Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: TKMineral am 31 Dec 04, 17:57
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Hallo!
Ein neues Thema für Bilder ;D...
Zinnober von Lokalitäten in der BRD. Ich fang mal mit ein paar Saarländern an.....
Gruß
TK
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Zinnober xx auf Baryttafel (Tafel ca 4 mm groß) von der ehem. Grube Korb , Eisen b. Nohfelden , Saarland.
Diese Grube förderte bis 1988 Schwerspat , nach der Stilllegung wurde leider alles rekultiviert , der Förderturm , die Aufbereitungsanlagen und auch leider die Halden , heute ist nur noch das ehem. Feldhaus vorhanden , das heute als Partyhütte dient...
Sehr selten sind in den Mineralisationen der Dolomitgänge im Nebengestein auch u.a. sehr schöne Zinnober xx vorgekommen , der Barytkörper selbst war äußerst arm an Mineralien.
Weitere interessante Mineralien von dieser Fundstelle sind: Tetraedrit xx , Bleiglanz xx , Aragonit xx , Gips xx , Zinkblende xx , Markasit xx , u.a.
Auf den eingebneten Halden sind nur noch Belegfunde möglich
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Zinnober xx auf Dolomit xx von der Grube korb bei Eisen (2)
bis 3 mm große xx
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Zinnober xx - Rasen von der Grube Korb
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Zinnober - "Bäumchen" auf Dolomit , Düppenweiler , Saarland
Eigenfund TKMineral 1999
Zinnober xx von Düppenweiler sind lokal sehr bekannt , da diese in hervorragender Ausbildung dort gefunden worden sind. Bei der Fundstelle Düppenweiler handelt(e) es sich um Halden eines alten Kupferbergbaues. Der Stollen ist zum Besucherbergwerk umgebaut worden, im Bereich der Haupthalden wurden/wird eine Bergbaukapelle , Maschienenhaus , Schachtanlagen für einen Bergbauweg erneuert. Die Halden sind abgedeckt und leider besteht dort ein Sammelverbot , aber in der Umgebung gibt es kleine Resthalden , wo man sein Glück versuchen kann.
Neben Zinnober xx sind auch Tirolit , Erythrin , Pseudomalachit und Libethenit in recht hübschen Stücken vorgekommen , weitere Mineralien sind u.a. Azurit xx , Malachit xx , Digenit , Cobaltin , Aragonit xx , Corkit , u.a....
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Zinnober xx , 4 mm auf Dolomit , Düppenweiler
Mein bester Fund vom 4/98
Gruß
TK
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Hallo,
...aus der Oberpfalz / Wölsendorf / Grube Erika (in Fluorit)
Gruß
Berthold
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und mein beitrag dazu findet man unter
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,2188.0.html
hier im Forum. Die besseren Bilder sind allerdings in der LAPIS zu sehen.
Gruß Conny
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ach ja, im Lexikon haben wir auch schon was:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Bayern/Oberpfalz/W%F6lsendorf/Mineralien/Zinnober
Gruß Berthold
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Es gibt in Sachsen ein einziges Fundgebiet für Zinnober, welches zwischen Zwickau und Schlema liegt. Heute ist nur noch der historische Bergbau auf Zinnober im Tieftal bei Hartenstein ein, wenn auch magerer, Fundpunkt für Zinnober. Zu diesem Fundpunkt gab es bereits eine Diskussion in diesem Forum.
Auf dem Foto ein Belegstück von diesem Fundpunkt.
Glück Auf
Uwe
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Münzenberg in der Wetterau ist auch ein Fundort von Zinnober auf Baryt. Bilder folgen noch .
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Es gibt in Sachsen ein einziges Fundgebiet für Zinnober, welches zwischen Zwickau und Schlema liegt.
Die Frage ist nur, was an dieser Geschichte Wahrheit und was Legende ist. Ich kenne persönlich nur ein einziges Stück mit Zinnober von Zwickau, gefunden bei den Bauarbeiten an der Zwickauer Mulde beim Bau eines kleinen Wasserkraftwerkes- der Kristall misst ca. 0,3mm....
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Glück Auf im Neuen Jahre!!
Ich vor vor nun schon 2 jahren einmal an der Fundstelle in Hartenstein und man könnte sagen, dass sie erloschen ist!! :'( Funde sind absolute Glückssachen!!
