Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: grinhilde am 07 Nov 12, 15:19
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Hallo,
ich habe mich gerade hier angemeldet in der Hoffnung das Ihr mir helfen könnt.
Ich habe von meinem Prof. als erst Semester Projektarbeit die Aufgabe bekommen,
einen Stein zu finden welcher eine superhydrophobe Oberflächte besitzt und in der Natur vorkommt.
leider habe ich dazu noch nicht herrausgefunden! ---HILFE---
Mit freundlichen Grüßen,
Michaela :-)
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superhydrophob oder superhydrophil?
Superhydrophil TiO2 unter UV-Beleuchtung
Zumindest lipophil Diamant
Hydrophob sind einige Flächen des Talks, ob der superhydrophop ist kann ich nicht sagen.
Was ist mit Schwefel?
MfG
Frank
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Hallo Michaela,
recht einfach: bituminöser Tonschiefer. (oder gleich Bitumen)
Zu welcher Uni gehörst Du denn?
Glück Auf!
A.B.
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Hallo
ich gehe zur fachhoschule düsseldorf
gruß und danke :-)
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Du solltest sicher auch begründen, warum das so ist. ;)
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warum ist das den so?
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lol - wieso habe ich das erwartet?
Mfg
Frank
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Hallo,
Wie wäre es mit gewissen organischen Mineralien, bestimmte Erdwachse und so.
Da kann man sich dann auch der Erklärungen aus der organischen Chemie (Stichworte Fettsäuren, Tenside etc.) bedienen.
Eine Physikalische Sache noch: Adhäsion/Kohäsion bzw. Benetzungswinkel. Im Normalfall ist die Adhäsion (d.h. die Anziehung von in diesem Falle Wassermolekülen durch die Moleküle der Materialoberfläche (z.B. Glas) größer als die Kohäsion, d.h. die Anziehung der Wassermoleküle untereinander), weswegen ein Regentropfen immer am Kontakt zur Scheibe am breitesten ist. Anders bei Quecksilber, das von einer Glasscheibe perlt und runde Kugeln darauf bildet. Der Benetzungswinkel ist ein anderer. Das spielt z.B. auch beim Aufstieg von Schmelzen im Erdmantel eine Rolle (Stichwort porous flow). Bei Fetten und erst Recht Wachsen sieht das anders aus. Wasser perlt von der Oberfläche ab, wie Quecksilber am Glas.
Der Grund ist folgender: Gläser und viele Minerale/Gesteine/Kristalle bestehen aus Netzwerken von Silizium und Sauerstoff (Silikat), mit entweder Nahordnung (Glas) oder Fernordnung (Mineral/Kristall). Was entscheidend ist: An der Oberfläche befinden sich immer endständige Atome, denen ein Ladungsausgleich durch benachbarte Atome oder Moleküle fehlt. Im Grunde genoommen ist die Oberfläche also (lokal) elektrisch geladen. Wasser ist nun ein Dipol, ähnlich einem Dreieck, mit zwei positiv geladenen Ecken (Wasserstoff) und einer negativen Ecke (Sauerstoff). Wenn jetzt solch ein Wassermolekül auf die Oberfläche trifft, wird es sich z.B. mit dem Sauerstoff gern an ein Siliziumatom heften, das noch negative Ladung haben möchte (Stichwort: Edelgaskonfiguration). Sauerstoff im Material findet den Wasserstoff des Wassermoleküls anziehend.
Anders im Fett/Wachs/Öl. Hier liegen lange Ketten von Kohlenstoffatomen vor, die bereits mit Wasserstoff abgesättigt sind. Es fehlen an der Oberfläche die freien Ladungen, die Wassermoleküle anziehen wollen. Nur die Kopfgruppe (Carbonsäuregruppe) würde an Wasser binden (hydrophile Kopfgruppe) , aber bei Fetten ragen immer die Schwänze zur Oberfläche hin.
Glück Auf!
Smoeller
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guten abend ,
nach einigem hin und her mit dem prof. habe ich eine neue aufgabe bekommen.
erdpech zählt für ihn nicht als stein ....
danke trozdem
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Und seine Lösung wäre welches Gestein gewesen?