Mineralienatlas - Fossilienatlas
Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia => Bilderdiskussionen / Image discussions => Thema gestartet von: Lexikon am 03 Oct 12, 22:39
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(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1102716447.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1102716447.jpg)
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Hallo Berthold,
tajikischer Heliodor stammt aus Pakistan oder China. Es gibt eine Fundstelle in Tadschikistan, die für Heliodor angegeben wird, welche aber wohl ein Schwindel ist.
http://www.mindat.org/loc-5384.html
Die dort angegebene Literatur soll auch über diesen Betrug aufklären.
Gruß Philip
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Hallo Philip,
danke für den Hinweis. Den mindat-Beitrag habe ich noch nicht gelesen. Bei der Einstellung des Fotos habe ich mich an den Sammlungszettel gehalten. Andere Infos hatte/habe ich nicht zu den Stück.
Ich werde das nun überprüfen und bin für jeden Hinweis dankbar.
Gruß
Berthold
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Hallo,
da gibt es auch neuere Infos, die die Darstellung bei Mindat zumindest in Frage stellen.
http://www.treasuremountainmining.com/servlet/the-template/articles/Page?article=heliodorTajikistan
Gruß
Berthold
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Hallo!
Warum sollte es diese Kristalle erst seit 2006 geben?
Ich kann mich daran erinnern,das bereits in den 90er Jahren super Material angeboten wurde.Das war die Zeit,als in der ehemaligen DDR die Tauschbörsen zu rein kommerziellen Börsen umgerüstet wurden und die ersten russischen Verkäufer antanzten.Da gab es die herrlichsten Gewindl (Rauchquarz) zu 40-60DM und die Heliodore waren aber keine sauberen Kristalle,sondern solche natürlichen Ätzungen,dafür aber bis 15cm groß für Preise um die 80DM(also 40Euro)
Ich habe das Material damals bewundert,aber mir nichts gekauft,da ich selbst keinerlei russische Mineralien in meiner Sammlung hatte.
Den letzten Kristall davon habe ich ca.2005 gesehen.Da sollte ein ca.8cm großes Stück dann schon 800Euro bringen.
Oder ist das mit den anständigen Kristallen eine andere Fundstelle??
So richtig habe ich mich damit eigentlich nie befasst.Ich bereue lediglich diese unangenehme Preisentwicklung.
Gruß Jens
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Hallo Jens,
die Heliodore, die du meinst, stammten wahrscheinlich aus Volodarsk-Volynskii (Ukraine). 15cm für 40€.. ja das wäre eine gute Anlage gewesen. Der hier diskutierte stammt aus Tajikistan (?). Leider wird in fast jedem Bericht zur Fundstelle von Drittpersonen ohne Namen berichtet, die die Fundstelle angeblich kennen... aber eben auch so gut wie keine belastbaren Fakten. Keine Namen, keine Fotos, keine geologischen Hintergründe.
Gruß Daniel
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Danke!
Volodarsk sagt mir irgend etwas.Irgendwas klingelts da im Oberstübchen!
Da muß ich mal nachfragen,wenn meine russischen Freunde ihre Mineralien für die Münchener Messe bei mir abholen kommen.
Gruß Jens
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Schau mal hier
http://spiriferminerals.com/105,2003---8211--Volodarsk-Volynskii--Ukraine.html (http://spiriferminerals.com/105,2003---8211--Volodarsk-Volynskii--Ukraine.html)
Zu dem Vorkommen in Volodarsk gibt es auch ein Themenheft der Mineralogical Record.
Ich mag diese für das Vorkommen recht typischen Ätzflächen:
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Hallo!
Genau diese Dinger meinte ich.Ich hab gemeint,das es nur diese eine Fundstelle gibt.
Da werde ich mal nachfragen,was die russische Gerüchteküche so über das Tadjikistan zu berichten hat.
Gruß Jens
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Hallo Berthold!
Jetzt habe ich das erst gesehen-Das fragliche Stück hier stammt von Mineralienatlasmitglied Kristallos.Frag doch mal nach,woher er das Teil hat.
