Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Exkursionsmaterial (Werkzeug etc.) / Field trip material (Tools etc.) => Thema gestartet von: helgesteen am 27 Jan 13, 10:10
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Hallo zusammen,
ich habe nun jahrzehntelang Meißel mehr oder weniger zufällig gekauft, meist im Fachhandel und nur im Notfall im Baumarkt. Dabei habe ich alle möglichen Hersteller durchprobiert, aber das Problem ist meistens dasselbe: Für einen wirklich harten Einsatz sind die meisten Meißel zu spröde und vorne zu schmal ausgeschmiedet, d.h. die Spitze bricht mehr oder weniger schnell ab. Sie sind eben für Abbrucharbeiten optimiert (wenn überhaupt), nicht für Arbeit im anstehenden Gestein. Bevor ich mir nun die nächste Charge besorge, wollte ich einmal fragen, ob jemand mit einem bestimmten Meißelhersteller besonders gute Erfahrungen gemacht hat, was sowohl Zähigkeit als auch Standzeit bei Gesteinsarbeiten angeht.
Vielen Dank und Grüße,
Helge
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Hallo! Ist ne Gute Fragevon dir :), auf die Antwort bin ich auch gespannt, der Preis wäre auch interessant.
Gruß Klaus :)
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Glück Auf,
jedes Gestein erfordert seiner Härte und seinem "Wachstum" bedingtes Material an Stahlwerkzeugen!Zumeist kennt man (Frau) ja das Gestein an welchen gearbeitet wird
Härte der Spitze,Winkel. Jeder Steinmetz(viel Erfahrung mit verschiedenen Gesteinen) und Arbeiter in Steinbrüchen hat zumeist Meißel,welche speziel auf das Gestein von einem Schmied hergestellt werden. Ein Meißel für ALLES,gibt es nicht.Meiner Erfahrung nach,ist der Winkel sehr entscheidet für die Standzeit des Meißel`s,wen das Material nicht zu spröde (bricht) ist!
Ich persönlich habe einige Meißel,Wald und Wiesenstahl (Bohrgestänge und alte Meißel,z.T. Vorkriegsware,gibt´s auf jeden Trödelmarkt für wenig Geld) und habe die mir von meinen Schmied in Ort ausschmieden lassen.Den endgültigen Spalt - Schneidwinkel bringe ich selber an und versuche vor Ort mit verschieden Winkel,zu meist 3 verschiedene, die Beste Variante zu finden.
Meine Erfahrung nach über 20.Jahren,nach zig verbrauchten Meißel von no Name bis Markenmeißel!
Glück Auf
Lutz
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Panzerketten Bolzen versorgen , dann zu einen Schmied der noch handwerks Kunst versteht , und der wird Dir die Bolzen auf einen schmiedefeuer so machen wie Du willst ... ;) vorrausgesetzt Du kannst den schmied sagen was du damit machen willst
Aber nicht vergessen - bei ständigen Vortriebsarbeiten in Fels /Gestein , wird auch da die spitze irgentwann Früher oder später nachgeben und abstumpfen .
Und wie mein vorschreiber sagt . winkel beachten und natürlich das Gestein .... immer dem natürlichen Wuchs hinterherarbeiten
und mit der Meißelspitze nicht Hebeln - da bricht die natürlich .. zum hebeln andere Werkzeuge mit anderen Härtegrad verwenden
Es bisschen Ahnung vom gestein /Fels den man bearbeiten will muss man natürlich auch haben ,
wenn man gegen alle natürlichen Gegebenheiten arbeitet nutzt der beste neuste schönste meißel nichts
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Hallo,
mein Bruder ist Werkstoffel und hatte auch einmal das Problem, dass ein Kollege Probleme mit Meisseln hatte. Die sind die Werkstoffreihen parktisch durchgegangen, bis das Material kritisch spröde wurde. Dann haben die auch die Winkel-Reihen gemacht und das war wesentlich effektiver. Also kann ich die gemachten Aussagen indirekt bestätigen.
MfG
Frank
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Hallo Sammelgemeinde
Bitte killt mich nicht gleich, aber ich nehm immer Estwinghämmer als Spitzmeissel her da hab ich die Finger weit genug weg >:D
und die halten auch richtig was aus.
