Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: lucas am 25 Apr 12, 11:59
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Hallo,
ich hoffe ich bin hier richtig. wollte nur mal ins forum posten, in der hoffnung mir kann jemand weiterhelfen....
für mein vordiplom beschäftige ich mit manganknollen als ressource. eine sehr essentielle frage konnte mir bis jetzt allerdings noch niemand beantworten. die knollen liegen ja auf ca. 4000m ,5000 m in der tiefsee. hätte ein elektromagnet eine auswirkung auf die knollen, bzw würde ein magnet die knollen heben können?!
vielen dank schonmal an alle die mir iwi weiterhelfen können!
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ohne es auszuprobieren sagt mir mein Baugefühl nein ;)
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Hallo
Die Manganknollen bestehen doch nur zu einem Drittel aus Mangan, der Rest ist Eisen, Kupfer, Nickel, Kobalt und andere Erze.
Wenn der Eisenanteil entsprechend hoch ist, klappt es vielleicht mit dem Magnetismus.
Habe leider keine marine Manganknolle zum Ausprobieren. ;)
Wo soll der Vorteil des Magneten gegenüber den bisher geplanten Ackermaschinen für diese Tiefe bestehen?
Durch wie dicke Sedimentschicht müssen die Knollen geborgen werden?
Das Problem, die Knollen ohne Sediment an die Oberfläche zu pumpen, bleibt möglicherweise das gleiche.
Es gibt auch Mangankrusten, die fest mit dem Untergrund verwachsen sind. Da hilft der Magnet leider nicht.
Gruß
Norbert
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Hallo,
Einspruch. V2A besteht zu 72% aus Eisen und ist nicht magnetisch. Limonit ist auch nicht magnetisch. Es ist nicht die Frage des Eisenanteils, sondern der Elektronenstruktur.
MfG
Frank
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Einspruch angenommen, Euer Ehren ;D
Norbert
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Hab hier Manganknollen aus Callenberg - die sind nicht magnetisch , sollte Pyrolusit sein , danach sind wir damals getaucht .
;D Ausserdem kannste uns ruhig sagen das du in Wirklichkeit ein U-Boot heben willst , das haben schon ganz andere Kerle versucht , si. hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Azorian-Projekt ;D
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...ein uboot will ich nicht unter nem vorwand heben, nein ;D das projekt geht eben um die "manganknollenernte" die ja zweifelsohne kommen wird. mein anspruch ist es, zumindest theoretisch ein system zu erdenken, welchen einen relativ schonenden Abbau bringen könnte.
da wär eine erntemaschiene die über einen elektromagnet funktioniert gerade recht gekommen^^ naja gut, dann muss ich auch nochmal in andere richtungen denken, kommen ja noch andere wichtige faktoren dazu.
trotzdem schonmal 1000dank!
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Entweder beim herkömmlichen saugen bleiben . . . oder : Ne Art Roboter der unten rum kurvt und die Knollen vielleicht auf ein Netz oder ne Art Plane legt die an mehreren Leinen hängen mit denen man das ganze dann hochhieven kann . . .
Oder das man von Schiffen aus Behälter mit nen unaufgeblasenem Ballon versenkt die der Roboter befüllt , dann müssten in dem Behälter noch paar Gasflaschen drin sein mit denen man die Ballons aufblasen kann wenn der Behälter voll ist um das ganze aufsteigen zu lassen . Alles unter Berücksichtigung des Druckes daunten der ja ziemlich enorm ist , wer weiß ob das mit Gas geht und wenn ja mit welchem . . .
(Tantiemen für die Idee dann bitte an mich überweisen )
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Gedanken zum Airliftverfahren (Saugen) fasst G. Grabow in seinem Aufsatz in der Zeitschrift "Der Anschnitt, Jg. 59, H. 2/3, S. 91-92" unter dem Titel: Carl Emanuel Löscher - Der Erfinder der 'Mammutpumpe' vor über 200 Jahren zusammen.
Glückauf!
Schlacke
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Bei ebay ist so ein Stück aus 5100 Tiefe eingestellt, von der Valdivia-Expedition (Suchbegriff: Manganknolle).
Ich habe auch so eine, aber leider keinen Magneten , wobei ich auch der Meinung bin, dass da nichts passiert..
