Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Geschiebe / Glacial erratic => Thema gestartet von: Jörg am 03 Jun 12, 14:04
-
Hallo,
ich möchte gerne einen Geschiebefund aus der Vigsö-Bucht, Jütland, zur Diskussion stellen.
Das Gestein weist in der Matrix deutliche fluidale Schlieren auf.
Die bis 5 mm großen Einsprenglinge sind Alkalifeldspäte.
Ein Grorudit scheint es nicht zu sein (keine deutlichen Aegirinnadeln vorhanden, ebenso wenig ein Apotroctolit (nur kleine Einsprenglinge aus Plagioklas).
Kann es sich um ein sehr oberflächennahes Grorudit-Äquivalent handeln, so dass das Aegirin nicht vollständig auskristallisiert ist (bei den winzigen schwarzen Mineralen scheint es sich um Aegirin zu handeln), und was auch die Fließstrukturen erklärt?
Hat jemand eine Idee?
Viele Grüße und Glück Auf!
Jörg
-
Hallo Jörg,
auch wenn es schon etwas her ist, denke ich, dass es sich durchaus um ein dem Grorudit nahestehendes Gestein handeln könnte. Auch beim Särna-Tinguait gibt es nach Zandstra (1988) Typen ohne oder nahezu ohne makroskopisch erkennbare Aegirin-Kristalle, ähnlich dem unter http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,28475.0.html vorgestellten Geschiebe. Bei diesem werden erst bei höherer Vergrößerung etwa 0.1 mm lange Aerigin-Nadeln in der schlierigen Grundmasse (mit Fließstrukturen) sichtbar.
Viele Grüße
Sprotte