Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Veit,Bernhard am 04 Oct 12, 17:46
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Im Süden Bruchsal gibt es einen Muschelkalksteinbruch für den Azuritkristalle,
Barytkristalle und Olivenitkristalle, sowie Schwefel nachgewiesen sind.
Hat jemand eine Erklärung wie diese Mineralien in den Muschelkalk gekommen sind.
Ich vermute Ausbruch des Kaiserstuhlvulkans.
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Hallo Bernhard,
hier gibt dir auch der Mineralienatlas die Antwort. Siehe
Rollenberg (https://www.mineralienatlas.de/?l=5668)
Glück Auf
Reinhold
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Hallo,
Es gibt zwei verschiedene Dinge in der Süddeutschen Trias:
a) Bereits sedimentär (d.h. durch Einlagerung der entsprechenden Stoffe im noch unverfestigten Sediment) bzw. diagenetisch (bei der Verfestigung des Gesteins bei erhöhten Temperaturen und unter bis zu mehreren Kilometern Gesteinsauflast) entstandene Anreicherungen von Buntmetallsulfiden in bestimmten Horizonten. Da gibt es zwei Bleiglanzbänke (eine im Keuper, eine im Muschelkalk) und eine Azuritschicht. Es gibt im Muschelkalk sogar durch Galenit versteinerte Muscheln.
b) spätere Umlagerung dieser Sulfide bzw. Zufuhr durch hydatogene (wässrige) bzw. Hydrothermale Lösungen im Bereich des Bruchsystems des Oberrheintalgrabens. Es gibt sowohl Vorkommen, für die eine Herkunft aus den Buntmetallsulfide führenden Schichten (z.B. das Vorkommen von Grötzingen bei Karlsruhe (Pfinztal), wo das Kupfer aus der Azuritschicht stammt), als auch solche, bei denen eine Zufuhr angenommen werden muss (Zinkvorkommen von Reichenbach bei Lahr und Wiesloch, ebenso auch tw. die Vorkommen bei Bruchsal.
Die Vorkommen vom Gereuth N Reichenbach im Schwarzwald, von Wiesloch und Bruchsal zeichnen sich durch das Auftreten von Schalenblende (niedrigthermale Form der Zinkblende, tw. mit Wurtzit), von Arsenerzen (ged. Arsen, Realgar, Auripigment) und Jordanit aus. Das könnte auf eine ähnliche Zusammensetzung der Hydrothermen entlang des Oberrheingrabens hindeuten.
Das Alter müsste ich erst nachschlagen. Es gibt da neuere Forschungen der Tübinger Mineralogen um Prof. Markl, besonders bzgl. Wiesloch. Das Alter des Kaiserstuhlvulkanismus ist ins Miozän zu stellen (Beginn ca. 18 Mio. Jahre für die Tuffe von Eichstetten, Ende ca. 16 Mio. Jahre für den Olivinnephelinit vom Lützelberg bei Sasbach). Ein direkter Zusammenhang von Vulkanismus und Erzgängen ist nicht vorhanden, aber die Öffnung der Spalten und der Aufstieg der Lösungen kann durchaus zeitlich mit dem Vulkanismus zusammenfallen.
Glück Auf!
Smoeller
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Herzlichen Dank für die Antwort, das ist ein ganz neuer Aspekt, zumal die
Kinzig-Murg-Rinne früher ostlich am Grabenrand vorbeilief,
Hinweise aus der Botanik für Bruchsal: Prof. Oberdorf in den 30 Jahren.
Es war für mich seit meiner Jugend ein Rätsel, warum man nur in diesem einen
Steinbruch Azurit findet und nicht auch in den anderen zwei daneben.
Viele Grüße
Bernhard Veit
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U. Kolitsch und R. Bayerl (1997): Mottramit und Vanadinit aus einer Mergelgrube bei Heilbronn/Baden-Württemberg. Aufschluss 48 (4), 227-235.
diskutieren die Genese von
http://www.mindat.org/loc-34141.html
Mergelgrube, Untergruppenbach, Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland
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Herzlichen Dank für die Antworten.