Gruß
Julian
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Hallo,
welche Masse soll denn umgesetzt werden? 1t/h oder eher 1000t/h? Danach sollte sich dann das verwendete Fördersystem wählen lassen.
Gruß Daniel
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..zur Zeit scheitert es ja an den Kosten, d.h. bei dem Aufwand muss man bestimmt massig abbauen, damit sich die Sache rechnet.
Wenn man manche Bergwerksgegenden sieht, kann man sich ja in etwa vorstellen, wie dann der Tiefseeboden aussieht, mit uns heute noch unbekannten Folgen. Wer da eine umsetzbare Idee hat, das Material umweltgerecht in Massen zu fördern, der muss sich bestimmt keine Gedanken um seine Finanzen in der Zukunft machen...
Viele Grüße
Julian
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jo das stimmt mit Sicherheit... Aber es ist eben genau das Problem den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Ökologie zu schaffen. Mein Augenmerk liegt vA auf den Ökologischen Aspekten, daher fallen auch Verfahren, wie Airlift/ Mammutpumpe weg. Es ist nicht genau klar was dabei alles zerstört wird, aber es wird doch einiges sein. Zumal der Schlamm der beim Pumpen mit hochkommt das größte Problem darstellt.
-lucas
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Neben ökologischen und ökonomischen Fragen ist auch die politische Seite eines solchen Projektes nicht geklärt.
siehe:
Merle-Post, A.: Der Meeresbergbau aus der Sicht der internationalen Politik - Errichtung eines institutionellen Rahmens zur Beteiligung der UNO am Abbau von Manganknollen in der Tiefsee.
Europäische Hochschulschriften, Reihe 31 (Politikwissenschaft)
Frankfurt: 1981, 241 S.
Glückauf!
Schlacke
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Man müsste auf jeden Fall versuchen möglichst nur das Erz hochzuholen ,alles andere muss auf jeden Fall unten bleiben , auf diese Art müssten sich die ökologischen Schäden eigentlich auf ein vertretbares Maß reduzieren lassen .
Deswegen dacht ich an Roboter - Marsrover die da Proben sammeln und analysieren hat man schon gebaut .
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habe eine Manganknolle aus der Tiefsee bei Hawai (Zusatz: Pyrolusit, evtl. Kryptomelan und Romanechit) gerade mit einem starken Magneten getestet: absolut kein Magnetismus!!
Gruß
Doc Diether
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Hallo,
ob es sich lohnt oder nicht:
Elektrolytisch gereinigtes Mangan liegt bei unter 3US$/kg. Somit darf die Tonne Erz höchstens die Hälfte kosten. Verglichen mit Kupfer (inkl Recycling) ist dass ein Faktor 2.5.
Andere Argumentation:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mangan#Gewinnung_und_Darstellung
Der Erz-Abbau an Land lohnt erst ab 35%. http://de.wikipedia.org/wiki/Manganknolle nennt einen Gehalt von 27%. Dann ist das Zeug auch noch verteilt.
Mfg
Frank
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Hallo,
vor kurzem war ein Fernsehgericht bzgl. Manganknollen zu sehen - der Abbau würde ökologisch sehr bedenklich sein auch wurde in diesem Bericht darauf hingewiesen - dass man festgestellt hat, dass die Tiefsee mehr Lebewesen beherbergt als im Dschungel - es wird mit 100 Millionen neuen Lebewesen gerechnet.
Also man würde nicht Wissen was man dort unten alles anrichtet - ähnlich verhält es sich mit den riesigen Gold- und Silbervorkommen vor Neuseeland in 6000m tiefe - bei den "rauchenden Säulen".
Christian
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Hallo,
wir hatten vor kurzem an der Uni einen Blockkurs zum Thema Marine Rohstoffe, welcher von Dr. Petersen vom IFM-GEOMAR gehalten wurde. Er sieht einen Abbau der Manganknollen auch in weiter Ferne, die Wertmetalle in ihnen sind Ni, Co und Cu; Mn und Fe hingegen sind nicht von Interesse. Dr. Petersen sieht den marinen Erzbergbau in naher Zukunft höchstens im Bereich des Roten Meeres (Schwermetallschlämme) und im Bereich des Manus-Beckens (Ost-PNG, Hydrothermalsysteme "Black Smoker").
Glück Auf!
openpit
ps.: auch meine Manganknolle (1000 Meilen SO von Hawaii) ist nicht magnetisch