Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: raritätenjäger am 28 Nov 11, 11:47
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Hallo,
habe hier ein Zettel- bzw. eher Fundortproblem. Bis auf den Fundort nämlich habe ich die Schrift entziffern können: "Späthiger Braunkalk / Braunspath. Zum Theil krist. und goldfärbig angelaufen mit xx Kalkspath von [?] bey Chemnitz in Sachsen.". Alle Varianten, die ich durchgespielt habe (Imsdorf, Lasdorf, Sasdorf, Nasdorf...), kann ich in der Umgebung von Chemnitz nicht ausmachen. Bei Waldenburg gibt es ein Narsdorf, vielleicht ist das gemeint?
Die Stufe ist grobkristalliner Dolomit mit ganz typischen sattelförmigen Rhomboeder mit goldbraunen Anlauffarben auf Drusen, überzuckert mit kleinen Chalkopyriten. Leider kenne ich mich in der Ecke nicht gar so gut aus, vielleicht kann mir ja jemand einen "sinnvollen" Fundort liefern.
Gruß
Andreas
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Hallo Andreas,
Sieht nach einer Abkürzung aus. Hartmannsdorf vielleicht, da gab es einen großen Steinbruch, in dem auch Klüfte und carbonatische Gänge auftraten. Das ist nur wenige km N Chemnitz an der B 95 Richtung Leipzig.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
das scheint mir schon in einem Wort geschrieben zu sein. Abkürzungen kommen auf diesen Etiketten auch nur bei Angaben zur Struktur usw. vor. Dann käme ja auch Markersdorf in Frage, aber wie gesagt, an eine Abkürzung glaube ich eigentlich nicht.
Gruß
Andreas
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Hallo Andreas,
es könnte vielleicht Draisdorf (heute eingemeindet nach Chemnitz) sein.
Draisdorf liegt im Chemnitzta.
Gruß Uwe (aus Hartmannsdorf)
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Ich hänge mal ein Bild eines zu der Beschreibung passenden Stückes aus dem Stbr. Elzing an. Der Carbonatgang verlief in Richtung Chemnitz und Röhrsdorf liegt etwa auf dieser Linie. Irgendwo könnte ja mal ein heute verrollter Steinbruch gelegen haben. Der auf dem Bild braun ersheinende Belag schimmert tatsächlich golden.
Uwe
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Habe gerade noch mal in Vollstädt, Einheimische Minerale nachgesehen. Es gibt einen Granulitsteinbruch in Röhrsdorf.
Uwe
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Hallo,
besten Dank für´s "Mitraten" :D. Das Problem ist, dass meines Erachtens vor "dorf" nur drei Buchstaben stehen. Vielleicht kriege ich von der Stufe noch mal ein brauchbares Bild hin.
Gruß
Andreas
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Hi,
also für mich guckt das nach "Draisdorf" aus
Glück Auf!
GEOMAXX
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Hallo,
ich würde auch eher für Draisdorf plädieren. Leider ist der Anfangsbuchstabe durch den Wasserfleck kaum erkennbar, danach kleines "r" und "a" und dahinter zweifelsfrei ein "s". Das fehlende "i" könnte verwischt sein oder "vergessen". Möglicherweise wurde das Etikett von einem Ortsfremden geschrieben und nach "Hörensagen" fälschlich in "Drasdorf" geändert. Oder der Sachse hat mal wieder genuschelt...
Zum Fundort habe ich mal in meiner "Bibliothek" im Buch "Das Chemnitztal und seine Eisenbahn" von Kluttig/Preußler/Poller (siehe:http://www.boettger-bildverlag.de/download/978_3_9808250_2_7_Entlang_der_Schiene_von_Chemnitz_nach_Wechselburg.pdf) nachgeschlagen. Da wird für Draisdorf ein Kalksteinbruch mit Kalkwerk erwähnt und sogar eine alte Postkarte davon abgebildet. Der Steinbruch soll vor allem in der Zeit um 1870 für den Bahnbau recht produktiv gewesen sein. Zeitlich passt das ja auch mit dem Etikett recht gut.Das stammt meiner Meinung nach etwa aus der Zeit 1880-1900.
Ich hoffe, damit nicht noch mehr Verwirrung gestiftet zu haben.
Gruß
Uwe (aus Leibzsch)
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Hallo
In Röhrsdorf gab es einen Granulitsteinbruch .
Zweifelsfrei - er war bis ca 1950 evt. auch länger in Betrieb
jetzt ist er geflutet und darin schwimmen gute Forellen .
der steinbruch liegt ca 200 m von der B95 entfernt und etwa 800-1000 meter vom Ratsbruch Hartmannsdorf entfernt
doch war wohl früher die Bezeichnung Steinbruch an der Wasserschänke .
Ps - die einheimischen sagen zu Hartmannsdorf in der Regel immer nur Hartsdorf ;) ;)
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Hallo,
wunderbar. Draisdorf dürfte stimmen, wenn ich mir das in natura besehe. Das Etikett ist allerdings etwas älter ;D
Gruß
Andreas