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Hallo Gast aus Sachsen,
natürlich hast Du recht, Zwickau als Zinnoberfundstelle spukt halt durch die Literatur, wobei die Fundstelle im Tieftal ja in diesem Gebiet liegt, und es theoretisch durchaus auch an anderer Stellen in diesem Gebiet Zinnober geben könnte. Wenn das Stück, das Du kennst allerdings am Ufer der Mulde gefunden wurde, wird es wohl vom Tieftal bis zum Fundort im Laufe der Zeit durch das Wasser transportiert worden sein.
Zinnober findet man aber heute auch relativ häufig in den Schwermineralfraktionen beim Goldwaschen in Sachsen. Wie Dir sicher bekannt ist, ist das Goldwaschen in Sachsen jetzt groß in Mode gekommen. Das dabei ausgewaschene Zinnober stammt aber sicher vom Quecksilber der Goldaufbereitung.
Glück Auf
Uwe
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Hallo Gast aus Sachsen,
natürlich hast Du recht, Zwickau als Zinnoberfundstelle spukt halt durch die Literatur, wobei die Fundstelle im Tieftal ja in diesem Gebiet liegt, und es theoretisch durchaus auch an anderer Stellen in diesem Gebiet Zinnober geben könnte. Wenn das Stück, das Du kennst allerdings am Ufer der Mulde gefunden wurde, wird es wohl vom Tieftal bis zum Fundort im Laufe der Zeit durch das Wasser transportiert worden sein.
Das widerum halte ich für sehr unwahrscheinlich. Die Betonung lag auf "beim Bau eines kleinen Wasserkraftwerkes". Das heisst zu gut deutsch: da wurde vom linksseitig der Mulde liegenden Berg gut 250 Kubikmeter anstehendes Gebirge abgetragen. Das Material war also sozusagen bergfrisch.
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Hallo Gast aus Sachsen,
Deine Antworten auf die Beiträge sind interessant - meine ich wirklich ! Kann es sein daß Du auch aus Chemnitz bist und wir uns kennen ?
Glück Auf
Uwe
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Hallo!
Heir mal was aus dem Siegerland von der Grube Mercur.
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Hallo Steini LDK!
Ja Grube Mercur...von dort stammen doch die besten Zinnober xx des Siegerlandes oder??
Gruß
TK
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Und noch ein Zinnober aus dem Siegerland. Diesmal von der Grube Wildermann (Eigenfund 2003). Soweit mir bekannt ist dies erst der 2. Fund dieses Mineral dort (im Aufschluß 02/2000 beschreibt Schnorrer, et al. ein weiterer Einzelfund von erdiger Zinnober).
BB: 2.96mm
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Hallo Robin!
Erdiger zinnober kommt da öffters mal raus
aber nix welt bewegendes.
Gruß vom Steini LDK (Dirk Roth)
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Habe zwar leider keine Bilder beizusteuern, aber einen Hinweis
Die angeblich größten Zinnoberkristalle Deutschlands stammen wohl aus einem Steinbruch bei Olpe im Siegerland. Hier sollen beim Abbau lettengefüllte Klüfte aufgetreten sein, in denen bis zu 3 Zoll (= ca. 9 cm) große, idiomorphe xx vorgekommen sein sollen.
Vielleicht hat ja jemand ein Bild dazu
Glück Auf
Thomas
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Hi Dirk,
Danke für die Infos. Dann hat sich also seit 2000 was geändert. Oder der Autor war damals nicht richtig informiert? Ein Siegerlander-Sammler hat mich mal erzählt daß die meiste Mineralien die in dem Artikel genannt werden Untertage-Funden sein. Ob wahr oder nicht, weiß ich nicht. Aber m.E. könnte das schon stimmen, weil ich z.B. Erythrin mehrmals auf die Halden gefunden habe, und in dem Artikel wird gesagt er ist nur auf einem Stück des Humboldt-Universität Berlin identifiziert worden. ??? Dagegen kann man die Uranglimmer vergebens suchen.
Also bekomme ich den Eindrück daß die Autoren gar nicht auf die Halden gesucht haben.
Gruß Robin
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Hallo zusammen,
Schon länger nix mehr zum Thema gewesen. Wollte nur noch mal klar stellen, dass es einige Fundorte von Zinnober um Zwickau herum gibt. In dem oben von Conny erwähnten Lapisartikel wird auch kurz darauf eingegangen. So steht eine Stufe von Wilkau-Haslau im Zwickauer Museum. Belege sollen auch bei Planitz gefunden worden sein, wobei ich das nicht zu belegen vermag. Sehr wohl belegt ist das Vorkommen in der Grube Merkur (!), Zwickau-Bockwa. Hier eine Belegstufe daher aus meiner Sammlung: http://www.siteupload.de/p257541-CinnabaritBockwaJPG.html. Erst vor wenigen Jahren gab es einen Fund in einem alten Steinbruch. Ich habe kürzlich eine Stufe mit Kristallen (!) davon gesehen. Die Qualität war dementsprechend, dass nichts, aber auch gar nichts an weiteren Informationen die Gegend verlassen hat...