Noch eine Beobachtung zur Mineral-Seifen Theorie.
Etwas weiter südlich und weiter oben am Michaelsberg bei Untergrombach gibt es das Mundloch eines
begonnenes Stollen im Muschelkalk, in dem außer Kalk nichts zu finden ist.
Wurden hier oberflächlich Metalle-Seifen gefunden, die aber zu keinem
weiteren Ergebnis führten.
Bernhard Veit
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Der vermeintliche Olivin-Adaminmischkristall erwies sich bei einer Nachbestimmung als Malachit-Melanterit, das Mineral passt besser in den Kontext Muschelkalk. Ich interpretiere inzwischen die Fundstelle als Biomineral-Vorkommen.
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Hallo Bernhard,
da schließe ich mich lieber Sebastian an und Azurit ist kein Einzelvorkommen südlich von Bruchsal.
Durch den Einbruch des Oberrheingrabens gab es an etlichen Stellen nördlich und südlich von Bruchsal Mineralvorkommen in bescheidenen Maßen,
so bei Untergrombach, Ka- Durlach und Ettlingen.
@U, Kolitsch
die Mergelgrube Untergruppenbach bei Heilbronn passt zu diesem Thema nicht.
Glück Auf
Reinhold
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Herzlichen Dank für die Antwort.
Zuerst ein kurzer chemischer Formelüberblick:
Malachit-Melanterit:
Malachit Cu(OH)2CO3
Melanterit FeSO4
Das sind Ione und Atome, die ich auch in anderen Verbindungen dort antrefe.
Olivin-Adamit:
Olivin (Mg,Fe) Sio4
Adamin Zn2(AsO4) (OH)
Weter Quarz, noch Zink oder Arsenoxide sind dort in irgendeiner Form anzutrefen.
Daher gefällt mir der Malachit-Melanterit besser.
Ich werde bei meiner Beschäftigung mit den Mineralien den Eindruck nicht los, daß die Ereignisse um den Grabenbruch sehr kurzzeitig waren und nicht für die Mineralienbildung ausreichen. Viele Lagerstätten zeigen eher ein fast organisches Wachstum an, d.h. hier war mehr Zeit nötig.
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Hallo Bernhard,
kannst du mir sagen, wer die neue Analyse durchgeführt hat. Die Stücke in meiner Sammlung laufen noch unter Mischkristalle Olivenit-Adamin.Die Analyse wurde damals meines Wissens von Prof. Walenta gemacht und dem wollte ich nicht einfach so wiedersprechen. Vielleicht kann hier auch jemand anderes weiterhelfen.
Am Michaelsberg war vermutlich eine Mutung auf Bleierz.
Gruß
Gerdchen
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Hi,
ich denke Olivenit-Adamin Mischkristalle ist schon richtig, meines Wissens auch von Prof. Walenta analysiert. Vlt liegt hier nur ein Missverständnis vor, denn in Bernhards vorangegangenem Posting wird von Olivin gesprochen, denke dass es sich dort nur um einen Schreib- und Interpretationsfehler handelt.
Grüßle und Glück Auf!
GEOMAXX
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Hat jemand Zugriff auf die PDF-Version des Artikels von 1991?
https://www.schweizerbart.de/papers/jber_oberrh/detail/73/77127/Mineralisation_am_Rollenberg_ostlicher_Rand_des_Oberrheingrabens_zwischen_Bruchsal_und_Ubstadt?l=DE
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Meine Frage bezog sich auf die "Nachuntersuchung" bei der angeblich Malachit-Melanterit statt Olivenit Adamin Mischkristalle herausgekommen sein soll.
Gerdchen
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Herzlichen Dank für die Antworten. Den Fehler mit dem Olivin bitte ich zu entschuldigen.
Die Bestimmung von K.Walenta lautete Adamin-Olivenit-Mischkristall. Aner beim Olivenit ergibt sich das gleiche Problem
Olivenit Cu2Aso4(OH) Wie kommt das Arsen in den Muschelkalk.
