Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Mangan-TIM am 03 Nov 12, 15:57
-
Hallo,
sind Manganminerale wirklich unattraktiv?????? Man findet so wenig darüber zu lesen.
Thilo
-
Manganminerale sind nicht unattraktiv sondern schwer auseinander zu halten. Ich habe mal einen Sammler aus Ilfeld gekannt, der ausschließlich Manganminerale sammelte.
Uwe
-
Hallo,
ich habe den Vorteil, in der Umgebung eine der ehemalig größten Manganerzlagerstätten in näherer Umgebung zu haben:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Hessen/Gie%DFen/Lindener%20Mark
Daher bestimmt das Thema auch meine Sammlung.. auch wenn es mit den Eigenfunden in dem Gebiet leider praktisch vorbei ist.
Gruß Daniel
-
Hallo Thilo,
Unattraktiv nicht wirklich. Da gibt es ja auch wirklich hübsche Sachen, wenn ich z:B. an die Pyrolusite von Gremmelsbach im Schwarzwald denke.
Aber die große Problematik ist die Bestimmung, da braucht man von jedenm Stück mindestens eine XRD, oft sogar noch EDX oder Raman. Das hält leider viele ab, diese Minerale weiter zu beachten, besonders halt diese ganzen schwarzen oder grauen Krusten (Wad, Manganomelan etc.). Dabei ist es hochinteressant.
Suchst du nur Infos zu Mangan aus Thüringen? Ich könnte dir da noch ein paar Artikel zum Schwarzwald empfehlen, da ist eine Menge über Manganerze publiziert. Einiges hab' ich auch als pdf, besonders die hist. Literatur. Alte Mineralienbücher aus dem 18./19. Jhd. auch, aber da wird's schwierig mit dem Mail-Anhang, oft sind die Dateien über 100 MB. Aber die findest du auch bei google books.
Glück Auf!
Sebastian
-
Hallo,
ich bin ja froh, dass es hier doch noch Mangan-Sammler gibt. Ja mit der Bestimmung, das ist so eine Sache. Es ist nicht immer leicht, speziell die Hartmanganerze zu unterscheiden. Gewisse Nebenminerale (Calcit,Baryt) können wenigstens einen kleinen Vorteil bei der Auswahl haben.
Ich bin auch sehr interessiert an anderen Fundstellen aus Deutschland, nur schon um Vergleiche zu ziehen zu meinen Revieren. Pyrolusit, Ramsdellit,Braunit, Hausmannit sind ja doch recht leicht zu unterscheiden, Manganit kommt eh sehr untergeordent vor. Aber halt die Hartmangane sind schwierig.
Oehrenstock und Friedrichroda sind ja fast abgegrast als Fundpunkt, aber das Arlesberger Revier und auch Brotterode und Ruhla sind noch ok. Hier kann man ja wenigstens noch was finden.
Ich weiß nicht, wie das in Hessen ist - hier war ich zugegebnermaßen leider noch nicht. Dehalb suche ich ja hier Sammler die sich damit auskennen. Ich will dort nicht die große Grabung machen. Was ich will sind Vergleiche ziehen in Punkto Bildung der Lagerstätten usw.
Ich glaube die wichtigsten Lagerstätten haben die gleiche Bildung und somit auch relativ gleiche Mineralbildungen - oder denke ich da falsch????
-
Hallo,
Die Eisen-Mangan-Formation ist (zumindest, was die bisher gesehenen Lagerstätten betrifft) schon recht eintönig. Da hast du Hämatit, Quarz, evtl. Baryt und Calcit und halt Manganminerale. Das gibts so im Harz, im Erzgebirge und im Schwarzwald sowie im Thüringer Wald. Die Bildungsbedingungen dürften recht ähnlich sein.
Ein 2. Typus sind Oxidationszonen (Eiserne Hüte) von Siderit-führenden Lagerstätten, wobei Mn-haltiger Siderit bei der Oxidation in Mn-Oxid (meist Kryptomelan, Pyrolusit oder Todorokit) und Eisenhydroxid (meist Goethit, Limonit) zerfällt. Das hat man u.a. im Siegerland und tw. auch im Schwarzwald (z.B. an der Grube Clara, wo über 16 verschiedene Mn-Minerale vorkommen).
Dann gibt es auch noch Mn-Erze in Karsthohlräumen im Kalkstein (z.B. Gießen), in submarinen Konkretionen (Manganknollen der Tiefsee, Limonitkonkretionen, Eisenoolithe und Trümmererze im Peine-Salzgitter-Gebiet).
Was ich empfehlen könnte, ist die ausführliche Abhandlung Faisi, Salich(1951) Die Eisen- und Manganerzgänge von Eisenbach (südöstl. Schww.) und ihre tektonische Stellung, Neues Jb. Mineral. Abh. Bei Interesse schick mir eine PN wegen der Bezugsquelle.
Ich selber sammle ausschließlich Mineralien aus Baden-Württemberg, v.a. Schwarzwald, darunter auch Manganmineralien. Fotos müsste ich erst machen.
Leider stösst man schnell an die Grenzen der Bestimmbarkeit. In der Gegend (Schwarzwald) ist es häufig Pyrolusit, Kryptomelan, Manganogel oder Todorokit. Hab im Rahmen meines Studiums (buin Diplom-Mineraloge) häufiger mal Stücke geröntgt (XRD). Dabei erwiesen sich sogar perfekte Kristalle, die als Romanéchit angesprochen waren, als röntgenamorph, also Manganogel. Eine Probe nierig-schaliges Erz vom Silberbrünnle zeigte neben Kryptomelan Ramsdellit.
Hausmannit, Braunit, Hollandit und Romanéchit sind weitere, dort vorkommende Minerale. In Co-haltigen Lagerstätten wie Wittichen fand sich Asbolan.
Glück Auf!
Smoeller
-
Glück Auf Smoeller,
na das ist doch man ne Ansage. Was ist ganz speziell Manganogel????? Hab ich noch nie gehört. Ich bin ja auch recht gut in dem Thema drin, aber das kenn ich noch nicht. Gel sagt mir irgendwas kollomorphes, aber was??? Todorokit scheint irgendwie mehr da zu sein als man denkt. Auch in Oehrenstock. Wad zu entscheiden ist schwer, kann auch was anderes sein. Du kannst ja mal meine Bilder im Atlas unter Arlesberger Revier und Oehrenstock vergleichen, wenn du magst. Was Ramsdellit anbetrifft, so habe ich das Gefühl, dass der mehr vorhanden ist als man denkt. Was nicht weiter verwundert, so doch die wichtigsten Schriften entstanden sind, als Ramsdellit noch nicht entdeckt war. Was mich beeindruckt, sind die mannigfaltigen , teilweise super schönen Pseudomorphosen von Mangan nach..., und von Manganerzen nach Manganerzen. Ist das in anderen Revieren auch so??? In Friedrichroda am Gottlob habe ich fast den Eindruck das ist die Regel.
Auch im Arlesberger Revier ist es sehr schwer zu entscheiden, ob der Pyrolusit direkt gebildet wurde, oder erst den Umweg über Manganit ging. In Oehrenstock ist es etwas einfacher, da war das Primärerz Manganit, welcher völlig in Pyrolusit umgewandelt wurde. Ist das nun die Regel der Manganerzlagerstätten, oder eher die Außnahme. Ilfeld scheint da warscheinlich ein Sonderfall zu sein.
Ich - oder besser wir von der AG Manganerzbergbau Thüringen suchen Mitstreiter und Helfer, was Manganerz betrifft und freuen uns über jede Hilfe. Auch andere Fundorte in Deutschland lassen doch auch Rückschlüsse auf unser Reviere zu.
Keine Angst, wir wollen hier keine Mitglieder rekrutieren, wir sind auch kein Verein, bloss eine Interessengemeinschaft von Sammlern aus Thüringen mit dem gleichen Hobby.
