein paar ander Fotos - ich hoffe ich nerve Euch damit nicht allzu sehr.

Zuerst ein kleines rotes Etwas  2*1 mm ) und einige kleine rote Punkte

Ist das wieder mikrokristalliner Quarz (Chalcedon)?

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 23 Apr 04, 00:49
Noch ein kleines Bäumchen auf der Fläche des Quarzes (dies und das rote Etwas sind auf der Stufe mit dem gefalteten Mineral -Illit- und dem vermuteten violetten Chalcedon).

Es gibt noch ein weiteres Bäumchen  - was kann des sein - beide sind nur 2 bis 3 mm groß.


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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 23 Apr 04, 01:03
Desweiteren fanden sich noch vier eigenartige (teilweise fein gefiederte) "Stücke".
Ich war der Meinung, das es der Metallgrat eines Meisels sein könnte.
Ein Bekannte sagte jedoch, daß dieser anders ausssehe und nicht so fein gefiedert wäre.

Daher meine Frage - was ist das?

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: Jens G am 23 Apr 04, 01:08
Auf einigen befindet sich aauch so eine Art mineralische "Belag". Auf dem Stück des oberen Bildes befindet sich auch auf einer kleinen "Faser" ein "Quarzkristall", welches fest sitzt.

Diese "Teile" fanden sich mitten im Geröllhaufen auf der untersten Sohle.in der Nähe des vermeintlichen Hämatits und der Stufe mit dem Illit, Chalcedon und dem "Bäumchen").

Was könnte das sein - Grat eines Meisels - ist auf alle Fälle magnetisch - soll heißen wird vom Magneten angezogen.

MfG
Jens G

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 23 Apr 04, 09:04
Hallo Jens,

die Kristalle des von Dir richtig als Hämatit angesprochenen Minerals sind höchstwahrscheinlich Pseudomorphosen von Hämatit nach einem Carbonat.   Im Steibruch Elzing kommt Calzit, Dolomit und Siderit vor. Ich nehme an es sind Pseudomorphosen nach Calzit.

Die grünen Kristalle sind vermutlich Cordierit. Bei der letzten Sprengung in der unteren Sohle kamen recht häufig größere Aggregate mit einer für Cordierit hervorragenden Transparenz vor. Cordierit kommt aber fast immer eingewachsen vor. Freistehende und gut ausgebildete Kristalle sind vom Elzing schon etwas besonderes.

Betreffs des weichen Materials: Vor allem im Bereich des östlichen Carbonatganges sind sehr oft weiche Partien von verwittertem Material anzutreffen. Dort kommt auch der Calzedon, der machmal schon fast noch Opal ist vor. Vor einiger Zeit fand man solche Faltungen verkieselt, welche recht attraktive Anschliffe ergaben.

(Gestern Abend war die Seite ja zu. Heute Abend werde ich noch mal paar Bilder dazu auf diese Seite stellen.)

Das letzte Stückchen ist bestimmt ein Eisenabschlag. Im Elzing läßt man eine tonneschwere Eisenkugel auf das Haufwerk fallen um es zu zerkleinern. Da springt schon mal ein Stück Eisen ab. Bei den Kräften die da walten kann sich schon mal ein Quarzkorn innig mit dem Metall verbinden.  

Glück Auf
Uwe
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 23 Apr 04, 09:14
Hallo (noch mal) Jens,

Du schreibst über Probleme bei der Härtebestimmung. Grundsätzlich halte ich persönlich die Härtbestimmung für nicht ganz so aufschlußreich. Um die Härte genau zu ermitteln, braucht man schon einen gut ausgebildeten Kristall des betreffenden Minerales- und wer zerkratzt den schon ?

Für eine ausreichende Härtebestimmung brauchst Du:

ein Stück Kupferblech,
ein Stück Eisenblech,
ein Stück Fensterglas,
einen Kupfernagel,
einen Eisennagel
einen Stahlnagel
ein Quarzkristall,

Was sich vom Kupfernagel ritzen läßt ist weicher als 3. Was das Kupferblech ritzt ist härter als 3. Was sich vom Eisennagel ritzen läßt ist weicher als 4. Was das Eisenblech ritzt ist härter als 4. Was das Glas ritzt ist härter als 5. Was sich vom Stahlnagel ritzen läßt ist härter als 6. Was sich vom Quarz nicht ritzen läßt ist meist härter als 7.

Das langt, um sich ein Bild von der Ritzhärte eines Kristalles zu machen. Die Materialen lassen sich einfach zusammenstellen und nehmen in einer kleinen Schachtel auf dem Arbeitstisch auch nicht viel Platz weg.

Glück Auf
Uwe
 
Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 23 Apr 04, 20:57
Zu meinen vorherigen Beiträgen möchte ich noch eine grobe Skizze des Steinbruches Elzing nachtragen. Interessant sind die beiden Carbonatgänge, wobei der östliche die Bleivererzung gebracht hat. Dort wurde auch Corkit gefunden. Der westliche Gang brachte sehr schöne Calzitkugeln mit Baryt und Pyrit. Bleiglanz, Pyromorphit und Cerussit  gab es ausschließlich an der eingezeichneten Stelle.  Im Nördlichen Teil wurden schöne hellblau Topase gefunden. Am nördlichen Ende des westlichen Carbonatganges gabe es schöne Granate im Pegmatit.

Quarzdrusen, Schörl ud Andalusit kommen überall vor.

Glück Auf
Uwe

 

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 23 Apr 04, 20:59
noch einige Bilder, Größe des Cordieritaggregates etwa  cm,

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 23 Apr 04, 21:02
Das gleiche Tonmaterial welches Jens gefunden hat, aber hier verkieselt und angeschliffen:

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Titel: Re:Stbr. Elzing
Beitrag von: uwe am 23 Apr 04, 21:04
zuletzt Bleiglanz, Er kam nicht besser vor. Freigewachsene Kristalle wie in den erzgebirgischen hydrothermalen Gängen gab es nicht.

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