Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Griechenland / Greece => Thema gestartet von: Stefan am 03 Jun 12, 13:20
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Hallo,
hab hier ein Gestein von dem ich gerne den Namen hätte. Gefunden als größeres Einzelstück (20x10x5cm geschätzt) auf einem Berg. Die Einschluesse sind bis. ca. 1cm gross meist ca. 5mm. Das Gestein wirkt hart und glasig. Die Einschlüsse sind weiss und sehen aus wie Baryt. Das sonstige Gestein des Berges ist Sedimentär. Dieser Gesteinsbrocken war mehr oder weniger einmalig.
Da ich das Bild mit Handy gemacht habe und auch den Beitrag damit verfasse, ist es mir nicht möglich viel bessere Bilder zu liefern.
Besten Gruss Stefan
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Hallo Stefan,
sieht für mich wie ein andesitischer Porphyr aus.
Würde auch nach Griechenland passen.
Glück Auf!
Jörg
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laut Jacobshagen in "Geologie von Griechenland" kommen kalireichen Trachyten in der Nähe vor.
Glück auf
Milo
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Hi Stefan
wenn da, wo Du bist, Agios Fokas auf Kos ist, dann ganz kurz: Geologisch besteht die Insel Kos aus Schiefer, Kreidekalk und Tertiärschichten, mit mehreren meterdicken Lagen quartärem vulkanischen Tuffs. (teilweise vermutlich auch vom Ausbruch des Santorin)
Für Tuff spricht auch das glasige Aussehen. Die weißen Einschlüsse: fast immer Sanidin (schlecht ausgebildet) oder irgendein Zeolith (Phillipsit, Analcim, Chabasit .... ??)
Hilfst weiter ?
Gruß
Peter
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Hallo,
das Material sieht so wie Trachyt aus. Ich kann das am Mobilephone aber eher schwer vergleichen. Die Einschlüsse sind lagig in kleinen Paketen. Der Berg selber besteht aus Lagen von Sedimenten. Im Bereich wo ich den Stein fand waren es abwechselnde Schichten von hellen Ablagerungen und ebenso dicken Schichten von vermutlich Calcit in rötlichem Farbton. Ein paar Bilder folgen wenn ich zurück bin ab Mittwoch.
Der Ort ist da wo Du gesagt hast Peter.
Besten Gruss
Stefan
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Hier nochmal eine Detailaufnahme:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1339156927.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1339156927.jpg)
Das Gestein ist sehr hart. Bisher bin ich mir noch nicht schlüssig was am ehesten hin kommt.
Besten Gruß Stefan
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Hier noch die geschichteten Sedimente bei denen mich auch interessieren würde wie sie entstanden sind. Ich kann mir das nur durch ein Binnenmeer(-see) erklären, dass immer wieder trocken gefallen ist und so neue Schichten ausgefällt hat.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1339162808.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1339162808.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1339162651.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1339162651.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1339162936.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1339162936.jpg)
Die rötlichen Schichten, ist das Calcit?
Besten Gruß Stefan
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Ich glaub das könnte dann interessant sein für Dich:
http://www.arte.tv/de/Kontinente-in-Bewegung--5--Folge--Europa-heute/6608998.html
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Danke für den Fernsehtip, wird sicher interessant.
Das Gestein aus der Ursprungsfrage dürfte nach
Dr. C. Doelter - Trachyte von der Insel Kos (pdf) (http://www.geologie.ac.at/filestore/download/VH1875_233_A.pdf)
ein Trachyt sein. Milo dürfte mit seinem Hinweis damit richtig liegen.
Hier noch mehr Bilder Lexikon (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/LokationDataShow?redir=1&lokationid=27006)
Wenn ich das dann richtig sehe, ist es Trachyt mit Feldspat und winzigen Augit Kristallen.
Besten Gruß
Stefan
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Hallo,
ich bleibe bei einem andesitischen Porphyr (ist ein trachytisches Gestein).
Hier ein paar Vergleichsstücke. Es gibt auch Varianten aus Griechenland mit brauner Matrix und wenig alterierten Feldspäten:
http://www.spessartit.de/porphyr.html (http://www.spessartit.de/porphyr.html)
http://www.springerlink.com/content/l2324t0020j232l8/ (http://www.springerlink.com/content/l2324t0020j232l8/)
Glück Auf!
