Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: Achim am 25 Oct 11, 10:02
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Hallo,
der Punkt drückt mich schon eine ganze Weile und gärt vor sich hin, ich will es versuchen in Worte zu fassen und zur Diskussion stellen.
Neben diesen für mich relativ neuen Hobby (gut 1 Jahr) betreibe ich vor allem visuelle Astronomie und Teleskopbau/Teleskopoptikherstellung. Bei diesen Hobbies ist ein wesentlicher Bestandteil das Teilen von Erfahrungen, der Rege Austausch mit gleichgesinnten und auch die Weitergabe von Tips und Anregungen. Hat man selber eine pfiffige Lösung für ein Problem gefunden wird diese gerne geteilt, man freut sich über Nachahmer (das würdigt ja auch die eigene Leistung) auch wenn das nachgebaute Teleskop dann vielleicht noch besser als das eigene geworden ist.
Mit der Mineralogie ist dies doch – meine Erfahrung – ganz anders. Die Weitergabe von Erfahrungen zur Mineraliensuche beschränkt sich meist auf Informationen über nunmehr erloschene Fundstellen, Sperrungen von Steinbrüchen …. Kurz – man erfährt was einem nun entgehen würde wenn man schon über die (gut gehüteten ?) Fundstellen Bescheid gewusst hätte. Insbesondere in den letzten Wochen habe ich diesen Eindruck gewonnen. Dies ist ernüchternd bis frustrierend. Anfragen ob man als Newbie mal bei jemanden Erfahrenen mitgehen kann verlaufen im Sande.
Nur im eigenen Saft schmoren, Bilder von tollen Stufen Posten und dann den Mantel der Verschwiegenheit über Fundstellen zu breiten wäre nicht mein Ding. Ich verstehe schon, dass man hier nicht so offen mit Details ‚hausieren geht‘, doch ist kann man zum Teil den Eindruck gewinnen, das ein elitärer Kreis eifersüchtig eigene Pfründe hütet und anderen nur den Mund wässrig macht.
Was kann / sollte ich (anders?) machen, um einen besseren Zugang zu finden?
Viele Grüße
Achim
p.s. Nicht das ein falscher Eindruck entsteht: hier im Forum habe ich tolle Unterstützung gefunden sowohl was die Mineralienbestimmung als auch Fundortzuordnungen betrifft. Ich würde nur sehr gerne selber finden, auch wenn es sich nur um Belegstücke oder 08/15-Stufen handeln würde.
p.p.s Sterne beobachten hat den großen Vorteil: die sind auch morgen noch da, selbst wenn von tausenden gleichzeitig beobachtet wird; die werden einem auch nicht geklaut.
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Hallo Achim,
ich glaube das Problem liegt im Besitzverhältnis:
Beim Sammeln bist du in der Regel auf die "Gutmütigkeit" anderer Personen angewiesen, der Grundstückseigentümer oder sonstiger weisungsbefugter Personen der Lokalität.
Die kann aber ganz schnell in Agression umschlagen, wenn tausende an I-Net-Usern sich dort tummeln oder wenige rabiat vorgehen.
Daher kann ich auch verstehen, wenn sensible Fundstellen nicht breitgetreten werden oder nur per PN verteilt werden.
Ja, das sammeln wird weniger. Hagen-Donnerkuhle zu, Holzen zu, Blaue Halde gesperrt, Mendig zu, Rhodenhaus zu....
Dann bleibt nur da Knipsen.
Die Sterne gehören keinem auf der Erde... noch nicht... 8)
MFG
Frank
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Hallo Achim.
Da ich selber erst vor kurzem wieder angefangen habe, selber Mineralien zu sammeln (und das in einer neuen, mir unbekannten, Region in Deutschland), kann ich deinen ersten Eindruck durchaus verstehen.
Ich habe selbst schon Fragen nach mehr Details zu bestimmten Fundregionen gestellt und bisher nicht viel Antwort bekommen, doch dies hat verschiedene Gründe.
Ich möchte mal versuchen aufzuzählen, welche Gründe es meiner Meinung nach hat, dass man nicht jede Information bekommt:
1. Hier im Forum sind Sammler aus ganz Deutschland vertreten, aber möglicherweise nur sehr wenige in deiner Region, die evtl. auch nicht immer online sind. Von daher musst du vielleicht nur ein wenig warten, bis die richtigen Personen online sind und deine Forenbeiträge dann auch noch zufällig lesen.
2. Es ist nicht unbedingt nötig, dass andere Sammler dir auf Anfrage Informationen über Fundstellen geben. Das Fundstellenlexikon ist sehr umfangreich und auch wenn hin und wieder einige Fundstellen nicht so genau im Lexikon beschrieben sind, so kann man die Fundstellen mit etwas eigener Recherche in Literatur und Internet, sowie Vor-Ort-Erkundung finden. Mir hilft beispielsweise bei der Vorbereitung zum Auffinden einer solchen Fundstelle GoogleMaps oder GoogleEarth ganz gut und vor Ort muss man meist einfach nur noch den Trampelpfaden der Sammler folgen oder Einwohner nach dem Weg fragen.
3. Vom Fossiliensammeln her kenne ich auch persönlich die Einstellung "älterer Hasen", welche ich unter bestimmten Umständen auch selber vertrete: Wenn man seine Fundstellen preis gibt, spricht sich dieses meist sehr schnell herum. Sollte es dann auch noch eine Fundstelle mit Raritäten sein, dauert es meist nicht lange, bis auch ein paar "schwarze Schafe" (evtl. noch im Auftrag von Kommerziell denkenden Personen handelnd) darauf aufmerksam werden, die dann bestimmte Verhaltensregeln missachten. Ist dies der Fall, geht es oft ganz schnell, dass der Zugang der Fundstellen für uns Sammler unmöglich gemacht wird, indem keine Betretungserlaubnis mehr erteilt wird und teils sogar mit hohen Strafen gedroht wird.
4. Aus dem in Punkt 3. genannten Szenario ergibt sich eine weitere denkbare Möglichkeit: es kommt öfter vor, dass Fundstellen, an denen noch aktiv abgebaut wird (und somit die Fundmöglichkeiten noch gut sind), bereits für Sammler gesperrt sind (sei es durch Verstöße einzelner weniger Sammler oder einfach nur, weil sich die Betreiber rechtlich ganz absichern möchten und den Aufwand scheuen, Sammlern den Zutritt zu gewähren). In so einem Fall würde wohl kaum ein Sammler öffentlich zu geben, dass er vielleicht doch gelegentlich "ausversehen" ein "Zutritt streng verboten!"-Schild übersieht und die Fundstelle betritt.
