Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Frauensteiner am 13 Feb 12, 12:26

Titel: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Frauensteiner am 13 Feb 12, 12:26
Hallo alle zusammen,

ich weiß nicht, ob meine Frage schon einmal gestellt wurde. Ich konnte jedenfalls im Archiv dazu nichts finden.

Ich habe nach langer Pause ja erst wieder 2010 mit dem Mineraliensuchen und -sammeln begonnen. Nun sind 24 Monate vergangen und ich bin erschrocken über die Anzahl der Stufen, die ich mittlerweile besitze. Der Platz wird eng, meine Frau mosert darüber und ich traue mich jetzt gar nicht zu extrapolieren, wieviel da in 10 Jahren zusammen gekommen sein müsste.

Sicher, man siebt regelmäßig aus und ordnet neu, veräußert auch wieder etwas. Aber in der Summe bleibt es beim Zuwachs - sich von einer Stufe trennen fällt ja doch immer schwer. Ich bin jetzt bei etwa 300 Stufen... da werden viele lachen, dies ist sicher eine kleine Zahl (besonders beim Micromounter  ;D, der ich aber nicht bin).

Klar, Masse ist nicht klasse, aber sicher wird keiner wegen der Anzahl sammeln. Aber egal wie, der Platz muss ja da sein dafür. Ich glaube, ich muss bauen. (Ich habe eine Arbeitskollegen, der sammelt alte Autos und hat dafür eine Lagerhalle gemietet...)

Mich würde mal interessieren, wie groß Eure Sammlungen vom Umfang her sind. Oder habt Ihr eine Taktik, um es nicht ausufern zu lassen?

Glück Auf!

Maik
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: raritätenjäger am 13 Feb 12, 12:39
Hallo,

meine Sammlung umfasst derzeit etwa 6.000 Stufen. Meine Taktik: für jeden Neueingang fliegt eine andere Stufe raus. Noch geht das. Die Sammlung ist wie ein Garten, da musst du auch an allen Ecken was wegschnippeln, damit nächstes Jahr was blüht. Und sentimental darfst du nicht werden, gleich weg damit. Weit weg. Sonst kommen die alle wieder zurück...

Gruß
Andreas
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Achatmandel am 13 Feb 12, 13:00
Hallo, ja das ist ein Problem!
Ich Sammele seit ca. 20 Jahren und hab immer noch ein Problem damit etwas weg zu tun. Auch in meiner Sammlung gibt es noch Stücke, die für andere Sammler völlig daneben sind. Für mich haben dies aber eine Bedeutung.

Raritätenjäger hat schon recht. Man sollte sich schon bei einem Neueingang von einem nicht so qualitativ hochwertigem Stück trennen.
Nur so behält man den Überblick und die Sammlung verbessert sich stetig.  Masse statt Klasse!
Wenn das nicht so schwer wäre.
www.Heinstein.jimdo.de
Gruß aus NRW
 Andreas
 ;) ;)
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Walpurgin am 13 Feb 12, 13:04
Ich hab ca. 220 Stufen und werd diesen Standard auch halten. Alles was nicht mehr passt fliegt raus, der eine oder andere hat ja davon auch schon profitiert.
Wie es Andreas schon schrieb irgendwann fängst du eben an dich von Stücken zu trennen, man wächst ja mit seinen Aufgaben.
Wenn du eben 4 Silberlocken auf Matrix hast von Freiberg fliegt halt die 4 irgendwann raus.
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: pseudonym am 13 Feb 12, 13:07
Ich denk wir sind Sammler nicht , Wegschmeißer . . .

Soll doch die Frau ausziehen wenns ihr zu enge wird  ;D !
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Philip Blümner am 13 Feb 12, 13:13
Hallo,
meine Sammlung bewegt sich so um die 825 Stück. Normalerweise miste ich im Winter aus, wo ich am meisten Zeit habe mich mit der Sammlung zu beschäftigen. Es kommt halt drauf an, wieviel Platz man hat. Bei mir kommen Belege und nicht so schöne Stufen in Kisten in den Keller (ehemals) oder Dachboden (jetzt), die besten in die Vitrine und alles andere in Schubladensysteme. Wenn ich eine bessere Stufe finde, fliegt die andere raus.

Gruß Philip
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: uwe am 13 Feb 12, 13:27
Ich sammle seit 1977. Nachdem meine Sammlung von Stufen verschiedener Größe die Zahl die 1300 überschritten hatte, habe ich angefangen nachzudenken mit dem Ergebnis, die Anzahl der Stufen zu reduzieren nach dem Motto: 10 Stufen auf der Börse verkaufen und dafür eine bessere anzukaufen. Insofern stimme ich raritätenjäger und Walpurgin voll zu. Auch mußte ich feststellen, daß einige Stücke, welche man in der Anfangszeit gesammelt hat wirklich reif für den Abfalleimer waren. Man sollte sich auch reiflich überlegen, ob man wirklich weltweit sammeln will. Das ist die beste Voraussetzungen, daß die Sammlung ausufert und letzendlich aus Kostengründen dann meist nur Stücke der unteren Qualitätsskala enthält. Ich bin der Meinung, man muß nicht alles haben, was bei Lapis oder Mineralienwelt aus aller Welt vorgestellt wird.