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Thilo!
Unattraktiv sind sie keineswegs.
Ein Schwerpunkt meiner Sammlung ist das Ilfelder Manganerzrevier. Öhrenstock und Elgersburg/Arelsberg hab ich auch besammelt.
Evtl. kann ich da weiterhelfen.
Viele Grüße,
Michael
-
Hallo Thilo,
habe auch das Glück, in der Umgebung Manganerzlagerstätten zu haben:
Waldalgesheim, Rheingau, Diez und Limburg.
Daher bestimmt das Thema auch meine Sammlung...
Glückauf
Michael
-
Hallo Michael,
ein Landsmann aus Thüringen, der auch noch Manganerze sammelt, ich bin ja happy ::) Ilfeld ist so ein eigenes Thema. Sammeln ist ja dort tabu. Klar kannst du weiter helfen. Alles was wichtig ist hilft weiter, speziell die Entstehung der Lagerstätten usw. Auch selbst gemachte Eindrücke von Fundpunkten helfen weiter. Hast du Pseudomorphosen gefunden, und wenn ja welche?????Die heutigen Lehrmeinungen spiegeln in keinster Weise die richtige Entstehung der Lagerstätten wieder. Da wurde abgeschrieben von Schriften, die teilweise über 100 Jahre zurück liegen.
Glück Auf
Thilo
-
Hallo der andere Michael,
man das ist ja Streß hier. Klar kannst du weiter helfen. Was gibt es denn bei euch so zu finden? Besonders Pseudomorphosen interessieren mich. Vergleiche der einzelnen Lagerstätten sind extrem wichtig. :o
Wie sieht es denn bei euch aus, nur Pyrolusit oder auch anderes??? Aber Pyrolusit kann ja auch super schön aussehen.
Glück Auf
Thilo
-
Hallo,
Zu den anderen Punkten schreib ich noch was.
Manganogel ist amorphes Manganhydroxid, analog zum Siderogel (amorphes FeO(OH)). Der Name hat sich leider noch nicht durchgesetzt. Trotzdem verwende ich ihn immer, da er extrem hilfreich ist. Kollomorph ist schon nicht ganz verkehrt, die meisten dieser amorphen Verbindungen sind ursprünglich tatsächlich aus Gelen entstanden.
Der Ramsdellit tritt in dem genannten Stück nur als untergeordneter Bestandteil in dem feinkörnig-schaligen Material auf. Rein vom Handstück geht da nix mit der Bestimmung, da braucht man immer eine Röntgenuntersuchung. Leider bin ich im Moment nicht an der Uni, so dass ich keine Untersuchungen mehr machen kann. Muss das Material entweder zur Analyse einschicken oder halt an der Uni vorsprechen. Da kann ich keine größeren Probenanzahlen messen.
Wenn ihr Hilfe bei der Auswertung/Interpretation von Analysen braucht, oder Fragen dazu habt, dann kann ich eurem Verein gern behilflich sein.
Glück Auf!
Smoeller
-
Hallo,
ich freu mich endlich mal jemanden gefunden zu haben, der sich mit Mangan auskennt.
Wenn ich das so richtig lese ist Ramsdellit nicht wirklich von Pyrolusit zu unterscheiden. Da gibt es keine Vermutung? Einen Hinweis, oder so?
Pyrolusit hat ja wahrlich viele Gesichter.
Das Manganogel tritt viel oder eher seltener in Erscheinung? Und wie sieht das aus?
Glück Auf
Thilo
-
Hallo,
Der Ramsdellit sah in dem Falle wie das ganze übrige Mineralgemenge aus, das hätte alles sein können. Kristallisierte Ramsdellite sehen meines Wissens Pyrolusit extrem ähnlich, da braucht man immer eine XRD.
Manganogel ist wohl recht häufig, sieht nicht anders aus als die übrigen schwarzen Manganminerale auch. Das eine Stück von der Clara (der vermeintliche Romanéchit) wäre sicher als Romanéchit in der Sammlung gelandet, hätte ich nicht just in dem Moment einen XRD-Kurs an der UNi besucht und Proben gebraucht. Leider gibt es kaum detaillierte Untersuchungen dieser ganzen schwarzen Krusten und Knubbel, die überall in den Lagerstätten des Schwarzwaldes vorkommen (ausser von der Grube Clara), daher lässt sich über Häufigkeiten von Manganogel nur spekulieren. Ein leider sehr unsicheres Merkmal ist, dass amorphe Hydroxide (Sidero- und Manganogel) im Gegensatz zu den kristallinen nie einen strahligen oder faserigen Bruch eigen, wenn man die Aggregate aufbricht. Es erscheint eher glasartig und glasglänzend mit muscheligem oder splittrigem Bruch (wie braunes oder schwarzes Glas). Leider gibt es auch schlecht kristalline Eisen-/Manganhydroxide (beim Eisen ist das in der Regel das, was man Limonit nennt). Die lassen sich ohne XRD nicht vom amorphen Manganogel oder Siderogel trennen.
Glück Auf!
Smoeller
-
Hast du Pseudomorphosen gefunden, und wenn ja welche?????
Ja, ich hab von Ilfeld: Manganit nach Calcit, Hämatit nach Manganit, Hausmannit nach Manganit, Wad? nach Calcit
und von Öhrenstock Pyrolusit nach Calcit.
Michael
-
Hallo Smoeller,
Ich dachte immer Ramsdellitkristalle sehen etwa sargdeckelförmig aus und Pyrolusitkristalle, wenn sie denn nicht stengelig sind dreieckig (Polianit). Und als derbe kompakte Erzmasse habe ich den Rammsdellit immer so ein bischen sattelförmig gekrümmt in der Ausbildung in Erinnerung und nicht so gerade strahlig wachsend wie der Pyrolusit das meistens macht. Obwohl auch der Pyrolusit bis weilen doch recht eigenartigen Formen annehmen kann.
Bei dem Manganogel muß ich mich bei uns erst mal schlau machen. Aber könnte natürlich ohne Probleme auch bei uns vorkommen. Dünne schwarze krustenartige Überzüge haben wir ja zu hauf bei uns. Wenn ein kleiner Hinweis auf amorphe Hydroxide muschelliger Bruch sein kann, so wäre dann fast die ganze Hartmanganerzgeschichte in unserem Revier ja Manganogel - von der Entstehung her gesehen möglich - interessanter Gedankengang. Das sollte ich dann doch mal bei der nächsten Besprechung mit einwerfen als Thema.
Und die anderen Hartmanganerze (Romanechit,Hollandit,Kryptomelan ec.) sind dann, wenn ich den Umkehrschluß ziehe im Bruch mehr radialstrahlig angeordnet. Das wäre wirklich sehr interessant.
Ein freundliches Glück Auf
Thilo
-
Hallo Michael
Hast du die Pseudo Hämmatit nach Manganit/Pyrolusit - wer wills entscheiden müssen - selbst gefunden in Ilfeld??? Bisher haben wir immer gedacht, das gibt es nur im Arlesberger Revier, aber nun habe ich schon zum 2.Mal die Info aus dem Harz. Wie häufig sind die denn und wie sehen sie aus? Wenn du die Arlesberger mal als Foto sehen willst, geh einfach auf die Lexikonseite Arlesberg/Revier. Da ist sie abgebildet und noch mehr.
Der Wad nach Calcit ist wie deffiniert??? Wie kann ich mir das vorstellen, Wad ist doch eigentlich relativ weich und mulmig????
Die Pseudo von Oehrenstock Pyrolusit nach Calcit - ist die innen hohl oder voll ausgefüllt - selber gefunden, dann herzlichen Glückwunsch. Ich sehe ja jeden Tag vom Balkon zu Hause auf Oehrenstock und somit auch aufs ehemalige Revier, aber so ne Pseudo habe ich noch nicht gefunden, Dann Respekt.
