Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Wettbewerbe / Contests => Thema gestartet von: Hg am 03 Jan 13, 12:11
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Hallo,
nachdem wir im vergangenen Jahr keine Quartalswettbewerbe zur den besten Eigenfunden hatten, möchte ich hier einen Wettbewerb starten, in dem der beste Eigenfund des gesamten abgelaufenen Jahres präsentiert werden kann.
Schwerpunkt soll hierbei wirklich auf den Fund gelegt werden (am Besten mit der Geschichte dazu) und weniger auf das Bild zum Fund.
Das beste Fundstück kann mit 4 Bildern präsentiert werden. Aber bitte hierbei auf wirklich nur ein Fundstück einschränken, so schwer das vielleicht auch sein mag.
Laufzeit: bis Sonntag, den 03. Februar 2013
Ich hoffe darauf, dass sich möglichst viele mit guten Beiträgen an dem Wettbewerb beteiligen.
Beiträge ohne Fund (Unterhaltungen und Diskussionen) werden aus dem Thema gelöscht, da hierdurch der Wettbewerb nur unschön zerrissen wird.
Grüße,
Andreas
edit:
noch wichtig: Funddatum bitte angeben!
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Hallo !
Dieser Malachit aus Lichtenberg ist für mich etwas ganz Besonderes !
Im Herbst 2012 war ich das erste mal in Lichtenberg Mineralien suchen.
Nach einem langen Tag hatte ich die Hoffnung bereits aufgegeben etwas zu finden.
Aber plötzlich sticht mir ein großer Brocken ins Auge.
Es war ein großer Stein mit vielen grünen Flecken.(Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass es sich um Malachit handelt)
Ich klopfte einmal kräftig drauf und er teilte sich in 2 etwa gleich große Stücke.
Ich schaute mir das erste Stück an, aber ich fand es nicht sehr toll.
Als ich jedoch das zweite anschaute, entdeckte ich ein wunderschönen hellgrün leuchtendes Malachitaggregat !
Ich freute mich so sehr, dass ich in die Luft sprang und beim Landen hinfiel.
Die Sonne ging nun unter und ich fuhr nach einem langen Tag glücklich nach Hause. :)
Das Stück hat noch heute einen Ehrenplatz in meiner Vitrine.
Ich hoffe euch hat meine Geschichte gefallen und ich freue mich auch mehr Geschichten über eure tollen Eigenfunde !
Viele Grüße !
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Ich fand diese Teil ziemlich gut , man weiß zwar nicht woher es wirklich ist ,aber ich fand es interessant , und seit es poliert ist find ichs noch besser - wenn es am Ende auch was ganz anderes war wie anfangs vermutet .
Ihr könnt auch nochmal in den Thread reinschauen :
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,29638.msg228730.html#msg228730
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Seit am Epprechtstein im Fichtelgebirge wieder abgebaut wird,hört man immer wieder von den tollen Funden,
die dort gemacht werden.
Nach mehreren Touren,die nur durchschnittliches einbrachten,konnte ich im Herbst diese Stufe bergen:
Mit 6x5 cm nicht die größte,aber die schönste im vergangenen Jahr.
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Das war im Juni 2012: Auf einer fast komplett abgesuchten und durchgrabenen Halde irgendwo im schönen Taunus...
Nachdem ich mich bis zum Waldboden durchgegraben hatte, zog sich in 1,20m Tiefe eine Schicht mit schwarzem Tonschiefer durch die Halde. Hierin einige kleine Stückchen mit Fahlerz. Insgesamt nichts besonderes. Beim wiederverfüllen des Schurfes zog ich einen grünen Brocken aus der Wand des Schurfes, der dann doch größer war als gedacht. Ich dachte erst an ein massives Stück Fahlerz. Nach der Reinigung mit dem Kärcher zeigte sich dann zu meiner Überraschung schnell ein anderes Bild.
Ich frag mich bis heute wie dieses Fahlerz-Monster trotz damaliger Handscheidung auf die Halde gelangt ist? :)
Ich denke das war einmalig, aber wünsche allen Mitgliedern des Atlas ähnlich gute Funde in 2013! ;D
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Na dann mache ich auch mal wieder mit :)
Mein bester Fund ist ein 2cm grosser Anataskristall (mein erster :D ).
Gefunden habe ich ihn in einer Kluft in der nåhe vom Storenuten in der Hardangervidda (Norwegen).
