Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Zeugen des Bergbaus / evidence of mining => Thema gestartet von: endeavour-minerals am 02 Jun 12, 10:39
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Glück auf,
ein Traum für jeden Altbergbau Fan, eine Fahrt mit dieser Fahrkunst.
Dazu ein passender Beitrag von Pro7: http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/clip/29995-die-fahrkunst-in-der-grube-samson-1.1974897/
Ein Traum...........
Gruß Ingo
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Danke für den Link!
Ein Traum...........
Da ich nicht schwindelfrei bin, für mich eher ein ALPtraum :o
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Mal ein paar Bilder von unserer diesjährigen Tour zur Grube Samson.
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diese Touris immer...............
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ich liebe diesen Calcit
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ein Modell der Fahrkunst
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da geht es runter......... ::)
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diese Holländer ( :P ) im Besucherbergwerk drängelten sich immer ins Bild, und da gab es auch noch einen anatolischen Teppichhändler...... >:D
Es war eine schöne Tour.
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Hallo aus Mittefranken
Ich hatte während der Jahre 1998 und 1999 mehrfach Gelegenheit, die Fahrkunst im Samson zu befahren : Eine sehr angenehme und ruhige Art der Beförderung nach Unter- und auch wieder zurück nach Übertage !
Und falls man einmal einen Tritt / Überstieg auf das benachbarte Trittbrett verpasst, so wartet man einfach auf das nächste...
Glück Auf
Thomas
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Das ist nix für Vaters einzigen Sohn. :P
Aber sensationell, dass es soetwas noch gibt.
Wenn es heute wirklich weltweit einzigartig ist, dann sollte die Anlage aber auch vor weiterem Verfall bewahrt bleiben.
Ein Wunder, dass die Technik nach 100 Jahren noch funktioniert.
Wurde da wirklich nichts dran gemacht? Die haben doch bestimmt die Drahtseile und Trittbretter mal ausgetauscht?
Warum lassen sich die Männer eigentlich nicht schnell und sicherer über den benachbarten Materialschacht abseilen?
Die Calcite von dort sind der Wahnsinn! :o
Danke für den Link und die Bilder!
Gruß
René
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Naja, die Sendung ist von Gallileo - also nicht allzu gehobenes Niveau und natürlich sehr reisserisch ;) Also so wild, wie dargestellt, ist das nicht.
Wurde da wirklich nichts dran gemacht? Die haben doch bestimmt die Drahtseile und Trittbretter mal ausgetauscht?
Warum lassen sich die Männer eigentlich nicht schnell und sicherer über den benachbarten Materialschacht abseilen?
Die Drahtseile sind noch original, die Trittbretter, Griffe etc werden natürlich ausgetauscht, die nutzen sich ja schon ab.
Der Schacht (Fahrkunst und Förderkorb sind im selben Schacht) ist nicht ganz saiger, sondern tonnlägig, dh er fällt etwas ein. Deswegen gibt es an der Fahrkunst auch Zwischenhalte, wo man die Seite wechseln muss. Daher wird der Förderkorb auch nicht frei hängend nach oben gezogen, sondern er schrammt an der Wand, bzw an daran befestigten Hölzern entlang. Da ist eine Fahrt mit der Fahrkunst bestimmt angenehmer...
Gruß, Erik
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Danke Erik für die Antwort!
Ja Gallileo ist wirklich reißerisch, aber jetzt wenigstens mal mit einem spannenden Bericht.
Ich finde es jedenfalls gut, dass es die Anlage noch gibt.
Das Leben und die Arbeitsbedingungen damals müssen die Hölle gewesen sein,
da macht man sich heute kaum noch Gedanken drüber.
Den Ausflug über diesen Aufzug wäre wirklich nichts für mich, da bin ich zu sehr Weichei. :P
Vielleicht nimmt man mich ja doch über den Förderkorb mit, das wackelt dann aber ganz schön. ;D
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Hallo.
Den Ausflug über diesen Aufzug wäre wirklich nichts für mich, da bin ich zu sehr Weichei. :P
Für "Otto Normal" ist eine Befahrung ohnehin nicht möglich, es sei denn, man hat gute Kontakte zum EVU im Harz. Auch dann wird es schwierig. Wie anfangs von Ingo geschrieben: Ein Traum´(er war auch nicht "ganz unten").
