Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: Ingo Materne am 27 Nov 12, 15:00
-
Hallo zusammen!
Zunächst, da ich neu bin, ein freundlichen Gruß an alle Teilnehmer und Gäste dieses Forums!
Ich freue mich schon sehr auf einen regen und informativen Austausch mit euch! :)
Ich habe hier ein paar Steinchen gefunden, von denen ich der Meinung bin, dass es sich um Obsidian handelt.
Würde mich sehr darüber freuen, wenn ich eine Bestätigung oder auch Korrektur zu dieser Annahme erhalte.
Der erste Fund (Bild1) stammt aus dem Sediment des Aubachs, aus einer Tiefe von bis zu rund 20cm. Die Koordinaten lauten: Breite: 50.483434° ; Länge: 7.823188°. Diese Position befindet sich auf einer Linie zwischen dem Malberg (Phonolith) und dem Hölzberg.
Bild 2 zeigt den Fund aus der angrenzenden Tongrube, direkt an der Abbruchkante am Hölzberg, aus einer Tiefe von ca. 8m unterhalb des Oberflächenniveaus. Die Koordinaten lauten hier: Breite: 50.481547° ; Länge: 7.816408°.
Ich danke euch schon mal für eure freundliche Unterstützung! :)
-
Hier das Bild 2.
-
Hallo,
wie kommt es zur Vermutung, dass es Obsidian ist? Schon Härte, Strichfarbe und ggf. Dichte geprüft? Was ist mit dem Bruch, typisch glasähnlich?
Gruß
Tobi
-
Hi Tobi!
Strichfarbe ist weiß, Bruch ist scharfkantig, sieht glasähnlich aus. Die Kanten sind durchscheinend, zum Teil grün-braun bis rot-braun, ansonsten sind die Steine undurchsichtig. In Teilen erkenne ich auch kleine Blasen an der Oberfläche der Steine. Zur Härte kann ich lediglich sagen, dass sich Fensterglas damit ritzen lässt. Die Dichte kann ich leider nicht bestimmen.
Gruß
Ingo
-
Hallo,
Schlacke wäre auch eine (wahrscheinliche) Option
Gruß Sebastian
-
Hallo Ingo,
in Deutschland gibt es (leider) keine Obsidian-Vorkommen.
Die nächsten Vorkommen befinden sich erst in den Karpathen, im südlichen Italien und Griechenland sowie einige weitere Länder in Richtung Südosten-Osten.
Die Blasen sind auch ein Indikator für Schlacke.
Glück auf!
Markus
-
Hallo,
Schlacke würde ich auch sagen.
Es gibt nur ein Vorkommen glasiger Vulkanite, aber von eher graugrüner Farbe, in Deutschland, die zumindest Obsidian näher kommen und lokal auch so genannt werden: Der Wingertsberg bei Mendig in der Eifel.
Glück Auf!
Smoeller
-
Ähm, ahnungslos, weil, betrifft nicht mein Interesse. Aber gibt es nicht im Triebischtal irgendwo einen Glasfelsen? Irgendwas mit grünem Pechstein? Ich lasse mich gern korrigieren, wünsche mir aber keine allzu lehrerhafte Entgegnung, ist nur so mal quer reingedacht. Und ich weiß, dass Pechstein kein Obsidian ist.
-
Ja, das Triebischtal gibts auch noch. Da ich gestern nicht an meine Datenbank drankam, konnte ich den Namen nicht raussuchen.
Aber wie du bereits geschrieben hast, ist es ja auch kein Obsidian und ist auch sehr bröckelig. Pechstein kommt aber auch noch andernortes im Sächsischen Vulkangebiet vor.
Glück auf!
Markus
-
Hallo Smoeller, hallo Mark 77 ???
ich möchte hier kurz darauf hinweisen, dass es in der Eifel mehrere Fundstelle für vulkaische Gläser (Obsidian?, glasige Vulkanite) gibt.
