Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: murmel am 18 Jul 12, 07:13
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Guten Morgen,
Kann mir vielleicht jemand helfen? Ich habe mittlerweile sehr viele Steine zu hause, wo ich mir nicht sicher bin ob es Gold ist oder nicht. Wie kann ich denn Gold testen wenn auf dem Stein nur ein Krümel zu sehen ist? Ich hab mit dem Mikroskop mal ein paar Bilder gemacht.
Vielen Dank für eure Hilfe im Vorraus ;)
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... Fundort? ...
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Bild 1 ist aus Österreich Nähe Habachtal
Bild 2 + 3 Nähe Wissen, Rheinland Pfalz
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Hallo,
teste mit einer Nadel die Einsprenglinge. Gold ist duktil !
Gruss
Bodo
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Wenn die Fotos halbwegs farbecht sind, ist alleine von der Farbe her kein Gold dabei.
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Ne weise Porzellantasse nehmen und unten an dem Rand wo keine Glasur ist mal damit nen Strich machen und dann fotographieren und hier posten , vermutlich wirds keine Gold sein ,leider !
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Wird wahrscheinlich keine große Hilfe sein,
ich möchte hier trotzdem eine kleine Geschichte anführen:
Ich war vor mehr als 30 Jahren mal auf Goldwäsche in Rauris,
hatte auch keine Ahnung wie man Waschgold nun wirklich erkennt.
Die ersten 2 Schüsseln enthielten nur Glimmer- und Pyritflitter,
in der 3. Schüssel war dann ein Goldflitter drin.
Ab diesem Zeitpunkt wusste ich wie Gold zu erkennen ist,
die Farbe und der Glanz sind unverwechselbar,
aber leider schwer zu beschreiben.
(Meine Ausbeute nach 4 Tagen: 3 Gramm)
Deine Stücke sehen von der Farbe her nicht wie Gold aus, tut mir leid.
Grüße
Hannes
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Genau Hannes, dazu paßt die folgende Aussage, die ich mal irgendwo gehört oder gelesen habe:
"Wenn du nicht sicher bist, ob es Gold ist, dann ist es keins!".
Glück auf!
Michael
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Vielen Dank für eure vielen Antworten :)
Dann werd ich die ganzen Steine nochmal durchgucken.
Habe in Thüringen vor ein paar Jahren Gold auf einem Stück Schiefer mit Quarz gefunden und hab jetzt gehofft, das bei den anderen Steinen was dabei ist da es von der Farbe genauso aussieht.
liebe Grüße
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Sicher ?
Thüringer Schiefer mit Gold ?
Da ist oft Pyrit und Chalkopyrit drin , auch gern zusammen mit Quarz - Dachdecker kennen das ! ;)
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Hallo,
Das auf den Fotos ist sog. Katzengold. Das erste zeigt Pyrit, die anderen wohl Glimmer (beides wird im Volksmund Katzengold genannt). Das ist natürlich kein Gold, obwohl der Pyrit manchmal geringe Goldmengen enthält.
Wie schon gesagt: Gold ist duktil (dehnbar) und leicht formbar. Glimmerblättchen sind leider auch ziemlich elastisch, nur zerbrechen die oder spalten, wenn man sie stark drückt. Gold hingegen ist beliebig walz- und streckbar. Gelbe Sulfide wie Pyrit und Chalkopyrit (Kupferkies) sind spröde und beim starken Druck mit der Nadel brechen Splitter ab. Durch Kratzen mit einer Nadel erhält man ein schwarzes Pulver. Dann ist es in keinem Fall Gold.
Viele Fotos, Tipps und Infos zu Gold gibt es hier: http://www.jgr-apolda.eu
Glück Auf!
Smoeller
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wir haben auch mal 1967 in Österreich Katzengold gefunden. Grösse und Form einer Handgranate.
Lag im Bachlauf am Wanderweg. Waren uns auch nicht sicher - was das ist.
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Hallo,
kann Michael nur zustimmen: Bist du dir nicht sicher, dann ist es keins! Dafür ist Gold einfach zu unverwechselbar :-)
Grüße
Carsten
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Wenn du es opfern kannst, probier es mal mit Säure, Gold wird nur von Königswasser gelöst, im Prinzip stimmt es, dass man es weiss, ob man Gold hat oder nicht, meistens beim Waschen. Bei Stufen(besonders aufgeschlagen, wo das Erz wie hineingeschmiert ist, ist es schwierig und einige Pyrite können einen gewissen Goldgehalt haben. Da ist das nicht so einfach nur nach Gefühl zu gehen!