Glück Auf
Thilo
-
Hallo,
Hartmanganerz hat ja oft diesen körnigen oder strahligen oder schaligen Aufbau, wohingegen Manganogel eher wie Obsidian (sowohl vom Glanz als auch Bruch) daherkommt, oder wie Pech oder Teer.
Von dem Ramsdellit mache ich die nächsten Tage mal ein Foto. Es sind, wie gesagt, solche grauschwarzen schaligen (nicht strahligen) Aggregate, fast ein wenig wie Scherbenkobalt (ged. Arsen) oder manche Hartmanganerze. Dort, an der Grube Silberbrünnle bei Offenburg, gibt es immer wieder Manganerze in Knollen, hervorgegangen wohl aus Siderit. Hauptsächlich Kryptomelan, neben Ramsdellit und Pyrolusit, letztere auch in Kristallen (allerdings nur in mikroskopischen Dimensionen, Pyrolusit tw. ps. n. Manganit). Dazu kommt noch Hausmannit in kleinen xx und als jüngere Bildung rotbrauner, schmieriger, feinschuppiger Hämatit (Eisenrahm).
Glück Auf!
Smoeller
-
Hallo Sebastian,
das ist gut, mach mal ein paar Bilder. Ich habe die körnigen Aggregate immer für primär gebildeten Erzbraunit gehalten, welcher noch nicht umgewandelt wurde. Ich seh schon, das Thema ist komplizierter als man denkt. Ohne Analyse fast nichts zu machen, von den "Normalen" Erzen mal abgesehen. Auch bei der Strichfarbe gibt es da ganz schöne Abweichungen.
Glück Auf
Thilo
-
Hallo,
also aus der Lindener Mark sind mir ebenfalls Pseudomorphosen von Manganmineralien nach Calcit bzw. eher Dolomit bekannt... ich habe davon selber keine in der Sammlung. Hauptsächlich weil die Stücke beim letzten Bergungsversuch zwischen den Fingern zerbröselt sind ;D
Ansonsten habe ich noch eine Pseudomorphose von federförmigem Pyrolusit nach Psilomelan in der Sammlung. Von dem muss ich mal Detailaufnamen anfertigen.
Weiter interessant sind noch die Quarzvorkommen in der Gegend.. im Stückerz sind meistens kleine Doppelender komplett eingeschlossen und ich habe auch schon eine komplette Druse bzw. Aggregate aus zusammenhängenden Kristallen gefunden. Ich vermute mal, die haben sich im Dolomit gebildet, der dann später zersetzt wurde.
Was ich noch für die Sammlung suche: Einen Rhodochrosit von da... :P
Gruß Daniel
-
Hallo Daniel,
bist du dir sicher, dass es eine Pseudo von Pyrolusit nach Psilomelan ist? Ich kenn es ja zu genüge anders herum, aber sorum????? Und wer hat den Psilomelan bestimmt???
Gruß Thilo
-
Hallo Michael
Hast du die Pseudo Hämmatit nach Manganit/Pyrolusit - wer wills entscheiden müssen - selbst gefunden in Ilfeld??? Bisher haben wir immer gedacht, das gibt es nur im Arlesberger Revier, aber nun habe ich schon zum 2.Mal die Info aus dem Harz. Wie häufig sind die denn und wie sehen sie aus? Wenn du die Arlesberger mal als Foto sehen willst, geh einfach auf die Lexikonseite Arlesberg/Revier. Da ist sie abgebildet und noch mehr.
Der Wad nach Calcit ist wie deffiniert??? Wie kann ich mir das vorstellen, Wad ist doch eigentlich relativ weich und mulmig????
Die Pseudo von Oehrenstock Pyrolusit nach Calcit - ist die innen hohl oder voll ausgefüllt - selber gefunden, dann herzlichen Glückwunsch. Ich sehe ja jeden Tag vom Balkon zu Hause auf Oehrenstock und somit auch aufs ehemalige Revier, aber so ne Pseudo habe ich noch nicht gefunden, Dann Respekt.
Glück Auf
Thilo
Hallo Thilo!
Den Hämatit nach Manganit hab ich selbst gefunden und die Kristalle aus Baryt rauspräpariert. Soweit ich weiß, gibt es zwei Fundstellen für diese Pseudos im Ilfelder Revier, wobei man sich bei der einen nicht immer sicher ist, ob das nicht Bruchstücke von Glaskopf sind. Ich sag mal dass Hämatit nach Manganit selten ist in Ilfeld.
Wad nach Calcit ist sehr weich, er tritt manchmal an der Grenze zwischen Gestein und Erz auf. (Jedenfalls definiere ich das so - bin nur Sammler kein Experte)
Der Pyrolusit nach Calcit von Öhrenstock ist 6mm groß, ob innen hohl weiß ich nicht.
Michael
-
Hallo Thilo,
bestimmt wurde das vom Vorbesitzer bzw. Verkäufer, dem ich da auch sehr vertraue. Es ist wirklich so, dass das Stück noch die traubige Form vom Psilomelan besitzt, aufgewachsen sind aber kleine Pyrolusite. Im Anbruch ebenfalls silbrig glänzend. Mal schauen ob ich im Laufe des Abends mal ein Foto machen kann.
Gruß Daniel
-
Hallo Thilo,
Bin gerade auf einen alten Bericht von 1821 gestoßen, da gehts um Manganerz in Pseudomorphosen nach Calcit von Ilmenau. Bei Interesse kann ich dir die Datei per Mail schicken.
Glück Auf!
Smoeller
-
Hallo Michael,
ich wollte meine Pseudo mal reinstellen, aber das Bild ist zu groß. Habs aber ja im Atlas drin. Echt interessant, da ist ersichtlich, dass in Ilfeld Manganit nicht vorher in Pyrolusit umgewandelt ist. Auch im Arlesberger Revier gibt es zwei Fundstellen für die Pseudos. Aber bei und sind die Kristalle halt viel schlanker und tierlicher - halt wie Pyrolusit.
Auf die Oehrenstoch-Pseudo bin ich ja fast neidisch :P Da wohne ich ca 800m Luftlinie von Oehrenstock weg und hab sowas leider noch nicht gefunden. Und da kommt auch nichts mehr, die Halden sind umgedreht. Oehrenstock ist tot, leider >:(
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Sebastian,
gerne TIM-Thilo-web@web.de Freu mich schon drauf.
Danke schon mal im vorraus
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Daniel,
mach ein Foto ich bin neugierig :o , freu mich drauf
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Thilo,
Du schreibst weiter vorn, daß Du Dich für weitere Vorkommen in Deutschland interessierst.
Nun, ein sehr kleines Vorkommen in meiner Umgebung will ich auch beitragen: Grünberg südlich von Flöha (zwischen Chemnitz und Freiberg).
Ich habe von dort einen Pyrolusit-Beleg. Obwohl ich mir jetzt nicht mehr so sicher bin, da die Bestimmung offenbar schwieriger ist, als ich dachte.
VG
Claudia
-
Hallo Thilo,
hier nun ein Bild meiner Stufe:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1226693975.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1226693975.jpg)
Darunter ist auch eine Detailaufname eingeordnet, ich werde noch 1-2 weitere hochladen.
Gruß Daniel
-
@Claudia...hast du zu dem Fundpunkt nähere Infos ?
Gruß
-
Hallo,
das wird die Grube Grün Glück sein, ist Augustusburg die Ecke. Von dort gab es u.a. Pyrolusit nach Manganitkristallen. Hab ich auch irgendwo noch ein Stüfchen herumschwirren.