Jörg
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Hallo Jörg,
ich denke die Beschreibung in dem Artikel ist sehr passend. "Obgleich das Aeussere dieses Gesteines sich ganz dem Andesit nähert, so lehrt doch die mikroskopische Untersuchung, dass es als Trachyt bezeichnet werden muss; es besteht nämlich hauptsächlich aus Sanidin, Plagioklas ist ziemlich selten, Augit ebenfalls, Hornblende kömmt fast gar nicht vor"
Farblich und in der Homogenität unterscheidet sich das Gestein von den Bildern in Deinem Link.
Glück Auf
Stefan
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Hallo Stefan,
bzgl. den Sedimenten und überhaupt ist die Geologie von Kos sehr kompliziert.
Falls gewünscht scan ich die Seite aus Jacobshagen's Buch. Dann bitte Mail-Adresse mitteilen.
Gruß
Milo
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Hi Stefan,
Hier noch die geschichteten Sedimente bei denen mich auch interessieren würde wie sie entstanden sind. Ich kann mir das nur durch ein Binnenmeer(-see) erklären, dass immer wieder trocken gefallen ist und so neue Schichten ausgefällt hat.
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Die rötlichen Schichten, ist das Calcit?
ich würde die Tethys nicht als Binnenmeer bezeichnen, das wird ihr nicht gerecht. Zum Testen der Roten Bänke dürfte ein Ritzversuch mit dem Taschenmesser reichen, um zu zeigen dass es kein Calcit ist. Es handelt sich um Bänke aus "Kieselgestein" (keine "Schichten"), ob sie synsedimentär entstanden sind oder verkieselte Pyroklasitka darstellen kann ich aufgrund fehlender Erfahrungen mit der regionalen Geologie nicht sagen, ich vermute aber ersteres.
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Hallo Arno,
leider habe ich nichts von dem rötlichen Material mitgenommen. So wie ich es heraus lese sind die Ablagerungen in einem See entstanden. Kos gehörte damals zu Anatolien. Quelle: "Neogen und jungtertiäre Entwicklung der Insel Kos (Ägäis, Griechenland)" - Rainer Willmann.
Besten Gruß
Stefan
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Hallo Stefan,
grob gesagt sind die Inseln der Ägais ein Akkretionskeil, der durch die Kollision der Afrikanischen mit der Eurasischen Platte zusammengeschoben und über den Meeresspiegel gehoben wird. Die Sutur beider Platten verläuft unmittelbar südlich von Rhodos und Kreta als untermeerischer Graben (auf Google Maps, Satellitenbild, gut zu sehen). Die Sedimentgesteine auf den Bildern sind marinen Ursprungs und entstanden in der Tethys. Die Verkippung ergab sich durch die Heraushebung. Seesedimente größerer Mächtigkeit sind auf den Inseln sicher nicht zu finden, da das Klima seit der Heraushebung im Tertiär semiarid war.
Die tertiären Schichten der Ägäis sind allgemein sehr fossilreich, da sie im Flachwasser entstanden. Bei den von Dir gezeigten Schichten dürfte es sich um Plattformkarbonate aus tieferen Wasserbereichen handeln, sie sind daher wahrscheinlich kretazischen Alters und dürften ziemlich fossilarm sein. Sehr ähnliche kretazische Bankkalke mit Kiesellinsen sind in der Samaria-Schlucht auf Kreta zu sehen.
Gruß,
Rainer
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Sehr ähnliche kretazische Bankkalke mit Kiesellinsen sind in der Samaria-Schlucht auf Kreta zu sehen.
Weitere finden sich auf dem Peloponnes, z.B. in der Plattenkalk-Serie. Die kieseligen Lagen bzw. häufiger Knollen können neben der von dir gezeigten rotbraunen auch schwarze oder graue Färbung zeigen. Soweit ich weiß ist mancherorts die Genese des SiO2 nicht zufriedenstellend geklärt.
Grüße
Stefan
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Hallo,
habt Ihr ein paar Quellen dafür? Ich kann nur andere Theorien zu dem Bereich finden. Bis zu 600 m mächtige Flysch-Ablagerungen lt. Jacobshagen sagen etwas anderes aus.
In Mittel-Kos können darin etwa acht marine Einschaltungen verfolgt werden; den Osten hatte das Meer jedoch nicht erreicht. Quelle: "Neogen und jungtertiäre Entwicklung der Insel Kos (Ägäis, Griechenland)" - Rainer Willmann. Der Bereich um den es hier geht ist im Osten.
