Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Garfield am 17 Oct 11, 11:21
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Der Bergbau in Hundshübel ging in historischen Zeiten auf Eisenstein u.a. auf dem Gang „Schwalbener Flügel“ und seinen Nebentrümern um.
Beim Bau der Umgehungsstraße Hundshübel wurden nicht nur die bekannten schönen Pegmatitminerale gefunden sondern es kamen auch einige Eisenerze zum Vorschein.
Fundort war ein kleiner Wasserriß auf der Baustelle an der Feldstraße.
Unter den Fundstücken befindet sich ein ca. 1,5 kg schwerer Roteisenstein und die abgebildete Pseudomorphose mit hexagonalen Endflächen.
Kann mir jemand sagen wobei es sich dabei handeln könnte ? (Stufenbreite 6cm).
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Hallo,
ich bin mir nicht sicher, aler cih sehe Oktaeder mit Würfelflächen.
MfG
Frank
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Nach dem optischen Eindruck am ehesten eine Pseudomorphose nach Pyrit.
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Hallo,
Könnte auch Magnetit gewesen sein. Martit (Hämatit nach Magnetit) ist u.a. aus den Skarnlagerstätten der Schwarzenberger Kuppel bekannt. ES gibt jedoch auch gedrungene, fast oktaedrische Hämatit-xx. Allerdings deutet die Farbe und die Struktur eher auf eine Pseudomorphose hin.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo!
Da in dieser Gegend eher reine Eisenerzgänge auftreten,könnte das auch eine Pseudomorphose nach Calcit sein.
Gruß Jens
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Hallo,
für mich sieht das wie eine Pseudomorphose von Hämatit nach Calcit aus. Ähnliche, allerdings kleinere Stücke kenne ich vom Roten Berg.
Glück Auf
Ralf
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Hallo Allerseits,
ich denke ich schliesse mich der Mehrheit an und schreibe "Pseudomorphose nach Calzit" auf das Etikett,
vor allem wenn ähnliche Stücke vom Roten Berg vorliegen.
Danke für Eure Infos und Glück Auf.
Uwe
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Hallo!
Ist aber eine sehr begrenzte Mehrheit mit nur zwei Kommentaren ;D
Gruß Jens
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Hallo
Würde eher sagen nach Pyrit. Kenne das hier aus unserer Gegend vom Königsberg bei Wolfstein.
Gruß Robert
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Hallo,
zum Calcit passt der Oktaeder, Mitte unten, nicht.
Man muss es in Natura sehen, aber ich möchte wetten, dass alle Flächen einfach kubisch zu indizieren sind.
MFg
Frank
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Hallo,
Limonit nach Pyrit. Ich sehe: Dominante Oktaeder- mit untergeordneten Hexaederflächen.
Gruß
Berthold
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Hallo!
Und schon ist die Mehrheit für Calcit verloren ;D
Pyrit klingt plausibel.Ist schließlich auch ein Eisenerz.Die Gänge sind der Roteisen-Baryt-Formation zuzurechnen.Da kann Pyrit schon dringewesen sein.
Hoffentlich machen wir dir jetzt nicht zuviele Umstände,wenn du deine Zettel wieder ändern mußt,aber den kristallographisch erfahrenen Kollegen Berthold und Frank würde ich da schon vertrauen!
Gruß Jens
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Hallo Uwe!
Eine Frage da mal noch!Du schreibst,daß beim Bau der Umgehungsstraße auch Pegmatite gefunden wurden.Leider zeigst du davon nichts.Auch andere zeigen nichts.
Das ist sehr schade!Was kam denn da an Mineralien?War was großes dabei?
Gruß Jens
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Eine Frage da mal noch!Du schreibst,daß beim Bau der Umgehungsstraße auch Pegmatite gefunden wurden.Leider zeigst du davon nichts.Auch andere zeigen nichts.
Das ist sehr schade!Was kam denn da an Mineralien?War was großes dabei?
Stimmt nicht ganz, schau mal ins Lexikon unter Hundshübel, dort habe ich Bilder von Beryllfunden eingefügt, leider habe ich diese auch nur käuflich erworben und nicht selbst gefunden :'( Ich weis aber das einige Forummitglieder Funde beim Straßenbau getätigt haben, also werdet munter und stellt mal Bilder davon im Atlas ein, es braucht ja keiner mehr Angst zu haben das jemand "EURE" Fundstelle besucht, da es ja nichts mehr zu finden gibt weil der Bau der Straße längst abgeschlossen ist ;)
Gruß Jürgen
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Ich will ja Berthold nicht widerlegen aber so große Pyrit-Kristalle
gibt es meines wissens häufig im Berbaudistrikt Minas Gerais in Brasilen, aber hier ?
Hab Pyrit aus Kamsdorf in Chalkopyrit eingewachsen in max. 6mm vorliegen.
Vom Erzgebirge kenne ich bis jetzt nur Chalkopyrit-Rosen oder Kristalle.
Der große Kristall ist immerhin 1,4 cm im Durchmesser !
Wart ich hald noch ein bischen mit der Ettikettierung, mal sehen ob sich die statistischen Aussagen noch ändern !
Glück Auf.
Uwe.
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Hallo,
für mich sieht es immer noch wie ein Oktaeder mit Würfelflächen aus.
Ob da vorher Magnetit oder Pyrit war kann ich nicht sagen.
MAch doch einmal folgenden TEst:
Schau auf die Würfelflächen mit den rechten Winkeln. Dann solltest du über die Ecke und Kante gepeilt auf genau so eine Fläche treffen.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1291483809.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1291483809.jpg)
Bei dir sind die viereckigen Flächen größer.
MfG
Frank
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Hallo!
Das witzige bei dem großen Kristall unten mittig ist ja eigentlich,daß die vermeintliche Oktaederfläche völlig eben ist.Also ist der Kristall eigentlich ein...?
Gruß Jens
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Also ich würde auch einen Magneten dran halten udn den Strich nochmal testen ...
Vielleicht hat Seabastian recht.
Aber Calcit... Man müsste das Stück live sehen
Frank
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Hallo!
Hab da gerade nochmal nachgeschaut.Wenn die gerade Fläche die 111er ist,dann schließt sich daran die 100er mit 4 Ecken an und dann stimmt schon der Oktaeder kombiniert mit dem Würfel.Also Hut ab vor dir Krizu!
Gruß Jens
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Hallo,
Danke für das Lob, aber eine es ist eine realtiv simple Vorgehensweise im kubischen Gitter:
Du suchst einen rechten Winkel und sagst, diese Fläche ist 100. Dann drehst du den Kristall um 90°und suchst senkrecht Flächen mit rechten Winkeln. So legst du das Koordinatensystem fest. Falls es nicht passt, suchst du den nächstne rechten Winkel ;-)
Dreieckig ist 111 ;-) 8x ist Oktaeder und 4x ist Tetraeder.
Wirklich kein HExenwerk.
Frank
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Hallo!
Ja,wenn man täglich mit der Materie zu tun hat,hat man wahrscheinlich auch das räumliche Einfühlungsvermögen dazu.Ich müsste da zuviel denken und da bin ich zu faul dafür ::)
Aber ein Bild hab ich trotzdem mal.
Gruß Jens