Glückauf
Andreas
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Noch ein Fundort für Cinnabarit aus Deutschland: Steinbruch Bodendorf, Flechtingen, Sachsen-Anhalt.
Größe der Stufe 17 mm.
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Hallo,
Dann noch Einzelfunde aus dem Schwarzwald, u. a. Grube Clara/Oberwolfach, Neubulach, Kälbelberg (Silbergrube)/Baden-Baden, Hennenloch/Ohlsbach, Königswart/Schönegrund.
Im Allgemeinen nur erdige hellrote Anflüge, sekundär aus Hg-haltigem Fahlerz, sehr selten. Nur von der Grube Clara auch undeutliche xx in Fluorit, hier Verwechslungsgefahr mit Cuprit und Proustit.
Habe von genannten Fundorten leider keinen Cinnabarit. Wollte die Vorkommen nur der Vollständigkeit erwähnen.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo alle,
wahrscheinlich einer der besten Zinnoberfunde in Deutschland gelang wohl in den 60er Jahren im Schacht Reust bei Ronneburg (SDAG Wismut, Uranerzbergbau). Siehe Lapis 7-8/1998, Seite 30-31.
Gruß Jürgen
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@stollentroll: einfach ein klasse Stück! Da hätte ich mir ja sparen können, von meinem "Bodendorfer" ne Mikrofotographie für den geplanten Flechtingen-Artikel machen zu lassen, wenn wir sowas da haben ;D
@geomüller: die Zinnober aus Reust sind wirklich spitze. Mag sich jeder glücklich schätzen, der sowas in der Sammlung hat. Selbst hab ich´s bis jetzt nur zu nem Schwazit von dort gebracht...
Glückauf
Andreas
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Hallo Andreas,
den Reuster Zinnober aus dem Lapisartikel habe ich live gesehen, der kann sich mit jeder chinesischen Zinnoberstufe messen, aber eben einheimisch und kein Massenartikel ;), selber habe ich leider keinen :'( :'(
Gruß Jürgen
PS: Dein Päckchen ist auf der Reise ;)
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@geomueller: Wunderbar, Deins wird sich denn auch irgendwann auf den Weg machen. Und dann ist´s sogar ein Überraschungspaket ;D
Tja, was gibts noch an vernünftigen Zinnoberfundorten? Grube Mercur, Silberg/ Siegerland wurde erwähnt. Schöne kleine xx mit super Baryt xx gabs auch von der Grube Clarashall bei Baumholder und ebenso kam Zinnober als gesuchte Rarität in Dreislar vor. Und nicht zu vergessen natürlich auch das wohl reichhaltigste Vorkommen: Moschellandsberg in der Pfalz...
Glückauf
Andreas
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Hallo,
schnell noch mal zur Zinnoberfundstelle bei Hartenstein/Sachsen.
Hab dort vor Jahren mal ohne Erfolg gesucht. Auch dortige Sammler halten die Fundchancen für sehr gering. Allerdings hab ich eine hübsche MM-Stufe von dort in meiner Sammlung, die ich mal durch Tausch erworben habe. Wer Optimist ist, sollte die Fundstelle aufsuchen, - man weiß ja nie...
Und vom Bergbauhistorischen ist die Lokalität mit den alten Mundlöchern und alten Halden (ehemaliger Samuelis- und Weidlich-Stollen) allemal interessant...
Glück auf !
Hartwig
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Zinnober ist ja für das Sauerland nicht gerade typisch. Deswegen kann ich hier nur mit ein paar winzigen Inclusen in Baryt aufwarten.
Fundort ist ein Barytaufschluß bei Holzen.
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Hallo
Habe auch eine Fundstelle anzubieten mit sehr schönen Kristallen: Stahlberg/Pfalz, Rosswald.
Robert
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Hallo Leute!
Bin grade selber an nem Fundpunkt am Forschen.
Als Goldwäscher gehört ja Zinnober mit zum Schwerkonzentrat.
Im Zechengrund bei Saalfeld findet sich da ja reichlich. Nun hab ich mir den Baryt (ausm Konzentrat) mal unterm Mikroskop angeschaut und dabei winzige Einschlüsse von Zinnober entdeckt.