Gruß und Glück Auf
Haldenhai
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http://www.stubai.com/seiten_german/frame-main-bau-06-de.htm
Die Spitzmeißel machen alles mit und sind sehr belastbar. Der Kreuzmeissel ist ein brachialer Zerstörer.
Darüberhinaus hatte ich noch keinen anderen Meissel, der im Anstehenden derart wirkungsvoll ist.
Ganz billig sind die aber auch nicht.
Von dem Estwingzeug hab ich an einem Tag 120.- Euro vernichtet.
Zweimal mit dem Vorschlaghammer drauf und die Spitzen brachen komplett weg - mag ich nicht mehr!
Grüsse
Frank
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Hallo!
Auch ich kenne das Problem mit den Meißel . Mußte schon mehr wie einmal fluchend zum Auto zurück , um Nachschub zu holen .
Extrem wiederstandsfähig sind Meißel von Pressluft - o. Bohrhämmer . Da sie sehr hart sind , ist es nartürlich nicht ungefährlich
sie mit einen schweren Hammer zu bearbeiten . Durch die Splitter ist schon viel Blut geflossen .
Bin im Moment noch am tüfteln ob mann im oberen Bereich dem Meißel die Härte durch richtiges erhitzen nehmen kann .
Vieleicht kann mann auch einen weicheren Stahl aufschweißen . Was meint ihr dazu ?
Gruß Volker !
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Weichglühen kannst du die schon, aber das geht dann einige Schläge und das bricht am Übergang zum härteren Metall ab.
Bei Verwendung so harter Stähle habe ich bis auf die Splitterbildung (aufpasse auf die Augen) aber auch noch das Problem der extremen Rückfederung.
Da schrottet man sich mit einigen Schlägen die eigenen Handgelenke.
Grüsse
Frank
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Einen meisel aus baustahl wäre es vielleicht wert
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Servus beinand,
bei Arbeiten im Bereich bis 0,4 Milli-Lois und im nicht ganz so harten Gestein ist der Estwing-Geologenhammer durchaus brauchbar; sein Problem ist die Krümmung. Die erwähnten Spitzmeißel, wenn möglich kurz, sind sicher optimal, solange man zentral trifft - haut man daneben, schmerzt's grimmig, vor allem beim zweiten Mal.
Gruß
Robert
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Vieleicht kann mann auch einen weicheren Stahl aufschweißen . Was meint ihr dazu ?
Sinnvoller ist die Verwendung einer Hülse aus einen eher weicheren stahl .
Diese steckts Du hinten drauf und schlägst auf die Hülse . nach einigen schlägen sitzt diese fest und Klappert nicht .
Dadurch wird die Splitterneigung durch das Schlagen genommen und auch die Nachfederwirkung wird verringert .
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Ich würde da ganz einfach einen Meißel mit Widia empfehlen. Bricht nicht ab, bleibt lange scharf und kann nachgeschliffen werden!
Glück Auf,
Markus
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Widia ist aber nicht gleich Widia , da muss man auch auf die richtige Sorte achten , wer nen Steinsetzer/Pflasterer kennt kann sich mal deren sogenannte Prelleisen zeigen lassen , die sind Widiabesetzt (besser Hartmetallbesetzt , Widia isn Markenname soll heißen wie Diamant ) und werden zum zurichten von Pflastersteinen benutzt , geht auch ziemlich einfach und leicht damit .
Hat zumindest bei mir auf Anhieb geklappt .
Wird aber aufgrund der Geometrie im Anstehenden nicht viel nützen ,ist mehr was zum formatieren .
Wie wärs mit diesen Keilmeißeln wo man vorher Loch bohrt , dann Keile rein und wo man dann diesen Dorn reinschlägt - weiß grad nicht mehr wie das heißt ?
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Bin im Moment noch am tüfteln ob mann im oberen Bereich dem Meißel die Härte durch richtiges erhitzen nehmen kann .
Kann man - der Meißel muß dann von der Krone zu einem Drittel abwärts bei ca. 500°C angelassen werden. Aufschweißen wird nicht halten.
Ich nutze auch ein paar Bohrhammer-Meißel, die ich entsprechend behandelt habe.
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Wie wärs mit diesen Keilmeißeln wo man vorher Loch bohrt , dann Keile rein und wo man dann diesen Dorn reinschlägt - weiß grad nicht mehr wie das heißt ?
Treibkeile ,Spaltkeile .