Eine Mineraliensammlung ist, im Gegensatz zu einer Münz- und Briefmarkensammlung, nicht an eine Zahl gebunden. Eine Vitrine mit beispielsweise 100 sehr guten Stufen, welche gut präsentiert und dokumentiert sind, ist m. E. eine wesentlich bessere Sammlung als mehrere tausend Stufen und Stüfchen, wobei von jeder Fundstelle -zig mal das gleiche Mineral in der Schublade liegt.

Aber, es gibt beim Sammeln gottlob keine verbindliche Norm. Jeder soll sammeln wie es ihm Spaß macht und befriedigt. Ob 100 oder 10.000 Stufen spielt dabei keine Rolle. Bei 10.000 Stufen besteht allerdiings die Gefahr, daß nach dem Ableben (uns trifft es alle einmal) doch noch das meiste in die Tonne wandert.

Uwe
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Embarak am 13 Feb 12, 13:46
Hallo

Habe auch schon über den Platzbedarf nachgedacht. Bin bei etwa 900 Klein-und Handstufen,
die auf 2 große und 3 kleine Vitrinen verteilt sind. Aussortiertes ist dazu noch in Kisten im Keller.
Wenn ich eins meiner 3 Aquarien abschaffe, ist wieder Platz für eine Vitrine und spart Strom.   ;D ;D

Ich tendiere eigentlich auch dazu, mehrere Stücke gegen ein besseres auszutauschen,
kann mich allerdings auch nur schwer von etwas trennen.
Also müssen andere Dinge in Frage gestellt werden : Ein Aquarium, das Kinderzimmer, die Partnerin ...   >:D

Gruß
Norbert
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: berthold am 13 Feb 12, 14:18
Hallo,

meine Sammlung bewegt sich bei ca. 6450 Stück. Da macht aber ca. die Hälfte die Systematik aus, logischerweise Kleinstüfchen. Und auch viele meiner Hagendorf-Mineralien sind als Kleinstufen zu bezeichnen.

 Um die Größe zu bändigen gibt es kein Patentrezept. Sicher, das Bessere ist des Guten Feind, aber weggegeben ist scnell was und ich trauere doch einigen "Guten" Auswanderern hinterher. Eine Möglichkeit ist sicher, sich thematisch eng/enger zu begrenzen. Das kann z.B. regional sein oder man kann sich auf bestimmte Mineralien/Gruppen beschränken.

Gruß
Berthold   
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: michael berghäuser am 13 Feb 12, 14:48
Hallo nach Limburg,

ich sammle seit 1984 und kann nur jedem raten, der räumlich und finanziell nicht die Mittel hat, sich einzuschränken.

Sammelt fundortbezogen oder mineralspezifisch.

Ich selbst hab keinen Überblick über die genaue Anzahl an Stufen in meiner Sammlung und will ihn auch momentan nicht haben.

Weiß aber z.B. das die MM´s von Friedrichssegen Hunderte von Döschen sind.

Mein Ziel ist es, sowohl in der Masse als auch in der Güte von einer Fundstelle gut aufgestellt zu sein.

Dupletten gehen an Freunde und Bekannte.

Glückauf aus Offheim

Michael




Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Frauensteiner am 13 Feb 12, 15:09
Vielen Dank für die vielen Antworten!

Ich denke auch, dass das Geheimnis in der Beschränkung ruht - sowohl was das Sammelgebiet als auch was die Anzahl der Stufen betrifft, die man von einem Mineral besitzt. Ist es eigentlich so, dass man sich von selbst gefundenen Stücken schwerer trennt als von Gekauften? Wie auch immer, es ist bei mir eindeutig ein Platzproblem und die Stufen verteilen sich mittlerweile auf drei Zimmer; ich muss also irgendwie optimieren.

Meine Frau brauche ich schon noch - ich allein mit drei Kindern ginge nicht gut. ;) Die Stufen in die Kinderzimmer bringt auch nichts - ausser ich möchte aus Hand- und Kleinstufen Micromounts machen.  8)

Ich denke, bei einer Beschränkung auf eine gewisse Größe gehört auch viel Selbstdisziplin dazu. Da hapert es bei mir...

GA, Maik
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Sternenkind82 am 13 Feb 12, 16:36
Also ich habe das Glück das ich einen großen Keller besitze. Alles was nicht in Vitrinen oder Schränken in der Wohnung ist, lager ich in Stiegen unten   ;)
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: pseudonym am 13 Feb 12, 17:05
Vielen Dank für die vielen Antworten!

Ich denke auch, dass das Geheimnis in der Beschränkung ruht - sowohl was das Sammelgebiet als auch was die Anzahl der Stufen betrifft, die man von einem Mineral besitzt. Ist es eigentlich so, dass man sich von selbst gefundenen Stücken schwerer trennt als von Gekauften? Wie auch immer, es ist bei mir eindeutig ein Platzproblem und die Stufen verteilen sich mittlerweile auf drei Zimmer; ich muss also irgendwie optimieren.