Wenn es heute wirklich weltweit einzigartig ist, dann sollte die Anlage aber auch vor weiterem Verfall bewahrt bleiben.
Die Anlage führt die Auszeichnung "UNESCO-Weltkulturerbe". Es ist geplant, in nächster Zeit den ganzen Komplex als "Erlebniseinrichtung" umzugestalten, ähnlich der Höhlenanlage am Iberg bei Bad Grund. Zeit, sich noch ein wenig "Originalität" anzuschauen. Wer weiß, wie es hinterher ausschaut.
GA
Kluftknacker
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Es ist geplant, in nächster Zeit den ganzen Komplex als "Erlebniseinrichtung" umzugestalten. Zeit, sich noch ein wenig "Originalität" anzuschauen. Wer weiß, wie es hinter ausschaut.
Tja, mir scheint das irgendwie bekannt vorzukommen.
Heutzutage läßt man etwas verfallen bis es weg ist, oder es wird ein komischer Erlebnispark daraus gemacht,
wodurch die Einrichtung zwar erhalten bleibt, die Authentizität aber komplett verloren geht.
Schade, aber anders gibt es wohl heute auch kein Geld mehr für solche Stätten.
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Kollegen aus der Automatisierungstechnik meines ehm. Unternehmens mussten Inbetriebnahmearbeiten an der Leittechnik im Kraftwerk Untertage durchführen. Der einzige Weg ging nur über die Fahrkunst in die Kraftwerkskaverne. Es war nicht einfach das Werkzeug und die Mesgeräte über die Fahrkunst hinunter und wieder hinauf zu nehmen was ich an etlichen Fotossehen konnte. An dem Schacht war das ein Treffen der Generationen der Technik.
Gruß Frank-Detlef Paul
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Hallöchen
Für den Materialtransport gibt es ja deshalb auch den direkt daneben liegenden, tonnlägigen Förderschacht, wohingegen die Fahrkunst im Fahrschacht eingebaut ist
Glück Auf
Thomas
P.S. Übrigens gibt es in Kongsberg in Norwegen ebenfalls noch eine funktionsfähige Fahrkunst. Wer mehr über die Geschichte der Fahrkünste nachlesen will, voila : http://www.mineral-exploration.de/mepub/fahrkunst.pdf
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Heutzutage läßt man etwas verfallen bis es weg ist, oder es wird ein komischer Erlebnispark daraus gemacht,
wodurch die Einrichtung zwar erhalten bleibt, die Authentizität aber komplett verloren geht.
Schade, aber anders gibt es wohl heute auch kein Geld mehr für solche Stätten.
Das Problem ist: So, wie sich manche dieser "Touristen-Einrichtungen" derzeit darstellen, muss zwingend gehandelt werden, damit überhaupt noch jemand kommt (und das Kleingeld bringt, um die Anlagen zu erhalten). Aber es geht auch anders: Authenzität gibt es z.B. am Beerberg in Sankt Andreasberg und in Wettelrode.
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Heutzutage läßt man etwas verfallen bis es weg ist, oder es wird ein komischer Erlebnispark daraus gemacht, wodurch die Einrichtung zwar erhalten bleibt, die Authentizität aber komplett verloren geht.
Schade, aber anders gibt es wohl heute auch kein Geld mehr für solche Stätten.
Wie sieht es denn mit Denkmalschutz bei historischen Bergbaukonstruktionen aus, geht in der Richtung nichts?
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Denkmalschutz? Im Falle des 19-Lachter-Stollens in Wildemann sieht es so aus, das dort ein großes Kehrrad morsch in sich zusammenfiel, weil aus Gründen des Denkmalschutzes vorher nichts am Kehrrad gemacht werden durfte. Keine Reparatur, kein Austausch, kein Nachbau. Jetzt gibt es nur noch einen Haufen zerbröselten Holzes ....
Glück auf!