Das nächste wäre jetzt eine schöne kleine Stufe von dem Baryt zu finden. Mal schauen ;D
Ich komme mir vor wie bei ner kleinen Neuentdeckung :)
Anbei mal 2 Bilder. Ist nicht das Beste. Aber die Einschlüsse sind auch sehr winzig. Die Farbe ist Live irgendwie deutlicher Zinnoberrot. Dann noch ein Bild von Körnchen ausm Konzentrat.
Grüße
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Hallo,
Zinnober in Baryt ist durchaus nicht ungewöhnlich. Das kenne ich z.B. aus dem Wölsendorfer Flussspatrevier. (siehe Anhang).
Gruß
Berthold
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Hallo!
Auch im ehemaligen Bergrevier Dillenburg gibt es Zinnober. Das abgebildete Stück (Bildbreite ca. 2 cm) stammt von der Grube Idria bei Nanzenbach. Ernst Frohwein, bekannt als Autor der "Beschreibung des Bergreviers Dillenburg" von 1885, beschreibt bereits 1874 in der "Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft" ausführlich dieses Vorkommen. Die Fundstelle geriet später für ein ganzes Jahrhundert in Vergessenheit und wurde von mir im Winter 1993/1994 wiederentdeckt. Das aufgefundene Material entspricht sehr genau den Beschreibungen in der Literatur des 19. Jahrhunderts.
Gruß und Glück auf!
Steinjäger
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...eigenartig wie sich die Grubennamen gleichen: Es gab bei Bensberg im Berg. Land ebenfalls eine 'Grube Idria'. Die dort gefundenen Zinnober-Kristalle sind in der Nr. 3 der Emser-Hefte 1986, S. VIII-IX näher beschrieben.
Glückauf!
Schlacke
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In Idria, Slowenien war eine Zinnoberlagerstätte, daher diese Grubennamen.
Glück auf
Milo
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Hier mal zwei klassische deutsche Cinnabarite:
1) Gangstück mit massivem Erz und Calcit von Mörsfeld in der Pfalz
2) Etwa 8 cm breites Stück von der Grube Merkur bei Zwickau-Bockwa.
Gruß
Andreas
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Hier mal wieder aus aktuellem Anlass die Aktivierung dieses Beitrages. Der Zinnober ist allerdings vom letzten Jahr (Fund April 2012). War aber aktuell wieder im Tieftal/Hartenstein. Funde mit Belegcharakter und vielleicht auch besser sind immer wieder möglich. Bilder kommen später.
Gruß Conny
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1333562361.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1333562361.jpg)
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Und hier zweimal Zinnober von der Grube Korb im Saarland und einmal Zinnober eingewachsen in Baryt von der Grube Clarashall bei Baumholder/Rheinland-Pfalz.
Gruß
loparit
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1372629329.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1372629329.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1372629496.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1372629496.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1372629611.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1372629611.jpg)
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Und hier noch einer aus dem Schacht Reust, Ronneburg, Thüringen.
leider nicht meiner :'(
Jürgen
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Tja, den hätten wohl manche gern in der Sammlung ::)
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Hallo,
hier ein weniger spektakulärer Neufund in einem Quarzgang 35 mm x 8 mm aus dem Tieftal/Hartenstein. Ein anderer sehr interessanter Fund von dort wird später an anderer Stelle hier im Forum vorgestellt. ;)
Das Reh spazierte ganz in der Nähe der Halden an mir vorbei und lies sich bei der "Zinnobersuche" (äähh. Nahrungssuche) nicht stören.
Gruß Conny
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Seltsame Rehe habt ihr da!! :D
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Also ein Reh ist das auf keinem Fall. Wohl eher Dammwild.
Uwe
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Natürlich ist das ein weibliches Damwild im Wechsel Winter- zu Sommerkleid.
Wollte nur Conny ein bischen veräppeln.
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Hallo,
Danke für den Hinweis. Mit Rehwild kenne ich mich halt nicht so aus ;D. Ist ja auch nicht das Ziel meiner Exkursionen dort. Es war schon seltsam wie zahm das es nahe vorbei ging. Viel interessanter war der Fund vom vorigen Jahr dort. Dazu aber vielleicht später mehr. Der Fund hat etwas mit der damaligen Verhüttung von Quecksilbererz zu tun.
Anbei noch ein typischer Lesefund von der Oberfläche mit Zinnobereinschlüssen und winzigen Kristallen in quarzigen Drusen, BB: ca. 25 mm
Gruß Conny
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Vielleicht ist das Tierchen ja auch ein Quecksilberwolperdinger :o ;D