Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: loismin am 02 Dec 11, 18:40
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Hallo.
Ich hab aus einer alten Sammlung ein Stück Malachit auf Limonit von der Grube Glückauf in Lichtenberg bekommen !
Weiß da jemand von was für einem lichtenberg das nun stammen könnte ?
Ist das Bayern, oder Thüringen, oder Hessen ??
Loismin
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Servus,
eine Grube GLUECKAUF in Altbergbaugebiet Lichtenberg/Ofr ist mir nicht bekannt - auch die aeltere Literatur (Guembel) weiss nichts darueber.
Vielleicht liegt auch eine simple Verwechslung (Abschreibefehler ?) mit Alt/Neu-Beschert Glueck vor.
Dies soll natuerlich nicht heissen, dass es eine derartige Grube dort gegeben habe kann ;D.
GA
Harald
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Vielleicht liegt auch eine simple Verwechslung (Abschreibefehler ?) mit Alt/Neu-Beschert Glueck vor.
Hallo,
das denke ich nicht, denn die Bescheert-Glück sind nicht für Malachit und Limonit bekannt. Dort ist das Zeug eher selten.
Tipp: Radu Chinta (rum. Geologe) hat in einer älteren Ausgabe der Geolog. Blätter für NO-Bayern eine akkurate Auflistung aller Bergwerke in dieser Gegend veröffentlicht. (1983?). Besorgen und vergleichen. Vielleicht taucht die Grube im Bereich Lichtenberg/Ofr. auf. Wundern würde es mich nicht ;)
Kluftknacker
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Hallo.
Ich frage mich da nur, es gibt ja die Bezeichnung " Kupfergruben " bei Lichtenberg, ob das eventuell die Fundstelle zu den
Malachiten sein könnte ?
Wir haben ja da die Diskussion über die Einteilung des Frankenwalds dort taucht ja der Begriff Kupfergruben auf.
Weiß da denn wirklich niemand was genaueres ?
Loismin
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Hallo Alois,
ich hab mal in einem alten Mutungsbuch von Bayern rumgeblättert was sich in meinem Bestand befindet, eine Grube Glückauf wird darin nicht erwähnt, muss aber nicht heißen, Peter hat es schon erwähnt, dass es sie in Lichtenberg Oberfranken nicht gegeben hat. Reger Bergbau mit mehreren Betrieben fand im Stebener Revier hauptsächlich auf dem Mordlauer Gangzug statt, es werden aber keine Grubennamen genannt und im 16. Jahrhundert waren zahlreiche Gruben in der Nailaer Gegend am Lindberg in Betrieb (hier wird Gümbel Fichtelgebirge S. 435 erwähnt).
Zur Friedensgrube habe ich noch folgenden Hinweis: 1690 bereits Tiefbaubetrieb. Bis 1760 wurden hauptsächlich Kupfererze abgebaut, danach erst Eisenerzgewinnung. Kupfererz spricht für Malachit, oder ?, damit kenn ich mich nicht aus. Stell doch mal ein zwei Fotos ein, vielleicht kann Peter dann eher was dazu sagen ob die Stufe überhaupt aus Oberfranken kommt.
Gruß Micha
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Peter hat es schon erwähnt, dass es sie in Lichtenberg Oberfranken nicht gegeben hat.
Hallo und Moment, das habe ich nicht explizit gesagt, nur ausgeschlossen, dass sich dabei um die Beschert-Glück-Ecke handelt. Auf dem Friedensgr./Rückertsberger-Gang (westlich des Beschert-Gl.-Ganges) bauten etlich Gruben, die sich im Wald befinden - dem Gangstreichen nach SE folgend. Warum nicht auch eine "Glück Auf"? Leider habe ich meinen CHINTA-Artikel vor langer Zeit in die Tonne getreten. Dort finden wir mit Sicherheit eine Antwort. Hat den den niemand zur Hand? Die Stadtbibliothek in Bayreuth hat die im Regal stehen!
Kluftknacker
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Da hast was falsch gelesen Peter :)
Warum nicht auch eine "Glück Auf"?
von mir:
eine Grube Glückauf wird darin nicht erwähnt, muss aber nicht heißen, Peter hat es schon erwähnt, dass es sie in Lichtenberg Oberfranken nicht gegeben hat.
Alois, schickst du mir bitte mal eine normale Mail, ich hab da eine Stufe von der Friedensgrube mit Malachit gefunden, wegen copyright kann ich die hier aber nicht einstellen.
Gruß Micha
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beim dritten und vierten Lesen habe ich Deinen Satz verstanden ... ::)
Da hast was falsch gelesen Peter :)
Warum nicht auch eine "Glück Auf"?
von mir:
eine Grube Glückauf wird darin nicht erwähnt, muss aber nicht heißen, Peter hat es schon erwähnt, dass es sie in Lichtenberg Oberfranken nicht gegeben hat.