Dazu nachfolgend ein Auszug aus der DVD "Die Minerale der Vulkaneifel" (Blaß et al. 2012)
Auch wenn die amorphen Gläser streng genommen nicht zu den Mineralien zählen,
so sind sie doch aufgrund Ihres Vorkommens in den Auswurfsmassen der Vulkaneifel und ihrer schönen und interessanten Ausbildung für den Sammler von Vulkaneifel-Mineralien ein gern gesehener Beifund und sollen deshalb auch in dieser Beschreibung nicht fehlen.
Die Gläser der Vulkaneifel sind nach den vorliegenden Analysen Alkali-Silkat-Gläser.
Besonders schöne, klare, farbige Gläser, teils sogar in schleifwürdiger Qualität, fanden sich am Rother Kopf in der Westeifel.
Weniger auffallende Gläser, zum Teil nur als farblose oder nur sehr schwach gefärbte Glasur auf Fremdgesteinseinschlüssen, sind ebenfalls vom Rother Kopf, vom Emmelberg und vom Herchenberg bekannt.
Außerdem findet man in Schlacken (Wannenköpfe, Nickenicher Sattel, Nick. Weinberg u.a.) für Kleinststufensammler sehr interessante und skurrile Glasgebilde. Die tropfenförmigen, keulenartigen Gebilde sind meist nur max. einige Millimeter groß.
In den Auswursmassen des Laacher-See-Vulkans und anderer Bimsvulkane (Bims als solcher besteht zum Großteil auch auss schaumig aufgeblähtem Glas) wie Wehrer Kessel sind manche Auswürflinge partiell zu Glas aufgeschmolzen. Dabei sind oft kugelige, hohle Gebilde und andere Formen entstanden (Bild), deren Wände extrem dünn sind. Auch sie sind max. 1-2mm groß.
Entspechende Bilder dazu finde sich auf der DVD, im Lapis Sonderband 34 und weiteren Lapisausgaben.
MfG und GA
Günter
-
Hallo
Wo ist die DVD denn erhältlich? Und was kostet sie?
GA
Dirk
-
Hallo Günter,
danke für die Info. Ich kenne mich damit nicht so aus! Ich hab eine kleine bescheidene Sammlung von Obsidianen und auch eine Probe Pechstein aus dem Triebischtal, aber glasige Vulkanite aus dem Westerwald fehlen mir noch. Wie sind denn da die Brucheigenschaften des Materials ausgeprägt?
Interessiert mich jetzt sehr aus der archäologischen Perspektive.
Glück auf!
Markus
-
Hallo Markus,
der Bruch ist sehr ähnlich dem von Glas (spröde, muschlig).
MfG u. GA
Günter
-
Danke Günter!
Gibt es Bildmaterial zu den glasigen Vulkaniten?
Glück auf!
Markus
-
Hallo Mark,
zum Bildmaterial siehe meinen ersten Beitrag zum Thema.
Hallo Dirk,
die DVD ist zum Preis von 59€ (bzw. 39€ wenn die Vorgängerversion legal in Ihrem Besitz ist) gegen Vorkasse zu bestellen bei
Franz-Josef Emmerich
Vulkanstr. 4
50735 Köln
f.emmerich@netcologne.de
Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung was die DVD bietet:
DVD „Minerale der Vulkaneifel“
von G. Blaß, F.J. Emmerich, H.W. Graf
Unterstützt durch Stiftung Strahlen
Vorwort zur Version 2011/1.0
Diese DVD- behandelt die vulkanische Eifel als Fundgebiet für Mineralien.
Die Mittelgebirgslandschaft der Eifel ist ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Sie erstreckt sich linksrheinisch von der Mosel im Süden bis zur Niederrheinischen Bucht im Norden und vom Rheintal im Osten bis zum „Hohen Venn“ als westlicher Begrenzung.