Kluftknacker
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Hm. Wenn es so aussieht, dass aus Gründen des SCHUTZES nicht einmal im Notfall was zum Erhalt beigetragen wird, dann ist das Ganze ein wenig absurd, schade :-\
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Hallo,
An den 15 Minuten Streifen hat Pro 7 3Tage lang gedreht, mit erheblichem technischem Aufwand. Dass so ein Beitrag etwas reißerisch sein muss, liegt in den Natur der Dinge, denn mit „Omas altbewehrten Gutennachtgeschichten“ kann man heute keinen mehr hinter den Ofen vorlocken. Es ist aber schön das solche Anlagen erhalten werden und nun mittlerweile zum Weltkulturerbe zählen. Egal was man später Drumherum gestaltet und was man eventuell darüber denken mag, irgendwie ist das dann doch eine Sinnvolle Verwendung von Fördermitteln, es wird ja ansonsten so viel Geld für unnützes ausgegeben. Ich find es gut! Und wenn jemand mal zufällig im Harz ist kann ich diesen Anlaufpunkt nur empfehlen.
Für andere denkmalgeschützten Problemfälle, wäre sicherlich auch genug Geld vorhanden aber….. Es bringt nichts an dieser Stelle darüber zu Diskutieren, weil man hier sowieso nichts in dieser Richtung bewegen kann. Engagiert euch vor Ort und bewegt etwas, „Reden ist in diesen Fall Silber Handeln ist Gold“. Ansonsten erfreud euch doch an den wenigen Dingen die noch vorhanden sind, bzw. für die etwas gemacht wird.
Ansonsten bleibt dann doch bitte beim Thema.
Ingo
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Was mich nervt, ist die Tatsache, dass z.B. in Shops von sauerländischen Höhlen und Besucherbergwerken gefärbte Mineralien aus Brasilien verkauft werden, anstatt welche aus dem Sauerland anzubieten.
Ich verstehe nicht, warum es in den Bergbaushops keine qualitativ guten Kopien von Grubenkarten gibt oder gute Kopien von Ausbeutetalern usw. zu erhalten sind. Was es gibt ist billigster Ramsch und das in Hülle und Fülle. Glück Auf Kaffeetassen, Glück Auf Schlüsselanhänger und nur so ein Mist.
Im Erzbergwerk Ramsbeck hängen untertage mittlerweile so viele blauweiße Fahnen mit der Aufschrift "Bergfreiheit Ramsbeck" herum, dass man glauben könnte dort findet ein Spiel von Schalke 04 statt. Das Flair geht jedenfalls verloren, man weiß ja eigentlich auch in welchem Bergwerk man sich gerade befindet und muss nicht alle paar Meter durch bunte Fähnchen darauf aufmerksam gemacht werden. So viel zur Authentizität.
Denkmalpflege?
Man hat in Ramsbeck 1955 den Förderturm der Grube Aurora demontiert, nur um ihn 1999 originalgetreu für läppische 140.000 DM wieder aufzubauen, an einer Stelle, an der er niemals stand. Das ist dann wohl Bergbauromantik.
Mir wäre es viel wichtiger, die Dinge zu erhalten und Menschen zu zeigen, wie etwas damals war und funktioniert hat.
Das ist doch alles besser und interessanter, als diese Pseudobergbauromantik.
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@René, du kommst vom Thema ab! Risswerke sind amtliche Dokumente und so in einem Shop normalerweise nicht erhältlich. Die Mehrheit der Bürger in diesem Land und auch die Touris aus den anderen Ländern haben mit Bergbau oder gar Mineralien nichts am Hut, aber sie bringen Geld und wenn da etwas mehr darum geworben wird und das Erfolg generiert muss man das akzeptieren. Gerade im Sauerland ist man froh über jeden Besucher mit klingender Münze in der Tasche. Der Aurora Schacht liegt auf dem Gelände des Freizeitpark Ford Fan, dort den Förderturm wieder aufzubauen ist sicher nicht der richtige Standort. Wie gesagt die Mehrheit der Bürger interessiert sich nicht für Bergbau und wenn er gänzlich von der Bildoberfläche verschwinden würde, die Mehrheit würde es nicht stören, deshalb sollte man froh sein wenn etwas getan wird, bzw. wenn sich Gruppen zusammenfinden um etwas in diese Richtung zu bewegen. Desweiteren kannst du heute die Dinge nicht mehr so zeigen wie sie früher einmal waren, Besucherbergwerke müssen so hergerichtet werden, dass man Touris durchführen kann, herauskommen sogenannte Pantoffelbergwerke. Dies muss aber so gemacht werden, weil es in erster Linie um die Sicherheit geht, Bergbauromantik ist da fehl am Platze. Aber dies ist immer noch besser als nichts zu tun, es ist halt ein Kampf gegen das Vergessen.
