Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Deutschland / Germany / Alemania => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Hessen => Thema gestartet von: Konni am 19 May 12, 17:05
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Hallo, alle zusammen,
diesen Klumpen habe ich im Wald am Bach gefunden. Ich dachte erst, es wäre ein Stück Holz, aber dafür wars dann doch zu schwer. Im Sonnenlicht glitzert er in allen Regenbogenfarben, außen nur schwach, innen die dunklen Schichten ganz stark. (Kriege ich nicht aufs Foto.) Die Schichten erinnern an Jahresringe. Außen war eine weichere Schicht, die mich an Kohle oder Holzkohle erinnert (macht schwarze Finger), innen ist er granithart. Das Ding wiegt ca. 1,6 kg und hat ein Volumen von ca. 0,7l.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand sagen könnte, was das ist und wo es herkommt.
Konni
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Wie immer: Bitte genauen Fundort nennen!
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Kaufunger Wald in der Nähe von Großalmerode, ich kann mir aber nicht vorstellen, daß das Ding von Natur aus da lag. Hier gibt`s eigentlich nur Sandstein, Kalkstein und in ca 1,5 km Luftlinie Basalt und von der Eiszeit hergeschwemmte Quarz?brocken.
Konni
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Hallo Konni,
dein Holz wird mit großer Wahrscheinlichkeit von der Zeche Hirschberg stammen. Dort wurde Braunkohle abgebaut.
Schau hier->http://www.pro-bergbau.de/bilder/grossalmerode/grossalmerode.html (http://www.pro-bergbau.de/bilder/grossalmerode/grossalmerode.html)
Gruß Zippy
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Hallo,
mit Sicherheit möglich, aber was ist das, doch keine Kohle.
Konni
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Was Du gefunden hast ist ein Stück verkieseltes (versteinertes) Holz aus der Braunkohle.
Es gab in Nordhessen einige Braunkohlenlager, so auch bei Großalmerode/Wickenrode. Dazwischen sind immer wieder
verkieselte Hölzer gefunden worden. Wie das Stück in den Bach kam ist nicht zu klären, es sei denn der Bach würde eine
Abraumhalde anschneiden. Auf den Spalten und Rissen im Holz befinden sich kleine Quarzkristalle, sie sind mit einer Lupe gut zu
erkennen, außerdem können auch kleine Lagen der Kohle zu finden sein.
Zippy
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Hallo,
allerherzlichsten Dank.
Konni
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Hallo an alle,
kan mir jemand sagen, aus welchem Abschnitt des Tertiärs die Flöze der Zeche Hirschberg stammen?
Ich hab zwar schon ein wenig recherchiert, aber bislang eher Bergbauhistorisches und nichts detailliertes zur Geologie gefunden.
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Hallo an alle,
kan mir jemand sagen, aus welchem Abschnitt des Tertiärs die Flöze der Zeche Hirschberg stammen?
Ich hab zwar schon ein wenig recherchiert, aber bislang eher Bergbauhistorisches und nichts detailliertes zur Geologie gefunden.
Die Flöze und Tonschichten stammen aus dem Alttertiär (Eozän bis Unteres Oligozän)
Grüße,
Michael
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hallo Michael,
besten Dank!
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um Verwirrung vorzubeugen, da ich die "Zeche Hirschberg" als Lexikonseite anlegen möchte:
ist das eh nicht die gleiche Fundstelle wie:
https://www.mineralienatlas.de/?l=26791
dort heißt es zwar "Tongrube", aber es ist auch von einem Untertagebau und dem Kohleflöz die Rede, und entsprechende Literatur zum Braunkohleabbau angeführt ...
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Hallo Oliver,
nein, das ist nicht dasselbe - Zeche Hirschberg war ein Braunkohletiefbau, der Lengemannschacht ist (?) ein untertägiger Tonabbau.
Ist lange her dass ich dort mal war.
Ob sich eine Aufnahme in das Lexikon lohnt?
Grüße,
Michael
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Hallo Michael,
danke für die Info.
Aufnahme ins Lexikon: ich denke doch .....
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seit einiger Zeit auch im Lexikon:
https://www.mineralienatlas.de/?l=46990
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hallo Konni,
weil du das Stück im Fotodateinamen so geringschätzig als "Klumpen" bezeichnest -
wenn es dir nicht gefällt, würde ich es dir schon abnehmen! ;D