Gruß
Andreas
-
Was mir noch einfällt zur Problematik mit Todorokit, da gibt es auch den Rancieit, sieht fast genau so aus. Einigermaßen als Bezug hilft die bronzefarbene, auch mal goldene Anlauffarbe dieser Minerale. Es ist sicher richtig, dass diese Arten häufiger sind, aber sie werden eben stiefmütterlich behandelt. Wir haben hier bei uns in Rüdersdorf auch Aggregate gefunden, die wohl Rancieit sind. Ist bislang auch nie beschrieben worden, aber eigentlich ganz hübsch.
-
...aber Rancieit kann auch so aussehen und dann hat man gar keine Chance mehr ;D
-
Hallo Michael,
nördlich von Grünberg gibt es einige Quarzgänge der Eisen- und Manganerzformation.
Dort hat es um 1700 einen Versuch auf Eisenerzabbau (eben "Grün Glück", siehe Andreas' sein Beitrag) gegeben. Leider sind die Infos dazu sehr mager.
VG
Claudia
-
Hallo Michael,
mir ist noch was eingefallen: stammt aus "Achatesammeln in Deutschland" von Rainer Haake.
Da steht sinngemäß:
- die Gänge bei Grünberg setzen tw. in Quarzporphyrgängen auf
- die Mineralisation besteht aus: Quarz bzw. Hornstein, Hämatit (auch als Roter Glaskopf), Pyrolusit (sehr schöne Funde) und weitere (Achat, Baryt, Eisenkiesel, Amethyst)
Ein paar Zeilen weiter unten wird noch Psilomelan erwähnt.
VG
Claudia
PS: Roten Glaskopf von dort habe ich auch.
-
Hallo Claudia,
Ich kannte von Grünberg eigentlich eine große prospektierte fba Lagerstätte aber man lernt ja nie aus.
Könntest mal Bilder von deinen Funden machen und einstellen ?
-
Hallo,
erst mal vielen Dank an alle, die sich hier zu Wort melden. ;) Ich kann ja schon gar nicht mehr alle beantworten. Also der Reihe nach:
für dich Claudia und auch für die Anderen: mich interessieren alle Manganlagerstätten von Deutschland, weil ich über Belege (Fotos, Artikel ec.) viel besser Vergleiche machen kann. Die Entstehung aller Lagerstätten ist warscheinlich teilweise unterschiedlich. Die Grundentstehung könnte ich mir in den meisten ( lange nicht bei allen) Fällen mit der Abtragung des Zechsteinkalkes und der in ihm befindlichen in Lösung gegangenen Minerale Eisen und Mangan erklären. Was aber die Bildung der einzelnen Manganminerale und deren erfolgte Pseudomorphosen anbetrifft so gibt es da teilweise doch große Unterschiede.
Und deswegen meine Bitte an alle die mir helfen wollen: falls ihr Literatur habt, und die auch noch als PDF bitte mailen:
TIM-Thilo-web@web.de
Was den Rancieit anbetrifft, so ist der doch ziemlich häufig in Kalkbrüchen - speziell Zechsteinkalk zu finden. Mann erkennt ihn sehr schnell an seiner brozenen Farbe. Beim Bergen solcher Stufen ganz vorsichtig sein und nie mit dem Finger auf die Druse kommen, sonst ist die Herrlichkeit ganz schnell vorbei. :o Ist mir auch schon oft so gegangen. In anderen Manganrevieren ist der auch vertreten, aber doch recht untergeordnet. Die Kristalle sind sehr leicht zu zerbrechen.
Hallo Daniel:
deine Stufe ist echt sehr interessant. Pyrolusit - klar , aber dieser fiederförmige Bruch am linken Bildrand in der Mitte, der macht mich schwach. Kannst du den vielleicht noch mal fotografieren, ich weis, ist nicht ganz leicht. Das erinnert mich an was, wills aber im Vorfeld nicht verraten - noch zu spekulativ.
Ach ja Claudia zu deinem Beleg von deinem erwähnten Fundpunkt. Wenn es silbrig glänzend oder bleigrau matt ist und strahlig ist es mit hoher Sicherheit Pyrolusit - Strichfarbe schwarz bis schwarzbraun. Bräunlicher oder rötlichbräunlicher Strich und strahlig, gleiche Farbe wäre dann als Ferndiagnose wahrscheinlich Manganit - glaube ich aber nicht.
mit herzlichem Glück Auf
Thilo
-
Hallo Thilo,
ja, ein Foto davon hatte ich gestern dem Foto von der Gesamtansicht angehängt. Hier noch mal ein Link zu allen 3 Bildern von der Stufe:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Weitere%20Bilder?id=1226693975
Gruß Daniel
-
Hallo Daniel,
ich hab die Bilder gerade gesehen. Ich habs mir fast gedacht. Sag mal ist das wirklich Pyrolusit nach Psilomelan??????????? Der so stark ausgeprägte fiederförmige Bruch, das wird doch nicht etwa Coronadit sein - ich hab da so ein Bauchgefühl, wie ist denn die Strichfarbe?? Auf der Oberfläche ist mit Sicherheit Pyrolusit oder wenn die Kristalle eher rhombusförmig oder sargdeckelartig sind vielleicht auch Rammsdellit. Da gibt die Strichfarbe nicht viel her zwischen den beiden. Gleiche Formel, nur andere Kristallform. Man Man Man du forderst mich ganz schön heraus! :o Gibts da mehr Stufen von?????
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Thilo,
Coronadit denke ich, ist das nicht... dazu passt die Paragenese am Fundort nicht, es gibt dort nichts außer Manganoxiden/-hydroxiden und ein paar Gangarten. Die Kristallform kann ich nicht eindeutig erkennen, da diese wirklich winzig sind.
Vor ein paar Jahren wurden mal 2 dieser Stufen auf Ebay verkauft. Ich habe es leider verpasst, damals das Foto der anderen Stufe zu sichern, aber bei dieser war lies sich der Bruch noch besser erkennen, meine ich.
Gruß Daniel
-
Hallo Daniel,
wie ist denn die Entstehung der Lagerstätte, oder gib mir mal ein paar Infos zu Min. Ist das eine Baryt-Limonit-Manganerz-Lagerstätte??????
-
Hallo Thilo,
es handelt sich um abgelagerte Manganerze in Karsthohlräumen. Das Wichtigste habe ich in diesem Artikel zusammengefasst:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Hessen/Gie%DFen/Lindener%20Mark
Laut älterer Literatur soll es dort auch mal Baryt gegeben haben, aber wohl nur als Einzelfunde.
Gruß Daniel
-
Hallo Daniel,
ich habs mir fast gedacht - Zechsteinkalk!!!! Warum kein Coronadit???? Ist Blei als Spurenelement so abwägig????? Da passt für mich irgendwie aber auch alles. Ich habe solche Bruchflächen son mal gesehen - nach der Analyse - Coronadit. Und dar Spaß an der Sache : darüber war nicht Pyrolusit gewachsen sondern Ramsdellit und deine Stufe gleicht meiner in meiner Vitrine fast wie ein Ei dem andern - nur der Fundort nicht, bei mir wars in Thüringen
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Thilo,
ich werde morgen die Strichfarbe ermitteln.
Hallo Michael,
ich werde Bilder machen, kann aber ein paar Tage dauern.
VG
Claudia
-
Hallo Thilo,
habe heute die Strichfarbe ermittelt. Sie ist schwarz. Da kann ich davon ausgehen, daß das wirklich Pyrolusit ist.
VG
Claudia
-
"Da kann ich davon ausgehen, daß das wirklich Pyrolusit ist."
Nicht unbedingt - auch andere oxidische Mn-Minerale können einen schwarzen Strich haben.
-
Hallo,
ich werde es auf dem Begleitzettel ergänzen und hinter "Pyrolusit" ein Fragezeichen setzen.