So wir sind an dieser Stelle aber ganz Massiv off-topic und das war nicht der Sinn dieses Thread.
Wenn ihr dieses Thema diskutieren wollt dann macht doch bitte einen eigenen Thread auf genau zu diesem Thema. Danke
Ingo
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So wir sind an dieser Stelle aber ganz Massiv off-topic und das war nicht der Sinn dieses Thread.
Was ist denn der Sinn dieses Threads?
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Naja, die Unabhängigkeitserklärung ist auch ein amtliches Dokument, dennoch kann man zum Selbststudium ansprechende und bezahlbare Kopien davon erwerben. Ich denke nicht, dass es unmöglich wäre interessantere Artikel anzubieten als Schlüsselanhänger und Kaffeetassen.
Und auch in einem "Pantoffelbergwerk" müssen keine bunten Fähnchen hängen.
Mir scheint, dass du dich mit dem Zustand abgefunden hast oder dich damit zufrieden gibst. Ich finde es inakzeptabel und traurig.
Du hast allerdings in dem Punkt recht, dass WIR nichts daran ändern werden.
Da hier bereits angesprochen wurde, was geplant ist mit der Grube Samson in Zukunft zu machen, halte ich es für garnicht offtopic darauf hinzuweisen, dass das Vorhaben bereits an anderen Stellen meiner Meinung nach gescheitert ist.
So wird auch nur noch ein weiteres 0815 Zentrum daraus. Das den Menschen dieser Einheitsbrei am Popo vorbeigeht, kann ich gut verstehen.
Wäre ihnen die Vergangenheit näher gebracht worden, wären sie unter Umständen noch mit einem Aha Erlebnis nach Hause gegangen.
Ich kenne das von Kindern und Jugendlichen, erst wenig begeistert und dann Feuer und Flamme für das Thema, sofern man es richtig macht!
Die Verantwortlichen sollen endlich aufhören, die Besucher für blöde zu verkaufen. Qualität statt Masse und nicht immer dieser Einheitsbrei.
Seit Jahren versuche ich ein gutes Brötchen zu finden, was mir nicht gelingen will, da anscheinend in ganz Westdeutschland alle Bäcker dieselbe miese Fertigbackmischung angedreht bekommen. Dieselben Genies die für die 0815 Fertigbackmischung verantwortlich sind, hängen auch Fähnchen nach untertage. Es sind einfach keine Leute mehr mit Sachverstand am Werk.
Wenn irgendwann überhaupt keiner mehr weiss wie etwas funktioniert, dann brauchen wir uns nicht zu wundern.
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Hallo,
mag sein dass diese Diskussion sich mittlerweile vom ursprünglichen Thema entfernt hat, in Teilen finde ich sie aber sehr interessant. Als nicht "aktiv" an Bergbaugeschichte Interessierter (d. h. ich schaue mir gerne entsprechende Technik- und Grubendenkmale an, bin aber mit historischen Details und denkmalschützerischen Problematiken weniger vertraut) kann ich für viele Schaubergwerke leider auch nur feststellen: Hat man eines gesehen hat man (fast) alle gesehen... Vor der Einfahrt gehts durch den Souvenirshop, bei der Ausfahrt noch einmal, und unter Tage bekomme ich meist nur allgemeine Informationen über Bergbau und die üblichen Anekdoten, die heruntergespult werden. Dass in den Souvenirshops meist nur Mineralienmassenware aus aller Welt angeboten wird (das ist in den meisten Museen nicht anders) liegt einfach daran, dass das Zeug in beliebiger Menge fertig aufbereitet und in gleichbleibender "Qualität" herangekarrt werden kann. Man darf nicht vergessen: Die meisten Besucher eines Bergwerks verstehen das als Event (da reicht schon der "Schauer", mal unter Tausenden Tonnen Fels unter Tage zu sein und eine Erzader in der Wand zu sehen - für viele von uns Sammlern eher ein gewöhnliches Erlebnis) und nicht als etwas, in das man intellektuell tiefer einsteigen will. Für die ist die Wahl im Souvenirshop dann auch ganz einfach: Hübscher bunter (gefärbter) Achat aus Brasilien für 5,- € vs. eine einheimische Stufe für 15 oder 20 € (und die sind dann gerade auch noch ausverkauft, weil der einheimische Sammler, der sie liefert mal ein paar schlechte Tage hatte oder keine Zeit zum Sammeln). Steht ja nachher sowieso nur als bloße Erinnerung an den Ausflug irgendwo herum, da ist es nicht wichtig von woher das Stück kommt, wie es heißt etc.
