Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: wolfi am 07 Nov 12, 20:32
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Servus,
ich hab ab und zu ein Problem. Nach dem Waschen und Eindosen diverser Stücke wachsen innerhalb von ein paar Tagen auf den Stücken Fasern, die aussehen wie feinste Spinnweben oder Schimmel. Die Stücke ins Wasserbad zu legen, bringt leider auch keinen Erfolg. Bei weniger empfindlichen Stücken geht es mit dem Pinsel recht gut weg, erscheint dann aber wieder.Irgendwelche Tierchen habe ich aber auf den Stücken nicht entdeckt.
Was ist das? Wie kann man das verhindern?
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo!
Was genau sind denn diese diversen Stücke?
Salmiakbildung wäre bei manchen Sachen eventuell möglich.Kommt auf die Matrix an.
Gruß Jens
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Servus,
das sind meist Phosphate in Verbindung mit limonitischer Matrix. So hat es mir vor einiger Zeit mal einen schönen oberpfälzer Vivianit erwischt, aktuell 2 Stücke mit portugiesischem Bermanit, Phosphosiderit und Cyrilovit!
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo!
Oberpfälzer Vivianit?War da Braunkohle in der Nähe?Das wird schon Salmiak sein.
Portugal kann ich aber gar nichts dazu sagen-da war ich noch nicht ;)
Gruß Jens
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Servus,
nein, aus Amberg!
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo!
Amberg also.Eine sedimentäre Lagerstätte.Mit Tonen,Rötel,Sandstein und diversen anderen.Auch mit Sicherheit organische Schichten.
Ich wandle meine Salmiakvermutung in prähistorische Spinnengewebe ab ;)
Gruß Jens
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Servus,
hmmm, wenn die aber erst jetzt entstehen nach dem Zerlegen, Waschen und Eindosen, kann ich dem Begriff prähistorisch nicht wirklich viel abgewinnen...
Servus + Glüc kauf
Wolfi
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Also ich kenn das auch,und zwar auf Stücken von ganz unterschiedlichen Fundorten und Mineralisation.
Ich bin da auch etwas ratlos, an was das liegen könnte.
Gruß Norbert
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Hallo.
Hatte sowas auch schon mal.
Seit dem lege ich die Stücke zum Trocknen auf einen Heizkörper, da ich festgestellt habe, daß das nur passiert, wenn ich recht schnell eindose,
Ich vermute mal das hängt dann mit der Feuchtigkeit zusammen, die in dem Döschen ja gut erhalten bleibt !
Loismin
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Versuch man nach dem H2O-Bad die Stufen einen Tag in reinen (98%) Alkohol zu legen (Diesen Alkohol besser nicht trinken ;D), um das Restwasser heraus zu bekommen, danach - wenn es das Mineral zulässt - auf dem Heizkörper oder in der warmen Stube den Alkohol verdampfen lassen und dicht eindosen.... dann sollte eigentlich nichts mehr passieren....
Wenn Doch, ist im Extralapis Pyrit beschrieben, wie man die fortschreitende Zersetzung des Pyrits/Markasits aufhalten kann, das lässt sich auch vielen anderen Mineralien anwenden.... evtl. ist aber besser, einen Chemiker zu rate zu ziehen...
Gruß
Christian
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Hallo Wolfi,
das wird Schimmel sein. Ich hab das Problem manchmal mit Stücken die aus dem Waldboden kommen. Einmal hatte ich auch Kitt aus zweifelhafter Herkunft, der dann anfing zu schimmeln.
Michael
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Ein schönes Ultraschallbad (bei festen Kristallstufen) in 95 % Alkohol sollte es bringen.
Der Alkohol müsste dem organischen Material das H2O eigentlich komplett entziehen.
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Hallo
.... dann sollte eigentlich nichts mehr passieren....
und falls doch eine Steinlaus überlebt? Seit vorsichtig:
http://www.youtube.com/watch?v=DVKsbeayihI
Grüße Josef
PS. danke für die guten Tipps
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Hallo
.... dann sollte eigentlich nichts mehr passieren....
und falls doch eine Steinlaus überlebt? Seit vorsichtig:
http://www.youtube.com/watch?v=DVKsbeayihI
Grüße Josef
PS. danke für die guten Tipps
Hallo!
Diese Tierchen sollte man wirklich schützen ;D
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Die Stücke ins Wasserbad zu legen, bringt leider auch keinen Erfolg.
Wie meinst Du das ? Lösen sich die Fasern im Wasser nicht auf oder entstehen diese nach dem Trocknen erneut ? Salmiak ist leicht wasserlöslich und sollte daher sofort weg sein, sobald Du das Stück ins Wasser legst. Gleiches gilt für die meisten der Ausblühungen von sich zersetzendem Pyrit/Markasit. Wenn die Matrix entsprechend gesättigt ist bzw. bei Pyrit/Markasit entstehen die Ausblühungen natürlich nach einiger Zeit erneut.
Lösen sich diese "Fasern" nicht, ist es irgendwas anderes, möglicherweise was organisches. Ob irgendwelche Phosphate auch Ausblühen, weiss ich nicht, wage ich aber zu bezweifeln.
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Servus,
danke schon mal für die bisherigen Tipps!
Nein, das Zeug ist nicht wasserlöslich. Es ist auch kein Pyrit/Markasit dabei. Ich denke, Loismins Theorie vom zu schnellen Eindosen könnte stimmen. Es sind Stücke, die recht porös sind, in denen sich dann auch das Wasser länger hält. Ich bleib da mal dran (notgedrungen)!
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hi
Hmm, mag sein, aber wenn es mit dem Wasser zusammenhängt, sollte das Zeug auch wasserlöslich sein.
Was mir noch eingefallen ist: Welchen Kitt verwendest Du den zum Dosen ? Vielleicht sickert ja eine ölige Komponente aus dem Kitt heraus, wird von der Steinmatrix aufgesogen und blüht dann faserig-fuselig aus. Manche Öle oxidieren leicht und bilden dann harzähnliche Substanzen. Sowas Ähnliches hab ich mal bei minderwertigem Kitt erlebt. Das Problem ist dann, das diese Ausblühungen - oder wie man es auch immer nennen mag - recht hartnäckig gegenüber Reinigungsversuchen sind. Effektiv war Chloroform, ggf. geht auch Aceton oder ein niederer Alkohol wie Ethanol oder 2-Propanol.
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Servus,
hm, das schließe ich aus. Dann würd es ja alle Stücke betreffen, oder?
Der Kitt ist ein ganz normaler von Krantz.
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo!
Gips eventuell?Ich habe selbst so etwas noch nicht gehabt,da ich nichts weiter eindose,aber wenn sich alle ausblühenden Salze im Wasser lösen,könnte Gips möglich sein.Ob der aber so filigrane Strukturen hervorbringt,wie Schimmel? ???
Gruß Jens
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Hallo!
Zumindest bei meinen befallenen Stücken sehe ich unterm Mikroskop sogar die Sporenköpfe von den Pilzfäden, ist also eindeutig organisch und löst sich nicht in Wasser.
Besonders anfällig sind bei mir Manganminerale, die mit Zitronensäure gereinigt wurden und Waldbodenfunde.
Für empfindliche Stücke hab ich noch keine brauchbare Lösung gefunden.
Alles andere konnte ich abbürsten und nochmal richtig trocknen.
Michael
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Minerale mit organischen Reststoffen am besten in Gebissreinigerlösung oder (besser) in Waschmaschinentabslauge einlegen, da enzymatische Eiweißspaltung. Vorher an Probestücken ausprobieren. ;)