Insofern bin ich an Quellen sehr interessiert.
Besten Gruß
Stefan
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Hallo Stefan,
ich habe mich vor Jahren im Zuge der Planung eines Mittelmeerurlaubs damit beschäftigt (Ziel wurde dann Kreta). Die entsprechende Literatur habe ich leider nicht mehr.
Gruß,
Rainer
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Hallo Stefan,
In Mittel-Kos können darin etwa acht marine Einschaltungen verfolgt werden; den Osten hatte das Meer jedoch nicht erreicht.
Ich deute das so, dass sich das nur auf das Neogen bezieht - jedenfalls wenn man nach dem Titel der Veröffentlichung von Willman geht. Aber das heißt ja nicht, dass dort nicht ältere marine Sedimente auftreten können.
hier ist eine (alte) geologische Karte: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/2/27/Geological_map_kos_island_1874.jpg Demnach wird der Osten der Insel vor allem von kretazischen Gesteinen aufgebaut.
und hier eine umfangreiche, aber ebenfalls alte Veröffentlichung über die Geologie von Kos: http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/DAKW_40_1_0213-0314.pdf
Gruß, Erik
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Hallo,
nach der Karte wäre dort die Levantinische Stufe aufgeschlossen.
Es wird dann schon passen mit der marinen Bildung. Wobei die eigentliche Frage wie diese Wechselschichten entstehen damit noch nicht beantwortet ist. Es muss ja einen wiederholenden Prozess dafür gegeben haben.
Besten Gruß
Stefan
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Hallo Stefan,
Wobei die eigentliche Frage wie diese Wechselschichten entstehen damit noch nicht beantwortet ist. Es muss ja einen wiederholenden Prozess dafür gegeben haben.
Grundsätzlich als Reaktion auf periodische Meeresspiegelschwankungen. Karbonatplattformen bzw. -Rampen bilden dann häufig solche Bankkalke aus. Die Amplitude der Schwankung muss nicht einmal besonders groß sein, da bei entsprechend geringer Neigung der Plattform/Rampe jeweils sehr weite Bereiche deutlich beeinflusst werden. Die kieseligen Zwischenlagen markieren dabei eine Unterbrechung bzw. relative Verminderung der Karbonatsedimentation zugunsten einer anders gearteten Hintergrundsedimentation. Neben endogenen Faktoren spielen Milanković-Zyklen bei solchen periodischen Sedimentationsänderungen eine Rolle (http://de.wikipedia.org/wiki/Milankovi%C4%87-Zyklen).
Gruß,
Rainer
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Die ältesten Sedimentgesteine von Griechenland im Alter von 450.000.000 Jahre alt...
Der Monolith von Agios Fokas
"Το ακρωτήρι του Αγίου Φωκά βρίσκεται σε απόσταση 7 χιλιομέτρων από την πρωτεύουσα της Κω. Μέσα στην θάλασσα στο άκρο του υπάρχει ένας ομοιόμορφος βράχος που εξέχει από την γύρω περιοχή και έχει τα χαρακτηριστικά του μονόλιθου. Ο Ιάκωβος Ζαρράφτης τον είχε ονομάσει μονόλιθο επειδή αποτελούσε το τελευταίο άκρο του Αγίου Φωκά.
Ο μονόλιθος είναι ένα γεωλογικό χαρακτηριστικό, όπως ένα βουνό ή λόφος που αποτελείται από ένα μόνο πέτρωμα, ή ένα κομμάτι βράχου που εμφανίζεται ως ένα φυσικό μνημείο.
Το βραχώδες τμήμα του Αγίου Φωκά αποτελείται από μαργαικούς ασβεστόλιθους ηλικίας περίπου 6 εκ. χρόνων, ενώ περιβάλλεται από χαλαρές πρόσφατες αποθέσεις. Κατά θέσεις παρατηρούνται φαινόμενα διάβρωσης και καρστικοποίησης. Πιθανόν ο συγκεκριμένος μονόλιθος να ήταν τμήμα μιας μεγαλύτερης γεωδομής που άλλαξε με το πέρασμα του χρόνου. Προς την πλευρά της θάλασσας οι γεωλογικοί σχηματισμοί εκτίθενται στην θαλάσσια διάβρωση. Ο κυματισμός και η διάβρωση έχουν δημιουργήσει παράκτιο σπήλαιο και καρστικά έγκοιλα.
