Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: MarcelNDK am 20 Oct 12, 20:24
-
Hallo Ihr hier,
Ich hab hier ein Stück Metall was mich zum grübeln bringt!
Das gute Stück kommt von nem Feld im Westerwald. Es ist Silberglänzend und hat keinerlei Anzeichen von Rost. Für seine Größe von ca. 2cm ist es ziehmlich schwer. Leider hab ich keine Grammwaage.
Was könne das denn nur sein.
schöne Grüße
-
Hallo Marcel,
ist das Stück magnetisch? Einfach mal mit einem Magneten prüfen.
Blei wäre sehr weich, Du könntest es mit einem Messer oder Nadel ritzen.
Viele Grüße
-
so, hab getestet.... ist weder Magnetisch noch lässt es sich einritzen. Hab es mit meinem Metalldetektor gefunden.
-
Hallo,
ich hab zuerst an ein Stück Schlacke gedacht.Das sollte aber zumindest leicht magnetisch sein.
Ein Met ist es sicher nicht.Der wäre auf jedenfall magnetisch.
Gruß Norbert
-
Hallo,
solche Stücke sind mir beim Sondeln auch aufgefallen. Besonders die Felder um ehemalige Flakstellungen sind
davon betroffen. Vermute das es Teile von Flugzeugen nach Treffer sind.
Gruß
Bodo
-
Hallo,
alles deutet auf Schlacke hin, die muss nicht magnetisch sein.
Gruß
Berthold
-
Oh ja, war nen Flugplatz in der Nähe! Nur warum rostet das ganze dann nicht? Für Alu ist es viel zu schwer.
-
Nur warum rostet das ganze dann nicht?
Weil es kein Eisen oder Stahl ist und nur diese(s) rosten.
80% aller chemischer Elemente sind Metalle.
-
Vielleicht irgendwas aus Chromnickelstahl ?
Wurde sowas an Flugzeugen zu der Zeit verbaut ? Vielleicht zwecks Seewasserbeständigkeit , oder ein Teil von der Flak . . . irgend ein hochwertiges Teil aus Spezialstahl .
-
das Gewicht und die Tatsache, dass das Stück gesplittert ist lassen mich auch den zerbrochenen Hartkern eines ADPS-Geschosses in Betracht ziehen. Gerade bei militärischer Vorgeschichte.
Meist waren diese aus Wolframcarbid.
Du solltest dann mit dem Stück sehr leicht Glas ritzen können.
-
Hallo,
erlich gesagt sieht es nach Chromeisen aus. Das wird bei der Herstellung in einfach "Platten" wie Pfannkuchen gegossen und dann gebrochen. Dabei entstehen viele Lunker in fast regelmässigen Abständen.
Zur Flak und deren Station: Eine Flak schiesst in etwa 5km bis 10km hoch, oder? Eine Winkeleinstellung von 10° zur Senkrechten ergibt welchen Aufschlagpunkt der Geschosssplitter? Also ist das ganze Umland ziemlich versaut.
Waren die normalen Geschosse nicht HE statt Hartkern? Ein Flugzeug ist nicht gepanzert und Wolfram war ein Mangelstoff.
MfG
Frank
-
Bevor ihr euch weiter in die Diskussion über Flak und Co hineinsteigert eine Frage: Wer hat bei den Hinterlassenschaften aus den zwei Weltkriegen jemals solches Material gesehen? Ich kenne nur rostige Teile und Teile aus Aluminium (gab mal bei uns in den Bergen Reste eines abgestürzten Flugzeuges aus dem zweiten Weltkrieg, dass sich wundersamerweise über etwa 60 Jahre "aufgelöst" hat).
-
natürlich wurde mit Hartkernmunition großen Kalibers nicht auf Flugzeuge geschossen.
Die wird meist von Panzern gegen gepanzerte Ziele eingesetzt.
Außerdem muss das Stück nicht aus dem WK2 stammen sondern kann auch jünger sein. Evtl. Truppenübungsplatz?
Und es stellt sich immer die Frage wer außer dem Militär "schmeisst" Metallbrocken in der Gegend umher?
Wirklich hilfreich wäre zu wissen wie hart das Stück ist. Ritzt es Glas?
Und ist es Metall? Elektrische Leitfähigkeit prüfen.
-
Hallo MarcelNDK,
dein Artikel zu dem Metallbrocken ist zwar schon etwas älter,
aber hast du mittlerweile rausfinden können, was das für ein Material ist?
Ich habe auch so etwas gefunden und bin ratlos.
Viele Grüße