Natürlich tut dies keiner von uns ;)
5. Die einfachste Erklärung ist aber wohl diese: In den letzten Jahrzehnten sind tatsächlich viel mehr Fundstellen erloschen, als sich neue aufgetan haben. Dies ist zum Einen in dem zurückgehenden Bergbau zu erklären, aber auch durch die Modernisierung der Abbaumethoden oder einfach dem Zuwachsen der alten Halden und Steinbrüche.
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Hi
meines Erachtens sollten die Internetportale als Informationsquelle über aktive, vielleicht nur wenige Tage bestehende Mineral- oder Fossilfundstellen nicht überbewertet werden. Solche Tips zu Fundmöglichkeiten bekommst Du nur von guten Kumpels, zu denen Du eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut hast. Haste mal einen "Geheimtipp" blöderweise zu freizügig im Internet beschrieben, schon kannst die Fundstelle vergessen: Leergesammelt, weggesprengt, zugemüllt, alles schon vorgekommen und hier im Forum ausgiebig zu bestaunen. Drum gibts denke ich von den meisten Kollegen hier sowas nur per PM, wenn überhaupt. In den Printmedien (LAPIS MinWelt etc) gibts solche Fundstellenbeschreibungen ja auch erst, nachdem der Steinbruch schon wieder begrünt sind, auf der Baugrube schon die Einfamilienhäuser prangen oder auf der Autobahn die Brummis wieder rollen.
Am besten ist immer noch, sich anhand von Geologische Kartenwerken die interessanten Bereiche herauszusuchen und generell alle Erd- und Aufschlussarbeiten in diesen Bereichen zu beobachten. Irgendwann trifft er auch Dich, der Superfundhammer
Glück Auf!
GEOMAXX
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Hallo,
wenn man hauptsächlich in seinem Heimatgebiet sammeln will, ist man am besten in einer Sammelgruppe (VFMG oder anderem Verein aufgehoben). Dort werden Neufunde besprochen und auch die Fundstellen. Je länger man sich kennt, desto besser die Informationen über neue Fundstellen. Da kann man sich auch gut über gemeinsame Exkursionen absprechen. Ohne diese monatlichen Treffen hätte ich in den 40 Jahren schon meine Sammeltätigkeit eingestellt. Foren sind gut,aber persönliche TReffs besser und interessanter.
wilbi
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Hallo Achim,
ich habe meine Sammlertätigkeit vor ca. 7-8 jahren wieder aktiviert und von Null begonnen.
1) Wertvolle Tipps erhältst du hier im Forum. Schau wer in deiner Gegend wohnt und spicht ihn/sie direkt an. Da ergibt sich bestimmt der eine oder andere Kontakt und flux hat man sein Netz an weiteren Sammlern beisammen
2) Kaufe dir zusätzlich Fundstellenliteratur - auch da gibt es sicherlich noch viele attraktive Fundpunkte
3) gehe auf kleinere, lokale Mineralienmessen. Die Sammler dort berichten meist sehr stolz über die Funde und Möglichkeiten und du hast die Möglichkeit weitere Kontakte zu knüpfen.
4) Wie schon Wilbi erwähnt sind Sammlervereine ebenfalls ein guter Kontaktpunkt.
.... und bitte nicht vergessen, auch deine Funde dann mit deinen Kontakten auszutauschen ;)
Grüße
Michael
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Hallo Achim,
auch erst seit 3 Jahren dabei, kenne ich dieses Problem. Wobei ich denke, dass es sich auf das Fundstellenthema begrenzt, denn der Austausch über alles andere ist doch weitgehend frei von Geheimniskrämerei.
Die Gründe hierfür wurden ja bereits genannt. Und ehrlich gesagt, die, die da in ihrem eigenen Saft schmoren, können es von mir aus gerne tun.
Für mich ist das "Suchen" eigentlich der zentrale Aspekt meines Hobbies - nur gelegentlich kaufe ich mal etwas hinzu. Tja, und damit stehe ich vor dem gleichen Problem.
Was mir hilft, sind Geduld und Bescheidenheit. Das ist sicherlich einfacher gesagt als getan. Aber: Die geballte Herrlichkeit an Stufen, die man so im Internet und Börsen zu Gesicht bekommt, ist auch das Ergebnis der geballten Aktivität zig-Tausender, teilweise auch mit Möglichkeiten, die uns nie zur Verfügung stehen würden. Davon sollte man sich nicht blenden lassen.
Letztlich kann man diesbezüglich nur sein eigener Massstab sein, damit fängt es schon mal an. Ich habe mir das lange Zeit auch deutlich einfacher vorgestellt, aber mit der Zeit und Erfahrung bekommt man doch mit, dass das Wenigste nur darauf wartet, von jemanden mitgenommen zu werden.
Ich habe mich bzgl. der Fundstellen erst einmal hier im Mineralienatlas kundig gemacht und auf Halden gibt es eigentlich immer etwas zu finden (wenn sie nicht schon seit etlichen Jahren zugewachsen oder renaturiert sind) - das hängt dann primär von den eigenen Ansprüchen ab. Und insbesondere wenn es in die Alpen geht, dann orientieren sich die Touren sicherlich auch an Fundstellen, aber es ist schon mal die Tour selbst, die mir Spass macht. Und wenn es mal eine Tour im Lande ist, dann sehe mir meistens mehrere (potentielle) Fundstellen an und packe eine in die Route, von der ich mit grosser Wahrscheinlichkeit etwas mitnehme. Wobei ich mich auch immer noch über eine kleine Fluoritstufe von der Halde 139 (Lauta) freuen kann (auch wenn ich sie vielleicht bei der nächsten Durchmusterung in die Tonne kicke). Und wenn nun doch mal etwas interessanteres dabei ist, dann freut es mich umso mehr.
Was ich nun selbst nicht finden konnte, aber nun unbedingt haben will, kann ich letztlich immer noch kaufen.