Meine Frau brauche ich schon noch - ich allein mit drei Kindern ginge nicht gut. ;) Die Stufen in die Kinderzimmer bringt auch nichts - ausser ich möchte aus Hand- und Kleinstufen Micromounts machen.  8)

Ich denke, bei einer Beschränkung auf eine gewisse Größe gehört auch viel Selbstdisziplin dazu. Da hapert es bei mir...

GA, Maik


Ach keine Angst 3 Kinder . . . die gehen irgendwann aus dem Haus , dann haste Platz . . .  ich hab nur 1 Kind und das sammelt auch schon !
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: FrankBL am 13 Feb 12, 17:23
Da ich ausschliesslich Uran-Mineralien sammle, sind dem Umfang der Sammlung schon gewisse Grenzen gesetzt und es passt alles ohne Probleme in meine Vitrine.  :)
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: pseudonym am 13 Feb 12, 18:59
Ne Möglichkeit wären auch so relativ flache Vitrinen ,vielleicht so 10 cm tief , 80 x100 cm , mit Glasscheibe davor und Glasböden  zum an die Wand hängen z.B. (wer ein Haus hat ) ins Treppenhaus hängen oder in den Hausflur .

Weiß nicht obs da was zu kaufen gibt , oder selber aus Leimholz bauen . . . da passen zumindest viele der kleineren Stücke rein .

Ich hab auch 2 dieser Couchtischen mit Kasten und Glasplatte , bissel Sand rein ,Stufen dazu fertich . . .
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: skibbo am 13 Feb 12, 19:03
Hallo,

eine andere Möglichkeit wäre auch das Sammeln dieser Freunde hier:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1329155987.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1329155987.jpg)

Sind (momentan) leicht zu finden und um den Platz in der Sammlung braucht man sich nicht zu sorgen, dann schon eher um nasse Füße.  ;D

Beste Grüße,
Stefan
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Walpurgin am 13 Feb 12, 19:04
Wenn man das Eisfach des Kühlschrankes mit zurechnet, hab ich davon schon ne Sammlung. ;D
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: schnurps am 13 Feb 12, 19:36
hallo,ich habe mich nach anfangs weltweitem gesammel auf den sauberg in ehrenfriedersdorf spezialisiert.von dort besitze ich momentan ca 800 stufen,von klein- bis großstufe.allerdings wollte ich vorher mal stufen aus den wismut-bergbaugebieten sammeln.da hatte sich auch schon viel angesammelt,sodass ich mittlerweile bei ca 2500 stück liege.in letzter zeit kam noch freiberg dazu.
ich plane aber später in einem nebengelass auf meinem grundstück auch ein kleines museum einzurichten.daher wird die sammlung eher größer als kleiner.
lg tonik
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Grubenkumpel am 14 Feb 12, 08:56
Bei mir ist es auch nicht so leicht.
Ich sammel nicht nur Mineralien, sondern auch Fossilien.
Ein Großteil des Kellers ist bereits voll. Dies könnte etwas weniger werden, wenn ich mal Zeit finde es auszumisten. Aber gerade bei den Fossilien ist das meiste eben noch unpräpariert. Mir fehlen derzeit einfach die technischen Möglichkeiten dazu.

In der Wohnung wird es auch langsam enger, da ich nun auch nach und nach meine Funde aus Kinderzeit von meinen Eltern hole.

Immerhin habe ich gestern eine neue Glasvitrine ersteigert, sodass ich bald wieder etwas platz bekomme.
Das meiste lagert bisher nur in Zeitung verpackt in Pappstiegen.

Derzeit überlege ich, mich in Zukunft nur auf Eigenfunde zu beschränken.
Oft ist es da ja so, dass man die ersten eins zwei male bei einer neuen Fundstelle noch alles mitnimmt, später aber schon deutlich wählerischer wird, auch was die Stücke in der eigenen Sammlung angeht. Die Anzahl der Fundstellen sollte sich da auch in Grenzen halten, da man nicht überall hinkommt.
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: endeavour-minerals am 14 Feb 12, 11:34
@skibbo
ist ja wirklich gut geworden, das Foto

Noch eine Möglichkeit, die Masse an Stücken zu beschränken ist, einfach vor Ort nur ein Foto machen und gut ist. So wie bei dieser Stufe, die ich dort gelassen habe.  ;D

Ingo

Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: uwe am 14 Feb 12, 11:50
Stufen nach einem Foto an Ort und Stelle zu lassen ist etwas für Masochisten  ;D

Uwe
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Walpurgin am 14 Feb 12, 11:57
Den hätt ich auch da gelassen Ingo.... :)
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: pseudonym am 14 Feb 12, 12:41
@skibbo
ist ja wirklich gut geworden, das Foto

Noch eine Möglichkeit, die Masse an Stücken zu beschränken ist, einfach vor Ort nur ein Foto machen und gut ist. So wie bei dieser Stufe, die ich dort gelassen habe.  ;D