Funktioniert super - man kann die richtung durch gezieltes setzen der löcher recht präzise wählen .
aber man braucht dazu entweder Strom oder Akkubohrhämmer .-
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Hallo.
Aus meiner Erfahrung raus gibts den guten Allzweckmeissel nicht !
Es hilft einfach nichts, weil man nie sagen kann ob man gerade wenn man am Berg ist extrem hartes silifiziertes Gestein bearbeiten muß oder
aber nur zähes Gestein , wo man den Meissel reintreibt aber überhaupt keine Treibwirkung hat.
Da hilft nur verschiedene Meissel mitzunehmen.
Und wer schon mal in Schwaz im silifizierten Dolomit gearbeitet hat kann ein Lied davon singen wieviel Meissel man da braucht, der
Dolomit bricht immer relativ kurz und im rechten Winkel und das mag keine neue Meisselspitze und wenn der Sathl noch so gut ist.
Ich habe mir für die Strahlertouren mal die Spitzmeissel von Hilti für den Hiltihammer ( dünn und lang ) hergerichtet und das Schlagende
geglüht um es weicher zu machen.
Hat hervorragend funktioniert, die Spitze haält hier ewig , nur muß man ab und an mal den Bart vom Schlagen wegschleifen !!
Ist aber sehr teuer, wars mir aber wert, da ich am Berg keine 4 Meissel raufschleppen will !!
Von Widia halte ich da gar nichts, als spitzer Messel ist der Widia für die Kraft, die auf die angelötete Stelle wirkt viel zu groß
und er wird entweder rausfliegen oder er biegt sich an der Anlötstelle !!
Die Widiameissel sind für die Maschinen gedacht, wo immer der gleichmäßige Schlag der Maschine kommt und ansonsten nicht zu gebrauchen.
Unterschiede sind natürlich auch die verschiedenen Schlagwerkzeuge.
Will ich mit einem Vorschlaghammer draufdonnern gehts halt nicht mit einem 12mm Stahl !!
Ich habe in letzter Zeit viel mit kurzen Dako Meisseln gearbeitet, aber da waren auch immer wieder welche dabei,
die recht schnell die Spitze verloren haben .
loismin
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Von Widia halte ich da gar nichts, als spitzer Messel ist der Widia für die Kraft, die auf die angelötete Stelle wirkt viel zu groß
und er wird entweder rausfliegen oder er biegt sich an der Anlötstelle !!
Die Widiameissel sind für die Maschinen gedacht, wo immer der gleichmäßige Schlag der Maschine kommt und ansonsten nicht zu gebrauchen.
Unterschiede sind natürlich auch die verschiedenen Schlagwerkzeuge.
Will ich mit einem Vorschlaghammer draufdonnern gehts halt nicht mit einem 12mm Stahl !!
Ich habe in letzter Zeit viel mit kurzen Dako Meisseln gearbeitet, aber da waren auch immer wieder welche dabei,
die recht schnell die Spitze verloren haben .
loismin
Ich arbeite täglich mit Widea und muss dir leider wiedersprechen. Er fliegt nicht raus und er biegt sich nicht.
Die Widea-meißel sind nicht nur für Maschinen gedacht, es gibt auch welches zur Handbearbeitung.
Bin Steinmetz-und Steinbildhauer und bearbeite manche sachen auch noch mit Hand.
Wenn dir das Widea flöten geht liegt es eher nicht am Widea selbst. Entweder war das Eisen stumpf oder zu heißoder falsch geschliffen.
Auch die Wahl des richtigen Werkzeugs ist aussschlaggebend. Wenn man ein Schrifteisen zum Sprengeisen missbraucht kann das schon mal schief gehen.
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Hallo zusammen,
vielen Dank für das reiche Feedback! Ich hatte schon vorher vor, dem örtlichen Schmied testweise einige alte Meißel zum schärfen zu geben. Eure Rückmeldung zeigt, dass das einen Versuch wert ist. Bei Erfolg werde ich dann wohl auch eine ganze Testreihe machen, um das Ergebnis noch zu optimieren.
@ Frank: Der Tip mit den Stubai-Meißeln klingt gut. Sind schon bestellt - die Preise liegen nur wenig über denen von sonstigen Herstellern...
Viele Grüße,
Helge
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Probier die Stubaimeissel mal aus - wirst sehen was da los ist.
