Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: thothie am 07 Dec 11, 17:22

Titel: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: thothie am 07 Dec 11, 17:22
Hallo Mineralienfreunde,

ich schreib das jetzt zum zweiten mal, da der erste Beitrag einfach mal so im Nirwana verschwunden ist, weil ich wohl mit meinen Dateianhängen im ersten Beitrag das Limit überschritten habe.
Um mir weitere Schreibarbeit zu ersparen, hier erst mal alles in Textform, Bilder folgen dann als Antwort!

Inspiriert durch die interessante Diskussion  unter:

http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,28692.msg221768/topicseen.html#new

habe ich jetzt selbst einmal nachgeforscht, was ich wohl so an Stufen habe, die man unter der Thematik Pseudomorphose-Perimorphose eingruppieren könnte.
Dabei ist mir eine sehr interessante Stufe, ein Eigenfund von 1997, vom Stb. Oberscheld/Dillenburg eingefallen.
Der Stb. Oberscheld baut primär Diabas ab und dort gibt es asbestreiche Störungszonen.

In so einem Haufwerk habe ich damals so einige Stufen mit Pektolith bergen können. Er bildete nicht nur diese kompakten Kristallagregate, sondern man konnte in deren Zwickeln auch schön auskristallisierte Kristalle vorfinden.

Diese wurden teilweise von einer zweiten Generation Calcit mit kubischen Habitus überwachsen, s. u. Bild 1.

Dort fand ich dann auch diese interessante Stufe ( ca. 6x11 cm).
Rein mineralogisch handelt es sich hierbei um Steatit, was man auf der Bruchkannte von Bild 2. gut ersehen kann.

Fortsetzung folgt!

Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: thothie am 07 Dec 11, 17:39
Fortsetzung:

andererseits handelt es sich hier um eine Pseudomorphose von Steatit nach Pektolith, jedenfalls dann, wenn ich die Funde aus dem selben Bereich zugrunde lege.

Auffällig ist aber auch der Umstand, dass offensichtlich dieses pseudomorphisierte Material (mhh, kann ich das do schreiben?), heranach noch von Steatit ümhüllt wurden, also die Pseudomorphose Steatit nach Pektolith , einschließlich der zweiten Generation Calcit.

Dann wiederum müßte man ja von einer Perimorhose sprechen, oder?

Bild Nr. 5 (Mitte) zeigt einen noch unverhüllten Calcitkristall.

Da ich diese Bilder von der Steatit-Stufe gerne ins Lexikon einladen würde, wäre ich sehr an Eurer Meinung interessiert, ob hier tatsächlich sowohl eine Pseudomorphose, als auch Perimorphose vorliegt.

LG

Thomas
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: thothie am 07 Dec 11, 17:43
Jetz die Bilder:
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: Achim am 07 Dec 11, 18:04
Hallo,

ich habe hier ein Stück, bei dem vom ursprünglichen Mineral (Fluorit) wenig mehr als eine Art von Abdrücken übrig geblieben ist.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1323277248.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1323277248.jpg)

Wenn ich den anderen Thread richtig gelesen habe, könnte man hier (zumindest nach einem Teil der Definitionen) auch hier von Perimorphose sprechen.

Viele Grüße

Achim
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: thothie am 07 Dec 11, 18:09
Hallo,

ich habe hier ein Stück, bei dem vom ursprünglichen Mineral (Fluorit) wenig mehr als eine Art von Abdrücken übrig geblieben ist.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1323277248.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1323277248.jpg)

Wenn ich den anderen Thread richtig gelesen habe, könnte man hier (zumindest nach einem Teil der Definitionen) auch hier von Perimorphose sprechen.