Ingo


Na das ist doch ne gute Sache du musst mir nach so einem Foto nur in Zukunft ne SMS schicken mit den genauen Koordinaten . . .
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: endeavour-minerals am 14 Feb 12, 13:28
@pseudonym...was willst du mit den Koordinaten von Eiskristallen?   ???
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Krizu am 14 Feb 12, 13:43
Hallo,

die Kristalle sehen eher aus wie Briloner Sandcalcite ;-)

Frank
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: berthold am 14 Feb 12, 14:06
Hallo,

Zitat
Da ich ausschliesslich Uran-Mineralien sammle, sind dem Umfang der Sammlung schon gewisse Grenzen gesetzt


auch bei "nur Uranmineralien" kann die Sammlung richtig groß werden. Vorausgesetzt, man leidet nicht unter Uran-Phobie. Ich hatte das Vergnügen die Bültemann-Sammlung zu sichten. Ehrlich, ohne eigenes Gebäude ist die nicht vernünftig unterzubringen.

Gruß
Berthold
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: FrankBL am 14 Feb 12, 14:50
auch bei "nur Uranmineralien" kann die Sammlung richtig groß werden. Vorausgesetzt, man leidet nicht unter Uran-Phobie.

Eine Phobie habe ich ganz sicher nicht  ;D
Aber es stimmt schon, sicher kann auch eine solche Sammlung exorbitante Dimensionen annehmen. Deswegen: Maβ halten - auch wenn's schwerfällt - ist die Devise. Ich trenne mich deshalb auch regelmäβig wieder von einigen Stufen.
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Tobi am 14 Feb 12, 17:25
Um mal wieder den Bogen zum eigentlichen Thema zu spannen:

Natürlich kenne auch ich das Problem, dass man immer mehr Stufen anhäuft und dann irgendwann einfach überall welche rumliegen oder archiviert sind. Ich hatte dieses Problem auch lange Zeit, habe dann aber irgendwann die Reißleine gezogen und es beseitigt. Hinzu kommt, dass ich irgendwann von Systematik auf Ästhetik umgestiegen bin, da fällt das Aussieben ohnehin leichter. Jedenfalls habe ich irgendwann (allein schon aus Platzgründen) nur noch 2 Vitrinen gehabt, und so ist es auch heute noch. Also insgesamt eine Fläche von 2 x 1 Meter bei einer Tiefe von knapp 20 cm, das bietet etwa 80 Stufen Platz. Und auch wenn ich nicht mehr zählen kann, wieviele Stufen ich in meinem Sammlerleben hatte, so habe ich in der Tat nur meine Schausammlung von etwa 80 Stufen. Das hat den einfachen Vorteil, dass ich strikt aussortieren MUSS, wenn ich neue Stufen hinzufügen will. Ich kann also nicht einfach auf ne Börse und mich mit 10 Stufen eindecken, denn die könnte ich überhaupt nicht unterbringen. Ich hab auch schon von anderen Sammlern gehört, dass sie sich so limitieren, damit es nicht aus dem Ruder läuft. Und ich fahre gut damit: Meine Schausammlung nimmt nicht immer mehr von der Wohnung ein, wahrt (bzw. erhöht) dafür aber eine gewisse Qualität. Für mich optimal, da ich ja weder systematisch noch lokal sammle, also auch nirgendwo den Druck einer gewissen Vollständigkeit habe. Ich habe meine 2 Quadratmeter voller schön anzusehender Stufen, und das ist auch gut so :)

Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: raritätenjäger am 14 Feb 12, 17:51
Hallo,

wohl dem, der sich so eisern einschränken kann, Tobi ;). Da fehlte mir persönlich ja der Jagdspaß, die ständige Fluktuation von Neuzugängen und "Rausschmeißern". Ich brauche die ständige Bewegung, da muss was passieren in der Sammlung. Aber das ist ja das schöne: jeder hat eine andere Philosophie.

Und bei "alle Welt Ästhetik" (klingt immer so abgedroschen...) geht das System mit der eisernen Beschränkung ja auch, wie schon richtig angemerkt. Bei Revieren oder gar Ländern wird´s schon schwieriger. Obwohl es auch dort sehr disziplinierte Leute gibt. Aber 10-20 Neueingänge im Jahr als "ganz erfolgreich" abzuheften, nee, wie gesagt, ich könnte das nicht. Gott sei Dank habe ich etwas Platz ;D

Gruß
Andreas
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Tobi am 14 Feb 12, 18:07
Auf jeden Fall: Ob man sich limitieren kann, hängt definitiv vom Schwerpunkt der Sammlung ab. Bei meiner Allerwelts-Ästhetik (wir können das ruhig so nennen, ich stehe dazu) ist es echt easy im Vergleich. Du z.B. verfolgst ja mit allem Ehrgeiz eine riesige Deutschland-Sammlung - die ich absolut bewundere! Und wenn ich so sehe, was du da alles zusammenträgst - dann wag es ja nicht, dich zu limitieren, sondern mach so weiter! :)

Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: raritätenjäger am 14 Feb 12, 18:22
So hatte ich mir das gedacht...
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: CARCHARIAS am 14 Feb 12, 19:30

ich sammle seit 1984 und kann nur jedem raten, der räumlich und finanziell nicht die Mittel hat, sich einzuschränken.