Gruß Jens
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Hallo zusammen,
ich halte diese gelben Kristalle aus "Tadshikistan" für einen Fake. Mein Vater hatte vor einigen Jahren auch so ein Stück in Ste.Marie bei einem pakistanischen (!!) Händler gekauft. Die sahen sehr nach gebranntem Aquamarin aus, inzwischen hat er die Stufe verschenkt, sodaß ich leider kein Foto mehr machen kann.
Zu diesem Thema wird auch auf Mindat seit längerem darüber diskutiert: http://www.mindat.org/mesg-55-240376.html . Ebenso im FMF-Forum: http://www.mineral-forum.com/message-board/viewtopic.php?t=366&postdays=0&postorder=asc&start=0 .
Der oben angegebene Link von treasuremining ist der Versuch eines Händlers, das Märchen der Heliodore von Tadshikistan am Leben zu erhalten um was zu verkaufen. Das gleiche passiert auch seit Jahren mit den vielen angeblichen Lockensilberstufen aus "Freiberg".
Glückauf. Uwe
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Hallo,
jetzt muss ich mich doch mal melden. Bisher habe ich in diesem Zusammenhang nur Bilder von Einzelkristallen ohne Matrix gesehen, womit eine Diskussion über die Echtheit natürlich naheliegt. Im Mai 2009 wurden auf einer Börse in Aachen jedoch von einem - lt. eigener Aussage - aus Tadjikistan stammenden Verkäufer eine Reihe von Matrixstufen "Heliodor, Rangkul, Tadjikistan" mit jeweils ein bis zwei recht klaren goldgelben Beryllen zu Preisen zwischen 100 und ca. 500 € angeboten. Begleitmineral waren in allen Fällen freistehende Hellglimmerkristalle, wohl Muskovit. Andere Minerale waren aus der Entfernung nicht zu sehen, die von mir gekaufte Stufe (ca. 70 x 55 x 40 mm³, Heliodor ca. 18 x 15 x 12 mm³) weist auch keine auf.
Die Stufe zeigt Bearbeitungsspuren, einige Glimmertafeln sind gekappt worden, damit der Beryll einigermaßen freisteht. Eine Montage möchte ich ausschließen, denn ein Muskovitkristall ist mehrere Millimeter tief in den Beryll eingewachsen. Damit dürfte m. E. auch eine thermische Behandlung ausgeschlossen sein, denn die hätte doch wohl zu Sprüngen im Beryll führen müssen, welche nicht vorhanden sind.
Das sind natürlich keine Beweise für die Richtigkeit der Fundortangabe, aber warum sollte man einem echten Heliodor einen falschen Fundort andichten?
Gruß,
Klaus
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Hallo!
Laut meinen russischen Freunden ist die Fundstelle real.Am Fluss Altyn-Su gelegen.Die Mine im Link von Berthold namens Zeylotoya Vada ist übersetzt in russisch Solotaja Woda(gelbes Wasser)
Gruß Jens
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Hallo,
das klingt gut, dann wäre mein Heliodor von dort auch real! Hast du die Möglichkeit, Fundstellenfotos oder genauere Infos zu bekommen? Irgendwas belegbares? Wie gesagt, damit wärst du der erste..
Gruß Daniel
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Zu dem Thema gibt es auch hier noch eine lebhafte Diskussion:
http://www.mineral-forum.com/message-board/viewtopic.php?t=366&postdays=0&postorder=asc&start=0 (http://www.mineral-forum.com/message-board/viewtopic.php?t=366&postdays=0&postorder=asc&start=0)
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Hallo!
Na das sind ja Disskussionen!
Was nicht sein kann,weil ichs nicht hab,weil ichs nicht von dort kenne,weil kein Foto in situ vorhanden ist-dann ist das natürlich Fälschung.
Das kenne ich irgendwie von Deutschland auch und das ist ja nun ein Micro gegenüber solchen Hochgebirgen.
Was erwarten diese Leute denn von einem Hochgebirge wie dem Pamir?Das dort an jeder Serpentine eine öffentliche Toilette steht?
Erwarten die Käufer des Materials etwa,daß in diesen Regionen die Minenarbeiter oder Bauern mit der Digicam rumlaufen und ihre Funde dokumentieren? ???