Viele Grüße

Achim


Nö, das ist eindeutig eine Pseudomorphose Quarz nach Fluorit
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: Mineralroli am 07 Dec 11, 18:21
Hallo Thomas
Zitat
Jedenfalls ist hier mächtig der Wurm drin
nöö, nöö ist er nicht.
Bei deinem Bild: steadill1_kopie_passig_gemacht.jpg  ist bei über 200 Kb bereits alles ausgereitzt.
Irgendwo muß man ja bei einem FORUM ein Limit setzen.
Du kannst kleinere Bilder aus deinem Ordner im Dateianhang einfügen oder (und was besser ist )
deine Bilder mit noch größerer Auflösung über das Lexikon hochladen und über den Link (Bild für das Forum) ----> Code kopieren
hier im Forum einfügen. So kannst Du z.B. 10 Bilder mir je 500 Kb in einem Beitrag einfügen.
Wie das alles funktioniert findest Du auch in unserer Übersicht.
siehe: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Hilfe%20und%20Information/BilderUploadHilfe (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Hilfe%20und%20Information/BilderUploadHilfe)
Ein weiterer Vorteil ist das du interessante Bilder anschl. einer Fundstelle und einem Mineral im Lexikon zuordnen kannst.
Beste Grüße
Roland
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: thothie am 07 Dec 11, 18:36
Hallo Thomas
Bei deinem Bild: steadill1_kopie_passig_gemacht.jpg  ist bei über 200 Kb bereits alles ausgereitzt.
Irgendwo muß man ja bei einem FORUM ein Limit setzen.
Du kannst kleinere Bilder aus deinem Ordner im Dateianhang einfügen oder (und was besser ist )
deine Bilder mit noch größerer Auflösung über das Lexikon hochladen und über den Link (Bild für das Forum) ----> Code kopieren
hier im Forum einfügen. So kannst Du z.B. 10 Bilder mir je 500 Kb in einem Beitrag einfügen.
Wie das alles funktioniert findest Du auch in unserer Übersicht. Ein weiterer Vorteil ist das du interessante Bilder anschl. einer Fundstelle und einem Mineral im Lexikon zuordnen kannst.
Beste Grüße
Roland

Danke Roland!

Ich wollte nur vorher erst einmal Klären, ob ich mit meiner These , sowohl Perimorphose, als auch Pseudomorphose, richtig liege.

bevor ich zweifelhafte Angaben im Lexikon mache.

Grundsätzlich ist das ein guter Trick, obwohl mir immer noch nicht schlüssig ist, warum es so sein muß, dass neu angelegte threads komplett gelöscht werden, wenn das Uploadlimit überschritten wird, sobald man den Button speichern anklickt.

Das kenn ich auch anders, z.B. ein Hinweis auf die überschrittene Speicherkapazität und die Bitte um Änderung, ohne gleich alles komplett zu Löschen.
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: thothie am 07 Dec 11, 19:00
Noch was Roland!

Das ist ja wohl ein Witz, oder?

Ich war jetzt mal auf der Lexikonseite vom Diabasbruch in Oberscheld.

Dort wollte ich die Mineralienliste erweitern mit dem Mineral Steatit. Jupp, und das geht natürlich nicht. Ich soll da irgend welche Referenzen angeben.

Der Witz dabei ist, dass die dortige Mineralienliste komplett von mir stammt und ich diese nun nicht mehr erweitern kann, weil offensichtlich meine Referenzangaben nicht seriös genug sind, oder warum passiert da nix?

Ergo, kann ich mein Vorhaben, die Bilder dieser hochinteressanten Pseudomorphose "Steatit nach Pektolith" dort einzupflegen komplett vergessen.