Sammelt fundortbezogen oder mineralspezifisch.

Ich selbst hab keinen Überblick über die genaue Anzahl an Stufen in meiner Sammlung und will ihn auch momentan nicht haben.

Weiß aber z.B. das die MM´s von Friedrichssegen Hunderte von Döschen sind.

Mein Ziel ist es, sowohl in der Masse als auch in der Güte von einer Fundstelle gut aufgestellt zu sein.

Dupletten gehen an Freunde und Bekannte.


Also ich halt das ähnlich wobei ich ein Teil meiner Sammlung in Kisten aufbewahre solange ich noch nicht die Möglichkeit habe alles Auszustellen bzw n anständigen Schubladenschrank. Bei mir sind es keine MMs von Friedrichssegen sondern von meiner Hausgrube Simon und es dürften so zwischn 500 und 1000 Döschen sein. Bei den Hand-, Klein- und Großstufen hab ich keine Ahnung.

Dazu kommt noch eine Fossiliensammlung die noch größer ist.

Alles in Allem wird die Sammlung aber immer größer und das ist gut so.

Gruß Boris
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Jürgen am 14 Feb 12, 21:23
Hallo


Zitat
Also ich habe das Glück das ich einen großen Keller besitze. Alles was nicht in Vitrinen oder Schränken in der Wohnung ist, lager ich in Stiegen unten   ;)


Ich habe auch einen sehr großen Keller. Ein Raum dient zur Schaustellung der Mineralien mit vielen Vitrinen, Schränken und (noch) Regalen. Der nächste Raum dient zum präparieren, reinigen und zur Einlagerung, dann steht mir noch ein großer Raum als "Rohwarenlager" zur Verfügung. Ich kann z. B. keine Achate sägen, schleifen und polieren, da kann es schon mal vorkommen dass einige Kisten jahrelang eingelagert sind. Stört mich aber nicht.
Wenn einige Achate benötigt werden, sägen und polieren meine Freunde welche.

Übrigens, ich zähle meine Mineralien nicht. 8)

Schöne Grüße

Jürgen

Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: haldenhai am 14 Feb 12, 21:46
Hi Sammelgemeinde

Ich hab noch originale eingepackte Funde aus den 80ern, 90ern usw. im Keller liegen. Wenn mal ein gaaaannnnnnnzzzzzzzz lllaaaannnggggeeerrrr Winter ist hoffe ich auf ein Wunder und Zeit zum aufarbeiten. Sind ja nur so 50-70 (oder auch mehr?) Kisten. Die einen sagen Sammelmessie oder so wie ich Sammloholic. Aber auch die Rente kommt irgendwann mal auf mich zu und da brauch ich Arbeit  ;D ;D

Gruß und Glück Auf

Haldenhai
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Frauensteiner am 14 Feb 12, 22:05
Tja, ich sehe mich einerseits beruhigt, was den Umfang der Sammlung angeht, andererseits muss ich mich doch entschliessen, einiges loszuwerden. Ich finde es faszinierend, welch verschiedene "Sammelmodelle" es hier gibt und wie jeder damit (mehr oder weniger) glücklich ist. Allein wenn ich daran denke, alle unsere Bücher als e-book zu besitzen - welch Platz dann entstünde!  :o Aber das Argument, mit den Kindern, die flügge werden und ausziehen, ist nicht von der Hand zu weisen. Also übe ich mich in Zurückhaltung und Geduld.

Wohl dem, der keine Platzprobleme hat. Bleibt nur noch die Frage nach dem "Danach". Ich sehe es ja schon auch als Geldanlage für die Kinder. Aber das ist auch wieder ein ganz anderes Thema.

Glück Auf,

Maik
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: triassammler am 14 Feb 12, 22:24
Hallo,

ich zähle meine Sammlung: Etwas über 1600 Inventarposten bei den Makrofossilien (wobei eine Inventarnummer mehrere gleichartige Stücke beinhalten kann) und rund 2000 Mikrofossilien (allesamt in 2 Schuhkartons untergebracht  ;D). Dazu noch ca. 200 Mineralstufen und Gesteinsbelege. Das meiste davon bewahre ich in der Wohnung auf, da der Keller nur eingeschränkt für subjektiv wertvolle Stücke geeignet ist (Altbau). Motto: "Was so schlecht ist dass ich es im Keller 'verstecken' muss kann sowieso weg". Von ein paar Ausnahmen abgesehen, die ich aber eigentlich auch lieber in der Wohnung hätte. 

Seit etwa zwei Jahren bin ich an dem Punkt, wo die Sammlung aus Platzgründen nicht mehr weiter sinnvoll anwachsen kann. Die Konsequenz besteht in selektiverem Selbersammeln und dem Weggeben von Stücken, die mir nicht so wichtig sind. Angekauft wird nur sehr selten etwas, mitunter mal getauscht, wobei ich versuche, jeweils mehrere meiner Stücke gegen ein einziges Stück einzutauschen, um auch auf diese Weise den gewonnenen Platz nicht gleich wieder zuzustellen. Etwas Abstand zur Freude des Moments des Findens schafft manchmal auch die notwendige emotionale Distanz, um ein Stück einfach der Mülltonne zu übergeben.