Ich habe inzwischen hier und da Kontakte, bin auch in einem kleinen Mineralienverein, aber die brandheissen Tipps habe ich auch noch nicht bekommen. Ich denke, von denen gibt es auch gar nicht so viele. Wo sollen die denn auch her kommen? Wir leben ja nicht mehr auf einer terra incognita, auf der grosse Entdeckungen an der Tagesordnung sind. Also wird sich das meistens auf temporäre Aufschlüsse in Steinbrüchen und bei Bauarbeiten beschränken. Temporär bedeutet für mich: bis ich Gelegenheit habe, dort hin zu kommen, ist das ohnehin schon wieder Schnee von gestern.
Es ist bei mir nun allerdings auch so, dass ich relativ wenig Zeit habe, diesem Hobby nachzugehen. Insofern genügt mir auch das, was ich dann im Winter an Funden aufzuarbeiten habe. Und mein "Wunschzettel", was ich noch gerne machen möchte, schrumpft damit auch nicht sonderlich schnell. Denn auch wenn das Finden das Highlight ist, hat die Beschäftigung mit diesem Thema drumherum ja auch ihren Wert.
In den 3 Jahren hat sich meine Erwartungshaltung (vermutlich) auf ein realistisches Mass eingebremst (ich habe mir das Anfangs alles etwas einfacher vorgestellt - z.B. Berg hoch, Adlerauge über das Anstehende streifen lassen, Hammer raus, Kluft öffnen, usw. ;D), aber auch mit der kann ich gut leben.
Das ist jedenfalls meine Art, mit dem Thema umzugehen. Das wird sicherlich jeder anders tun (Geschiebesammler haben (zumindest in Norddeutschland) zum Beispiel wesentlich weniger Probleme mit der Fundstellenthematik). Aber vielleicht sind ja auch ein paar Gedankenansätze für dich dabei.
Viele Grüsse
Andreas
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Hallo Achim,
neben den schon genannten Kontaktmöglichkeiten (PM, Vereine usw.) ist der beste Weg zu schönen Eigenfunden immernoch folgender: Suche Dir aktive Fundstellen in deiner Region und besuche sie regelmäßig! Selbst in Aufschlüssen, die jahrelang nicht viel brauchbares Material liefern kann es vorkommen, dass sich durch eine Sprengung, einen Hangrutsch, eine Baggerarbeit etc. unverhofft eine fündige Zone auftut. Das geht ganz ohne "heiße Tipps" (für die es, bis man sich in Bewegung gesetzt hat, meist eh zu spät ist). Mit etwas Ausdauer und Glück kommen auch die Funde und zudem lernt man viele aktive Gleichgesinnte vor Ort kennen.
Kopf hoch,
besten Gruß
Stefan
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Hallo Achim!
In deinem Forumprofil steht Herkunft München.
In der Mitgliederkarte hast du dich nicht eingetragen.
In München gibt es ja nun einen großen Verein.
Ich hatte schon mal darauf hingewiesen,daß sich die Mitglieder unseres Forums/Lexikons doch bitte zu erkennen geben sollten.Da wird sich angemeldet und das wars dann.Manchmal hockt dann eine Straße weiter ein anderer Sammler und keiner weiß was vom anderen.
Wenn du wirklich in München bist-ich bin am Airport draußen ;)
Gruß Jens
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Hallo,
vorneweg: herzlichen Dank für die sehr umfassenden und für mich hilfreichen Antworten. Ich kann doch einiges an nützlichen Ansätzen für mich daraus entnehmen. Leider wohne ich in einer Region, die mineralogisch fast nichts her gibt (Emskirchen, ca. 30 km NO Nürnberg, habe eben mein Benutzerprofil entsprechend geändert - München ist der Geburtsort).
Neben Kieselhölzern (da habe ich mittlerweile einige Steigen voll) und Keuperhornsteinen (teils relativ bunt, jedoch nicht mit den Schaustücken der Hohenloher Ebene zu vergleichen) wüsste ich nichts, was im Radius von unter 1 Autostunde erreichbar ist.
So mal am Abend, nach der Arbeit zu Suchen gehen ist leider nicht wirklich möglich, sammel(versuche) beschränken sich auf das Wochenende oder den Urlaub. Ganz mit leeren Händen möchte man dann auch nicht dastehen.
Momentan halte ich das Hobby primär über die Bearbeitung von Steinen aktiv - ich schneide und poliere Hornsteine , Jaspis und Achate. Die Achat-knollen und -Fragmente sind meist erworben. Über die Eigenbearbeitung habe ich zumindest einen gewissen direkten Bezug, das Schneiden ist immer spannend, mit einer sauberen Politur 'erweckt man das Objekt erst richtig zum Leben'.
"Was mir hilft, sind Geduld und Bescheidenheit. " - in diese Richtung habe ich mich schon sehr weit bewegt, vielleicht noch nicht weit genug. Mit meinen 48 Lenzen bin ich auch kein Heissporn mehr.
Viele Grüße
Achim
p.s. wenn jemand am Kieselhölzern oder Hornsteinen interessiert sein sollte ...
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Hi,
ich würde mich mal um den ehem. Erzbergbau im Steigerwald kümmern!
GA
Schlacke
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Emskirchen, ca. 30 km NO Nürnberg
nicht eher NW ? ;)
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Hallo Achim
Tja, was soll ich da sagen : Da gibt es schon ein paar Sammler bei Dir in der Gegend, die sich bestimmt darüber freuen würden, wenn Du Dich mal öfter bei ihnen melden würdest... ::)
Ansonsten habe ich gerade eine nette neue Fundstelle hier eingestellt, die nicht weit weg ist und bestimmt einen Besuch lohnt (wenn vielleicht auch eher für Fossiliensammler). Guckst Du hier :
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,28379.msg219290.html#msg219290
Glück Auf
Thomas
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Hallo,
@ Kluftknacker: jep, nordwestlich, nicht nordöstlich - danke für die Korrektur
@ Schlacke: danke für den Hinweis, da muss ich mich hier im Atlas erst mal 'Schlau' machen, welche moglichen Fundpunkte mit welchen Minerealien in Frage kommen. Ich muss auch erst lernen nach was man dann ausschau halten muss, bin eben nach wie vor Laie. Nächste Woche habe ich frei, da findet sich bestimmt eine Gelegenheit es ein erstes mal zu versuchen.
edit: habe gerade nachgesehen und den Steinbruch Maroldsweisach gefunden. Bei Zugangsbeschränkungen heist es: Geschütztes Naturdenkmal. Sammeln verboten - da ist es wieder, eines der Probleme - grrr
@ Thomas: danke für den Hinweis zur neuen Fundstelle, klingt sehr interessant. Zunächst konnte ich mit der Datei *.kmz nichts anfangen, nun weis ich das diese mit Google-Earth lesbar ist - etwas dazugelernt.