Alois, schickst du mir bitte mal eine normale Mail, ich hab da eine Stufe von der Friedensgrube mit Malachit gefunden, wegen copyright kann ich die hier aber nicht einstellen.
Gruß Micha
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Hallo.
Hier mal ein Foto von der Stufe !
lois
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Servus.
huebsches Stueck !
Sieht aehnlich, aber wesentlich besser aus, als die Funde, die man beim Haldengraben in der Naehe des Rueckertsberger Ganges finden konnte (kann ?)
Bei einem Bekannten habe ich aehnliche Stuecke mit der FO-Bezeichnung "Dorschenmuehle" gesehen ;).
Auch im Eleonorengang gab es Chalcopyrit und reichlich Cu-Sekundaerminerale (angeblich mehr Pseudomalachit als Malachit - waere zu uberpruefen).
Alle diese FOe liegen in der unmittelbaren Umgebung von Lichtenberg/Ofr.
GA
Harald
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Grube Rückersberg, in Sammlerkreisen als "Moto-Cross-Gelände" bekannt. ;) bzw. eine andere Grube auf dem Gang, wie ich schon letztes Mal andeutete. Sieht recht eindeutig aus.
"Dorschenmühle" ist verwirrend, wird aber gerne als Fundort herangezogen, weil eine "ordentliche" Flurbezeichnung fehlt. Buttermühle ist schon für die Granate und Epidote "belegt".
Kluftknacker
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Es gibt eine Glück auf Schacht in Brand Erbisdorf.
Ein Lichtenberg ist c.a. 6 km östlich.Vielleicht?
Glück auf
Milo
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Hallo,
Nach dem Foto zu urteilen, eher Malachit als Pseudomalachit. Bestimmung mit HCl möglich. Siehe auch die Diskussionen zu den Malachiten/Pseudomalachiten aus Franken Anfang des Jahres.
@EmilBox: Nein, Freiberger Revier passt nicht. Glück Auf bei Brand/Langenau ist typische Freiberger fba- und kb-Formation. Da sind als Gangarten Ankerit und stengeliger Quarz typisch, als Erzminerale neben den selteneren Silbermineralien v.a. Galenit, Sphalerit, Arsenopyrit, Pyrit, Markasit. Kupfererze sind recht selten im Freiberger Revier, nur im östlichen Bereich um Muldenhütten gab es sie verbreiteter. Lichtenberg ist fba, da gab es v.a. Fluorit, Quarz und Galenit, von Cu habe ich da nie was gehört.
Malachit ist im ganzen Freiberger Revier selten, wenn Cu-Sekundärmineralien, dann eher Cuprit, Langit, Linarit, Serpierit.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
das Stück ist typisch für die Gegend. Auch auf der thüringer Seite sind solche Stufen gefunden worden, so z.B. auf der "Kupferplattte- Kupferberg" an der Moschwitz. Auch auf der Marienzeche (zeitweise auch Marienglück genannt) und auf "Harmonie" und "Neuen Glück" (beide nördlich von Lichtenberg)wurde Malachit gefunden. Die Bezeichnung "Glückauf" ist mir im Zusammenhang mit der Gegend nicht geläufig. Da es aber auch einige unbenannte aber durchaus bekannte und sporatisch bebaute kleinere Gänge in der Gegend gibt, läßt sich auch nicht ausschließen, dass irgendein Bauer im winterlichen Nebenerwerb seine Grube "Glückauf" nannte.
glück auf
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Hallo Alois,
Dein Stück hat sehr große Ähnlichkeit mit meinen Fundstücken von einer kleine Halde im Wald unterhalb des Marteau-Haus, diese lieferte schöne Malachitstufen.
Die Dorschenmühle liegt unterhalb dieses Hangs an der Muschwitz. Die kleine Halde ist von einem Schacht der auf dem Friedensgruber Gang stand. Leider ist bisher nicht bekannt wie die Schächte auf dem Friedensgruber Gang heißen.
Mein Bild dazu.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1321283485.jpg.b) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1321283485.jpg)
Gruß Manfred
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Servus,
auch mir ist eine Grube Glück Auf nicht bekannt. Auch ich dachte zuerst an die Neu Bescheert Glück. Das Stück ähnelt mit dem weißen Fluorit aber stark an den Stufen vom Rückersberger Gang. Und so beschriftet machst du mit Sicherheit nix verkehrt, denn die Stufe ist mit Sicherheit aus Lichtenberg, und zwar im Frankenwald! Da verwette ich sogar meine Oma dafür!
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo zusammen.
Vielleicht bringt das ein wenig Licht ins Dunkel.
Ich habe mit jemanden geredet, der da auch gesammelt hat und ganz gleiche Stufen mit dem Quarz hat.
Er meinte das wäre damals ein Bergbau gewesen auf der bayrischen Seite in Sichtweite des ehemaligen
Grenzzauns .
Und es wäre damals auch noch irgenwie möglich gewesen was zu befahren.