Erst war er fest aufgewachsen auf Quarz zwischen Bergkristallen, aber bei dem versuch in zusammen mit Muttergestein zu bergen, løste er sich und fiel ab.
Gluecklicherweise unbeschådigt.
Schoene Gruesse
Sascha
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Ich mache auch wieder einmal mit, wenn mir auch die Auswahl nach diesem Superjahr wirklich schwerfällt. Ich konnte ja an meinen Tunnels wirklich kräftig "abräumen", aber ich entscheide mich für einen meiner Funde aus 3 Besuchen der Yongping-Kupfermine in Jiangxi Provinz, China (Funddatum 2.12.2012). Die Besuche wurden mir erst möglich, nachdem ich den chinesischen Führerschein gemacht habe. Wenn ich denke, welche Erlebnisse ich versäumt hätte, wenn ich die "extrem schwere Prüfung" nicht geschafft hätte.....
Bis auf einmal waren auch immer meine chinesischen Freunde mit dabei, was natürlich mit viel Spass verbunden war. Ausserdem habe ich mich sehr gefreut, daß auch sie wirklich schöne Stücke mit nachhause nehmen konnten.
Stellvertretend für alle Funde von dort eine Fluorit-Stufe mit Chalcedon (alle 4 Bilder von derselben Stufe):
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Hallo,
auch ich möchte meinen besten Eigenfund 2012 hier vorstellen. Bei einem Besuch im letzten Jahr auf der Halde Schacht 139 Lauta b. Marienberg fand ich diese schöne Stufe mit der Silberlocke. Auf einen Haufwerk zog ich einen größeren Brocken Baryt heraus , in diesem befanden sich einige kleine Löcher. In einem dieser sah ich etwas , was einer kleinen eingewachsenen Wurzel ähnelte. Mein erster Gedanke war: ,, Wenn das Silber wäre ! ''. Ich zeigte dies meinem Sammlerkollegen und machte mir noch einen Spass daraus. Er schlug mit dem Hammer auf den Barytbrocken ein, dieser zerfiel in zwei Hälften. Daraufhin sahen wir mit erstaunen, dass es sich wirklich um eine Silberlocke handelte. Die Freude war sehr groß. Auf dem Gegenstück befanden sich noch zwei kleinere Silberlocken, welche ich meinem Sammlerkollegen überlies. Ich wünsche Euch für dieses Jahr ähnliche gute Funde.
Glück Auf
alihofi
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Glück Auf,
Anfang August 2012,wollte mal nach Pilze schauen,also Richtung "Panzerstrecke"Schneeberg - Hundshübel:Auto ab-parken und in den Hochwald mit den viel Pingen am "Roten Berg",da gibt es immer zur richtigen Zeit schöne Steinpilze!Im Bereich der Pinge,die aber jetzt fast eingeebnet wurde - ist (Fundpunkt - der Wismut sek Mineralien),zwei tiefe Löcher! Hm, nicht schön,Pilze waren nicht,also etwas Flurbereinigung,habe ja immer Lupe,Hammer und Handschuhe mit ???!Mit groben Steinen schnell zu geschlichtet,etwas vom Auswurf drauf - fertig.In der Auswurfmasse etwas mit Bi - sekundärmineralien rausgefischt!An der Stelle wo formatiert wurde,noch nachgeschaut,da das SUPERSTÜCK, Cobalttsumcorit, xx bis 1mm auf Quarz ;D,schon gewaschen und fertig zum einpacken!
Danke an die Vorarbeiter und hoffe Sie haben das Gegenstück oder mehr! ::)
Glück Auf
Lutz
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Hallo,
es gab schon einige bemerkenswerte Funde in diesem Jahr. Ich habe mich aber für diesen entschieden. Es ist der Zinnoberfund mit den 100ten (vielleicht sogar 1000?) Kristallen, der unter Zeugen (Claudia) im Tieftal bei Hartenstein im April dieses Jahres gefunden wurde. Er stellte meine Vorfunde von dort für mich in den Schatten:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1333562361.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1333562361.jpg)
Zinnoberkristalle in Faserquarzdruse, Bildbreite ca. 20 mm, Fund 4/2012; Fundort: Deutschland/Sachsen/Chemnitz, Direktionsbezirk/Zwickau, Landkreis/Hartenstein/Tieftal (Grube Samuelis)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1333562033.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1333562033.jpg)
Zinnoberkristalle in Faserquarzdruse, Bildbreite ca. 20 mm, Fund 4/2012; Fundort: Deutschland/Sachsen/Chemnitz, Direktionsbezirk/Zwickau, Landkreis/Hartenstein/Tieftal (Grube Samuelis); Diese bemerkenswerte Zinnoberstufe zeigt einseitig aufgewachsene winzige Zinnoberkristalle auf den Quarzleisten
Gruß Conny
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Hallo,
obwohl mit unserem Gestein vermutlich kein Blumentopf zu gewinnen ist, war es trotzdem unserer bester Fund des Jahres.