Viele Grüße aus Emskirchen
Achim
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Der richtige Zugang hängt auch von der Bereitschaft, was kann und will man investieren, ab. Dabei spielen Zeit und bekanntlich auch Geld eine Rolle. Zeit zu investieren bedeutet zum Einstieg, egal ob als Neuling oder für ein neues Revier, ausreichendes Literaturstudium. In erster Linie die Geologie des betreffenden Geländes oder Sammelgebietes durchforsten, z. B. nach Mineralvorkommen, Lagerstätten usw., Literaturlieferanten sind UB's, Fachzeitschriften, im Buch-Handel erhältliche Werke, Handbibliotheken örtlicher Sammlervereinigungen (VFMG). Fundbelege gibt es meist in kleineren Museen, die neben regionalen Themen auch die örtlich Naturkunde berücksichtigen.
Erschwerend wirken sich die "Steine" aus, die man auf Webseiten entdeckt , bei denen nur vage oder keine Quellen angegeben sind, woher sie stammen. Hier müssten die Admins ein Augenmerk auf Vollstängigkeit legen. In manchen Fällen ensteht beim Betrachter der Eindruck der Fahrlässigkeit bzw. des Vorsatzes, weitere Hinweise zu unterbinden um 'Mitsucher' von einer Fundstelle fern zu halten. Demnächst werde ich mal ein Beispiel zeigen.
Wir haben hier in Deutschland Geologische Landesämter, deren Bestände teilweise digital in Netz stehen bzw. die eine recht umfangreiche Bibliothek besitzen und laufend neue Forschungsergebnisse veröffentlichen, auch davon kann der 'Einsteiger' profitieren. Natürlich sollte man sein Revier auch regelmässig auf Erdarbeiten überprüfen.
Daneben geben topographische Karten, TK 25 oder GK 25 Hinweise mit entsprechender Signatur auf Stollen, Abbaue usw.
Glückauf!
Schlacke
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Hallo Schlacke,
ich werde versuchen deinen Hinweis mit ehem. Erzbergbau im Steigerwald aufzugreifen. Über ein Antiquariat habe ich eben ein Jahrbuch der Landkreises Kitzingen bestellt - ich hoffe dieses gibt brauchbare Hinweise. An sonsten wäre ich für jeglichen Tip / Literaturhinweis (oder gar Kopien) sehr dankbar.
Viele Grüße
Achim
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Hi,
hier noch ein Nachschlag: Gips- und Anhydritbergbau bei Iphofen/Steigerwald.
und:
Höllerl, H.: Die Steinhauerei im Steigerwald und Haßbergen, in: Die Industrie der Steine und Erden: Mitteilungsblatt der Steinbruchs Berufsgenosenschaft, Jg. 91, Nr. 5, Hannover: 1981, S. 196-197
Glückauf!
Schlacke
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ich werde versuchen deinen Hinweis mit ehem. Erzbergbau im Steigerwald aufzugreifen.
Hallo, ein Update hierzu (falls es interessiert). Das Buch habe ich nunmehr bekommen und studiert. Mein Fazit: die Mineraliensuche ist leider nichts lohnenswertes zu erwarten, außer man ist an Toneisensteingeoden interessiert. Es gibt in der Region 3 Trichtergrubenfelder. Jede der Anlagen umfasst hierbei mehrere Tausend Grablöcher. Es gibt bei zwe der Felder eindeutige Belege, dass auch Eisen verhüttet wurde. Eine Belege für eine eindeutige zeitliche Zuordung sind jedoch nicht vorhanden. Bei einer der Anlagen vermutete man die Latenezeit, konnte dies dann jedoch nicht erhärten.
In Iphofen wurde - jedoch nur für wenige Jahre - auch Tatsächlich Bergbau betrieben. 1568 erschien in dem Städtchen der Bergmeister Ulrich Stecher aus Marienberg in Sachsen und eröffnete dem Rat, dass eine im Vorjahr entnommene Steinprobe "in der Prob reichlich an Silber, Pley und anderem erzeigt" - gefunden wurde dann jedoch nichts kommerziell verwertbares. Zu jener Zeit scheint es landauf/landab eine Bergbaueuphorie gegeben zu haben, die in der Region des Steigerwalds jedoch keine verwertbaren Erze zu Tage gebracht hat.
Interessant (finde ich) nur fürs Sammeln eine Sackgasse.
Viele Grüße
Achim
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Hallo Achim,
ich habe diesen Thread erst heute zur Kenntnis genommen. Einen von Dir geäußerten Kritikpunkt, zu dem bisher wenig gesagt wurde, möchte ich aufgreifen: 'Die Planung von gemeinsamen Touren mit erfahrenen Sammlern verläuft meist im Sande': Hierfür kann es viele Gründe geben, nicht alle müssen in der Unwilligkeit jener Leute, Fundstelleninformationen zu teilen, begründet sein.
Wer als Sammler aus welchen Gründen auch immer (eigene HP, häufige Präsenz/Wortmeldung in Foren, etc.) häufig in Erscheinung tritt, wird öfter von Anfängern angeschrieben, die um eine gemeinsame Sammeltour anfragen. Je nachdem, wie viel Zeit man selbst für das Hobby hat, wird man dem mehr oder weniger aufgeschlossen begegnen. Konkret ist es häufig so, dass man mit bestimmten Wünschen konfrontiert wird: Ein bestimmtes Fossil oder Mineral, ein bestimmter Aufschluss soll es sein, Fundgarantie sollte gegeben sein, der Arbeitsaufwand sollte in einem bestimmten Rahmen liegen, usw. Wenn das nicht in den eigenen Sammlungsschwerpunkt passt oder diese Wünsche einfach nicht realisierbar sind, wird es mit der Tour nichts werden. Oder die notwendigen Aufschlussbedingungen bestehen zur Zeit nicht und man muss den Termin auf unbestimmte Zeit vertagen. Gerade die Aufschlüsse, die konstant und ohne schwere Arbeit garantiert Funde liefern und damit den verständlichen Wunsch eines Anfängers, nicht mit leeren Händen nach Hause zu gehen, bedienen, sind für alteingesessene Sammler oft ziemlich uninteressant, weil sie bereits seit langer Zeit über reichlich Belege von dort verfügen. Man möchte nach Möglichkeit seine Zeit darauf verwenden, selbst neue Entdeckungen zu machen.