Ich sammle systematisch in der heimischen Trias, wiederum aus Platzgründen beschränke ich mich dabei mittlerweile fast ausschließlich auf den Keuper. Ein Großteil der Funde hat Belegcharakter und wandert in Sammlungsschränke, ein kleinerer Teil davon ist vitrinengeeignet und wird dann auch entsprechend in der Wohnung ausgestellt. Mein Ziel in dieser Hinsicht ist keine reine Schausammlung, die Belege in den Schränken sind nützlich zur Veranschaulichung von Sachverhalten und dienen auch als Material für Veröffentlichungen und Beiträge in Foren.
Die Krux ist aber, dass ich auch sonst jeden Aufschluss außerhalb der Trias besammle, auf den ich zufällig stoße. Hier habe ich mir angewöhnt, nur Schaustücke oder anderweitig außergewöhnliche Exemplare zu behalten. Gezielte Exkursionen zu Fundstellen, die jenseits meines Interessengebiets liegen (und womöglich auch noch weit entfernt sind) unternehme ich so gut wie nicht. Die Welt ist voller schöner Fossilien, ohne selbst gesetzte Beschränkungen geht es nicht.
Interessante Mineralien, die mir beim Sammeln als Beifunde ins Netz gehen, nehme ich ebenfalls in die Sammlung auf, wobei auch da die Beschränkung auf wenige Exemplare besteht.

Prinzipiell wähle ich schon im Gelände kritisch aus, was ich überhaupt mit nach Hause nehme. Allerweltsfossilien oder -mineralien lasse ich, soweit sie schon in guten Exemplaren in der Sammlung belegt sind und auch sonst keine Besonderheiten aufweisen, direkt vor Ort liegen. Mir fehlt der Platz, um ein Magazin nur mit Tausch- oder Verkaufsmaterial anzulegen, und nachfolgende Sammler freuen sich möglicherweise über das, was ich zurückgelassen habe. Ich sammle primär und vor allem für mich selbst und möchte meine Zeit nicht über Gebühr für Tausch- oder Verkaufsaktionen aufwenden. Das Bearbeiten und Auswerten der Funde in der eigenen Sammlung kostet schon genug Zeit.
Nach dem Reinigen lässt sich meist noch mal ein beträchtlicher Teil der Ausbeute ausmustern. Danach prüfe ich, ob die Neufunde ggf. vorhandene gleichartige Sammlungsstücke ersetzen können, wenn sie qualitativ besser sind.

Zu guter Letzt versuche ich, Neuzugänge so schnell wie möglich der Präparation zuzuführen, um keine Halde unbearbeiteten Materials aufzuhäufen. So behalte ich auch den Überblick, was ich schon habe und was ggf. zukünftig schmerzlos ersetzt werden kann.

Insgesamt verhindert das alles nicht, dass die Sammlung netto weiter anwächst, aber sie wächst dadurch auf einem gewissen Qualitätslevel und vergleichsweise langsam.

Zitat von: Frauensteiner
Allein wenn ich daran denke, alle unsere Bücher als e-book zu besitzen - welch Platz dann entstünde!
Der Umfang der gedruckten Fachliteratur setzt zugegebenermaßen auch mich langsam etwas unter Druck, aber da nichts über das Feeling geht, in einem physischen Buch zu blättern und zu lesen, findet sich immer wieder eine Stelle, an der sich ein Bücherregal festdübeln lässt. Ich habe zwar auch eine umfangreiche digitale Bibliothek, vornehmlich mit Veröffentlichungen die gedruckt nicht mehr oder nur zu hohen Preisen zu bekommen sind oder die prinzipiell nur online erschienen, aber da geht es mir nicht um die Platzersparnis sondern das sind Sachzwänge.

Gruß,
Rainer
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: geologe am 15 Feb 12, 14:18
Hallo,

In der Beschränkung liegt.........Leider bin ich da gar kein Meister und so wächst meine Sammlung Jahr für Jahr auf insgesamt so um die 1500 Stufen. Etwa 300 sind MM und der Rest Hand-und Großstufen. Dazu kommen noch etwa 200 Fossilien die ich so nebenher mitgenommen habe.
Eine Bereinigung wäre dringend nötig da gerade die Stufen aus meiner Anfängerzeit allenfalls Belegcharakter haben. Mittlerweile baue ich auf meinen Vitrinen und Regalen an und mein Zimmer ist bis an die Decke gefüllt. Ich bin sozusagen bekennender Vielsammler der sich nicht entschließen kann den Deckel von der Mülltonne zu öffnen. Da spielt sicher die alte DDR-Mentalität das nichts weggeworfen wird eine Rolle. Irgendwann, ich hoffentlich noch ferner Zeit werde ich aber gezwungener Weise einiges wegwerfen müssen.

