Mineralienatlas - Fossilienatlas

Fossilien / Fossils / Fósiles => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Jura / Jurassic => Thema gestartet von: Binx am 26 Jan 12, 10:43

Titel: Ammonitenfund in Fränkischer Schweiz
Beitrag von: Binx am 26 Jan 12, 10:43
Hallo liebe Mineralienatlas-Freunde,
ich brauche Hilfe zur Bestimmung eines Ammoniten, den eine Bekannte von mir gefunden hat.

Zuerst ein paar Daten: Ammonit ist ca. 1,5 - 2 cm im Durchmesser, gefunden bei Pottenstein (Fränkische Schweiz), Gestein ist also aus dem Jura (Malm)

Nun das Problem:
Auf den ersten Blick hätte ich ja gesagt, das ist ein Perisphinctes, aber was mich etwas irritiert hatte ist, das die Spaltrippen nicht nur auf der Ventrolateralseite in Richtung Externseite verlaufen (was ja bei vielen Ammoniten der Normalfall ist), als auch von der Dorsolateralseite in Richtung Protoconch verlaufen.   :o

Sowas habe ich noch nie bei einem Ammoniten gesehen.  :o Ist das normal? Hoffe, ihr könnt mir da weiterhelfen...

Ich habe ein Foto hinzugefügt um meine Beobachtung zu verdeutlichen

Gruss,

Binx
Titel: Re: Ammonitenfund in Fränkischer Schweiz
Beitrag von: triassammler am 26 Jan 12, 15:56
Hallo Nina,

so ganz klar ist mir trotz Foto nicht, was Du meinst. Mit meinen eigenen Worten formuliert glaube ich zu verstehen: Dich irritiert, dass sowohl auf der Ventral- als auch auf der Dorsalflanke Rippenspaltung auftritt, in etwa so:
Zitat
>-<
?

Das wäre in der Tat sehr ungewöhnlich, mir fällt im Moment auch im pathologischen Bereich kein solches Berippungsmuster ein.
Das Problem ist m. E. aber, dass der diskutierte Ammonit nicht präpariert ist und darüber hinaus noch ziemlich viel davon von Gestein verdeckt ist. So wäre es durchaus möglich, dass während der Setzung des Sediments eine Innenwindung über die Außenwindung gedrückt wurde und auf diese Weise eine vermeintlich aberrante Berippung nur vorgegaukelt wird.

Ich würde daher empfehlen, das Stück erst mal zu präparieren und dann zu sehen, wie der Gesamtbefund aussieht.

Gruß,
Rainer