VG
Claudia
-
Hi Claudia,
wenn die Farbe silbrigglänzend oder bleigrau matt ist und strahlig ist es nach dem Strich zu urteilen Pyrolusit. Wenn du ihn wider glänzend bekommen möchtest, als wäre er grade frich gebrochen, dann lege ihn einfach mal für ein paar Minuten in mit Wasser verdünnte Zitronensäure. Und dann mit einem Pinsel oder ner Zahnbürste - je nach Stufe - die kenne ich ja nicht säubern. Wenns freistehende Kristalle sind den Pinsel nehmen. ist das Teil massiv, kannst du ruhig mit der Zahnbürste ran, passiert nichts, außer das Oxid verschwindet.
Liebe Grüße
Thilo
-
Hallo Thilo,
ich glaub, ich lass ihn erst mal so, die Zitronensäure kann warten, obwohl das Stück nicht sehr frisch aussieht.
Ich hoffe auch, da hat sich jemand mal richtige Gedanken und mehr gemacht (siehe o. g. Buch) und Pyrolusit trifft für diesen Fundpunkt zu. Der bleibt auch so stehen, halt nur mit kleinem Zusatz.
VG
Claudia
-
Hi Claudia,
du traust mir wohl nicht??????. Mach ihn ruhig sauber - es passiert nichts, glaub mir. Mach ich doch mit meinen Pyros auch so.
Wünsch dir noch ein schönes WE ;)
Thilo
-
Hallo Thilo,
doch, doch, ich traue Dir; bevor ich aber an mein bestes gehe, werd' ich das an einem "Übungsstück" ausprobieren.
VG und von mir auch ein schönes WE
Claudia
-
Hallo,
noch ein letztes Detailfoto meiner Stufe:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1352493010.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1352493010.jpg)
Zu Coronadit... müsste da nicht eine ganze Menge Blei vorhanden gewesen sein? Und das müsste man doch beim Abbau bzw. spätestens bei der Verhüttung gemerkt haben, wenn man davon ausgeht, dass solche Stücke auch mal als Erz durchgegangen sind.
Gruß Daniel
-
Hallo,
Coronadit eher nicht. Ist nirgends in der Literatur von diesen Karstlagerstätten im Gießener Raum, am Rhein und im Odenwald genannt. Zwar will das nix heissen, aber er passt vom Lagerstättentypus auch nicht. Coronadit tritt in der Oxidationszone von Bleilagerstätten bzw. bleiführenden Erzgängen auf, so von Callenberg in Sachsen zusammen mit Krokoit und Pyromorphit oder von einigen Lagerstätten im Schwarzwald, wo Bleiglanz zur Vererzung gehört. Ein hoher Bleigehalt wäre im 19/20. Jhd. den Labors, die die ERze untersuchten, sicher nicht entgangen. Zumal Blei damals ja durchaus auch noch ein Rohstoff war, der eine Förderung lohnte.
Glück Auf!
Smoeller
-
Hallo,
Coronadit ist natürlich reine Spekulation von mir, aber ich habe ein Stüfchen, bestimmt, aus dem Thüringer Wald. Da sitzen Ramsdellite auf Coronadit und von Blei ist in dem ganzen Gelände keine Spur. Wie gesagt Ursprung ist der Zechsteinkalk bei der Lagerstättenentstehung bei uns und da ist Blei nicht so abwägig. Aber sicher bin ich mir auch nicht aus der Ferne und ohne die Stufe gesehen zu haben. War halt nur eine geschlussfolgerte Vermutung von mir.
Gruß
Thilo
-
Hallo,
hier ein erstes Bild von der Fundstelle bei Grünberg.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1352738220.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1352738220.jpg)
VG
Claudia
-
Das ist schon ungewöhnlich ordentlich für das Freiberger Revier..... :o
-
Hallo,
Auch wenn es anhand von Fotos sehr unsicher ist, tendiere ich bei Fritzi's Bild tatsächlich zu Pyrolusit. Für das Erzgebirge schon ein recht ordentliches Stück.
Glück Auf!
Smoeller
-
Hallo,
der Meinung bin ich auch. Pyrolusit. Nicht schlecht, Claudia. ;)
Gruß
Thilo
-
Hallo,
der Pyrolusit (im Bild oben) ist stellenweise gut 4 mm mächtig.
Nächstes Bild: Rückseite des gleichen Stückes wie oben, mit strahligen Aggregaten
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1352924497.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1352924497.jpg)
BG
Claudia
-
Hi Claudi,
schöne Stufe von Pyrolusit aus deiner Heimat. Ich freu mich für dich mit. :)
Liebe Grüße aus Ilmenau
Thilo
-
Hallo Thilo,
ich bin mit der Stufe auch ganz zu frieden, aber bei Dir gibt es schon klasse Stufen aus Manganmineralien, da können wir uns mal "'ne Scheibe abschneiden" :).
VG
Claudia
-
Hi Claudia,
wir sind ja auch ein Manganerzrevier. ;) Aber ich wäre froh, wenn nur halb so viele Minerale bei uns vorkommen würden, wie in Freiberg. Ihr braucht euch da echt nicht zu verstecken. Und auch bei uns sind super Pyrolusitstufen inzwischen nicht mehr an jeder Halde einfach aufzuheben, wie es mal war. :o Also keine Bescheidenheit, das ist ein schönes Stüfchen, das du da gefunden hast.
Schönes WE
Thilo
-
Hallo an alle,
hat schon einmal jemand in deutschen Manganerzrevieren außer Ilfeld Groutit gefunden, und wenn ja vielleicht ein paar Bilder gemacht???? Auch über Mitteilungen von Coronadit und Todorokit wäre ich dankbar.
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Thilo,
mit Interesse verfolge ich dieses MnO- Thema. Als Grube Clara- Fan hab ich damit natürlich auch zu tun. Auch in der Grube Clara ist eine Differenzierung der einzelnen Spezies kaum möglich, wobei es manchmal gewisse Anhaltspunkte gibt, die dann in eine Richtung, aber keine eindeutige Bestimmung, führen können. Und alles untersuchen zu lassen- dass macht keiner.
Coronadit und Todorokit kommen beide in der Grube Clara vor. Beide habe ich auch in meiner Sammlung. Todorokit hab ich 2011 reichlich in schönen Ausbildungen mal selbst gefunden. Den könnte man aber mit 90%iger Sicherheit auch visuell bestimmen. Bei Coronadit hab ich eine Stufe aus dem untersuchten Erstfund.
Auch wenn man MnO nur schwer auseinanderhalten kann- ich finde sie trotzdem nicht uninteressant. Erstaunlich, dass es doch noch Sammler gibt, die ähnlich denken...
Werde in der kommenden Zeit ein paar Bilder machen und hier reinstellen- aber alles nur Grube Clara.
Viele Grüße aus Berlin-Lichtenrade
franksch
-
Hallo,
hier mal ein Mn-Oxid aus der Clara.
Hat jemand eine Vermutung,was es genau ist?
Stufengrösse 4 cm.
-
Hallo,
@Thilo: Bin da vor kurzem über einen Artikel über Groutit von der Grube Clara gestoßen.Muss ich erst wieder raussuchen. Allgemein zur Mineralogie des Schwarzwaldes kann ich ansonsten nur die zahlreichen Publikationen von Prof. K. Walenta empfehlen, u.a. sein Buch von 1992 oder einige der Artikel in der Zeitschrift Lapis. Da wird auch auf Mn-Minerale eingegangen.
@Rockhounder: Schwer zu sagen. Geht wohl in Richtung Manganomelan oder Manganogel. Manganomelan umfasst als Oberbegriff (heute nicht mehr als Mineralname zulässig) verschiedene Glieder der Kryptomelan-Reihe. Es könnte durchaus Kryptomelan sein, aber halt auch Coronadit, Romanéchit, Cesarolith etc. Ohne genaue Bestimmung (EDX + XRD oder Raman) lässt sich da nix sagen.