Gruß

Jürgen
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Tobi am 15 Feb 12, 21:59
Ich habe da einen - übrigens wirklich ernst gemeinten - Tipp für jene, denen ihre Sammlung über den Kopf wächst. Ich hab das mal mit ein paar anderen Sammlern besprochen, und ich kann es wirklich nur empfehlen: Wem alle Regale und Vitrinen aus den Nähten platzen, wer überall nur Steine rumfliegen hat und wirklich den Überblick verloren hat, der sollte einfach ganz radikal vorgehen. Stück für Stück in die Hand nehmen und sich ehrlich die Frage stellen: "Ist das eine richtig geniale und ästhetische Stufe, die mich jedesmal flasht, wenn ich an der Vitrine vorbeilaufe?" Falls ja, dann bleibt sie. Und ich denke kaum, dass es hier unter uns viele Adalberto Giazottos gibt, die mit Räumen voller atemberaubender Museumsstufen aufwarten können ;)

Und die Stufen, bei denen man ganz ehrlich zu sich sagt, dass sie einen eben nicht "anmachen", die kann ja je nach Qualität und Wert verscherbeln, an Schulen verschenken oder im schlimmsten Fall in den Vorgarten schmeißen. Mir ging es dann teilweise echt so, dass ich beim Betrachten meiner Sammlung immer wieder an bestimmten Stücken fest hing, während ich andere nie groß eines Blickes gewürdigt hab. Und wenn man sich dann fragt, warum man an manchen Stufen nicht kleben bleibt, dann fallen einem meist Gründe ein. Mal ist die Farbe zu blass, die Kristalle nicht gut genug ausgebildet, man hat von dem Fundort doch eh noch ne viel bessere Stufe, dann ist die kleine Beschädigung an dem einen Kristall doch störender als gedacht, und und und ... sobald man sowas an einer Stufe ausgemacht hat, sortiert man sie automatisch irgendwann aus, weil sie einfach nicht das Sammlerherz befriedigt, so wie sie es sollte. Ergebnis dieser Strategie wäre im Idealfall eine Sammlung, die qualitativ wächst und quantitativ im Rahmen bleibt. Und das wäre doch so ziemlich genau das Ziel, nach dem in diesem Thread gesucht wird ...

Klar gilt das im Wesentlichen nur für Ästhetiksammler, aber das betrifft ja sicher auch einige unter euch. Ich finde auf jeden Fall, dass es eine gute Maßnahme ist, um in einer Schausammlung für Platz zu sorgen. Und wer tatsächlich seine ganze Wohnung voller Vitrinen mit Topstufen voll hat - der kann sich auch nen Anbau eines weiteren Sammlungszimmers leisten ;)
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: raritätenjäger am 16 Feb 12, 11:17
Hallo,

das ist genau die Methode, nach der ich vorgehe. Alle diese "übersehenen" Exemplare bei der Durchsicht, da muss man sich wirklich fragen, warum man die nie betrachtet. Und dann: wech damit! Und jeder kennt das: jedes mal wieder stimmen einen dies oder jenes Stück unglücklich. Das sollte man nun wirklich besser haben, denkt man sich. Dies sollten die ersten Stücke sein, die rausfliegen. Spätestens wenn man sich das zweite oder dritte mal über sie geärgert hat.

Gruß
Andreas
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: nwsachse am 16 Feb 12, 12:52
In diesem Zusammenhang auch heute noch  sehr lesenswert sind die Ausführungen von E.  Fraas in seinem 1910 erschienenem  Buch "Der Petrefaktensammler".  Es geht hier zwar um Fossilien, aber die Ausführungen in den Abschnitten: "Bedeutung der Sammlung",  "Das Anlegen der Petrefaktensammlung" dürften ähnlich für Mineraliensammlungen gelten.

Hier ein Zitat:
"Der Sammeleifer hat uns erfasst und mit wahrer Leidenschaft werden neue Schätze zusammengetragen und aufgehäuft; Ständer und Zigarrenkisten füllen sich, aber das ungeordnete Chaos kann noch nicht die richtige Befriedigung bringen. Es muss Ordnung und Luft geschaffen werden, in der Regel unterstützt und beschleunigt durch ein zeitgemässes Machtwort der Hausfrau. Eine gründliche Durchsicht ergibt, dass wir im Eifer gar manches Fossil in Menge und meist nur in Bruchstücken oder schlechten Exemplaren gesammelt haben und die Erkenntnis, dass man an einem guten Stücke mehr sieht und lernt als an zwanzig schlechten, erleichtert unsere Sammlung schon bedeutend. Das Abstossen und selbst Hinauswerfen unnützer Stücke ist eine Grundbedingung für eine ordentliche Sammlung und erfordert eine nicht zu unterschätzende Selbstüberwindung, die aber dem Sammler ebenso wie der Sammlung zugute kommt. "Il faut jeter sept fois une collection par le fenêtre, pour avoir une bonne collection", d. h. siebenmal muss eine Sammlung ausgemerzt werden, um gut zu sein, ist ein beherzigenswerter Ausspruch des französischen Paläontologen Hébert."