Ich frage nochmal nach,bezweifle allerdings,daß ich groß mehr erfahren werde.Zumal da schon neue Goldberylle aus direkt russischem Gebiet in Sibirien gefunden wurden.Die habe ich mir aber garnicht angeschaut,da ich nicht in Kaufversuchung gelangen möchte. ;)
Gruß Jens
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Hallo,
Meinungen gegen Meinungen. Mein russischer Sammlerkollege Pavel Kartashov, welcher sich außerordentlich gut in Russland und umliegende ex-SU-Länder auskennt, schreibt in der Mindatdiskussion folgendes:
"Zelatoya Vada ist ein vollkommen idiotischer Name. Es enthält allein schon vier Fehler.
Ich frage mich, warum ein Fundort in Tadschikistan einen pseudorussichen Namen hat statt eines lokalen Namens "Altynsu" mit der selben Bedeutung?
Der Fundort ist in Russland und Tadschikistan absolut unbekannt. Fragt man Besitzer solcher Kristalle in Russland über deren Herkunft, hört man interessante Dinge - alle diese Kristalle kamen einst von ausländischen Auktionen und Börsen/Messen.
Mit anderen Worten: Es gibt im Territorium der ehemaligen UdSSR keine Quelle für solche Kristalle."
"Zelatoya Vada" is completely idiotic name. It includes 4 errors.
Try to think, why locality in Tadzhikistan has pseudo-Russian name instead of local one "Altynsu" with the same sense?
The locality is unknown in Russia and in Tadzhikistan. At all unknown. When you'll ask owners of such crystals in Russia about their history, you'll found interesting thing - all these crystals had came from foreign auctions and mineral shows. In other words, source of such crystals within territory of former USSR is absent.
Gruß Philip
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Hallo!
Ich habe heute noch mal nachgefragt.
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Tadschikistan/Berg-Badachschan%2C%20Provinz/Pamir-Hochgebirge/Pjandsch-Tal%20%28Pyandzh%20Valley%29/Kukh-i-Lal%20Spinell-Lagerst%E4tte
Ich habe mal etwas dazugefügt,aber spezielle Sachen kann ich da nicht eintragen oder ändern.
Es handelt sich um eine Berylliumlagerstätte direkt an der Grenze zu Afghanistan.Im Lexikon steht das als Spinelllagerstätte.
Wie das halt so bei Lagerstätten in unwegsamen Gelände ohne Infrastuktur ist,gibt es hier und da Abbaue.
In dieser Lagerstätte werden gefunden:
-Rosa Spinell
-Skapolith in verschiedenen Farben,auch gelbe,welche manchmal mit Heliodor verwechselt werden,
oder in geschliffenen Zustand absichtlich als Heliodor angeboten werden.
-Turmaline in allen Farbvariatonen
-Berylle in verschiedenen Variationen-es könnte laut Aussage auch in neuerer Zeit Heliodor gekommen sein,aber er wußte es nicht genau.
-Rubin unter anderem als Padparadgha (Orangefarbener Korund)
-Clinogumit
Alles Steine in Schleifqualität,was die Lagerstätte so preisgibt!
Die alten Heliodorfunde sind nicht mehr aktuell.
Wladimir (Wladimir Jermolenko-Dipl.Geologe-Jekaterienburg) sagte mir-"Das war so ein Loch,so wie halt deine Topase von Wolfersgrün.
Eng begrenzt und alle und leer!
"Am Fluss Goldwasser (nicht gelbes Wasser!)
Ein Nebenfluss des Flusses Altyn-Su.
Hier habe ich dann nicht mehr so ganz weitergewusst zu fragen,da mir die topographischen Kenntnisse von dort fehlen.
Dieser Fluss Altyn-Su!
Er hat mir da etwas von den Einheimischen erzählt und daß dort alles Altyn ist und heißt, und daß das Volk sich Altyn nennt.Irgendwie bin ich da nicht mehr so richtig mitgekommen.War heute auch wenig Zeit,weil die noch nach Idar-Oberstein fahren wollten und ich sie nicht gerade aufhalten wollte.