Der überwiegende Teil der Eifel wird durch herausgehobene und gefaltete Schichten des Devons geprägt. Einen besonderen Reiz hat die Eifellandschaft vor allem in den Gebieten mit jungem Vulkanismus. Die erste vulkanische Phase, als „Hocheifelvulkanismus“ bezeichnet, ist tertiären Alters (etwa 46-16 Mill. Jahre v. u. Zeit). Wesentlich später, vor etwa 1 Mill. Jahren im Quartär, begann die vulkanische Aktivität in der Westeifel („Westeifelvulkanismus“) und endete vor 10 000 Jahren. Es sind hier mindestens 240 verschiedene Ausbruchstellen bekannt.
Ebenfalls im Quartär, ungefähr vor 0,7 Mill. Jahren setze auch in der Osteifel im Gebiet des Laacher-Sees vulkanische Tätigkeit ein. Sie gipfelte in den gewaltigen Bimsausbrüchen vor etwa 11 000 Jahren, die große Gebiete mit einer mächtigen Bimsdecke überzogen und auch Ursprung des Laacher-Sees sind. In der Osteifel sind mehr als 80 Ausbruchstellen von Vulkanen bekannt.
Die vielseitige Landschaft und hier vor allem die vulkanisch geprägten Gebiete, haben schon sehr früh das Interesse der Naturforscher erweckt. Seit mehr als 200 Jahren ist die Eifel Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher, auch mineralogischer Untersuchungen und Veröffentlichungen. Vor allem der zu Beginn des technischen Zeitalters stark angestiegene Abbau und Verbrauch von Basalt, Schlacken, Bims sowie die Einführung besserer Untersuchungsmethoden führte auch zu neuen und bedeutenden Mineralfunden sowie zur Entdeckung neuartiger Mineralparagenesen. Eine erste Zusammenfassung der verstreut in vielen verschieden Zeitschriften erschienenen Arbeiten gab BRAUNS (1922). Spätere Veröffentlichungen von Mineralneufunden sind dann erst wieder in einer Monografie von HENTSCHEL (1983 und 1987) über die Minerale der Vulkaneifel berücksichtigt.
Das hervorragend aufgebaute Handbuch war einer ganzen Generation Sammlern von Vulkaneifelmineralen ein ständiger, unentbehrlicher Begleiter und hat als Grundlage für die 1. Auflage und auch für die jetzige 2. Auflage dieser DVD gedient.
Seit Erscheinen dieser zusammenfassenden Monografie über die Mineralien der Eifelvulkane waren mehr als 20 Jahre vergangen als wir 2006 mit der 1. Auflage der CD-„Die Minerale der Vulkaneifel“ den Stand der damals bekannten Erkenntnisse neu zusammenfassten.
Durch die wesentlich verbesserten Untersuchungsmethoden und den Fleiß der Sammler wurden bis heute wieder eine Vielzahl neuer Minerale entdeckt und beschrieben, sowie neue Erkenntnisse zur Mineralogie des Eifeler-Vulkangebietes gewonnen.
Dies und die inzwischen durch digitale Mehrschichtaufnahmen deutlich verbesserte Fototechnik haben uns bewogen eine 2. Auflage anzufertigen.
Unsere Intention, den vollständigen und aktuellen Stand der Erkenntnisse über die Minerale und die Mineralogie der Vulkaneifel in kurzer, aber möglichst vollständiger Form darzulegen, sollte dabei erhalten bleiben. Dem Nutzer soll ein unentbehrliches Nachschlagewerk an die Hand gegeben werden, welches alle Informationen über die Vulkaneifel-Mineralogie enthält, sodass er zunächst keine weitere Literatur benötigt. Dies in Form einer DVD zu bewerkstelligen schien uns sinnvoll, weil auf diese Weise preisgünstig eine Vielzahl an Bildern und Zeichnungen mit eingebunden werden können und jederzeit ohne größere Schwierigkeit ein „update“ möglich ist. Wurden bei HENTSCHEL insgesamt 188 anerkannte Minerale beschrieben, so erhöhte sich deren Anzahl bis 2006 auf etwa 300 verschiedene Spezies. Bis heute hat sich deren Anzahl auf 364 von der IMA anerkannte Minerale erhöht. Insgesamt werden von uns 34 Minerale mit Typlokalitäten aus der Vulkaneifel beschrieben. Alleine vom wohl mineralreichsten Fundort, dem Bellerberg, sind jetzt etwa 206 Minerale bestätigt. Von diesen sind sogar 19 Erstbeschreibungen mit Typlokalität Bellerberg und Weitere sind zur Neuanmeldung bei der IMA in Arbeit.