Das ist wieder einer der Fälle, bei denen selbst ein erfahrener Sammler und Mineraloge vor einem unlösbaren Rätsel steht. Leider bei oxidischen Mn-Mineralen eher die Regel... Eine der Gründe, weswegen Manganerze nicht zu den beliebtesten Objekten gehören.
Glück Auf!
Smoeller
-
Alles klar, danke.Ist halt alles nicht so einfach. ;)
-
Hallo,
aus der Grube Friedrichssegen und vom Adolf-Schacht (beides Emser Gangzug) sind mir folgende Mn-Minerale bekannt:
Coronadit, Hetaerolith, Hydrohetaerolith, Manjiroit, Cryptomelan, Romanechit, Lithiophorit, Chalkophanit.
Glückauf
Michael
-
Hallo Michael,
hast du von den Manganmineralien Fotos????
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Sebastian,
würde mich sehr freuen, wenn du den Artikel finden würdest. Wie finde ich die Publikationen von Herrn Prof. Walenta???
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Frank,
warum soll sich denn unter den vielen Mineraliensammlern kein Manganfreak befinden??? Noch dazu, wenn der auch noch in 2 weltberühmten Manganerzrevieren wohnt. ;) Mangan ist doch ein total spannendes Thema. :o Hätte auch nie gedacht, dass sich so viele im Forum melden dazu. An Alle nochmal ganz herzlichen Dank.
Glück Auf
Thilo
-
Wie finde ich die Publikationen von Herrn Prof. Walenta???
Hallo
Der Sebastian meint das Buch "Die Mineralien des Schwarzwaldes", ISBN 3-921 656-24-9,
erschienen 1992 im Christian Weise Verlag.
Das wirst du wohl nur noch im Aniquariat bekommen. 8)
Gruß Dirk
-
Nö. Das Buch gibt es nach wie vor im Christian Weise Verlag für EUR 9,80.
Aber ich denke, dass eher die unregelmäßig erscheinenden Beiträge von Walenta im Lapis/Mineralien Welt/Aufschluss/Erzgräber gemeint sind.
Viele Grüße
franksch
-
Als Coronadit wurde die Manganvererzung der Krokoitfundstelle Tagebau Callenberg Nord 1 bestimmt. Ich übernehme nehme aber keine Garantie dafür das dies stimmt. Hänge mal ein Bild an.
Uwe
-
Hallo Frank.
Stimmt! Den Wälzer gibt´s noch! :o
http://www.lapis.de/mineralien_buch/de/Fundstellen/Deutschland/Walenta-K-Die-Mineralien-des-Schwarzwaldes.html (http://www.lapis.de/mineralien_buch/de/Fundstellen/Deutschland/Walenta-K-Die-Mineralien-des-Schwarzwaldes.html)
Gruß
Dirk
-
Hallo,
zu den Groutiten von Ilfeld muss man sagen, dass das meiste keine Groutite sind, sondern nur mehr oder weniger "ungewöhnliche" Manganite! Da ist vieles einfach pauschal ohne Analyse als Groutit verkauft worden und manch Zeitgenosse hat sich "drangehangen", nach dem Motto: na, sieht schon so ähnlich aus, wird schon stimmen...
Die berühmtesten deutschen Groutite kamen von Bülten-Adenstedt bei Peine, einer Eisenerzgrube. Da ist heute aber garantiert nichts mehr zu finden. Derben Groutit soll es gegeben haben von Hammersiesenbach im Schwarzwald, da habe ich aber niemals auch nur einen Krümel von gesehen.
Gruß
Andreas
-
Hallo Thilo,
Fotos gibt es unter
„Der Aufschlus „
Zeitschrift für Mineralogie und Geologie, extra Ausgabe 2/3 mit dem Titel:
„ Der Emser Gangzug“ erschienen.
Verfasser sind: Andre´Seliger, Dieter E. Buchert und Thomas Noll
Dazu gibt es eine CD-ROM mit sehr guten Abbildungen.
Beides ist zu beziehen über:
Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie ( VFMG ) e.V.
Blumenstraße 40
69120 Heidelberg
Gruß
Michael
-
Hallo Thilo,
natürlich ist das Thema Mangan-Oxide nicht ganz uninteressant. Aber am Beispiel der Grube Clara (von anderen Fundorten hab ich keine Ahnung, denke aber, das es ähnlich sein wird) weiß jeder, dass die Bestimmung schwierig ist. Das führt dazu, dass die MnO dort kaum noch beachtet werden. In meiner Sammlung gibt es ein Sammel-Mineral "Mangan-Oxid" für alle nicht bestimmten Mangan-Oxide. Fotos:
Bild 1: untersuchter Romanechit aus einem Fund von 2011
Bild 2: nicht untersuchtes Mangan-Oxid (Fund 2005)
Ich finde beide schön, auch wenn sie grauschwarz sind.
Viele Grüße aus Berlin-Lichtenrade
franksch
-
Hallo Franksch,
Manganoxide haben etwas ganz spezielles, sie sind in ihrer Artenvielfalt, Ausbildung und nicht zu vergessen die Pseudomorphosen wahrscheinlich mit eines der wandlungsfähigen Mineralgruppe. Und bei Manganerzlagerstätten sind da ja meist noch die Begleitmineralien, die auch wieder durch Mangan ersetzt werden können. Kommt dann noch Eisen mit ins Spiel, so kann ein Sammler mit etwas Glück eine stattliche Lagerstättensammlung aufbauen. Und bei jedem neuen Betrachten der Stufen findet man immer wieder etwas neues, was vorher vielleicht aus Unwissenheit übersehen wurde.
Bei deinen beiden Bildern würde ich aus der Kalten beides für Romanechit halten, wenn das erste Bild sicher bestimmt ist. Kann mich aber bei dem zweiten Bild auch total irren. Ich gehe mal davon aus, das die Fundstelle die gleiche ist. Dann könnte es sein. Aber ohne sichere Bestimmung :o . Die Grube Clara hat so viele Minerale gebracht, dass ich nicht mal ein Hartmanganerz ausschließen kann. Bei reinen Manganerzlagerstätten ist das manchmal etwas einfacher. Aber wenn man weiß, dass die harten Manganerze sich ohne Probleme bei der Bildung mischen können, je nach momentanem Lösungspotential und den beigefügten Elementen in der Lösung, dann wird es ganz schwierig. Aber es bleibt spannend beim Sammeln. Haben gerade eine kontroverse Diskusion über Pyrolusit - Ramsdellit am Start. Ist echt interessant und man lernt ja bekanntlich nie aus.
Glück Auf
Thilo
-
Hallo,
muß ich hier alle mal wieder treten, um sich zu melden >:(. Das soll hier eigentlich eine allgemeine Diskussion über Manganminerale werden. Hier ist jeder herzlich eingeladen, der sich für Mangan, oder Lagerstätten von Mangan, oder ähnliches interessiert :o. Habt keine Scheu, hier lacht keiner über Laien, das ist ein sehr kompliziertes Thema. Schreibt doch einfach über eure Beobachtungen an Fundpunkten usw., der eine oder andere kennt sich ja vielleicht damit aus und kann helfen. Ich kenne mich auch nur in Thüringen aus, aber wenn jemand dazu eine Frage hat, keine Scheu - einfach stellen. ;)
Glück Auf
Thilo
-
Hallo,
wenn hier keiner mehr was zu schreiben hat, dann kann ich diesen Beitrag im Forum hier auch schließen lassen. Ist ja nur sinnlose Platzvergeudung dann :o.
Ich danke allen, die sich an der Diskussion beteiligt haben.