Die Zweitbestimmung erfolgte durch Manfred Gruber, Freudenstadt
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Wie ist denn bestimmt worden?
Gruß Sebastian
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Hallo Bernhard,
geh mal bei der Entstehung der Mineralisation unmittelbar am Grabenbruch von hydrothermaltiefentemperierten Vorgängen aus. Durch die tektonisch verursachten Schwachstellen konnten hydrothermale Lösungen aufsteigen und konnten einen Teil ihres Mineralgehaltes ausscheiden. Bei Bruchsal wurden Mineralwässer erbohrt mit folgenden Spurenelementgehalten: Blei, Zink, Kupfer, Arsen und Antimon. Dies sind für Mineralwässer und für Vererzungen am Grabenrand charakteristische Elemente. So ist dann auch dort das Arsen in die Vererzung gekommen.
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Hallo Wolf-Gerd,
Am Michaelsberg war vermutlich eine Mutung auf Bleierz.
ich konnte dazu leider nichts finden, aber da etliche Häuser direkt an die Muschelkalkwand angebaut wurden, gibt es etliche Stollen etc. Auch sogenannte Eiskeller waren häufig.
Das mit den hydrothermalen Lösungen hat außer dir auch Sebastian geschrieben und bei Rudolf Metz in Mineralogisch- landeskundliche Wanderungen im Nordschwarzwald (S. 158) heißt es:
An seinem W-Rand wird der Schwarzwald gegen die Vorberge durch eine tertiäre Abschiebung, die Schwarzwaldrandverwerfung begrenzt. Sie selbst und ihr zugeordnete Störungen am Grabenrand sind an mehreren Stellen hydatogen mineralisiert.
Gruß
Reinhold
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Herzlichen Dank für die Antworten. Wo sind die Überreste der hydrothermalen Quellen. Ich sehe nichts. Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe mich entschlossen das Mineral chemisch bestimmen zu lassen, vielleicht bringt uns die Fakten weiter.
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Kannst du in Bruchsal auch nicht sehen. Sie existieren noch, befinden sich aber in einer Tiefe von 2542 m und wurden 1985 angebohrt. Die Thermalquelle hat die erstaunliche Temperatur von 129°C (heißeste Quelle Deutschlands) und würde ohne den hohen Druck, der dort unten herrscht, verdampfen.
An beiden Seiten des Rheingrabenbruchs befinden sich einige hydrothermale Quellen z.B. Bad Schönborn oder auch Baden Baden (die kann man sehen). Durch Risse und Spalten dringt dieses hydrothermale Wasser nach oben und in Hohlräumchen (hier im Muschelkalk) kristallisierten die Mineralien dann aus. Vom Wasser ist nichts mehr zu sehen.
Prof. Walenta hat die Proben analysiert und dem kann man glauben.
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Ich kann nur die Antwort von Manfred Gruber angeben: Vergleichsprüfung mit dem gleichen Mineral aus seiner Sammlung von dem Fundort. Kontrolle durch seinen Sammlerkollegen. Sein Material wurde auf der Börse in Stuttgart bestimmt.
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Hallo, die entscheidenden Fragen sind. Wer hat wie was woran analysiert.
Wenn das geklärt ist kann man abschätzen wer rät, was weiss oder auch niemand was weiss.
Gruß Sebastian
P.S. Draufschauen gilt nicht als Analyse
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Hallo Sebastian,
Du sprichst mir aus der Seele! Danke!
Günter Blaß
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Danke für Eure Antworten. Ich habe mich entschlossen, das Mineral chemisch bestimmen zu lassen, daß hier Klarheit herrscht.
Thermalbäder als Beleg für hydrothermale Quellen ? Sind das nicht hydrothermale Blasen wie sie entlang des Grabenbruchs zu finden sind ?
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Thermalquellen sind hydrothermale Quellen. An der Grabenstörung kann das Wasser tief genug zirkulieren um erhitzt zu werden.