Hier dazu die Geschichte:
Unter nordischen Geschieben finden sich immer mal wieder Särna-Tinguaite. Das sind grünliche Ganggesteine aus Dalarna.
Als wir im Jahr 2011 an einem Tag gleich 4 dieser Gesteine an einem Strand in Nordjütland bergen konnten, kamen uns Zweifel auf, ob sie tatsächlich aus Mittelschweden stammen, oder doch dem Oslo-Rift zu zuordnen wären, da diesbezügliche Gesteine am Fundort mit einem Anteil von ca. 60% dominieren. Doch aus Norwegen sind uns keine Tinguaite bekannt gewesen.
Bei einer Recherche stießen wir auf eine alte Schrift von Brögger, in welcher er einen Tinguait-Gang in der Telemark mit "entschieden grün gefärbt" beschrieb und diesen als "Tinguait von Graver" benannte.
Uns stand nur die alte Fundortbeschreibung zur Verfügung: "ca. 1 km südöstlich der Valebø Kapelle, ca. 100 m östlich dem südlichsten der Höfe Graver".
Im Oktober 2012 starten wir eine Exkursion mit dem Ziel, den historischen Gang von Brögger aufzufinden und zu beproben.
Durch Neubebauung standen uns mehrere potentielle südlichste Höfe, mittlerweile alle nicht mehr ganz taufrisch, zur Auswahl.
Nach zwei Tagen gaben wir die Suche dann auf. Von einem Tinguait-Gang weit und breit keine Spur.
Am 3. Tag fuhren wir auf der 44 Richtung Norden, als in einer scharfen Kurve ein "entschieden grün gefärbtes Gestein" in einem Aufbruch sichtbar wurde. Im Zuge des Straßenneubaus in den 40er Jahren, wurde der Gang etwas weiter nördlich, jedoch im genauen Verlauf der Streichrichtung (NNW - SSE 10°) aufgeschlossen.
Eine Kompasspeilung vom oberen Punkt des Aufschlusses ließ mich dann doch schmunzeln.
Der Hof, welcher der Gang in 100 m Entfernung schnitt war der einzige, bei welchem wir nicht nachgeschaut hatten. Irgendwie hatte ich diesen als viel weiter nördlich eingeordnet.
Bild 1: Handstück des Tinguait von Graver
Bild 2: Großer Sanidinkristall im Gestein
Bind 3: Der quitschegrüne Aufschluss
Es geht hier ja um den "besten" Fund des Jahres, nicht um die spektakulärste Stufe.
Und das war er, der Tinguait von Graver
Fundtag war der 13. Oktober 2012.
Glück Auf!
Jörg
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Hallo,
die Entscheidung mit welchem Fund ich ins Rennen gehe ist mir nicht leicht gefallen. 2012 war bei mir ein gutes Fundjahr :). Dennoch war für mich ein Fund herausragend: Kolbeckit von der Trutzhofmühle. Diese Fundstelle habe ich 2005 neu entdeckt, war bei der wissenschaftlichen Erstbearbeitung mit dabei und dachte, ich hätte in den letzten Jahren jeden Stein dort schon zweimal umgedreht. Als ich im Sommer 2012 mit einem Sammlerfreund dort war ist mir neues Material (vom Landwirt aus dem Acker auf die Lesesteinhaufen verbracht) aufgefallen und wir hatten relativ schnell Belege, was keinesfalls bei jedem Besuch gelingen muss. Eine Woche später war ich dann nochmal dort und fand diesen - meinen besten - Kolbeckit-Kristall. Für dieses sehr seltene Scandium-Mineral ein absolutes Top-Stück.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1342880801.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1342880801.jpg)
Gruß
Berthold
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Hallo, da das Thema:" Wettbewerb bester Eigenfund 2012" heißt denke ich das auch etwas fossiles hinein passt. Meinen besten Eigenfund 2012 machte ich am ersten Weihnachtsfeiertag, als ich in meiner "Hauskiesgrube" nur meinen Gänsebraten verdauen wollte.