Das macht mich richtig sauer, zumal ich echt viel Zeit aufgewendet habe, um diese Fotos noch mal neu für den Mineralienatlas zu bearbeiten.
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: Jochen1Knochen am 07 Dec 11, 19:12
Hallo Achim!
Kristallnegative!
Hallo Thomas!
Pektolith ist triklin.Das Material in den Zwickeln sind Rhomboeder.Deshalb zweifle ich mal an dem Pektolith.
Gruß Jens
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: Mineralroli am 07 Dec 11, 19:35
Hallo Thomas
Zitat
obwohl mir immer noch nicht schlüssig ist, warum es so sein muß
Es gibt halt gewisse Regeln und das Forum ist nicht dafür gedacht massenweise Bilder zu laden (deshalb auch das Limit).
Natürlich kann man Bilder zu Diskussion stellen bevor man diese im Lexikon platziert.
Über das komplett löschen kann man ja diskutieren.
Zitat
Ich soll da irgend welche Referenzen angeben.
warst Du angemeldet?
Ich schicke Dir mal eine Mail.
Beste Grüße
Roland
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: thothie am 07 Dec 11, 19:48
Ja, dann  ;D
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: Mineralroli am 07 Dec 11, 19:54
Immer locker bleiben Jungs, das ist doch alles ganz easy
Zitat
Das hier hätte ich gerne Bei Oberscheld/Diabassteinbruch eingeloggt:
nichts ist einfacher das das.

schau mal unter "meine Mitteilungen"
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: guefz am 07 Dec 11, 20:05
Hallo Thomas,

ich war ja auch schon dabei, eine Hilfestellung zu schreiben, aber bei solchen Reaktionen:

Ja, dann leckt Mich!!!

habe ich dazu keine Lust mehr  :-X

Günter
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: Jochen1Knochen am 07 Dec 11, 20:08
 ;)
Gruß Jens
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: Mineralroli am 07 Dec 11, 20:23
Hallo Thomas
Zitat
Das hier hätte ich gerne Bei Oberscheld/Diabassteinbruch eingeloggt:
na bitte, geht doch.
Man darf halt nicht vergessen das Bild der Fundstelle und dem Mineral zuzuordnen. Bei tausenden von Fundstellen geht das nicht ohne dem.
Die Beschreibung kann man im Bedarf jeder Zeit ändern.
Ein Zuordnung der Lexikonseite ist nicht notwendig da die Zuordnung bereits durch die Fundstelle durchgeführt wurde.

Gruß Roland
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: Gerdchen am 07 Dec 11, 20:29
Hallo,
trotz der verbalen Entgleisung möchte ich mich melden.

Hallo Thomas,
es handelt sich eindeutig um Pektolith. Kein Zweifel. Das Kristallsystem über ein Foto zu bestimmen ich denke ich schwierig. Da ich aber Pektolith von anderen Fundorten als Vergleichsmaterial in meiner Sammlung habe, sage ich es ist eindeutig Pektolith. Die kleinen dunklen Pünktchen könnten Pumpellyit sein, würde ich mal überprüfen lassen.
Gruß
Gerdchen
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: thothie am 07 Dec 11, 20:53
Ganz lieben Dank,

entschuldigt bitte meine Entgleisung!

Pektolith, ja das hat mich viel Zeit gekostet, angesicht der Analyse und auch dazu Mineralienexperten zu konsultieren. Herr Friedel Pfeiffer , ein Mineralienexperte von den Mineralienfreunden-Dillenburg hat sich auch eine dieser Stufen unter dem Bino angesehen  und kam zu selbigen Schluss.

Und, wenn jetzt noch einer dieser unzähligen Experten auf meine eigentliche Frage eingehen könnte, da wäre ich unheimlich glücklich.

Ich weiß nämlich, dass hier so manches Fachwissen an Stellen angebracht wird, wo ich eigentlich der Meinung bin, hoppla, wer hat danach gefragt und warum diese Zweifel bei eindeutig deklariertem FO.?  Z. Bsp. hier:

http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,28660.msg221771/topicseen.html#new

Hier hab ich dochim Gegensatz dazu  eine ganz konkrete Anfrage an Euch Experten, warum dann diese Zurückhaltung!
Man kann sich doch dann  mal richtig austoben!

Ich bin da auch nicht pingelig, zumindest dann, wenn versucht wird konstruktiv zu argumentieren.

Also, nur Mut!