Bis vielleicht mal wieder in einem anderen Beitrag
Glück Auf
Thilo
-
Hallo an die Sammlerschaft,
wer hat Ahnung von Todorokit????????????????? Kommt der nur in wenigen Manganfundpunkten vor, oder ist der mehr verbreitet als man denkt?? Ich denke da an die klassischen Fundorte, wie Ilfeld, Oehrenstock, Arlesberger Revier, auch das Siegerland. Gibt es da Literatur?? Auch an Friedrichroda denke ich da gleich, wobei ich bei vielen Besuchen am Gottlob nie strahliges Manganerz gefunden habe. Kann man Todorokit visuell erkennen???
-
Hallo,
Zumindest im Schwarzwald ist Todorokit recht verbreitet, auch wenn nur wenige Fundorte in der Literatur auftauchen. Zu den sicheren Fundorten gehören die Grube Caroline bei Freiamt, Clara bei Oberwolfach, Gottesehre bei Urberg u.a. Gefunden habe ich ähnliches Material u.a. schon am Schauinsland. Literatur sollte im Lexikon unter den jeweiligen Fundorten zu finden sein.
Es handelt sich um foliendünne, braunschwarze, hochglänzende blättrige xx, die in Büscheln frei in Drusen sitzen. Teilweise sind die Kristalle auffallend silbrig glänzend. Damit sticht der Todorokit aus der Masse der Mn-Minerale heraus. Allerdings können auch Kryptomelan, Césarolith und Ranciéit sehr ähnllich aussehen. Sicher gelingt die Bestimmung nur per Analyse.
Glück Auf!
Smoeller
-
Hallo,
wir konnten in Stromberg ebenfalls Todorokit feststellen. Kommt oft als grauschwarzer Überzug auf Calcit vor, wurde aber erst vor kurzem durch eine Analyse genau bestimmt. Ich denke mal, er ist recht weit verbreitet, wird aber nicht erkannt.
Gruß
Gerdchen
-
Hallo, auch im Harz sind zwei weitere Fundstellen beschrieben für Todorokit,
einmal die Glücksradhalde bei Oberschulenberg (Lapis Nr.1/1986 (Wittern und Schnorrer-Köhler) und im Harzburger Gabbro (Aufgeführt in Mineralien des Harzes von Dallosch/Bode).
Als Anhang noch ein Fotoausschnitt von ca. 1 cm aus einem Groutit von Emilie/Bülten.
-
Aus dem Harz ist Todorokit auch vom Steinbruch Winterberg, Bad Grund bekannt. (Aufschluss 4/2002).
In den Kalkbrüchen von Elbingerode habe ich ähnliches Material gefunden, ist aber nicht analysiert.
Auf der Mineralienliste von der Grube Wolkenhügel, Bad Lauterberg ist er auch aufgeführt.
@Thilo, welchen Kalkbruch von Elbingerode bezeichnest Du als "Neuen Kalkbruch" ?
Michael
-
Hallo,
auch von mir ein Beitrag dazu : auch ein nicht untersuchts Mangan-Oxid von der Harzeburg/Ilfeld. Allein von hier gibt es mannigfaltige (über 100!?) Pseudomorphosen: Manganminerale/Baryt/Calcit/Hämatit.
Alle Funde zweifelsfrei analysieren zu lassen würde wahrscheinlich jeden Rahmen sprengen. Also belasse ich es meistens bei "Manganoxid"
GA Jochen
-
"... ist der mehr verbreitet als man denkt??"
Ja, definitiv. Nach meiner Analysenerfahrung ist Todorokit das häufigste der sekundären Mn-Oxidmineralien.
"Kann man Todorokit visuell erkennen???"
Nein - er kann sehr vielgestaltig auftreten.
-
Hallo,
übrigens hier noch ein Nachtrag zu den zig Pseudomorphosen des Mangans: Manganit pseudomorph nach Calcit, ebenfalls Harzeburg/Ilfeld - Fund 1995.
GA Jochen
-
Hallo,
und zur selben Umfassenden Thematik noch ein Zusatz zu den vielfältigen Pseudomorphosen des Mangans:
Manganit pseudomorph nach Baryt Harzeburg Ilfeld Fundjahr 2002.ö
GA Jochen
-
Hallo Michael,
ich meine den Kalkbruch am kleinen Hornberg an der Straße nach Königshütte. Der sah damals jedenfalls noch so frisch aus, ok vor 5 Jahren :o Bitte berichtige mich gleich, wenn ich da falsch liege. Ich bin zwar recht fit im Ostharz, aber trotzdem immer noch Ilmenauer ::) . In dem Steinbruch gibt oder gab besser gesagt es mal wunderschönen Rancieit, so richtig groß. Aber ist halt auch schon ein Stückchen her. ???
Die Weihnachtssmiles find ich ja zu schön :) ;) :D :o 8) ::)
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Jochen,
stimmt. Wenn man alles analysieren wollte, dann würde man arm werden. Ich wohn zwar in einer Uni-Stadt, aber selbst da geht nicht alles :-[ . Bei deinem glaskopfartigem Foto, sind da die silbrig glänzenden Kugeln Kristallausbildungen????? Da müßte doch eine Bestimmung möglich sein.
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Herr Kolitsch,
haben Sie vielleicht auch eine Analyse vom Arlesberger Revier oder vom Oehrenstocker Revier schon mal gemacht? Wenn ja, das würde mir sehr weiter helfen. Ich hab zwar im Internet schon viele Bilder vom Todorokit gesehen, aber die waren so unterschiedlich, da müßte das halbe Arlesberger Revier daraus bestehen. Ich schließe mal alle massiven harten Hartmanganbrocken aus, und komme dann auf einige Funde, wo Todorokit möglich wäre dann. Siehe auch meine eingestellten Bilder in dem jeweiligen Fundpunkt. Kann das sein?
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Thilo,
ja natürlich sind das glaskopfartige Kristalle, silbrig-metallisch glänzend und ich finde, die sehen Frank seinen Romanechit täuschend ähnlich, obwohl Frank seine Stücke von der Grube Clara stammen. Deshalb das Bild von meiner unbestimmten Stufe.
Übrigens ist mir diesen vergangenen Sommer ein riesiger Steinbruch aufgefallen und zwar auf der Straßenroute Arnstadt-Süd - Marlishausen- Gehren. Weißt Du da Näheres wegen Funde und Betreten und So?
GA Jochen und Frohes Fest!
-
Hallo Jochen,
wie sehen denn die Kristalle aus?? Dreieckig oder eher sargdeckelförmig? Und hast du schon mal eine Strichprobe gemacht?
Wie bist du denn nach Gehren gefahren? Über Stadtilm, Gräfinau Angstedt nach Gehren? Ein Steinbruch?? Den kenn ja nicht mal ich, da mach ich mich mal schlau. Wenn ja dann warscheinlich ein Kalkbruch, für Schiefer noch zu weit und Rhyolith kommt da nicht mehr vor. Kannst du dich noch erinnern, wo in etwa??
Dir auch ein frohes Fest :)
-
Hallo Thilo,
werde das Teil nochmal unters Bino legen, jetzt wo Du tipps gibst... Eine Strichprobe werde ich auch mal machen. Ergebnisse dann wieder hier. Der besagte Steinbruch muß zwischen Arnstadt-Süd, Marlishausen und Stadtilm liegen. Soweit können wir das jetzt eingrenzen.
GA Jochen :-*
-
Hallo Jochen,
mach du das Bino und ich kümmer mich um den Steinbruch ;) Das bekommen wir doch raus, beides !
Wir lesen uns ::)
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Thilo,
das kriegen wir hin! :D
Nun zum Hornberg: Der Bruch wurde in den Achtziger Jahren als dritter Betriebsteil der Harzer Kalk und Zementwerke HKZW erschlossen aber bereits nach der Wende wieder aufgegeben, obwohl auch ein dazugehöriges Kalkwerk arbeitete und noch heute mit vom Mühlental versorgt wird. Grund war für die Stilllegung der hohe Mangananteil des Kalkes in Form eines Rancieit- ähnlichen Minerals. Dieser kam auf Klüften in dezimetergroßen Krusten weniger als Kristalle, sondern mehr als Manganmulm vor und färbte auch den Kalk schwarz, so das dieser in der Qualität litt. Noch ist dieser Bruch sporadisch in Betrieb, aber nur zur Kalkschottergewinnung. ???