In einer älteren Überkornhalde fand ich einen versteinerten Farnstamm aus der unteren Kreide. Komplett mit Mittelstele und vielen Wedelnarben.
Gruß aus der Niederlausitz
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1357320493.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1357320493.jpg)
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Nun, ich schließe mich Lausitz an, und beteilige mich ebenfalls mit einem Pflanzenfossil (das Stück hab ich schon kurz im Thema „bescheidene Hölzer“, AW # 65 vorgestellt).
Gefunden Anfang September 2012 im Horner Becken, Niederösterreich. Teil eines verkieselten Baumstamms mit Astabgang aus der oligozänen St.Marein-Freischling-Formation.
Kieselholz ist in der SMFF nicht selten, meist handelt es sich aber um eher unansehnliche Stücke, also um kleinere Bruchstücke ohne irgendwelche Besonderheiten. Größere Stücke (mit Längen um oder über 0,5 m) sind extrem rar, desgleichen Astabgänge oder Astansätze. Und auch bei den „normalen“ Stücken sind solche, die nicht nur eine gut erhaltene Zellstruktur, sondern allgemein eine „schöne“ Holzstruktur aufweisen, also optisch attraktiv sind, die Ausnahme – oft sind die Hölzer stark verquetscht bzw. kompaktiert. Bei diesem Holz treffen nun erstaunlicherweise alle „Ausnahmeerscheinungen“ zusammen – es ist groß (L = 55 cm, max. B = 40 cm), gut erhalten, die Außenseite zeigt eine schöne Schwemmholzstruktur, an der die Stammrundung noch erkennbar ist (inklusive kleiner Astlöcher), während an der Innenseite die Holzfasern bzw. Leitbündel Y-förmig auseinanderlaufen und am oberen Ende einem relativ großen Astabgang von ca. 10 cm Dm Platz machen, der noch dazu genau mittig am oberen Abschluss sitzt. Die Farbkontraste der gut und dicht verkieselten Substanz sind als optimal zu bezeichnen, und zu guter Letzt – sozusagen als „Tüpfelchen auf dem i“ – ist ein Hohlraum im Zentrum des Astansatzes mit Traubenchalzedon ausgekleidet ! (der Hohlraum ist nicht durchgängig, also kein Astloch, sondern zur Außenseite hin verkieselt, also mit dem Zentrum erhalten). Es ist nicht nur mein bester Fund von 2012, sondern es war auch die schwierigste und aufwändigste Bergung des Jahres.
Die Story dazu:
Die Bergung war aufgrund der Größe und des hohen Gewichts problematisch. Das Fossil lag in unwegsamem Gelände, ein gutes Stück von der nächsten, mit einem normalen PKW befahrbaren Straße entfernt, und für meinen Rucksack war es - knapp aber doch - zu groß. Über zwei kleinere Böschungen konnte ich den Stein noch schleppen, dann stand ich keuchend kurz vor einem Kreislaufzusammenbruch und sah ein, dass es so nicht ging. Der Rückweg zum Auto erschien schier endlos. Also rief ich einen in der Nähe wohnenden Bekannten an, der ein geländegängiges Fahrzeug besitzt – damit wäre es möglich gewesen, bis zu der Stelle, zu der ich den Stein geschleppt hatte, zuzufahren. Allerdings war dieser Bekannte gerade in Griechenland auf Urlaub – so gings also auch nicht. Die Bergung musste daher vertagt werden, schweren Herzens versteckte ich meinen Fund hinter einem markanten Baum und begrub ihn vorerst unter Laub und Ästen.
Zuhause bei meiner Freundin (die mich auf meinen Touren trotz mangelndem Interesse dankenswerterweise meist begleitet) ging ich daran, Material für eine improvisierte Schleife zusammenzusuchen. Damit ausgerüstet, fuhren wir am nächsten Tag wieder ins Horner Becken und wanderten zur Fundstelle – und dann gings los.