LG

Thomas
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: woelsendorfer am 08 Dec 11, 09:30
Guten morgen,

Achim hat eine Stufe mit Fluorit abgebildet und schreibt:

Zitat
ich habe hier ein Stück, bei dem vom ursprünglichen Mineral (Fluorit) wenig mehr als eine Art von Abdrücken übrig geblieben ist. Wenn ich den anderen Thread richtig gelesen habe, könnte man hier (zumindest nach einem Teil der Definitionen) auch hier von Perimorphose sprechen.

Hab nicht die große Ahnung derartiger Materie, aber Laubmann erwähnt auch Abdrücke und das hat nichts mit Perimorphose zu tun, es ist halt ein Abdruck. Zwei solcher Abrücke hatte ich von Wölsendorf ebenfalls in meiner Sammlung, bedeutet dass das ursprüngliche Mineral darunter bei Bergung bzw. beim zurechtschlagen noch vorhanden war.

Gruß Micha
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: woelsendorfer am 08 Dec 11, 10:05
Noch ne Frage zu dem Thema. Mein Problem ist das ich nie weiß von welchem Mineral nach welchem Mineral sich was umgewandelt hat. Hier mal ein Beispiel:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1315473480.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1315473480.jpg)

ob der Text dazu richtig ist weiss ich nicht :-[
Grube Pfeiffer & Frey, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Umhüllungs-Perimorphose von Fluorit nach Calcit-Skalenoeder (weggelöst).


Bei diesen Stufen habe ich aus lauter Verzweiflung mal lieber nichts hingeschrieben:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1315842415.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1315842415.jpg)
Grube Heißer Stein, Stulln, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Größe: 108x75x35mm. Gelblichtransparente, bis circa 15 mm große, Fluoritwürfel.

hier ebenfalls, unten Amethyst oben Rauchquarz:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1315659474.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1315659474.jpg)
Grube Heißer Stein, Stulln, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Größe: 49x46x28mm. Bei dieser Stufe handelt es sich um Amethyst, der in Rauchquarz übergeht.
 


um was handelt es sich hier ? wer kann helfen ? Danke !!  :)

Gruß Micha
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: smoeller am 08 Dec 11, 10:25
Hallo,

@Woelsendorfer: 1. Fluorit nach Calcit (wobei man vom Foto nicht erkennen kann, ob da noch Quarz drunter ist, siehe mein Kommentar ganz unten).
2. Fluorit auf pseudomorphisiertem Baryt (siehe unten).
3. Quarz auf Fluorit-Negativ (hier kann sowohl eine echte Perimorphose vorliegen, d.h. Fluorit wurde komplett weggelöst oder ein Negativabdruck, d.h. der Quarz hat sich bei der Bergung vom Fluorit gelöst. Beide Fälle gibt es. Bei meiner Sammeltätigkeit in den verquarzten Fluoritgängen des Südschwarzwaldes hatte ich beides schon häufiger.

Kommentar: Im Allgemeinen sind die Abscheidungen in einem Flußspatgang mehrphasig, d.h. es gibt mehrere Zyklen von Lösungszufuhr und Abscheidung, dabei wird der ältere Bestand an Mineralien im Gang oft komplett oder teilweise umgewandelt. Ganz typisch ist Quarz I-Fluorit I-Baryt I (evtl. Karbonat I)(1. Zyklus), gefolgt von Quarz II-Fluorit II-Baryt II (evtl. Karbonat II)(2. Zyklus). In meinem Arbeitsgebiet Schwarzwald folgt darauf im Allgemeinen noch ein schwacher 3. Zyklus mit Quarz-Fluorit-Baryt-Karbonat, der aber anderswo (Wölsendorf) durchaus fehlen kann. Quarz II bildet häufig Pseudomorphosen nach Mineralien der I. Generation, vor allem der meist obenauf sitzende Baryt I wird dabei umgewandelt. Häufig sind Baryt und tw. auch Fluorit der I. Generation an Gangenden und in schmalen Trümern/Gängen fast völlig in Quarz II umgewandelt. Daher frage ich, ob bei dem 1. und 2. Stück Quarz unter dem Fluorit ist. Nach der Umwandlung schied sich Fluorit II ab, das ist der Fluorit, den man auf den Stufen sieht. Bei Stufe 1  handelt es sich um eine Perimorphose nach Calcit der 1. Generation, während bei Bild 2. der Baryt komplett in Quarz umgewandelt wurde (Quarz pseudomorph nach Baryt).