GA Jochen
-
"Hallo Herr Kolitsch,
haben Sie vielleicht auch eine Analyse vom Arlesberger Revier oder vom Oehrenstocker Revier schon mal gemacht?"
Nein.
-
Hallo Herr Kolitsch,
hätten Sie Interesse an einer Analyse aus diesen beiden Revieren? Ist ja doch etwas weit weg von Östereich.
-
Hallo Jochen,
habe ich ja gesagt, schöne große Manganagregate in dem Bruch. Ich habs für Rancieit gehalten. Auch die bronzene Farbe hat mich darin bestärkt. Nur wenn kein Rancieit, was dann??????????????? Kann man dort noch was finden?
Glück Auf
Thilo
-
Hallo Thilo,
meines Wissens ist das Betreten nach Absprache mit der Geschäftsleitung erlaubt aber Funde sind eher mager geworden.
Zu meiner glaskopfähnlichen Stufe: Strichfarbe ist schwarz, die winzigen Kristalle der Köpfchen sind dreieckig.
GA Jochen
-
(http://)
-
Hallo Thilo,
das Bild war schneller als ich.
Das einfache Foto zeigt Todorokit vom Steinbruch Rohdenhaus/ Wülfrath. Leider kommt die silbrige Farbe schlecht raus und es ist auch in der Mineralienliste vom Atlas nicht aufgeführt, aber bei mindat gibt es noch ein Foto.
Ich denke da haben Sebastian und Gerd recht - Todorokit kommt doch recht häufig vor.
Glück Auf
Reinhold
-
Hallo Reinhold,
wenn ich das so richtig sehe dann ist der Todorokit viel, viel weiter verbreitet, als ich gedacht habe ::). Ich habe ihn bis dahin immer als Seltenheit bearbeitet. Aber Die vielen Bilder - einen ganz herzlichen Dank an alle hier im Forum :D- haben mich doch überzeugt. Dann will ich mal meine vielen Stufen von Oehrenstock und vom Arlesberger Revier mal genauer unter die Lupe nehmen. Ein Aufruf an die Sammlerschaft, hat vielleicht schon jemand Todorokit von den beiden Fundstellen gefunden :o . Oder ähnliche Beobachtungen gemacht? Schreibt hier einfach eure Sicht.
Glück Auf, ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neur Jahr 2013 mit vielen neuen super Funden
Thilo
-
Hallo Reinhold,
mit der Häufigkeit von Manganmineralien ist das so eine Sache. Ich erinnere mich und das noch noch garnicht allzulange her, da war z.B. der Rancieit nur vom Winterberg bei Bad Grund und noch einer weiteren Fundstelle in Deutschland bekannt. Heute sind es schon x-Fundstellen, u.a. auch St. Andreasberg.
Glückauf und schöne Feiertage
wünscht willi allen
-
Hallo Reinhold,
mit der Häufigkeit von Manganmineralien ist das so eine Sache. Ich erinnere mich und das noch noch garnicht allzulange her, da war z.B. der Rancieit nur vom Winterberg bei Bad Grund und noch einer weiteren Fundstelle in Deutschland bekannt. Heute sind es schon x-Fundstellen, u.a. auch St. Andreasberg.
Glückauf und schöne Feiertage
wünscht willi allen
Das ist letztlich auch der Verfügbarkeit von leistungsfähigen Mikroskopen und deren Verbreitung bei Mineraliensammlern geschuldet. Hinzu kommt, das man inzwischen auch relativ leicht an gängige Analysen alá EDX kommt und somit zuvor unbekannte Minerale von Fundstellen bestimmen kann. Auch auf diese Weise "verbreiten" sich anfangs seltene Mineralien.
-
Hallo,
ich habe hier einige unbestimmte Manganmineralien. Die Rübeländer kommen in XX bis 1mm in Limonitkongretionen vor und sind an den Kanten teils rot durchscheinend. Die Strichfarbe ist braun.
Bei den beiden Mineralen aus dem Winterberg tippe ich mal auf Pyrolusit.
Der Bildauschnitt ist jeweils ca. 6mm.
Michael
-
hier noch die Winterberger:
-
Hallo Michael,
bei den rötlich durchscheinenden Kristallen schient es mir nach Specularit aus zu sehen - nur auf den Blick auf das Foto und deine Anmerkung rötlich durchscheinend. Die anderen Bilder sind etwas schwieriger :o Die Winterberger könnten Pyrolusit sein. Die beiden anderen von Rübeland sehen mir auf den ersten Blick fast wie Ramsdellit aus, aber festlegen möchte ich mich da nicht. Wie ist denn die Stichfarbe????
Glück Auf
Thilo
-
Hallo,
ich wünsche allen hier in diesem Forum ein schönes, ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest :) und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013 8) . Möge das neue Jahr allen neue super Funde bringen und dem Mineralienatlas neue Fundstellen.
Bleibt uns treu
Ein ganz herzliches Glück Auf
Thilo
-
Hallo,
Die Stücke von Rübeland könnten Hämatit oder Lepidokrokit sein. Beide sind rot durchscheinend. Die Strichfarbe von Hämatit ist dunkler (kirschrot bis rotbraun) als die von Lepidokrokit (orange).
Das Mineral vom Winterberg ist nicht so leicht, das dürfte entweder Pyrolusit oder Kryptomelan sein. Die beiden sind sicher nur analytisch zu bestimmen, zumal auch noch Romanéchit in dieser Ausbildung vorkommt.
@Thilo: Frohes Fest und Gutes Neues!!!
Glück Auf!
Smoeller
-
Hallo Sebastian,
hab dich nicht vergessen, hatte aber noch keine Zeit mich zu melden..... :-[ Wird aber bestimmt im Neuen Jahr.
Glück Auf für dich
Thilo
-
Hi
Zu dem Winterbergmineral: Das ist mit hoher wahrscheinlichkeit Pyrolusit. Ich habe 2011 und Anfang dieses Jahres auch reichlich von dem Zeug gefunden und das war bei den Analysen immer Pyrolusit.
Der Romanéchit ist deutlich feinnadeliger (die Nadeln sieht man erst unter dem REM).
Kryptomelan hab ich vom Winterberg noch nicht sicher nachgewiesen (also in meinen Funden ;) ), da kann ich also nicht sagen, wie der normalerweise ausschaut...
-
Danke für eure Antworten!
Das Rübeländer Material wird wohl Lepidokrokit sein. Ich hab den Strich nochmal genommen - hellbraun/orange.
Und die Kristallform stimmt mit manchen Bildern von Lepidokrokit hier im Lexikon überein.
Michael
-
Hallo,
ich hoffe niemand ist böse wenn ich dieses alte Thema ein wenig wiederbelebe.
Also immer her mit weiteren Beiträgen... ;D
Ich zeige mal ein "hässliches" Stück Mangan.
Hartmanganerz (Psilomelan)
Grube Dr. Geyer aus Waldalgesheim
-
Hallo,
"...zeige mal ein "hässliches" Stück Mangan..."
sieht ein bischen merkwürdig aus, bist du dir sicher, dass das ein Mn-Erz ist ?
Gruß
-
Also das Etikett sagt das zumindest. Ist halt ein wenig älter aber aus einer guten Sammlung. Mit einer Analyse kann ich leider nicht dienen...
-
Passt die Strichfarbe ?
-
Kommt schönes schwarz...ich zweifel da aber auch nicht. In der Sammlung waren einige Stufen aus der Dr. Geyer bis hin zum Manganspat...
-
Na gut, dann wirds wohl so sein.
Danke für die Antwort.
Gruß