Zuerst verpackte ich den Fund in eine große „Blubber-Folie“, um Beschädigungen beim Schleifen zu vermeiden. Dann kam der Stein samt Folie auf ein großes Stück eines stabilen Umzugskartons als Unterlage, dessen Ränder ich aufbog, um einerseits einem Verheddern, andererseits eventuellen Beschädigungen vorzubeugen, und verklebte alles mit Gaffaband zu einem „handlichen“ Paket. Dieses wurde nochmals mit einer starken, aber glatten Plastikfolie umwickelt und wiederum verklebt. Schließlich wurde der Block in eine große alte Ikea-Tasche aus starker Gewebeplane gelegt (zum Glück eine alte – die waren aus einer deutlich stärkeren Plane gefertigt als die mittlerweile produzierten !). Als Zugseil hätte ich zuerst an ein Abschleppseil gedacht – allerdings war zu bedenken, dass so ein Seil aufgrund des doch großen Durchmessers bei einer Umwicklung des Pakets holpern und bremsen würde bzw. aufgrund der Steifigkeit vielleicht nicht fest genug am Stein zu befestigen gewesen wäre. Daher hatte ich mir vorsorglich ein Seil aus zusammengedrehten Kunststoff-Kartoffelsäcken zusammengeknotet – und das hat sich bestens bewährt. Denn ich hatte geplant, das Seil an den Trageschlaufen der Planen-Tasche zu befestigen und es mir in Art eines Brustgeschirres umzulegen, so dass ich den Stein alleine bergauf schleifen konnte, und meine Freundin hätte die ganze Prozedur fotografieren sollen. Die Gewebeplane hielt auch durch – nicht allerdings die Trageschlaufen, die sich als der Schwachpunkt der ganzen Konstruktion erwiesen und beim ersten kräftigeren Anziehen ein- bzw. ausrissen. Ich musste also das improvisierte Seil um das gesamte Paket wickeln, wobei es ein großer Vorteil war, dass sich die Plastikfasern unter Zug bzw. Belastung flach zusammendrückten und so der Reibungswiderstand relativ gering war. Durch das Umwickeln war allerdings nun das Seil zu kurz, als dass ich mir es noch um die Brust legen hätte können. Daher mussten wir – was nicht geplant war – jetzt zu zweit, jeder an einer Seite der Schleife, händisch ziehen, was einerseits deutlich anstrengender war, und andererseits eine fotografische Dokumentation dieser doch etwas „seltsamen“ Bergung verhinderte. Zum Glück gab es an diesem Tag leichten Nieselregen, so dass die Schleife auf dem feuchten Untergrund besser rutschte. Nichtsdestotrotz dauerte es sehr lange, bis wir den Stein beim Auto hatten – und wir waren beide so erschöpft, dass ich entgegen meines Vorhabens keine weitere Sammeltour mehr anschloss, sondern wir mit der „Beute“ direkt nach Hause fuhren. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an meine Freundin Rosi für ihre Hilfe ! (Den Stein dann ohne Aufzug durchs Stiegenhaus in den ersten Stock zu bringen, war auch noch eine Herausforderung).
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Hallo alle,
obwohl nun die Fundmöglichkeiten auf der Halde 371 ihrem endgültigen Ende entgegen gehen ist mir im Juni 2012 noch ein guter Lockensilberfund gelungen.
Beim abgehen der Halde fiel mir ein etwa im Durchmesser 10 cm großer dolomitischer Brocken mit grünem erdigem sekundären Annabergitbelag auf. Ein Schlag mit dem Hammer erbrachte zwei Teile, beim Betrachten mit der Lupe zeigten sich viele kleine Hohlräume die teils mit kleinen hellsilberweißen Silberlocken und teilweise mit kleinen glänzenden Argentitkristallen belegt waren. Zu hause habe ich die Stücken weiter geteilt und so einige gute Bino-Stufen gewonnen. Nach genauerer Untersuchung der einzelnen Stücken unterm Bino fiel mir ein Stück auf bei dem massivere Silberlocken unter dem erdigen Annabergit verborgen waren, nach dem ich den Annabergit mit stark verdünnter HCl entfernt und die Stufe im Ultraschallbad gereinigt habe, zeigte sich auf der 4 x 3 x 3 cm großen Stufe ein ca. 2 x 2 cm großer Bereich mit massiven Silberlocken!