Glück Auf!
Smoeller
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: woelsendorfer am 08 Dec 11, 11:17
Hallo,

Zitat
Daher frage ich, ob bei dem 1. und 2. Stück Quarz unter dem Fluorit ist. Nach der Umwandlung schied sich Fluorit II ab, das ist der Fluorit, den man auf den Stufen sieht. Bei Stufe 1  handelt es sich um eine Perimorphose nach Calcit der 1. Generation, während bei Bild 2. der Baryt komplett in Quarz umgewandelt wurde (Quarz pseudomorph nach Baryt).

Von der ersten Stufe ein Foto von der Rückseite, ich hoffe man kann es erkennen, ich geh mal davon aus das es Quarz ist:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1323339272.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1323339272.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1323339304.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1323339304.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1323339350.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1323339350.jpg)
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: woelsendorfer am 08 Dec 11, 11:21
die zweite Stufe vom Heißen Stein Rückseite:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1323339570.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1323339570.jpg)

Zitat
bei Bild 2. der Baryt komplett in Quarz umgewandelt wurde (Quarz pseudomorph nach Baryt).

in Quarz? , dass gelbliche ist Fluorit.
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: smoeller am 08 Dec 11, 13:13
Hallo,

Bei dem 2. ist tatsächlich Quarz dabei, bei dem 1. lässt es sich nicht sicher sagen. Aber rötlicher, durch Hämatit gefärbter Quarz als Unterlage unter dem Fluorit würde gut passen.

Glück Auf!
Smoeller
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: berthold am 08 Dec 11, 16:34
Hallo,

"Umhüllungs-Perimorphose" ist doppelt-gemoppelt.

Entweder Perimorphose (würde ich vorziehen) oder "Umhüllungs-Pseudomorphose".

Gruß
Berthold
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: Achim am 08 Dec 11, 21:15
Hallo,

eine interessante Diskussion hier. Zu meinem Stückl kann ich definitiv sagen, dass der Fluorit komplett aufgelöst wurde. Ich habe die Stufe selbst aus dem Anstehenden geborgen.

Viele Grüße

Achim
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: woelsendorfer am 11 Dec 11, 19:22
Hallo,

@Smoeller, danke für deine ausführliche Antwort  :), bin leider noch nicht befriedigt, weil ich es teils nicht kapier auch wenn ich es jetzt unzählige Male durchgelesen habe :-[.

Bilder fürs Forum sind im Forum hoch zu laden - Stefan alias Admin

Sind insgesamt jetzt mal ein paar Beispiele, wenn man die Stufen selber hat kann man eher mal gucken um zu verstehen was sich hier im einzelnen Abspielt.

Gruß Micha
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: berthold am 11 Dec 11, 19:44
Hallo,

zu Bild 4: innerhalb einer Mineralart (Quarz) spricht man nicht von Pseudomorphose. Die unterschiedliche Färbung (kann verschiedene Ursachen haben -muss auch keine Umwandlung sein-, Eisenkiesel z.B. durch Einlagerung von Hämatit, Amethyst und Rauchquarz dagegen durch Farbzentren) führt nicht zu einer falschen ("Pseudo") - Kristallform.

Üblicherweise spricht man die Farbvarietäten nach ihrem äußeren Erscheinungsbild an: Also Amethyst (mit Hämatit-Einlagerungen).