nwsachse
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: uwe am 16 Feb 12, 14:05
Habe gerade gelesen, was der "Haldenhai" Balthasar geschrieben hat. Mein Rat: Bilde Dir nicht ein, daß Du als Rentner mehr Zeit hast. Als ich noch kein Rentner war, hatte ich wesentlich mehr Zeit für's Hobby. Seltsam, aber es stimmt, denn Rentner habe niemals Zeit.  ;)

Uwe
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Frauensteiner am 16 Feb 12, 14:16
Hier ein Zitat:
"Der Sammeleifer hat uns erfasst und mit wahrer Leidenschaft werden neue Schätze zusammengetragen und aufgehäuft; Ständer und Zigarrenkisten füllen sich, aber das ungeordnete Chaos kann noch nicht die richtige Befriedigung bringen. Es muss Ordnung und Luft geschaffen werden, in der Regel unterstützt und beschleunigt durch ein zeitgemässes Machtwort der Hausfrau. Eine gründliche Durchsicht ergibt, dass wir im Eifer gar manches Fossil in Menge und meist nur in Bruchstücken oder schlechten Exemplaren gesammelt haben und die Erkenntnis, dass man an einem guten Stücke mehr sieht und lernt als an zwanzig schlechten, erleichtert unsere Sammlung schon bedeutend. Das Abstossen und selbst Hinauswerfen unnützer Stücke ist eine Grundbedingung für eine ordentliche Sammlung und erfordert eine nicht zu unterschätzende Selbstüberwindung, die aber dem Sammler ebenso wie der Sammlung zugute kommt. "Il faut jeter sept fois une collection par le fenêtre, pour avoir une bonne collection", d. h. siebenmal muss eine Sammlung ausgemerzt werden, um gut zu sein, ist ein beherzigenswerter Ausspruch des französischen Paläontologen Hébert."


Klasse Zitat! Das war also vor 100 Jahren nicht anders als heute. Selbst die Hausfrau hat sich nicht verändert... (obwohl das jetzt nicht politisch korrekt ist, ich weiß).

Danke für das Zitat.

Glück Auf, Maik
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: triassammler am 16 Feb 12, 15:17
Hallo,

"Il faut jeter sept fois une collection par le fenêtre, pour avoir une bonne collection", d. h. siebenmal muss eine Sammlung ausgemerzt werden, um gut zu sein, ist ein beherzigenswerter Ausspruch des französischen Paläontologen Hébert."
Beachten sollte man dabei, dass Anekdoten zufolge ein Kollege Fraas', der berühmte Friedrich August von Quenstedt, sich gern höchstselbst erbot, Sammlern bei der Lichtung ihrer Sammlungsbestände behilflich zu sein. Der große Professor sortierte "minderwertige" Stücke aus und soll sie dann buchstäblich zum Fenster hinaus geworfen haben - wo sein Gehilfe wartete, um sie aufzufangen oder einzusammeln und Quenstedts Sammlung zuzuführen ;D Also am besten die eigene Sammlung immer persönlich ausmisten  ;)

Gruß,
Rainer
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: pseudonym am 16 Feb 12, 16:56
Hausfrau hin oder her . . . . erzählen tut die eh den ganzen Tag , das heißt noch lange nicht das man was tun muss . . . . ;D
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Steine40 am 18 Feb 12, 08:48
Glück Auf!!

Mein private Sammlung beläuft sich auf nur 200-250 Stücke und ist somit noch gut überschau bar.
Anders dagegen unsere Sammlung vom Museum (http://www.museum-auberlehaus.de). Die hat einen Umfang von ca. 10 000 Mineralien. Bekommen haben wir die vom Kloster Weingarten und muss leider noch komplett sortiert werden. Für mich eine Riesen Aufgabe. Das gute Dabei war / ist das wir genug Vitrinen und und Unterbringungsmöglichkeit  haben. Irgendwann werden wir die auch mal ausstellen, aber erst wenn ich mich da durchgekämpft habe.
Vielleicht hat ja mal jemand Langeweile und kommt mich in Trossingen besuchen der mir bissl helfen kann. ;D ;D
Da ich ja auch noch schaffen muss geht das leider nur an den Wochenenden soweit ich da keine anderen Sachen im Museum machen muss (Führungen Aufsicht Vorbereitungen neuer Ausstellungen etc.)
Titel: Re: Sammlungsgrößen bändigen
Beitrag von: Hg am 18 Feb 12, 09:52
Hallo Joachim,

ich hatte dir ja schonmal angeboten vorbei zu kommen. Muss nur einmal schauen, wann ich ein "freies" Wochenende habe.

Meine Sammlung ist auch gut überschaubar. Platzprobleme habe ich im Moment auch keine, da ich in der letzten Zeit drei geräumige Vitrinen geschenkt bekommen habe und eine gute für größere Stufen gekauft habe.
Wie viele Stücke es im einzelnen sind kann ich garnicht sagen. Nur graut es mir schon jetzt gewaltig vor dem nächsten Umzug und hoffe, dass der noch lange Zeit hat.

Gruß,
Andreas