Lass doch ein Stüfchen einfach bei Günter Blaß (siehe zwei Beiträge vorher) untersuchen, kann ich nur empfehlen.
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Prof. K. Walenta `glauben`, ich dachte ich bin in der Naturwissenschaft.
Persönlich habe ich eine andere Vorstellung vom sog. Grabenbruch. Das war lediglich ein Riss wie bei einem Hautriss und an der Stelle, wo der Riss tief genug war, ist Magma ausgetreten: der Kaiserstuhl-
Dann fielen Bruchstücke von den Rändern in den Riß: Vorbergzone, Riegelscholle, Tuninergschole.
Dann erfokgte der Druck der afrikanischen Platte mehr westlich. Der Riss erweiterte sich. Die Pyrenäen, das Massiv Central und das Rohnetal entstanden. Diese Prozesse kann man auch an den Minerallagerstätten erkennen.
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Prof. K. Walenta war Leiter des Institutes für Mineralogie und Kristallchemie in Stuttgart (Ich glaube bis 1994). Hat sehr viele Erstbeschreibungen von Mineralien durchgeführt und veröffentlich. Warum soll dies nichts mit Naturwissenschaften zu tun haben und warum sollte man diesem Mann nicht glauben? Richtig googeln hilft.
Über die Entsehung des Rheingrabens findet man auch sehr viel im Internet und auch über die Thermalquellen am Grabenrand (um den geht es).
Prof. K. Walenta glaube ich wesentlich mehr wie deinen Theorien.
Hiermit bin ich aus diesem Thread raus und kann nur noch sagen was Sebastian schon gesagt hat " draufschauen gilt nicht als Analyse". Eine Analyse ist nicht wirklich teuer und nur damit kannst du deine Theorie beweisen.
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Meine Stücke werden gerade von Günter Blaß analysiert. Ich bin zu der Überzeugung gekommen, da´die hydrothermale Erklärung nicht stimmt, also gebe ich meine Hypothese weiter: Biomineralisation.
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Wie bist du zu der Erleuchtung gekommen? Kannst du es dir nur nicht vorstellen oder gibt es Fakten? So eine Argumentation ist nicht nachvollziehbar und lässt jeden Wissenschaftler kopfschüttelnd im Regen stehen.
Welche Fakten sprechen denn für eine biomineralisation? Ne hier Steig ich nicht durch...
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... da´die hydrothermale Erklärung nicht stimmt ...
Und worauf beruht deine Erkenntnis? Eine Behauptung wie deine (Biomineralisation) wird nicht wahrer, wenn man sie nicht belegt. So wird in der Naturwissenschaft gottseidank normalerweise nicht gearbeitet!
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Angefangen hat alles in diesem Steinbruch in Bruchsal.
Ich habe die ganzen Stücke bei mir daheim und da fällt auf, daß der Muschelkalk von grauen Schlammschichten durchzogen ist: fossiler Schlamm.
Meine Deutung: die Mineralien kommen aus dem Kalk oder aus dem Schlamm. ebewesen sind in der Lage: Stoffe gegen ein Konzentrationsgefälle anzureichern. Sterben diese dann, setzten sie diese wieder frei. Prinzip Osmose.
Warten wir die Analyse ab, dann werde ich weiter ausführen.
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Korallenriffe gehören zu den artenreichsten Ökosysteme der Erde. Der Muschelkalk als Reste dieses Ökosystem. Das heißt hier beginnt die Biologie.
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:'( :'( :'( :'(
Das sind geratene, mit (wenn überhaut) Halbwissen versehene Äusserungen, die absolut auf keiner Faktenlage beruhen. Egal was das Analyseeergebnis sagt, du wirst daraus nicht deine These bestätigen oder verwerfen können. Wie kommt man auf sowas? Hast du mal in die Literatur geschaut?
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???
Ich bin einigermaßen verwirrt. Ist dies eine ernst gemeinte Diskusion von Herrn Veit?
Sorry, ich habe da inzwischen Zweifel.