Ziemlich häufig bekomme ich Anfragen von Leuten, die in Holzmaden oder generell an der Schwäbischen Alb sammeln möchten. Speziell im Sommer könnte ich fast jedes Wochenende eine Tour für jemanden auf die Beine stellen zu den klassischen Fundstellen der Alb, die sich derjenige aber auch mühelos aus dem Internet ziehen und selbstständig anfahren könnte. Nur interessiert mich die Thematik kaum, ich möchte meinem Hobby lieber andernorts nachgehen. Dafür müssen die Anfragenden einfach Verständnis haben. Als langjähriger Sammler kommt einem im Lauf der Zeit einfach der Enthusiasmus abhanden, jede Anfrage in der Minute des Eintreffens ausführlich zu beantworten und allen Wünschen des Fragenden voll zu entsprechen. Als Sammler betreibt man ein Hobby - eine Freizeitbeschäftigung zur eigenen Freude - und es existiert weder ein rechtlicher noch ein moralischer Anspruch Dritter darauf, dass man seine eigene Freizeit zu ihrem Vergnügen oder Gewinn aufwenden muss.
Zuletzt bleibt noch die Frage des "Rücklaufs": Was habe ich selbst davon, Neulinge durch die Aufschlüsse zu führen? Idealerweise erhält man im Gegenzug ebenfalls Fundstelleninformationen und ähnliches, wenn sich der Neuling weiter umtut und an Erfahrung gewinnt. Im besten Fall entwickelt sich daraus ein konstanter gegenseitiger Wissensaustausch. Leider ist das häufig nicht der Fall - viele Neulinge beschränken sich auch langfristig nur auf altbekannte und von der halben Sammlerwelt frequentierte "Massenaufschlüsse", die man selbst bereits zu Genüge kennt. Auch kommt es auf die Mentalität des Neulings an: Erwartet er von der Führung eines "alten Hasen" Fundgarantie, oder ist er realistisch genug, auch Misserfolge hinzunehmen und trotzdem weiter geduldig am Ball zu bleiben? Stänkert ein Neuling im Anschluss an eine Tour, dass seine Wünsche nicht im vollen Maß erfüllt wurden, war das garantiert die erste und letzte gemeinsame Unternehmung. Meiner Erfahrung nach verläuft sich ohnehin mindestens die Hälfte der "Erstkontakte" mit Neulingen nach der ersten gemeinsamen Tour im Sande, und zwar von deren Seite ausgehend, nämlich wenn die Erwartungen nicht erfüllt wurden. Entweder verlieren sie das Interesse am Hobby ("ich dachte, das sei einfacher") oder sie machen sich auf die Suche nach einem anderen Guide, der hoffentlich höhere Fundchancen zu bieten hat.
Von Vorteil ist es auch, wenn man sich vorher schon mal irgendwo getroffen hat und feststellt, dass man menschlich miteinander kann. Immerhin muss man auf einer Tour ja stundenlang miteinander klarkommen und auch im Anschluss weiter einen gedeihlichen Kontakt halten. Es gab Leute, da habe ich den ganzen Tag nur das Ende der Tour herbeigesehnt und war an einem darüber hinaus gehenden weiteren Kontakt absolut nicht interessiert...
Das soll keine Generalisierung sein, im Gegenteil trete ich dafür ein, den Einzelfall zu beachten. Es kommt darauf an, dass sich bei Anfragen die beiden richtigen Personen begegnen: Das Interesse des Neulings sollte mit dem Sammlungsschwerpunkt des "alten Hasen" zusammenfallen. Dann klappt es auch mit gemeinsamen Touren.
Gruß,
Rainer
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Hallo,
da habe ich aber ganz andere Erfahrungen gemacht:
Die "alteingesessenen" Sammler sind einfach nur "alt", deren Keller ist voll. Sie sind satt und führen ab einem gewissen Alter keine Exkursionen mehr durch. Da ist keine Motivation zu erkennen, auch jüngeren an das Thema heranzuführen oder zu einer Fundstelle hinzuführen. Und: Das kann man denen auch nicht zum Vorwurf machen. Ausnahmen sind möglich, aber selten.
Kluftknacker
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Hallo Kluftknacker,
dazu möchte ich aber was sagen: "Alteingesessen" bedeutet nicht zwangsläufig auch "alt an Jahren" - man kann sich auch durchaus in der Lebensmitte bereits als erfahren und mit langjähriger Sammelpraxis gesegnet sehen. Aber natürlich gibt es auch jene, die auf ein langes Sammlerleben zurückblicken und sich - wohlverdient! - lieber zu Hause der Aufbereitung ihrer Sammlung widmen, als noch bei Wind und Wetter durchs Gelände zu streifen.
"Mit dem Alter kommt die Ruhe", sagt man ja auch so schön. Je älter man wird und je mehr Lebenserfahrung man sammelt, umso geduldiger wird man bezüglich des Hobbys. Der verständliche Enthusiasmus gerade junger Neulinge treibt sie mit hoher Frequenz ins Gelände, jeder Tag ohne Fundstellenbesuch ist eine verpasste Chance auf Funde. Ältere bzw. erfahrene Sammler können dem entgegnen: Was ich heute nicht finde, finde ich eben morgen. Oder nächsten Monat, nächstes Jahr... Parallel dazu gewinnen andere Dinge an Bedeutung (Familie, die Pflege weiterer Hobbys oder sozialer Kontakte) und das Sammeln stellt nicht mehr zwangsläufig den alles beherrschenden Lebensinhalt dar.
Auch das habe ich schon erlebt: Neu geknüpfte Kontakte mit jungen Sammlern, die am liebsten sofort für die nächsten x Wochenenden bereits die gemeinsame Tourenplanung vorgenommen sehen möchten. Bremst man hier etwas und verweist auf andere Verpflichtungen, kann das durchaus als Desinteresse oder gar Ablehnung missverstanden werden.