G.A. docedelsachs
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Am besten erkennt man es , wenn einen der Juwelier um die Ecke ne menge Geld dafür gibt.. ;D,
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Hallo,
Am besten erkennt man es , wenn einen der Juwelier um die Ecke ne menge Geld dafür gibt.. ;D,
Sorry, das ist Unsinn und wenig hilfreich. ??? Kein Juwelier wird für ein mm-großes Goldblättchen im Gestein (wie oben, selbst wenn es Gold wäre) "ne Menge Geld" geben.
In Mineralienhandel werden in aller Regel bessere Preise (als der reine Goldpreis) erzielt, je nach Ausbildung und Größe das 1.x-fache bis zum 20-fachen des Goldpreises.
Wie richtig bemerkt wurde: "Bist du dir nicht sicher, dann ist es kein Gold". Farbe und Glanz sind einfach unverwechselbar. Hilfreich sind einfache Untersuchungen und Beobachtungen:
- Fundort (ist von diesem Fundort bereits Gold bekannt - ist die Möglichkeit, dass es sich um Gold handelt ein wenig größer, sonst fast gleich null)
- Paragenese
- Härteprüfung mit einer Nadel (Gold ist duktil / Blättchen lassen sich biegen)
- Spaltbarkeit (Gold ist nicht spaltbar)
- Transparenz (Gold ist nicht transparent)
- Kristallform
- Umwandlugserscheinungen (z.B. Pyrit > Limonit
- elektrische Leitfähigkeit
Für die eingangs abgebildeten Stücke teile ich die Einschätzung dass es sicher kein Gold ist.
Gruß
Berthold
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Hi habe Steine von meinem Oper bekommen ,wie finde ich raus ob das was Wert ist ? P.s Opa lebt nicht mehr ,kann ihn nicht mehr fragen.
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Hallo Sascha,
von den Bildern her zu urteilen würde ich sagen es ist Pyrit der sehr gerne mit Gold verwechselt wurde und wird. Aus früheren Zeiten hat er daher auch den Namen Narrengold weil er einenen narrt (täuscht) erhalten.
Pyrit (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Pyrit)
Viele Grüße
Stefan
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Hallo,
im Anhang mal zwei Vergleichbilder. Nummer 1 zeig einen Bohrkern mit vg (visible gold) eingewachsen in Pyrrhotin (aehnlich Pyrit, nur bronzefarben). Das Gold ist DEUTLICH heller und egal von welcher Richtung man draufschaut, immer gelb. Pyrit, Chalcopyrit und andere gelbe Sulphidminerale haben aus unterschiedlichen Richtungen oft varrierende Schimmer und sind deutlich dunkler.
Bild zwei zeigt Gold in einer Waschpfanne. Deutlich zu sehen ist die exrem helle gelbe Farbe. Rechts neben dem Gold ist zum grossen Teil Pyrit, deutlich dunkler, leichter gruenstich. Gold ist unverwechselbar.
Martin
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Noch eins: Beim folgenden geschnittenen Stueck sieht man, wie weich das Gold ist. Deutlich sieht man die Spuren im Gold, welche das Saegeblatt hinerlassen hat. Aber anders als andere Minerale zebricht / zerbroeselt es nicht, sondern verschmiert.
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Hallo.
Es gibt da einen guten Spruch :
Immer wenn du nur meinst du hast Gold gefunden ist es keins !
Du wirst das erste Gold dann auch sofort als solches erkennen .
Ein paar kleine Ausnahmen gibts, mit Elektrum das durch den Silberanteil viel heller ist und manchmal gibts es, daß das Gold mit so limonitartigen Belägen überzogen ist und dann ists nicht mehr so leicht .
Loismin
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Da ich gerade noch ein schoene Beispiel habe, hole ich den Thread nochmal hervor. Mitte unten blass Pyrit, darueber gediegen Gold.
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Servus,
nur Gold glänzt wie Gold! Wenn du mal ein paar Proben gesehen hast, kannst du es kaum noch verwechseln.
Das erste Foto scheint mir allerdings eher Pyrrhotin als Pyrit zu sein.
Servus + Glück auf
Wolfi
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Gold und Silber sind duktil, lassen sich mit Nage biegen (ohne zu zerbrechen)