Für die Mehrheit der Besucher ist die alte Technik auch nur "Gerümpel", bestenfalls bemitleidet man die Bergleute von anno dunnemals dafür, unter welch umständlichen und gefährlichen Bedingungen sie arbeiten mussten. Nicht wenige Menschen sehen es bewusst oder unbewusst als den ganz normalen Gang der Dinge, dass Technik irgendwann nicht mehr zeitgemäß ist und dann einfach verschrottet und entsorgt wird.
Das ist so, und da wird man auch nichts daran ändern können. Denkt mal im Gegenzug an all die Dinge, die euch nichts bedeuten, die aber für einzelne andere Menschen und Hobbybereiche sehr wichtig, bedeutend und erhaltungswürdig erscheinen. Es kann nicht jeder Wertschätzung für alles und jedes auf der Welt haben, das ist einfach nicht möglich. Das mag bedauerlich sein, ändern kann man daran aber nichts. Wichtig ist, dass sich jeder nach seinen Möglichkeiten dort einbringt, wo es ihm wichtig erscheint. Die anderen, die die Auffassung nicht teilen, "umerziehen" zu wollen, ist dagegen sinnlos.
Gruß,
Rainer
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In diesem Thread, habe ich nur auf eine sehr schöne Tour, die wir in den Harz zur Grube Samson gemacht haben hingewiesen. Peter, dein erster Beitrag passte doch wunderbar darein, denn dass wusste ich vorher auch nicht.
@René, ich habe mich nicht damit abgefunden, ich packe an, nur kann ich nicht überall sein. Bürokratische Hürden überwinden ist in der Regel ein langer Prozess, das ist nicht von heute auf morgen gemacht, gerade mit Blick auf Altbergbau. Altbergbaufreunde und Mineraliensammler haben nun mal keine Lobby wie z.B. Banken und auch ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung der BRD liegt mit Sicherheit gerade mal im 0 Komma Bereich. Da ist der Anteil der Sportfanatiker wesentlich höher. Daher muss man sich mit den geringen Mitteln zufriedengeben, die es dann von offizieller Stelle gibt. Viele Projekte auch gerade im Bereich historischer Bergbau sind in den letzten Jahren aus EU Mitteln (Leader Programm) gefördert worden, das ist doch schon mal etwas, auch wenn es unsere Klientel nicht zufriedenstellen kann. Das Thema, mein lieber René ist sicher interessant, aber es hier auszudiskutieren bewegt nichts und den 0815 Bürger kann man so sowieso nicht ändern, das sind alles langatmige Prozesse.
@Rainer, damit hast du 100 Prozent recht, so ist es nun mal, das Leben.
Ingo
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Die Anlage führt die Auszeichnung "UNESCO-Weltkulturerbe". Es ist geplant, in nächster Zeit den ganzen Komplex als "Erlebniseinrichtung" umzugestalten, ähnlich der Höhlenanlage am Iberg bei Bad Grund. Zeit, sich noch ein wenig "Originalität" anzuschauen. Wer weiß, wie es hinterher ausschaut.
Aber ob sich dort wirklich so viel ändert? Wirklich untertage in das Bergwerk kommt man dort als normaler Tourist ja sowieso nicht, lediglich bei diesem "Besucherfenster" mit Blick auf die Fahrkunst hat man etwas Fels über dem Kopf. Daher besteht DIE Attraktion dort ja vor allem aus der Fahrkunst und den alten Anlagen; insofern muss das ja eigentlich erhalten werden. Hoffe ich jedenfalls, wär sehr schade drum. Bin echt froh, dass ich noch das Original erleben konnte... ;)
Gruß, Erik