Man kann doch hydrothermale Quellen nicht ausschließen, nur weil einem diese nicht vor den Füßen aus dem Boden sprudeln und dann gleich auf Biomineralisation schließen, nur weil da Muschelkalk ist.
Gruß
Silvio
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Du siehst, man kann 8)
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@Schatten usw.
Ooch, solche "Beweisführungen" gibts öfter.
Im Achatforum gabs mal nen Zeitgenossen, der hatte wollte viele Gangachate so erklären, dass sie mal Algenmatten waren. ???
Ich wäre mal gespannt, wie Herr Veit die Mineralisation bei Wiesloch erklären würde, so weit ist das nicht von Bruchsal. Da diese Mineralisation auch im Muka liegt, müsste eine Organismengruppe extrem viel Zink gefressen und ne andere Organismengruppe noch mehr Schwefelgase "gepupst" haben....
@Veit,Bernhard
Mit dem vorherigen wollte ich sie auf keinen Fall angreifen!
Die von ihnen beschriebenen "Schlammschichten" werden als Mergel bezeichnet und stellen mit den massiven Kalkbänken ganz normale Sedimentationszyklen dar. Die Mergel kommen in allen Muka-Gebieten vor.
Vielfach fand keine Mineralisation mit "Erzen" statt, weil es nicht die Möglichkeit gab, dass hydrothermale Lösungen aufsteigen konnten!
Suchwort: sedimentär-exhalative Lagerstätte
Bruchsal wäre sowas im Mikroformat.
GA
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Herr Veit, ich kann Ihnen gerne folgende Publikation als PDF-File schicken:
Pfaff, K., Hildebrandt, L.H., Leach, D.L., Jacob, D.E., and Markl, G. (2010): Formation of the Wiesloch Mississippi Valley-type Zn-Pb-Ag deposit in the extensional setting of the Upper Rhinegraben, SW Germany. Mineralium Deposita 45, 647-666.
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Eine Bohrung, mit der die Thermalquelle gefunden wurde, liegt vielleicht 1 km von dem Steinbruch entfernt. Wird heute geothermisch genutzt.
Beides liegt direkt am Grabenrand.
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Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als 15jähriger auf der Suche nach Bohnerze mit der Wurzelbüste diese graue Schicht entfernt hatte. Ich kannte doch alle Brusler Steinbrüche. Nur in diesem gab es die grauen Schichten, die Bohnerze, die z.T. blau aussahen und grüne Malachitflecken im Gestein. Da hat mich schon die Frage beschäftigt, wo kommen diese Stoffe her. Hier habe ich Chem ie und Biologie gelernt.
1975 ist die Erklärung der Biomineralisation entstanden.
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Kurt Walenta ist ein exzellenter Kenner der Mineralien des Schwarzwaldes. Wenn er in seinen Buch schreibt: dies Mineral kommt in verwitterten gelbichen Krusten vor , frage ich mich natorlich, Wie seht es mit der Fähigkeit zum Bestimmen der Kristalle aus,
Ich behaupte, bei der Erkennung von evolutiven Zusammenhänge habe ich mehr Ahnung.
Bernhard Veit
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Hallo,
erst gings um pure Mineralbestimmung, dann evtl. Entstehungstheorien, jetzt sind wir schon bei Bohnerzen. Um was soll es denn nun hier gehen?
nun das hier:
Kurt Walenta ist ein exzellenter Kenner der Mineralien des Schwarzwaldes. Wenn er in seinen Buch schreibt: dies Mineral kommt in verwitterten gelbichen Krusten vor ,
Welches Mineral ist gemeint?
Das sind Gedankensprünge, die kein Mensch versteht!
Schönes WE!
GA
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Kurt Walenta ist ein exzellenter Kenner der Mineralien des Schwarzwaldes. Wenn er in seinen Buch schreibt: dies Mineral kommt in verwitterten gelbichen Krusten vor , frage ich mich natorlich, Wie seht es mit der Fähigkeit zum Bestimmen der Kristalle aus,
Ich behaupte, bei der Erkennung von evolutiven Zusammenhänge habe ich mehr Ahnung.