Am effektivsten setzen wir den 3,5Kg Friskars(Schleichwerbung) Vorschlaghammer in Verbindung mit Stubaimeisseln (Schleichwerbung) zu zweit ein.
Einer setzt den Meissel an und hält ihn mit einer guten Gedore-Pumpenzange (Schleichwerbung) an Ort und Stelle - der zweite haut mit dem Fiskars volle drauf (insofern treffsicherheit vorhanden).
Und ab geht die Felsumkrempelung.
Wenn ich alleine unterwegs bin nehme ich einen Makita-Bohrhammer (Schleichwerbung)mit zwei Akkus mit und Bohre 12mm Löcher vor um den Meissel festzusetzen und hau dann wieder mit dem Fiskars drauf.
Falls du GRÖSSERES vorhast hätte ich einen 50ccm Benzinbohrhammer mit Flach und Spitzmeissel sowie mit 16mm - 24mm - 36mm und 42mm Bohrern für Quellstoffladung abzugeben.
Glück Auf!!!
Frank
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Die erste Antwort hat es eigentlich schon auf den Punkt gebracht. Alle anderen haben dies mit Ihren eigenen Erfahrungen in den unterschiedlichen Gesteinen bestätigt: Jeder Stein hat seinen eigenen Meissel ! Das kann auch ich nach über 20 Jahren Strahlerei bestätigen. Ab und zu bricht auch mir ein Meissel ab, selten zwar, aber es passiert immer wieder mal und gehört dazu.
Mehrheitlich benutze ich in Zusammenhang mit einem Handfäustel sehr spitze Meissel, die haben eine gute Spaltfähigkeit, wenn den bestehenden Rissen entlang gearbeitet wird. Diese eignen sich aber gar nicht für rissloses hartes Gestein, hier ist ein Mittelspitzer sehr harter Meissel sinnvoll. Im risslosen Kalkstein wiederum sind eher kurze Spitzen (wie z.B. Estwing) sinnvoll.
Wie ich bei mich begleitenden Personen festgestellt habe, ist der Vortrieb und die Dauerhaftigkeit eines Meissels nicht in erster Linie vom Meissel abhängig, sondern vom Arbeitenden. Auch der beste Meissel nützt nichts, wenn er falsch eingesetzt wird. Die gute Beobachtung des Gesteins, dessen Spaltrichtung, die Rissverläufe etc. sind ausschlaggebend für den Erfolg beim Vortrieb. Ich habe nie mehr als drei Meissel dabei, das war noch immer ausreichend.
Grüsse
Christian
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Hallo Frank !
Was genau ist eine Quellstoffladung ?
Gruß Volker
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Hallo Volker,
das klingt nach einem Material (Chemikalie?) welche in die Bohrlöcher gestopft wird und dann quillt.
Liege ich da richtig Frank?
Früher wurde doch teilweise auch so gearbeitet. Ein Loch wurde in den Fels gebohrt, ein Holzpflock wurde eingeschlagen und das Ende mit Wasser übergossen. Der Pflock ist dann aufgequollen und hat den Fels gesprengt.
Grüße
Michael
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Hallo Frank !
Was genau ist eine Quellstoffladung ?
Gruß Volker
Dies ist Quellzement ;). Schau'mal hier: http://www.stone-tec.de/Steintechnik/Quellzement/quellzement.html
GA
Harald
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Hallo Frank,
Probier die Stubaimeissel mal aus - wirst sehen was da los ist.
Werde ich machen - ich bin gespannt!
Falls du GRÖSSERES vorhast hätte ich einen 50ccm Benzinbohrhammer mit Flach und Spitzmeissel sowie mit 16mm - 24mm - 36mm und 42mm Bohrern für Quellstoffladung abzugeben.
Manchmal wäre so ein Teil cool, allerdings bin ich bis jetzt mit Handarbeit ganz gut zurechtgekommen (alleine oder zu zweit). Das ist dann die künftige Ausbaustufe ;)
Viele Grüße,
Helge
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Hallo zusammen, vielleicht kann mir jemand die geeignete Meißel-Qualität und Fabrikat empfehlen, welches geeignet ist, um Fels, bestehend aus Quarz-Porphyr aufzubrechen ? Das letztemal hatte ich Betonschlagbohrmeißel von Widia verwendet. Die waren innerhalb von einer Minute hinüber. Spitzen einfach verglüht. Hatte zuvor mit 10mm versucht vorzubohren, doch kam nur einen Zentimeter weit, da war die Spitze schon hinüber, verglüht. Anschließend mit 22m Durchmesser versucht, kam nur 1cm tiefer, dann das gleiche Ergebnis. Wollte den Fels mittels Treibkeilen spalten. Frust bei mir. Dafür hatte ich den schweren Akku-Bohrhammer samt Meißel zur Fundstelle geschleppt.
