Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: giantcrystal am 28 Mar 12, 10:50
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Hallo aus Mittelfranken
Auch von ,mir mal wieder ein Lebenszeichen, nachdem ich aus der Wüste zurück bin :
In einer alten Studienarbeit von 1925 fand ich folgende Antimonlagerstätten in Deutschland erwähnt :
- Wolfsberg im Harz (ok)
- Brück an der Ahr (= Ahrbrück, ok)
- Nuttlar ?
- Uentrop ? (= Casparizeche bei Arnsberg ?)
sowie völlig unbekannt
Bohmsdorf ?
Wolfsgolgen ?
Weiß jemand vielleicht, um welche Orte und Lagerstätten es sich handeln könnte ?
Danke und Glück Auf
Thomas
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Wolfsgolgen ?
http://library.sciencemadness.org/library/books/antimony.pdf (http://library.sciencemadness.org/library/books/antimony.pdf), Zitat: At Bohmsdorf and Wolfsgalgen, near Schleiz, stibnite is found in quartz veins .....
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hi,
also der Ort heißt Oberböhmsdorf. Die Gruben hießen "Halber Mond" und "Spitzgrube". Dazu gab es noch ein Grubenfeld "Alexander" wobei hier wahrscheinlich nur eine Verleihung stattfand. Am Wolfsgalgen ist eine Flurbezeichnung in Oberoschitz nahe Luiginsland. Hier baute die Grube Heinrichsfreude ab. Alle Gruben bauten auf dem Werner Morgen Gang ab. Dieser zieht sich von Oberoschitz über Oberböhmsdorf bis hinunter nach Greiz/ Kleinreinsdorf. Dazwischen gab es noch kleine Gruben nahe den Orten Weckersdorf und Langenwolschendorf ("Adolf")
Glück auf
lohme
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zum Vogland:
Hess. Wichdorf, H.: Die Antimonerzlagerstätten der Umgegend von Schleiz und Greiz im peußischen Vogtland.
in: Zeitschrift für praktische Geologie, Bd. 18, Halle: 1910, S. 240-249
und
Pardun, H.: Die Caspari-Zeche in der Gemarkung Uentrop bei Arnsberg.
in: Heimatblätter Arnsberger Heimatbund, Bd. 8,
Arnsberg: 1987, S. 37-44
Glückauf!
Schlacke
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Wunderbar ;D
Danke für die schnelle Hilfe !
Bleibt nur noch Nuttlar... Kannte ich bisher nur als Dachschiefergegend
Glück Auf
Thomas
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Bleibt nur noch Nuttlar... Kannte ich bisher nur als Dachschiefergegend
läuft unter "Bestwig" , Google ist Dein Freund, Mindat manchmal auch ;)
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Besten Dank !
Thomas
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Hallo,
@lohme - Wo bleibt die Quellenangabe??? Andere Mineralienfreunde interessieren sich vielleicht auch für die Bergbaugeschichte der Umgebung von Schleiz!
zu Uentrup/Nuttlar:
Buff, E.: Geognostische Bemerkungen über das Vorkommen der Spießglanzerze auf der Grube Caspari bei Wintrop und auf der Grube Unverhofft Glück bei Nuttlar im ehemaligen Herzogtum Westphalen.
in: Karstens Archiv für Bergbau und Hüttenwesen, Bd. 16, Berlin: 1827, S. 54-60
Glückauf!
Schlacke
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Hallo,
zu den Antimonlagerstätten von Schleiz und Umgebung habe ich noch 'ne Quelle:
von Freyberg,B.: Erz-und Minerallagerstätten des Thüringer Waldes, Verlag von Gebrüder Bornträger, Berlin 1923, Seite 45-48.
Glück auf.
Uwe
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Die kann ich erst am WE nachreichen, da ich unterwegs bin. Mir fallen da aber noch spontang Wagenbreth, Hänsel R. und E. Zimmermann ein. Auch im Museumsverlag Hohenleuben gibt es eine Ausgabe, die sich mit dem Antimonbergbau beschäftigt.
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Hallo Thomas,
schön dich wieder im märzheißen Franken zu haben.
Bohmsdorf stand auch mal auf einem Stibnitetikett von Grube Halber Mond, deren Stufe ich mal besaß.
Im Lexikon findet sich hierzu:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Th%FCringen/Saale-Orla-Kreis/Schleiz/Oberb%F6hmsdorf
Uentrop:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Arnsberg-Uentrop
Gruß Philip
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Hallo Thomas,
auch der Conny hat noch etwas:
"Der Schleizer Antimonbergbau" von Robert Hänsel , Schleiz in Ostthüringer Geologie, Heft 2 herausgegeben vom Geologischen Verein für Gera und Umgebung, 1946 (ehemals TGV)
- Halber Mond, Spitzgrube bei Oberböhmsdorf (ist hier schon genannt)
- Heinrichsfreude I am Wolfsgalgen bei Heinrichsruh
- Königsgrube am Königsberg bei Lössau
- Richard bei Weckersdorf
- Adolph bei Langenwolschendorf
- neuere Mutungsfelder Heinrichsfreude II am Wolfsgalgen, Alexander am Buchhübel bei Schleiz, Patria und Apollo bei Kleinwolschendorf, Königsgrube und Himmelsglück in der Stadtflur von Zeulenroda
Reicht das :D
Ich kenne die alten Gruben auch nicht mehr. Lediglich im Bereich der Grube Halber Mond gab es um 1980 noch eine Halde mit Belegfunden.
Gruß Conny
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Hallo Thomas,
ergänzend will ich noch bemerken:
Grunauer Mühle bei Roßwein, Mittelsachsen - beim Bahnbau entdeckt
Fundstelle existiert auch im Lexikon (mit Angabe der Quelle ).
BG
Fritzi
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Hallo,
nicht zu verachten ist auch das Vorkommen im Kuhbergbruch bei Neumühle/Elster. Das kannte ich sogar noch aus fündigen Zeiten. Dazu habe ich hier neben verschiedener neuer Literatur die aus dem gleichen Heft wie im Vorbeitrag genannt: Eugen Mirus: "Der Kuhbergbruch bei Neumühle/Elster".
Anbei noch ein nettes Bild von der Antimongrube "Halber Mond" bei Oberböhmsdorf aus dem Jahr 1860
Gruß Conny
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Mein lieber Thomas,
wenn Du jetzt hier wärest, würde ich dich übers Knie legen ::)
Zu CASPARI habe ich hier eine umfangreiche Seite erarbeitet. Soweit unbekannt? Caspari mit "?"
Kleiner Tipp....Immer erst hier die Suchfunktion bemühen.
Nuttlar habe ich nicht angelegt. Dann müsste man jedes kleine Loch im Sauerland bearbeiten. Allein für die Menge der Gruben im Briloner Bezirk würde ich drei bis vier Jahre brauchen. Außerdem....die Antimonitstücke von Nuttlar sehen aus wie das Haldenmaterial der Caspari.
Extra für dich noch was geschichtliches zu Nuttlar. Früher(da ist dein Vater noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gelaufen) gab es in Deutschland zwei bedeutende Bergrennen. Eines rauf auf den Schauinsland und das andere von Nuttlar nach Kallenhardt. Also von Antimon nach Calcit ;D
LG
Wilhelm