Bernhard Veit
Der Wunsch klug zu erscheinen, verhindert oft, es zu werden.
Francois de La Rochefoucauld (1613-1680)
Reinhold
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Der Wunsch klug zu erscheinen, verhindert oft, es zu werden.
Francois de La Rochefoucauld (1613-1680)
Sehr passendes Zitat, Reinhold! Aber diese standhafte Ignoranz ist fast schon zu bewundern.
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Erstmal herzlichen Dank für alle Antworten, ich lerne stämdig dazu. Das war ja die Voraussetzung, um ein guter Lehrer zu werden.
Ich habe Biologie und Theologie studiert. Jetzt weiß ich mal was -Mergel ist. Mergel
wäre dann fossiler Schlamm bei meiner Deutung.
Zum Begriff Halbwarheiten: als Naturwissenschaftler weii= ich keine Wahrheit, ich kann nur versuchen mich der Realität anzunähern und sie so gut wie möglich beschreinen. Um das geht es doch. Das Ringen um die Realität.
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Zur Wieslocher Zinkfrage. Natürlich kenn ich Wiesloch ein wenig, vor allem die Tongruppe mit den Gipskristallen.
Der Sphalerit war für mich biologisch schnell klar: ZnS
Zink spielt als Spurenelement in vielen Stoffwechselprozessen eine wichtige Rolle:
Zucker-, Eiweiß- und Fettstuffwechsel, sowie ceim Wachstum von Pflanzen. Schwefel ist bei der Tertiärstruktur der Eiweise wichtig.
Schwieriger war es Galenit oder Stibnit zu erklären oder auch Arsenlagerstätten oder Uranmineralien.
Erkenntnis ist ein lebenslanger Prozeß
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Morjen Bernhard,
der Versuch die Biologie mit der Mineralogie in Einklang zu bringen wird so nicht funktionieren.
Sicherlich gibt es Eisen- und Manganlagerstätten, die durch biologische Prozesse entstanden sind. Auch beim Thema Kohlen, Erdgas/-öl und einigen Gesteinen bin ich auf Deiner Seite.
Aber der größte Teil der Lagerstätten wird sich nie durch Biomineralisation erklären lassen.
Hier liegen eindeutig geologische Prozesse vor, was auch durch wissenschaftliche Forschungen bewiesen wurde.
Nehmen wir das Thema Zinkerz: Die jährliche Weltförderung liegt bei einigen Mio. Tonnen. Wie viele Viecher sollen für eine solch gigantische Menge verantwortlich sein und das allein für Zinkerze?
Von den anderen Erzvorkommen wollen wir erst gar nicht sprechen ;)
Zum Begriff Halbwarheiten: als Naturwissenschaftler weii= ich keine Wahrheit, ich kann nur versuchen mich der Realität anzunähern und sie so gut wie möglich beschreinen. Um das geht es doch. Das Ringen um die Realität.
Erkenntnis ist ein lebenslanger Prozeß
Da lese ich "gefährliche Tendenzen", persönlich habe ich das Gefühl das gleitet in Richtung Philosophie wenn nicht gar Theologie ab, aber das ist nur meine Meinung dazu.
Gruß
Silvio
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Herzlichen Dank Silvio, es geht um die Suche nach einem einheitliches Weltbild. Ich kenne die Begrenzheit meines Lebens nach Schlaganfall sehr genau und möchte noch den Versuch einer biologischen Deutung wagen für nachfolgende Generationen.
Z.B. Uranmineralien, zuerst dachte ich die seien biologisch schwer zu erklären. Dann saute ich sie mir chemisch genauer an und entdecke wieder organische Komponenten. Was war das Ergebnis der Uransuche im Schwarzwald: kein instabiles U238, dafür jede Menge stabile Uranmineralien.
Dafür mußte ich eine Erklärung suchen. Wir sind noch lange nicht am Ende der Erkenntnisstrasse angekommen.