Gruß Jens
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Hallo Leute, bin bei der Suche auf diesen Beitrag gestoßen, auch, wenn dieser schon lange her ist.
Aber vielleicht kann ja jemand aus aktuellem Anlass etwas dazu sagen.
Ich habe mir in München eine neue Stufe zugelegt.
Es handelt sich um eine wie schon im Beitrag mehrfach erwähnt und spekuliert Beryll Stufe Var. Helioder.
Die Größe beträgt 22x6 mm. 24 Carat.
Leider ist auch hier nur der Fundort Tadschikistan angegeben.
Der Verkäufer sagte, diese Stufe stammt aus einer alten russischen Sammlung und das Fundjahr ist mit noch vor 1970 angegeben.
Markant für die Stufe ist, dass der Einzelkristall sich auf einer Muskovit Matrix befindet.
Kann jemand evt. mehr dazu sagen?
Gruß Adrian
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Hallo Adrian,
Schau dir mal im Forum den Thread "Heliodor ?" komplett an.
Hier nochmal mein Beitrag:
Im Extralapis über Berylle steht ein schöner zweiseitiger Artikel über "Heliodore/Goldberylle" aus Tadszhikistan.
Zusammenfassend:
1. Es gibt keine Heliodore in Tadzhikistan.
2. In der Regel sind diese Heliodore bestrahlte schwachfarbige Aquamarine aus Afghanistan.
3. Dennoch wird dieses Material von "reisenden Edelsteinhändlern" in Idar-Oberstein immer wieder angeboten.
Gruß von Klaus
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Komischerweise wird in anderen Ländern auch für die gebrannten viel zu viel gezahlt.
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"aus einer alten russischen Sammlung" - aber ohne altes Etikett ...?
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Danke für die Antworten.
Sehr schade, wobei ich dem Verkäufer in München keine bösartige Absicht unterstellen möchte, er war menschlich sehr korrekt.
Er wusste das bestimmt auch nicht.
Und du hast Recht, ein fehlendes altes Etikett spricht nicht unbedingt dafür.
Trotzdem ärgerlich.
Ich bin teilweise entsetzt, dass auf den Markt noch eine große Menge solcher Stufen mit dem Fundort angeboten und wohl auch verkauft werden.
Ist das bewusstes Ausnutzen von Unwissen oder einfach toleriert in Sammlerkreisen?
Gruß Adrian
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Ich bin teilweise entsetzt, dass auf den Markt noch eine große Menge solcher Stufen mit dem Fundort angeboten und wohl auch verkauft werden.
Ist das bewusstes Ausnutzen von Unwissen oder einfach toleriert in Sammlerkreisen.
Adrian, was kostet so ein Stück? Für einen Händler, der in München einen Stand bestückt ist dies nur belangloses Füllmaterial, dem man wenig bis keine Aufmerksamkeit schenkt. Ein verkaufender Sammler kann so etwas auch mal gutgläubig gekauft haben und bis zum Weiterverkauf schlicht nicht wissen.
An Rande bemerkt: eine Gewichtsangabe in Carat ist bei einer Stufe völliger Unsinn.
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Die Stücke können ziemlich teuer sein:
https://www.ebay.com/sch/i.html?_nkw=heliodor+pakistan&_trksid=p2380057.m4084.l1313.TR11.TRC2.A0.H0.Xheliodor.TRS0 (https://www.ebay.com/sch/i.html?_nkw=heliodor+pakistan&_trksid=p2380057.m4084.l1313.TR11.TRC2.A0.H0.Xheliodor.TRS0)
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Mein Beitrag sollte eher darauf anspielen, dass man sich nicht auf das (Un-)Wissen oder Wohlwollen anderer verlassen sollte. Egal in welcher Preisklasse man unterwegs ist.
Es gibt heutzutage glücklicherweise mindestens so viele Möglichkeiten sich vorab zu informieren wie es Möglichkeiten gibt sich veräppeln zu lassen.
Vor allem die jüngere Generation ist mit dem Internet doch so präsent verwachsen, dass man den Verkäufer sogar noch auf der Veranstaltung mit Fakten konfrontieren könnte.
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Was macht man jetzt damit?