Dieses Stück soll nun im Wettbewerb bester Eigenfund 2012 an den Start gehen. Insgesamt hat der Brocken vier Stücke für meine Sammlung ergeben, der Rest wurde vertauscht/verschenkt/verebay't ;)
Gruß Jürgen
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Nach einer 2-jährigen Sammelabstinenz habe ich es 2012 immerhin auf zwei Sammeltouren geschafft! :D
Eine davon war völlig für die Füße (in Deutschland), die andere war in jeder Hinsicht eine sehr schöne Erinnerung.
Am 1. August hat mich ein sehr geschätzter Sammlerfreund auf eine Tour in die Schweiz eingeladen.
Damit es auch nicht ganz so einfach wird, hatten wir uns um 4 Uhr bei ihm getroffen (3 Uhr aufstehen und dann noch zum vereinbarten Treffpunkt fahren :-X) und dann gleich Aufbruch Richtung Wallis. Das Wetter war prima und um 6:30 Uhr erreichten wir den Nufenenpass und konnten einen unheimlich schönen Sonnenaufgang sehen (Bild siehe http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,29616.msg233976.html#msg233976 ).
Das Auto wurde am Stausee unterhalb des Gletschers abgestellt und wir sind nach kurzer Wanderung (30 Min?) in den Gletscher eingestiegen. Die ersten paar Schritte war schon ein wenig mulmig aber man hatte sich sehr schnell daran gewöhnt. Wir überquerten den Gletscher und kamen zu einer Felsen/Geröllmasse, die der Gletscher freigelegt hatte und begannen dort (nach kurzer Unterweisung) nach Klüften zu suchen. Schon gegen 8 Uhr hatte er ein paar kleine aber glasklare Quarze bergen können. Meine erste Kluft ("schaut vielversprechend aus" entpuppte sich nach einiger Zeit gekratze als Niete.
So sind wir dann im dieser Felsmasse immer höher und höher gekraxelt (irgendwann hatte ich mehr Sorgen um’s wieder runter auf den Gletscher kommen als ohne Fund wieder zurück zu kommen....) bis wir tatsächlich ganz oben waren (nur noch der Gipfel wäre noch höher/schlimmer gewesen) und wir steigen dann ganz oben wieder in den Gletscher ein. Der komplette Marsch ging dann zurück über den Gletscher (gute 2 h ?....irgendwie verliert man beim Laufen die Zeit). Welch wahnsinnigen Eindrücke vom aquamarinblauen Eis, Spalten und dieser absoluten Natur bleiben auf jeden Fall lange in meinem Kopf!
Achja......gefunden haben wir nicht so wahnsinnig viel. Ein paar Quarze und einen Rutil. Dass wir nicht so viel gefunden haben, war mir aber nicht mehr so wichtig. Auf jeden Fall habe ich an dem einen Tag wieder gelernt, dass es sooooo schöne Flecken gibt und wie anstrengen und saugefährlich das Strahlen in den Bergen ist.
War trotzdem ein ganz toller und unvergesslicher Tag!
Als Fund möchte ich hier einen Quarz (7 x 4 cm) vorstellen :)
Grüße,
Andreas
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Gerne stelle ich meinen besten Eigenfund 2012 vor, das bedeutet aber für mich nicht unbedingt der schönste Eigenfund, auch wenn sich die Stufe durchaus sehen lässt. Warum? Das liegt daran, dass ich dieses Frühjahr das letzte mal mit meinem besten Strahlerfreund † nach Spanien gefahren bin und nur dank ihm diesen Superfund gemacht habe.
Wie immer hat er die Routenplanung übernommen und ich habe versucht - auch über das Forum - neue Fundorte zu erschliessen. Eine Station, nämlich in Pilar de Jaravia, hatten wir schon fünf mal besucht und die besten Funde getätigt, die kaum mehr eine Steigerung für möglich erscheinen liessen. Trotzdem hatte er einen Tag dort eingeplant. Auf meine Kritik hin meinte er nur, "wenn wir schon in der Nähe sind, wieso nicht." Nach Absuchen der letzten "Bestfundbereiche" stieg ich durch einen schon mehrfach abgesuchten Stollen. An einer Stelle hatte ich mich nie getraut, eine fünf Meter hohe steile Partie zu erklettern. Aus lange Weile tat ich dies an diesem Tag und stand vor zwei offenen Klüften mit Baryt, Coelestin und Siderit. Dieser geborgene beste Eigenfund 2012 wird mich immer an meinen Freund erinnern, Danke dafür!