Gegen Sattheit ist übrigens im Prinzip nichts einzuwenden: Auch mich locken Möglichkeiten für Funde, die ich schon in zahlreichen Exemplaren in der Sammlung habe, nicht mehr hinter dem Ofen vor. Zwar ist auch mir die Erfahrung des Sammelns und Findens an sich sehr wichtig, aber was habe ich davon, wenn ich wegen "Allessammelns" zu Hause schlussendlich kaum mehr Platz für wirklich Neues habe?
Warum Neulinge also Schwierigkeiten haben, einen erfahrenen Guide oder gar langfristigen Mentor zu finden, hat vielschichtige Gründe. Wichtig ist, dass beide Seiten auf einander eingehen - der "alte Hase" kann offen und ehrlich seine zögerliche Haltung erklären, statt den Neuling zu ignorieren oder mit Ausreden abzuspeisen, und der Anfänger sollte im Gegenzug, bei allem Enthusiasmus, auch Verständnis für sein Gegenüber aufbringen. Wie auch sonst in allen anderen Bereichen des menschlichen Miteinanders hilft auch beim Hobby das miteinander Reden und etwas Empathie dabei, Missverständnisse und Stress zu vermeiden.
Gruß,
Rainer
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Ältere bzw. erfahrene Sammler können dem entgegnen: Was ich heute nicht finde, finde ich eben morgen. Oder nächsten Monat, nächstes Jahr.
Nach meiner Erfahrung steht die Alterspyramide bei Sammlern extrem auf dem Kopf, sieht eher aus wie ein Schalenpokal auf dünnem Stiel. Kurz: Auch die "Mitte" zwischen 25-55 ist ausgedünnt. Selbst diese sagen - wie auch die noch älteren: Was ich nicht gefunden habe, suche ich auch nicht mehr.... ;)
Kluftknacker
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;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D
cool ich bin die Mitte.
Gruß Futzi
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Manchmal fehlt es aber auch an den richtigen.....
Man sucht nach einen Mitstreiter - und nicht nur einen der mal was finden möchte .
einige haben sich schon bei mir gemeldet und wollten doch sofort losgehen und Fundstellen besuchen - ausnahmslos Neu Intressierte .
jedoch kam es in noch keinen Der fälle zu einer wirklichen Exkursion .
Natürlich ist es an einigen Fundstellen oftmals Langweilig was die Funde betrifft man kehrt oft nur mit Erfahrung zurück .-
Äußert man solche Meinungen im Vorfeld und bremst somit die Hoffnung der Neulinge auf Top funde - ist das gerade noch vorhandene Intresse schnell auf Null -
sagt man vorher nichts - geht auf Tour - und es gibt eben einfach nichts gescheites zu finden - ist es ebenso -
Oftmals wird auch vergessen welche Zeit Mühe und Arbeit es gekostet hat eine selbstgefundene Sammlung zusammenzutragen
weden dann die schönen stucke in der Sammlung gesehen denkt keiner daran das man dafür schon viele Jahre immer wieder auf tour war ...
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Hallo,
Selbst diese sagen - wie auch die noch älteren: Was ich nicht gefunden habe, suche ich auch nicht mehr....
Hmm... ich denke das hängt mit der Ernsthaftigkeit zusammen, mit der das Hobby betrieben wird. Ich zähle mich auch noch an der Grenze zur Mitte :) Doch es werden bei mir eigentlich eher mehr Gesteine, die es noch zu finden gilt. Ich persönlich habe das Glück mit einem Mentor in gutem Kontakt zu stehen, der mit großen Schritten auf die 80 zu geht. Von einem Gang runterschalten, keine Spur. Im Gegenteil, die Vorschläge für die nächsten "Auslandseinsätze" kommen von ihm. Ich denke, dass ein geringeres Interesse im Alter auch mit einem Wandel ebendieser Interessen einher geht. Wenn ich als junger Mensch auch "nur mal so" einen Stein aufgehoben habe, werde ich im Alter vermutlich auch kein Gas mehr geben. Ich kenne im Prinzip 2 Sorten von Sammlern, entweder mit Haut und Haaren und Wind und Wetter dabei, oder so la la, weil gerade nichts besseres im Fernsehen kommt (und es in gerade jungen Jahren natürlich die Zeit zulässt). Und wenn ich mein Hobby ernsthaft betreibe, werden sich früher oder später fruchtbare Kontakte ergeben, wie im alltäglichen Leben auch, und die sind dann keiner bestimmten Alterssschicht unterlegen, sondern Interessen bezogen. Allerdings muss ich Kluftknacker insofern Recht geben, dass es bei den Älteren oftmals gesundheitliche Probleme sind, die das Sammeln einschränken. Und darauf folgt oft (leider) die menschliche Reaktion, lieber das Hobby ganz ruhen zu lassen.
Glück Auf!
Jörg
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Der Jörg hat eine interessante Frage aufgeworfen, nämlich daß sich die Sammlerei im Alter verändert.
Es gehört zwar nicht zum Eingangsthema, sollte aber ruhig mal diskutiert werden, denn wahrscheinlich kommt jeder mal dahin (falls er bei Sammeln nicht abstürzt oder einen Brocken auf den Kopf bekommt). Ich betrachte mich mit 68 auch als älterer Sammler und stelle gerade fest, daß sich bei mir die Art des Sammelns jetzt ändert. Frühre war ich fast jede freie Minute unterwegs und habe so viel wie möglich zusammengetragen. Wenn man viele Jahre sammelt, hat man von seinem Sammelgebiet bereits vieles, was erschwinglich und zu finden ist (oder zu finden war) in der Sammlung. Man kennt inzwischen viele Leute und Sammlungszuwächse kommen auch oft auf diesen Weg. Den größte Teil beschäftig man sich mit seinen Stufen, reinig diese, beurteilt ob die Bestimmung richtig war etc. oder erfreut sich einfach daran. Natürlich gehe ich auch heute noch hin und wieder zu bstimmten Fundpunkten, bin aber sehr wählerisch, was ich mitnehme. Mehr Zeit hat man aber als Rentner kaum.
Man beginnt auch, seine Sammlung zu optimieren, d.h. sich von einigen, was nicht so recht in die Sammlung paßt, zu trennen. Letztendlich denkt man schon mal an seine künftigen Hinterbliebenen.
Es würde mich mal interessieren, wie ander Sammler in ähnlicher Situation darüber denken.