Nach dem aktuellen Stand (Ende 2011) wurden insgesamt 613 Literaturstellen für die Beschreibung der Minerale und der Fundstellen ausgewertet. Dabei sind sowohl wissenschaftliche als auch populärwissenschaftliche Arbeiten berücksichtigt. Eine bibliographische Auflistung aller Zitate findet sich in einer Literaturtabelle. Um Verwirrungen zu vermeiden wurde die Nummerierung bei HENTSCHEL von uns übernommen und weiter ergänzt.
In der Auflistung und Mineralbeschreibung sind nur Minerale aus der Vulkaneifel aufgeführt, welche in wissenschaftlichen- oder Sammler-Zeitschriften bzw. Büchern veröffentlicht oder von uns selbst eindeutig bestimmt wurden. Eine Gewährleistung für die Richtigkeit der Angaben können wir nur für unsere eigenen Veröffentlichungen und Bestimmungen übernehmen.
Sollte jemand der Meinung sein, weitere, nicht aufgeführte Minerale des Gebietes zu besitzen, so bitten wir um Information. Wir sind nach Rücksprache gerne bereit, eine zuverlässige Bestimmung zu veranlassen und das entsprechende Mineral nach analytischer Bestätigung in die DVD aufzunehmen.
In dieser Neuauflage der DVD werden insgesamt 364 verschiedene Mineralspezies von den verschiedenen Fundorten ausführlich beschrieben. Neben allgemeiner und spezieller Beschreibung werden für jedes Mineral die chemische Formel (nach Hölzel), das Kristallsystem und der Systematik-Code nach Hölzel, Strunz und Lapis angegeben. Weiterhin wird auf bekannte Zwillingsbildungen und epitaktische Verwachsung mit anderen Mineralen eingegangen.
Dazu enthält die DVD etwa 3300 typische Mineralfotos, die ständig ergänzt werden (teilweise auch elektronenrastermikroskopische Aufnahmen). Bei den Bildern wurde nicht immer auf künstlerische Qualität geachtet, es wurden auch weniger ästhetische, aber aussagekräftige Fotos eingebaut. Von den meisten Mineralen sind Shape-Kristallzeichnungen vorhanden, die zum großen Teil auf der Grundlage von gemessenen Formen und Indizes beruhen. Sie sind meist idealisiert dargestellt oder auch an die real gefundene Kristallmorphologie angepasst.
Bei der Fundortbeschreibung haben wir neben den wichtigsten, heute noch ergiebigen Fundstellen auch aufgelassene Fundstellen berücksichtigt, die besondere Minerale, Mineralparagenesen oder besondere Mineralausbildungen geliefert haben. 44 Fundstellen sind genauer beschrieben, teils mit Fundstellenfotos, den jeweils aktuellen Minerallisten und vielen Fotos der dort vorkommenden Minerale.
Nicht zuletzt der aktiven Mithilfe vieler Sammler ist es zu verdanken, dass wieder eine große Anzahl neuer Minerale mit Typlokalitäten in der Vulkaneifel beschrieben werden konnten. Aber auch die zahlreichen Neufunde für die Vulkaneifel sind bemerkenswert. Außerdem konnten dank ihrer Mithilfe von vielen schon bekannten Mineralen weitere Vorkommen entdeckt oder Exemplare mit abweichenden Eigenschaften oder Paragenesen gefunden und beschrieben werden.