Christian
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1358755335.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1358755335.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1337773123.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1337773123.jpg)
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Hallo,
anbei mein Beitrag zum aktuellen Wettbewerb. Gefunden habe ich diese Stufe am Nachmittag des 6. Mai 2012 an der Amethystquarz-Fundstelle Ruderitz/Vogtland.
Der Entschluss zur Fundstelle zu fahren hatte ich an jenem Sonntag eher sporadisch getroffen. Nach dem Mittagessen ging es los und gegen 14.00 Uhr war ich vor Ort. Den Bereich in dem ich mein Glück versuchen wollte, hatte ich mit Sammlerkollegen Andreas ab Ende 2011 bearbeitet, ab und zu gelang es auch mal vernünftiges Material zu bergen. Viele Stufen waren aber leider mit einer Manganoxid Kruste überzogen, der Glanz fehlte ebenso.
Also entschloss ich mich in ein Meter Tiefe in eine andere Richtung zu arbeiten, immer in der Hoffnung das hier noch keiner geschürft hatte.
Nach etwa einer Stunde kamen einige klare 2-3 cm lange Kristallspitzen. Jetzt wurde ich natürlich vorsichtiger, das heißt der weitere Vortrieb wurde mittels Schraubenzieher
realisiert. Jetzt ging es Schlag auf Schlag 4 größere Handstufen, 5 kleinere Stufen waren die Ausbeute. Alle mit klaren Spitzen und einem sehr guten Glanz. Die Rückseiten zeigen meist die für Ruderitz typische Amethystbänderung.
Den Sonntag drauf war ich mit Sammlerkollegen Andreas noch mal vor Ort, diesmal aber ohne irgendwelche Funde.
Das unsere Ahnung richtig war, zeigen aber Funde im Juni / Juli letzten Jahres in diesem Bereich. Unter anderem konnte Sammlerkollege Harald (Steinmetz) eine größere Milchquarzkluft ausbeuten.
Das Bild zeigt die beste Stufe der Kluft
Die Abmessungen: Breite ca. 16cm.
Höhe ca. 14 cm.
Quarzhai Holger!
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Hallo Sammlergemeinde.
Hier nun mein "bester" Fund 2012. Gefunden habe ich diesen zonar gelb-lila gefärbten Fluorit auf einer alten Halde in Südfrankreich.
Eigentlich waren mein Sammlerkollege Goldi85 und ich im Sommer zum Gold waschen nach Südfrankreich gefahren. Dennoch ging es auch an einem Tag bei 37 Grad!!! im Schatten für mehrere Stunden in der prallen Sonne zur Halde; Löchlein buddeln...^^
Nach ca. 6 Stunden graben in betonhartem Boden und ohne Wasser waren wir ziemlich am Ende unserer Kräfte. Auf dem Rückweg suchte ich nochmal die Halde oberflächlich ab und fand die unten abgebildete Stufe. Es ist keinesfalls die qualitativ beste Stufe von diesem Tag, aber da es wirklich ein überraschend schöner Fund zum Abschluss war, habe ich diese doch ansehnliche Fluoritstufe mit schön freigewachsenen Einzelkristallen ausgewählt, als meinen besten Fund 2012. :)
Zusätzlich habe ich noch 2 Bilder von der Halde eingebunden. Goldi85 wird morgen dann mit den schönsten Gold des Urlaubs ins Rennen gehen.
Gruß Felix
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1359755245.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1359755245.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1343856300.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1343856300.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1343857585.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1343857585.jpg)
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Sooo nun auch von mir noch ein Beitrag. Wenn schon Silber gepostet wurde, darf auch das Gold nicht fehlen ;D
Diese Flitter sind ein Teil unserer Ausbeute vom Sommer 2012 und stellen die größten Flitter dar, die wir ausgewaschen haben. Der Große hat ein Gewicht von 11mg bei einer Größe von knapp 4mm.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1349869500.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1349869500.jpg)
Gefunden am Gardon in Frankreich, wobei wir teilweise nach dem "paydirt" tauchen mussten. Glücklicherweise hatte es 37°C im Schatten und das Wasser war auch nicht gerade kalt :D
Gruß Daniel