Gruß
Berthold
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: Jochen1Knochen am 11 Dec 11, 20:40
Hallo Micha!
Ich habe in deinen Bildbeschreibungen bissel rumgepfuscht ;)
Du solltest allerdings bei den Perimorphosen aufgrund von Härtetest genau feststellen,ob die erste Auflage auf dem Hohlraum Quarz ist.
Die Fluoritstufe würde ich als Fluorit als Beschreibung stehenlassen.Zumindest nach dem Foto kann man die Abfolge schlecht beurteilen.
Gruß Jens
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: woelsendorfer am 12 Dec 11, 18:59
Hallo Jens,

ich bin jetzt 54 Jahre damit klar gekommen nicht nach'm Arzt gehen zu müssen um mir ein Rezept geben zu lassen weil mein Härtetest nicht paßte und du schlägst mir vor das ich das jetzt an Mineralien ausprobiern soll, da rutsch einem ja echt die Socke ausse Hose  :D. Ich weiss nicht wie das geht Jens und hab auch nicht's um so was machen zu können. Mich interessiert die Schönheit oder die Seltenheit einer Stufe und nicht wie hart die sind  ::).

Zitat
Ich habe in deinen Bildbeschreibungen bissel rumgepfuscht
'n bissl nennst du das  :), ich hab's gesehen, muss mir das noch mal genau ansehen und verarbeiten.

Zitat
Die Fluoritstufe würde ich als Fluorit als Beschreibung stehenlassen
Die gleiche Stufe liegt im Rathaus in Schwarzenfeld in der Mineralienausstellung und auf dem Zettel dazu steht folgendes:
Fluorit Perimorphose nach Baryt

Nur ich glaub nicht immer alles was so geschrieben wird, deswegen habe ich hier im Forum noch mal gefragt.

@Berthold
Zitat
"Umhüllungs-Perimorphose" ist doppelt-gemoppelt.
Ich wußte nicht wo ich den Begriff her hatte, dass habe ich auch von Schwarzenfeld, in den Vitrinen steht ein Zettel mit folgendem Text:
"Peri - morphose oder auch Umhüllungs-Perimorphosen sind Kristallausbildungen die sich über ehemaligen Kristallen einer anderen Mineralart gebildet haben (jüngere Bildung). Die ehemals umhüllten Primärkristalle haben sich ganz oder teilweise
zurückgebildet und einen Hohlraum hinterlassen, um den herum sich nur mehr die Perimorphose in der scheinbaren Kristallform des aufgelösten Kristalls befindet."
Als Laie derartiger Thematik suche ich immer nach Anhaltspunkte und das fand ich ganz toll, weil ich es verstanden habe (hatte).

Gruß Micha

Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: Jochen1Knochen am 12 Dec 11, 20:47
Uff!Micha!
Für die Härte zur Unterscheidung,ob unter dem Fluorit noch eine Quarzschicht ist mußt du nicht unbedingt draufbeißen!Dann mußt du wirklich zum Arzt-wegen einem neuen Gebiß ;D
Es reicht,wenn du mal am Wohnzimmerglastisch kraftvoll drüberschrammst,oder am Küchenfenster versuchst,ein paar Eisblumen (passend zum Winter) einzukratzen.
Alternativ kannst du natürlich auch die Bierflasche versuchen zu ritzen-oder,wenn du kein Bier trinkst,die Wiskyflasche ;D
An einer Wasserflasche geht das natürlich auch zu machen-aber wer hat schon sowas ::)
Der Fluorit jedenfalls wird dir keine Kratzer hinterlassen-der Quarz schon.
Bei der gelben Fluoritstufe spielt der Baryt schon mit,aber auf dem Foto sieht man leider nicht,ob der Baryt in original noch darunter ist und ob noch Quarz als nächste Ablagerung unter dem Fluorit sitzt.
Deshalb enthalte ich mich fototechnisch hier meiner Stimme,was die genaue Bezeichnung der Stufe wäre.
Gruß Jens
Titel: Re: Pseudomorphose - Perimorphose
Beitrag von: woelsendorfer am 13 Dec 11, 06:11
Guten morgen Jens,

mir reichen die Antworten  ;) und deine Änderungen. Danke erst mal dafür  :).
Die Antworten besagen aber auch, dass das ein schwieriges Thema ist und man
als Sammler schnell daneben liegen kann.

Gruß Micha