Für Anfänger empfehle ich, nicht mit der Theorie sondern mit der Praxsis zu beginnen. Alles was interessant erscheint erst mal mitnehmen um sich zu hause damit zu beschäftigen. Nur so kommt die Erfahrung und das Sammlerauge. Möglicherweise ist manch Bemerkenswertes dabei. Wenn ich daran enke, was ich vor 30 Jahren in Schneeberg auf den Halden liegen gelassen habe, kommen mir noch heute die Tränen. Ich denke aber nicht, daß die Fundmöglichkeiten heute generell erschöpft sind.
Uwe
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Hallo,
ich habe vor gut 25 J. mit dem Sammeln von Geschieben begonnen und zuerst alles eingesackt, was irgendwie interessant und "hübsch" aussah. Später wurde Ausschau gehalten, möglichst die Lücken im Regal zu schließen. Nach und nach wuchsen die Interessen an bestimmten Gesteinen. Aus den allgemeinen Geschieben wurden dann Magmatite, später Vulkanite; heute sind es nur bestimmte Gesteine innerhalb dieser Gruppe, welche ich gezielt suche. Ich stimme Uwe absolut zu wenn er schreibt, dass das Sammeln mit der Praxis beginnt. Das spätere Auseinandersetzten mit den Funden, bringt automatisch die theoretischen Kenntnisse. Ich gehe heute zwar nicht weniger auf Jagd, beschäftige mich jedoch intensiver mit den einzelnen Funden, was wohl damit zusammen hängt, dass das Wissen im Laufe der Zeit steigt, und neue Aspekte in der Betrachtung hinzu kommen. So sind es einige Gesteine aus jüngeren Sammeljahren, die ich erst kürzlich zuordnen konnte. Darunter auf einige Exoten, die ich schlichtweg nicht als solche erkannt habe (2 Pseudotachylite staubten seit zig Jahren im Schuppen vor sich hin, bis sie aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt wurden). Ich will gar nicht wissen, über wie viele ich im Laufe der Jahre am Strand hinweg getrampelt bin. Auch Uwes Einschätzung später die Sammlung zu optimieren, teile ich. Oft nehme ich nicht gezielt neue Gesteine mit, sondern halte einfach nach "besseren" Exemplaren Ausschau., obwohl das Sammelgebiet der nördlichen Strände immer auch viel Neues bietet. Ich glaube generell das im Alter ein Wandel von "Masse" zu "Klasse" stattfindet.
Glück Auf!
Jörg
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Hallo
Zu den vorher geschriebenen Meinungen möchte ich auch meine Geganken zufügen.
Sammeln -eine genetische Eigenschaft des Menschen- Und ein Besuch zu einer Mineralaustellung und einer
Börse kann dann auch enden in -Jetzt fang ich an - Das -WO -stand auf Ediketten .Einen Hammer und Rucksack
aus dem Baumarkt u.u.........
Die erste Tour dann eine Entäuschung. Den Steinbruch .die Halde .......... gefunden und dann ????
Jeder von uns kennt das . Verbotsschilder .Steinbruch verrollt zugewachsen .........
Doch da gibt es ja ein Forum ,ein einloggen ist schnell gemacht, und auf anfragen keine oder ausweichende
Antworten, (darüber wurde schon genügend geschrieben)
Und es gibt Bergbauagenturen ,die gegen Bezahlungen sogenannte Sammelführungen durchführen mit.....????
Und es gibt Vereine der Mineralogie.
Das muß dann jeder der anfängt ,entscheiden, ober sich selber fachkundig macht,oder die anderen Möglichkeiten
in Anspruch nimmt.
Ich selber habe erst so richtig um das Jahr 2000 angefangen mich intensiv mit dem -Sammeln-zu beschäftigen.(Kindheitstraum)
gehöre schon zu den -abgewerteten Alten- Bin aber gesund und munter und ziehe bei Wind und Wetter auch
mit schweren Werzeug los.
Für mich ist dieses Hobby nicht nur -Finden- sondern auch ein- Kennenlernen - von Bergbaugeschichte und
Natur. Gewiß eine Hoffnung auf -den Fund - besteht immer!!!!.
Eine sogenannte Leerfahrt gibt auch aufschlußreiche Eindrücke in die geologische Landschaft. Schon alleine
das aufsuchen von verschollenden Bergwerken .Seifen , Schürfungen ist der Anfang zum Erkunden von
Mineralien. So kann man eine lokale Sammlung aufbauen ,auch ohne Prachtstufen,
Doch auch -tolle Funde - kann man machen ,Habe ich selber gemacht.
Habe aber leider festgestellt, ein öffentliche Angabe zu den Fundstellen führt immer zu wahren Sammelexursionen
,die immer mit wilden Schürfungen enden und zerstören. Und das endet meistens mit Verboten
der Besitzer!!!!!
Doch für mich gilt: Wer sucht der findet -Wer aufgibt hat verloren .
Und so habe ich zielgerichtet mein Sammlung aufgebaut und die auch die dazu gehörenden Geräte zum
bearbeiten.
Und wenn man noch -Jemanden -findet der ähnliche Gedanken hat- dann steht dem Erfolg eigentlich nichts
im Wege. Zusammen auf Tour gehen dazu Nehmen -Geben und teilen ohne Neid ...........
Touren gemeinsam vorbereiten ,Erfahrungen austauschen ,gegenseitige Aufmunterung bei den often Nicht-
erfolgen u.u.u.
Und wenn man das nicht kann sollte man alleine gehen.
Gruß gerhard
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Liebe Leute, jetzt lesen wir intensiv, was warum nicht geht. Viele der angeführten Argumente stimmen. Aber der eine oder andere neue Kontakt kommt doch zustande. Immer wieder trifft man auf der Halde Leute, die gleich ticken. Manchmal kommt die nächste g e m e i n s a m e Tour erst nach Jahren wieder. Der Neuling muss dann aber auch beweisen, dass er nicht nur die schnelle "Nummer" will.
Und wie Gerhard es schrieb, es geht ja nicht nur um die gefüllte Vitrine. Das Erlebnis Natur, Mensch und Bergbau, Erfolg, Leerfahrt, Lehrfahrt...
Ich habe meine Hoffnung nicht aufgegeben. Wer hier liest, die Aktivitäten der Vereine/Strahler in den Bergen/Bergbauagentouren etc. wahrnimmt und vor allem -- nicht aufgibt -- wenn man dann wirklich mal alleine ist, wird auf einem steinigen Weg sicherlich den Zugang zu den Kristallen finden. Und dann kann er auch Informationen und Erfahrungen weitergeben.