Η γεωμορφή του Αγίου Φωκά έχει σήμερα ύψος 8-10 μέτρα και μπορεί να μην έχει τις διαστάσεις του Κάλαμου της Ανάφης –μονόλιθος από μάρμαρο ύψους 460 μέτρων -ωστόσο είναι αξιοπρόσεκτη ιδιαίτερα σε όσους περνούν με πλοίο από την περιοχή.
Οι αρχαίοι πολιτισμοί συνήθιζαν να σκαλίζουν και να κατασκευάζουν μνημειώδεις μονόλιθους, συχνά προς τιμή θεών και βασιλέων. Η Σφίγγα στην πεδιάδα Γκίζα φτιάχτηκε περίπου 2500 π.χ. σε ένα κολοσσιαίο κομμάτι από μαλακό ασβεστόλιθο, ενώ ο μονόλιθος των Αζτέκων που βρέθηκε στην πόλη του Μεξικού το 2006,λαξεύτηκε πριν από 500 χρόνια σε ένα ηφαιστειακό βράχο, που πιστεύεται ότι απεικόνιζε μια θεά της Γης. Ο μονόλιθος του Αγίου Φωκά είναι ένα φυσικό γλυπτό που δημιουργήθηκε ως επί το πλείστον από τις γεωλογικές δυνάμεις.
Τα γεωμορφολογικά χαρακτηριστικά της βραχώδους παράκτιας περιοχής του Αγίου Φωκά, η δράση των διεργασιών διάβρωσης και των κυμάτων μας «ψιθυρίζουν» ότι με την πάροδο του χρόνου ο μονόλιθος θα υποστεί νέες μεταβολές και πιθανόν στο μέλλον να αποσταθεροποιηθεί και να καταρρεύσει ένα μέρος του υπό την επίδραση της βαρύτητας. "
TRANSLATE
"Die Bucht von Agios Fokas befindet sich 7 km von der Stadt Kos. Im Meer an einem Ende eines einheitlichen Felsen, ragt aus der Umgebung und die Eigenschaften des Monolithen. James Zarraftis der Monolith genannt, weil es gegen Ende des Agios Fokas war.
Der Monolith ist eine geologische Besonderheit wie ein Berg oder Hügel, von einem einzigen Stein oder ein Stück Felsen, der als Naturdenkmal erfolgt gebildet.
Der felsige Teil von Saint Foka besteht aus Kalksteinen, die ca. 6 Millionen Jahre sind, umgeben von losem jüngeren Sedimenten. In Orten gibt es Erosion und Verkarstung. Vielleicht ist dies insbesondere Monolith, Teil einer größeren geodomis Laufe der Jahre verändert sein. Richtung Meer geologischen Formationen Erosion durch Wasser ausgesetzt sind. Die Wellen und Erosion haben Küsten-Höhle und Karst-Hohlräume geschaffen.
Die Landschaftsformen von St. Phokas ist jetzt 10.08 Meter hoch und haben nicht die Dimensionen von Kalamos in Anafi Marmor-Monolith von 460 Metern, sondern macht sich insbesondere in denen, die mit dem Boot aus dem Raum gehen.
Alte Kulturen verwendet werden, um zu schnitzen und zu bauen monumentalen Monolithen, oft zu Ehren der Götter und Könige. Die Sphinx in Giza Ebene war um 2500 v. Chr. erbaut ein kolossales Stück weichen Kalkstein, während die Azteken Monolith in Mexiko-Stadt im Jahr 2006 gefunden wurde, wurde vor 500 Jahren in einem vulkanischen Gestein, das vermutlich eine Göttin der Erde widerspiegeln wird geschnitzt. Der Monolith von Agios Fokas ist eine natürliche Skulptur, die meist durch geologische Kräfte erstellt wurde.
Die geomorphologischen Merkmale der felsigen Küste von Agios Fokas, die Wirkung von Korrosion Prozesse und unsere Welle "flüstern", dass im Laufe der Zeit der Monolith wird weitere Veränderungen durchlaufen und möglicherweise in der Zukunft zu destabilisieren und Zusammenbruch eines Teil unter dem Einfluss Schwerkraft."
edit:
extern eingebundenes Bild entfernt
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,20889.0.html
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Liebe Stefan,
Ich fand sie auf der Insel Kos
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