Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: futzi am 02 Dec 11, 17:48
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Hallo,
hier ein Stück Metall unbekannter Art. Ich habe das als 6jähriger bekommen, damit fing mein Mineralien Sammeln an.
Er rostet nicht!
Ich habe mal die Dichte bestimmt sie ist bei ca. 12,49.
Und dann natürlich noch ein paar Bilder.
Gruß Futzi
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a
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Servus,
wie waere es mit Blei (oder einer Bleilegierung): Dichte (Pb) ca 12.9 g/cm3.
Haertest & Strich ?
GA
Harald
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hallo,das scheint mir def.ein stück metall aus einem verhüttungsprozess zu sein.also kein natürliches stück sondern etwas,was bei der verhüttung anfällt.blei ist unwahrscheinlich.eher denke ich an ein mischprodukt(legierung)von div.metallen.prüfe mal die härte.
lg tonik
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Hallo, Blei ist unwahrscheinlich schon wegen dem Bruch und der Farbe.
Härte: Messerspitz macht nichts, mit einer Quarzspitze brauche ich eine Lupe um kleinste Kratzer zu sehen.
Noch ein Bild vom Bruch. Wie schon geschrieben das "Ding" sieht seit über 40ig Jahren gleich aus.
Ich denke es ist ein Zuschlagsstoff für die Stahlherstellung, aber welcher???
Gruß Futzi
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Sieht mir ebenfalls nach einem Hüttenprodukt aus.
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Noch was ;D Es ist nicht magnetisch.
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Hallo,
vermutlich diamagnetisch, leicht gelblich, schmilzt bei ca 300°C
Biete Bismut.
Frank
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Nee, Dichte 9,78 Härte 3.
Ich hab mal Härte und Dichte gegoogelt und komme auf Rhodium. Mh bei fast 3kg Gewicht lol ca. 30€ das Gramm.
Hat wer eine Idee wie man das Nachweist???
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Ok,
dann lass eine RFA machen.
BTW: Rhodium läuft nicht so leicht an ;-)
Frank
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RFA ???? Röntgen ...... Analyse?
Wer macht sowas? Was es auch ist?
Und welches Metall könnte es noch sein bei der Dichte und Härte???
Gruß Futzi
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Nun lasst mal die Kirche im Dorf:-)Rhodium......Das ist eine stino Legierung aus der Verhüttung oder wie schon erwähnt,ein Zuschlagstoff.davon gibt es massenweise Stücke.
lg
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Hallo!
Kann ja eigentlich nur eine Legierung mit Wolfram sein,daß das bei der Härte so schwer ist.
Gruß Jens
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Ja stimmt eine Wolframlegierung guter Hinweis. Danke!
So könnte es sein.
Ach schnurpsi spass muß sein, lol auch mit Rhodium^^.
Ich möchte ja nur wissen welches Metall das seien könnte.
Gruß Futzi
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Reines Wolfram hat eine Dichte von 19.25 g/cm3 - eine etwas grosse Differenz zu Deinem Wert von 12.49, oder ?
Ein Stahlveredler, z B. eine Ferrolegierung (Ferrowolfram o.ae.) ist sicher moeglich, ohne Analyse wird sich das Problem aber nicht zweifelsfrei loesen lassen.
GA
Harald
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Wo kann ich denn eine Anlyse machen lassen? Naturkundemuseum Berlin??? TU- Berlin?
Grüße Futzi
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Wahrscheinlich eine Art Wood'sche Legierung.
Nach dem gelben Belag zu urteilen könnte es noch Cadmium enthalten.Vorsicht!
Gruß
Milo
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Woodsches Metall (Dichte ca 9.5 g/cm3) ist auf Grund der Dichte von > 12.5 und der Haerte eher unwahrscheinlich.
Diese Legierung laesst sich bereits in einer Kerzenflamme schmelzen .... ausprobieren ;).
GA
Harald
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Hallo, ich habe es!!!
Heute war ich damit zur Röntgen Fluoreszenz Analyse. Heraus kahm das es eine Legierung aus Eisen, Titan und Niob ist.
Wozu ist eine solche Legierung?
Mich verwundert trotzdem die hohe Dichte des Materials und die Härte, mit einem Widia- Bohrer kommt man kaum in das Material nur mit einem Glasbohrer(mit Diamantstaub besetzt)
konnte ich dort ein Loch zur Probengewinnung hinein bekommen. Aber mit einem Hammer konnte ich ein Stück abschlagen.
Nun frage ich mich wozu ist das gedacht? Und vor allem was hat man um 1967 in der DDR damit gemacht.
Ich hoffe Ihr können mir bei meiner Spurensuche helfen.
Viele Grüße
Futzi
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Und vor allem was hat man um 1967 in der DDR damit gemacht.
Vielleicht Edelstahl? Als Zuschlagstoff ...
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Hallo,
hab auch nen Stück Titan/Eisen-Zuschlagstoff. ;D
In der Gießerei Magdeburg wurde es damals verwendet zur Herstellung von hochwertigen Stahlgussteilen.
Bei Grauguss wurde als Zuschlagstoff nur eine Eisenlegierung verwendet.
Leider existiert die Gießerei in dem Ausmaß nicht mehr.
Der Niob-Anteil dient/-e sicherlich dazu bestimmte Eigenschaften des Stahlgussteils hervorzuheben bzw. zu unterbinden. (Oxidation/Bruch/Oberfläche o.ä.)
In Werkstoffkundebüchern steht bestimmt noch mehr dazu, hab aber keines mehr zu Hand (Vieleicht kann noch ein Anderer weiterhelfen)
Viele Grüße und Glück Auf
Tino
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DANKE,
ist schon toll wozu man hier alle Auskunft bekommt.
;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D
Arco