Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Sonstiges Europa / Other Europe => Thema gestartet von: vanderheide am 22 Sep 12, 22:32
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Hallo.
Hier sind zwei Funde vom Strand ganz in der Nähe von Nida.
Da in Litauen alle Gesteinsbrocken durch die Gletscher der Eiszeit hintransportiert wurde, stammen meine Stücke vielleicht irgendwo aus Finnland. Das Erste scheint mir Granit, wobei ich nicht weiss, ob ich es hier mit Biotit oder mit Hornblende zu tun habe.
Grösse dieses Steines: 80 X 40 X 25mm
Der zweite Stein hat eine kräftige Grünfarbe (kräftiger als auf dem Bild) und es gibt rötlich gefärbte Einlagerungen, die in der Mitte weisslich sind.
Womit habe ich es hier zu tun?
Grösse dieses Steines: 55 X 30 X 15 mm
Vielen Dank für Hinweise!
Gruss
Hans
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Hallo Hans,
bei Deinem 2. Bild könnte es sich um einen Särna-Tinguait handeln.
Die schwarzen Minerale wären demnach Ägirin, die weißen Anteile Kalzit (wahrscheinlicher weißer, glasiger Feldspat) und das gelb-bräunliche wahrscheinlich ebenfalls Feldspat oder ein Feldspatvertreter.
Das 1. Bild zeigt einen grobkörnigen Granit aus Nyköping, ebenfalls aus Schweden. Bei den schwarzen Mineralen dürfte es ich um Hornblende handeln.
Glück Auf!
Jörg
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Hallo Hans,
bei dem grünen Gestein denke ich auch, dass es sich um Särna-Tinguait handelt (vgl. z.B. hier: http://www.kristallin.de/s2/f_ting.htm#Anker1).
Viele Grüße
Sprotte
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Hallo Jörg und Sprotte,
Recht herzlichen Dank für die Bestimmungshilfe, bei der "Kristallin.de" überzeugende Bilder zeigt!
Ich denke, diese Bestimmung lass ich so gelten.
Jörg, besten Dank für den Hinweis auf Hornblende (Bild 1.). Wie ich Hornblende und Biotit klar auseinanderhalten kann, ist für mich noch nicht eindeutig.
Gruss
Hans
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Hallo Hans,
nur aufgrund des Fotos hätte ich die Hornblende auch nicht erkannt, allerdings kenne ich das Gestein und weiß somit, dass es sich bei den dunklen Mineralen um Hornblende handelt :)
Generell kann man Amphibole (Hornblende) und Pyroxene (Biotit) am leichtesten im frischen Bruch erkennen.
Biotit ist weich und lässt sich mit einer spitzen Nadel biegen, Hornblende nicht.
Auch spiegelt Hornblende weitaus lebhafter, wenn man die Bruchfläche in der Hand dreht, mit silbrigem Glanz.
Zuletzt kann man auch die Spaltflächen zur Bestimmung hinzu ziehen: Hornblende 120° und 90°, Biotit nur 90°.
Glück Auf!
Jörg