Auf die gegenwärtigen Fundmöglichkeiten wurde absichtlich nicht eingegangen, weil sich je nach Abbaufortschritt in den Steinbrüchen und Gruben die Situation sehr schnell ändern kann und dann die beschriebenen Fundmöglichkeiten nicht mehr korrekt den jeweiligen Zustand wiedergeben.
-
Hallo Günter
Vielen Dank für die ausführlichen Infos.
Ich glaub ich weiß jetzt auch was ich mir zu Weihnachten schenke! ;D
Glück Auf
Dirk
-
Hier das Bild 2.
Hallo Ingo,
besonders das zweite Bild lässt mich an aufgeschmolzenes bzw. angeschmolzenes (Sand)-Gestein denken. Ich finde sowas in meiner Gegend sehr häufig auf dem Gelände von mittelalterlichen Glashütten. Auch das Stück von Bild 1 passt dazu.
Viele Grüße,
Michael
-
Hallo zusammen!
Zunächst mal vielen Dank für die rege Teilnahme und die tollen Infos.
Um mich der wahren Identität der Funde weiter zu nähren, habe ich noch ein paar Fotos gemacht.
Ich wollte nochmal darauf hinweisen, dass ich den Stein auf Bild 2 meines ersten Posts an einem anderen Fundort gemacht habe, als alle anderen Steinchen - am Rande des Hülsberg (Trachyt) NO von Wirges - aus einer relativ frisch gebaggerten Abbruchkante der angrenzenden Tongrube.
Ich denke daher, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Schlacke handelt, recht gering ist. Ich bitte aber immer um Korrektur meiner Annahmen, da ich ja keinen großen Erfahrungen habe.
Unter folgendem Link habe ich ein Dokument entdeckt, welches u.a. die Geologie genau bei meinen Fundstellen beschreibt. Leider habe ich zu wenig Fachkenntnisse, um da durchzusteigen. Mit den Suchbegriffen "Hülsberg" (bei Wirges) und "Mahlberg" kann man die Infos finden.
http://jqwvdcx.archive.org/stream/mikroskopischep04wlgoog/mikroskopischep04wlgoog_djvu.txt
Auf Basis der neuen Recherchen lautet meine Vermutung nun, dass es sich bei den Funden um "Tachylit" handeln könnte.
Wie sehr ihr das?
Danke und Glück auf!
-
Sollen die drei letzten Fotos das gleiche Mineral darstellen?
Die vergrößerten Fotos sehen nach einem Bruchstück eines Olivin oder eines (vulkanischen) Glases aus. Auch hier würde ein Ritz- und Strichtest eine Einordnung sicherer machen.
-
Ich bleib bei der grünen Glasschlacke.
Die Oberfläche ist typisch für Glasschmelzen.
Gruss Sebastian
-
Da schließe ich mich an - das ist ganz typisches Material von alten Glashütten. (Waldglas)
Michael
-
Hallo,
Schlacke. Die glasige Grundmasse und die blasige Struktur sprechen dafür. Bei den Vulkanen der Eifel handelt es sich um recht junge Bildungen (Laacher See 14000 Jahre), während die übrigen Vulkanite in Deutschland älter sind und 2 Phasen angehören:
-Neogen, im Kaiserstuhl z.B. Miozän 16,2-18,5 Mio Jahre (Kaiserstuhl, Egertalgraben, Erzgebirge, Rhön, Rheinisches Schiefergebirge, Schwarzwald u.a.)
-Oberkarbon und Perm (Erzgebirgisches Becken, Saar-Nahe-Hunsrück, Schwarzwald, Pfalz, Harz etc.), ca. 250-300 Mio Jahre
In diesen Gesteinen sind Glasanteile meist nicht mehr frisch erhalten, sondern entweder entglast (rekristallisiert) oder häufiger in Sekundärminerale (Calcit, Zeolithe, Tonminerale) umgewandelt. Solch ein frisches Glas wie dieses ist in einem Vulkanit des Westerwaldes, der mindestens 16-18 Mio Jahre auf dem Buckel hat, nicht zu erwarten.
Glück Auf!
Smoeller