Lasst Euch nicht von den immer stärkeren Beschränkungen abschrecken. Viele der Beschränkungen finden im eigenen Kopf statt.
Glück Auf Jürgen
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Hallo Kluftknacker,
dazu möchte ich aber was sagen: "Alteingesessen" bedeutet nicht zwangsläufig auch "alt an Jahren" - man kann sich auch durchaus in der Lebensmitte bereits als erfahren und mit langjähriger Sammelpraxis gesegnet sehen. Aber natürlich gibt es auch jene, die auf ein langes Sammlerleben zurückblicken und sich - wohlverdient! - lieber zu Hause der Aufbereitung ihrer Sammlung widmen, als noch bei Wind und Wetter durchs Gelände zu streifen.
"Mit dem Alter kommt die Ruhe", sagt man ja auch so schön. Je älter man wird und je mehr Lebenserfahrung man sammelt, umso geduldiger wird man bezüglich des Hobbys. Der verständliche Enthusiasmus gerade junger Neulinge treibt sie mit hoher Frequenz ins Gelände, jeder Tag ohne Fundstellenbesuch ist eine verpasste Chance auf Funde. Ältere bzw. erfahrene Sammler können dem entgegnen: Was ich heute nicht finde, finde ich eben morgen. Oder nächsten Monat, nächstes Jahr... Parallel dazu gewinnen andere Dinge an Bedeutung (Familie, die Pflege weiterer Hobbys oder sozialer Kontakte) und das Sammeln stellt nicht mehr zwangsläufig den alles beherrschenden Lebensinhalt dar.
Ohh, da finde ich mich aber komplett wieder. Durchs Gelände ziehe ich immer noch gerne. Aber Touren plane ich nicht im Voraus.
Verplichtungen außer Geld verdienen müssen, habe ich keine und halte ich auch bewusst fern von mir.
Gegen Sattheit ist übrigens im Prinzip nichts einzuwenden: Auch mich locken Möglichkeiten für Funde, die ich schon in zahlreichen Exemplaren in der Sammlung habe, nicht mehr hinter dem Ofen vor. Zwar ist auch mir die Erfahrung des Sammelns und Findens an sich sehr wichtig, aber was habe ich davon, wenn ich wegen "Allessammelns" zu Hause schlussendlich kaum mehr Platz für wirklich Neues habe?
Eine Sättigung hat sich nach den letzten Jahren intensivem Gelände sammeln bei mir bemerkbar gemacht. Meine Sammlung befindet sich nun in einer Evolution oder Generalüberholung. Ich hatte immer mehrere Sets von jeder Fundstelle angelegt, was schnell auf mehrere Dutzend Fundstücke angewachsen ist und ich nicht mal mehr Platz auf dem Tisch hatte, um was zu essen. Kennt ihr das? Ihr hab hundert Kleidungsstücke im Schrank und eigentlich nehmt ihr immer jeden Morgen im Wechsel nur die obersten 5 vom obersten Stapel. So ist das auch mit den Mineralien. Ich habe in jedem meiner Sets gefühlt 50 Stück vom gleichen Mineral von einer Fundstelle, obwohl höchstens 3, 4 Stück herausragend sind. Die letzten Tage habe ich alles pro Fundstelle auf ein Sammelflat maximal 2 Flats reduziert. Und da kommt nur noch rein oder wird ausgetauscht, wenn was besser ist, oder noch nicht vorhanden ist. Im Prinzip reicht auch meine Vitrine vollkommen. Ich habe für mich erkannt, dass ich keine Sammlung mit 1000+ Mineralien brauche, nur um mich als Sammler zu bezeichnen. Ein gut strukturiertes dokumentiertes Set mit 20 aussagekräftigen Stücken von einem Fundort ist auch eine Sammlung. Auch wenn viele solche nicht als Sammler bezeichnen. Und zudem ist es besser verkaufbar als ein wildes Konvolut. Und eine junge Sammlung muss auch nicht weniger wert oder unbeachtenswert sein als eine historische.
Viele Grüße.
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Nur im eigenen Saft schmoren, Bilder von tollen Stufen Posten und dann den Mantel der Verschwiegenheit über Fundstellen zu breiten wäre nicht mein Ding. Ich verstehe schon, dass man hier nicht so offen mit Details ‚hausieren geht‘, doch ist kann man zum Teil den Eindruck gewinnen, das ein elitärer Kreis eifersüchtig eigene Pfründe hütet und anderen nur den Mund wässrig macht.
p.p.s Sterne beobachten hat den großen Vorteil: die sind auch morgen noch da, selbst wenn von tausenden gleichzeitig beobachtet wird; die werden einem auch nicht geklaut.
Mineralien sind in Situ auch noch morgen da. Dafür gibt es ja Geotope und Schaubergwerke. Aber auch abgestürzte Sternschnuppen werden gesammelt und dann Anderen die Fundstelle nicht gegönnt.
Die Erfahrung, dass nach Bekanntmachen von Fundstellen und Fundstücken dort mehr Sammler tummeln, was ich hier alles schon dokumentiert habe, habe ich nicht gemacht. Die Zeiten haben sich wohl geändert oder sind vorbei. Ich bin fast immer alleine auf weiter Flur.
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Typischerweise feminines Problem ...
"Vous avez une centaine de vêtements dans votre placard et en fait, vous ne prenez toujours que les 5 premiers de la pile supérieure chaque matin."
Ich hoffe du hast viel Humor ;) ;D
MFG,
Bruno
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Typischerweise feminines Problem ...
"Vous avez une centaine de vêtements dans votre placard et en fait, vous ne prenez toujours que les 5 premiers de la pile supérieure chaque matin."
Ich hoffe du hast viel Humor ;) ;D
MFG,
Bruno
Humor hab ich, aber kein Latein oder Französischbuch oder was das heißen soll. Ich bin Ossi, mensch. Ich versteh nur sächsch und Obersächsch (Hochdeutsch).
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"Vous avez une centaine de vêtements dans votre placard et en fait, vous ne prenez toujours que les 5 premiers de la pile supérieure chaque matin."
Ich habs übersetzen lassen. Es ist kein feminines Problem. Für Männer gibts halt nur nichts.