Allerdings wußte der auch den Grubennamen nicht mehr.
Loismin
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Hallo Wolfi.
Es ist übrigens kein Fluorit dabei !
Die Matrix besteht nur aus weißen derbem Quarz mit Limonit
Lois
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Servus,
Ich habe mit jemanden geredet, der da auch gesammelt hat und ganz gleiche Stufen mit dem Quarz hat.
Er meinte das wäre damals ein Bergbau gewesen auf der bayrischen Seite in Sichtweite des ehemaligen
Grenzzauns .
Und es wäre damals auch noch irgenwie möglich gewesen was zu befahren.
also doch Ruecker(t)sberger Gang oder Bescheert Glueck - beide liegen am Ufer der Muschwitz in Sicht/Steinwurfweite der ehemaligen Zonengrenze und standen zwischen 1950 und 1965 (genaue Betriebszeiten sind mir nicht bekannt) letztmalig im Abbau.
GA
Harald
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Hallo.
Das könnte dann schon sein, er sagte die Grenzer hätten ihnen praktisch beim Sammeln zuschauen können.
Und der Fundzeitraum war zwischen 73 und 76.
Ganz genau hat er es auch nicht mehr gewußt.
Loismin
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Servus Loismin,
auch wenns Quarz ist, bleib ich dabei. Auch ich hatte vor langer Zeit davon gehört, dass man in den 70er Jahren noch an dem Betonsockel der Rückersberger Grube in den Stollen gelangen konnte. Das würde sich mit dieser Aussage decken.
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo,
nach der abenteuerlichen Überquerung der Thür. Muschwitz in der Nähe der Dorschenmühle ging es mal wieder zum früheren Moto Cross Gelände. Dort gab es keine frischen Schürfe. Trotzdem gelang mir ein wirklich netter Quarzeinzelkristall, eine Stufe mit Malachitkugeln und eine Erzstufe mit Malachit (Chrysokoll), die ich mit Sascha teilte. Interessant war der Rest eines größeren Waggons welchen ich in den Sommermonaten dort früher nicht sehen konnte. Die Bezeichnung des Ganges ist der Rückersberger Gang. Das Wilde Hölzle ist dort auch in der Nähe. Oberhalb fanden Holzeinschlagsarbeiten statt. Da waren auch frische Absperrungen wegen des Altbergbaues. Ein Epidotfelsen oben am Waldrand erbrachte nur sehr wenige Minerale (nicht vergleichbar mit Buttermühle). Mineralbilder folgen.
1 Der Waggonrest (Hunt ?). Ich glaube ihn hier irgendwo schon einmal erwähnt gelesen zu haben ?
2 Auf der Halde
3 und 4 : Rückersberger Gang Halden- und Pingenreste oberhalb
Gruß Conny
(Morgen geht es nach dem Besuch der Börse in Marktleuthen noch zu einigen Feldfundstellen im Fichtelgebirge).
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Hallo Conny,
den Transportwagen haben mein Sohn und ich 2016 "entdeckt". Siehe hier https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,1448.msg302972.html#msg302972
Ich vermute, das es sich um einen Transportwagen handelt, da er zum Einen in einer Mulde steht und oben drüber eine Art Rampe vorhanden ist.
Evtl. wurde der Wagen von dort mit dem abgebauten Material beladen und dann mit Pferd oder Zugmaschine zur Straße (St2195) gezogen.
Viele Grüße
Marcel
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Moin,
ich kenne den Mannschaftswagen noch aus den 198o'er Jahren; da war er noch intakt und wurde auch genutzt - von den Motocrossfahrern, die dort ihr Trainingsgelände hatten; hat mit Bergbau rein gar nichts zu tun. Quasi ein mobiles Vereinsheim ...
Wenn ich mich daran erinnere, wie ich damals 5 m neben heranrasendern Motorrädern die Halde abgesucht habe, wird mir heute noch ganz übel .... ::)
Wenn einer eine Idee hat, wo genau sich die Zugänge zur den Beschert Glück Gruben befinden (befanden; wurden ja verwahrt), dann bitte um PN. Meine Koordinatenangaben taugen trotz mehrmalige Geländebegehung rein gar nichts.
Glück auf!
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Hallo Peter,
damit dürftest du das Geheimnis um den uminösen Wagen gelüftet haben. Danke :D
Viele Grüße
Marcel
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Hallo,
ja Danke dort hatte ich es auch schon gelesen:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,1448.msg302972.html#msg302972
Ein Stück von dem Hunt (Eisenplatte) glauben wir gestern dort auch noch gesehen zu haben oder täusche ich mich da Sascha? Leider von dem Schrotteil kein Bild gemacht.
Ab morgen kommen dann auch ein paar Mineralienbilder.
Gruß Conny
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Guten Morgen,
Conny hast recht die Platte hatten wir gesehen ;)
Gruß Sascha