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Mir ist natürlich bewußt, dass ich nicht alle Lagerstätten erklären kann, will ich auch nicht, da ist die Erde zu komplex.
ZB Vulkanismus, wobei ich beim Kaiserstuhl den Eindruck habe, dass die organische Komponente eine wichtige Rolle spielt oder hydrothermale Lagerstätten, die es ja auch gibt.
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"kein instabiles U238, dafür jede Menge stabile Uranmineralien"
Stabil/instabil in welchem Sinne? Radioaktiv sind sämtliche Uranisotope inklusive dem 238er. Dieses zerfällt nur am langsamsten, ist aber keineswegs stabil. Nicht-radioaktive Uranminerale wird es nie geben - auch nicht, wenn eines Tages alle Endprodukte der Zerfallsketten erreicht wären. Denn dann ist kein Uran mehr dabei und das Uranmineral ist kein solches mehr ;-)
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Herzlichen Dank für die Berichtigung, da war ich zu ungenau. Mein Gedankengang kam mal wieder aus der Biologie, dort hatte ich mal gelernt, dass Zellen in der Lage sind stabilev und unstabilere Atomkerne zu unterscheiden. Das war´s auch schon, wie sie das machen weiß ich nicht.
So ein Diskussionsforum ist eine gute Sache, da lerne ich ständig dazu.
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Das Ergebnis der Untersuchung des Mischkristalles: grün, glassig-klar auf Calcitkristallen liegt vor :
EDX 1: 43,1 % Cu
23 % Zn
33,8 % As
EDX 2: 42,9 % Cu
25,5 % Zn
31,6 % As
Sollte ein Olivenit dominanter Mischkristall Olivenit/Adamin sein. Untersuchung von Günter Blaß. Herzlichen Dank.
Das macht die Sache nicht leichter. Ich vermute hier treffen beide Erklärungen aufeinander. Cu und Zn würde ich der Biomineralisation zuordnen, das As der hydrothermalen Erklärung. Ich kann mich noch gut daran erinnern, daß in der Nähe des Steinbruches im Fruhjahr ubd Sommer, sog. Notquellen, entstanden sind. Also nach der Schneeschmelze in den Alpen. Dadurch könnte das As in die höheren Schichten gelangt sein. Bei einer Reaktion mit Cu und Zn wären die kleinen Mischkristalle entstanden. Ähnliches habe ich schon hier im Südschwarzwald vermutet.
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Beim nochmaligen Nachdenken ist mir aufgefallen, daß ich Zn nicht an den oberen Schichten nachweisen konnte, also muß Zn in die hydrothermale Erklärung. Für die Biomineralisation der oberen Schichten blieben dann noch Cu, Fe und Schwefel übrig.
Da ist noch genügend Arbeiten für nachfolgende Generationen.
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Kann man diesen unsäglichen Thread nicht einfach beenden?
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Das Wasser dieser Notquellen war kalt, da wir Kinder uns ab und zu die Hände darin gewaschen haben.
Also hydro-Erklärung, aber nicht thermal.
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Kann man diesen unsäglichen Thread nicht einfach beenden?
... genau!
Es mag sich jeder sein Weltbild aus Halbwissen, nicht verstandenen Fachwissen und seltsam interpretierten eigenen Beobachtungen zusammenquirlen.
Jedoch ist diese Plattform nicht dazu da um sich so ein Weltbild bestätigen zu lassen oder hier darüber zu diskutieren.
Grüße,
Michael
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"Sollte ein Olivenit dominanter Mischkristall Olivenit/Adamin sein."
Nein, ist angesichts des Cu:Zn-Verhältnisses als Zinkolivenit (eigenständige Mineralart) zu bezeichnen.
(Vgl. http://www.mindat.org/min-31502.html).
PS Bin auch sehr dafür, diesen Thread endlich zu beenden.
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Morjen Leute,
hiermit ist diese "Diskusion" beendet ->Thread ist geschlossen!
Gruß
Silvio