Bei den Baumärkten gibt es m.E. nichts Gescheites an Schlagbohrern. Maximal für Granit - Beton. Aber Quarz ist härter. War sogar in einem hiesigen Werkzeug-Fachhandel, aber auch dort ergebnislos.
Würde mich über positive Resonanz freuen.
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Hallo,
ich vermute, daß die Drehzahl viel zu hoch ist. Deshalb das glühen. Wie wäre es mit Wasser zu kühlen? Aber nicht nur gelegentlich, sondern dauernd.
Gruß
Günther
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Hallo, Günther, danke für den Tip. Dachte auch schon daran. Aber in diesem Gelände gibt es kein Wasser, müsste ich also auch noch mitbringen. Müsste das Schlagbohren / Bohren immer nach kurzer Zeit absetzen, Wasser in das Loch einbringen und dann erst weitermachen (arbeite alleine). Härtere Bohrmeissel wären wohl praktischer, aber welche nehme ich und wo gibt es die ?
Gruß, Herbert
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Hallo,
Wasser im Bohrloch macht die Sache schlimmer denn dann verklebt die Bohrung (es sei denn man hat Hohlbohrer mit Spülung :))
Dann lieber den Bohrer immer mal in Wasser abkühlen, trocknen und weiterbohren.
Was die Qualität der Bohrer und der Maschine angeht so gibt es sicher erhebliche Unterschiede - Baumarktsqualität taugt für diesen Einsatz sicher nichts.
Ich jedenfalls hatte nie Probleme 15mm Bohrungen in Porphyr und verquartzer Gangbrezzie einzubringen.
Allerdings mit Bosch-Bohrhammer-Blau, Bohrer auch von Bosch und Stromaggregat.
Grüße,
Michael
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Danke für den Tip, Michael ! Habe mir nun einige Bohrer für Hartgestein - Beton angeschafft, 10 und 22mm. Mit dem 10er bohre ich vor, dann mit dem 22er nach, und dann kommen die Treibkeile zur Anwendung. Habe auch schon daran gedacht, mir Quellsprengstoff (https://www.mikon-online.com/shop/index.php/mikon_de/werkzeug-zubehor/quellsprengstoff/expansive-mortar-fract-ag-20-kg-expan01769.html) anzuschaffen, aber ist mir (noch) zu teuer. Und bohren muß ich ja trotzdem. -
Gruß, Herbert
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Hier habe ich einen günstigen Anbieter gefunden (Versandkosten sind da schon im Preis enthalten):
https://www.dynacem.pl/de/quellsprengstoff-kaufen.html
Vielleicht klappt es damit ja auch ;)
Grüße
Philipp
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Servus,
es klappt damit ;D !
GA
Harald
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Moin
Tsss, "Nichtexplosives Sprengmittel" - - - wie LANGWEILIG ;D
Scherz beseite, gibt es auch bei Mikon: https://www.mikon-online.com/shop/index.php/mikon_de/werkzeug-zubehor/quellsprengstoff.html, allerdings ist der "Pole" billiger.
Und zum Thema Bohrer und entsprechende Maschiene: Ich schwöre auf eine relativ unbekannte lichtensteiner Marke, baut so rote Bohrhammer, mit denen hatte ich auch noch nie (und bei nix) Probleme, fängt mit "H" an... >:D
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Na ja, hab da so meine Zweifel. Arbeite schließlich am Berg an einer Kluft. Wo dort ein Rührwerk und Wasser hernehmen und anschließend in die Bohrlöcher eingießen? Muß die Bohrlöcher in der Kluft seitlich und oben wie unten einbringen. Eingießen ist da nicht. Werde es wohl doch mit Treibkeilen versuchen. Aber danke für den Tip.
Gruß, Herbert
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Lieber Herbert
Mit Treibkeilen bist du an einer Kluft ganz gut beraten. Im Grimsel-Granit hatte ich es mal mit Quellsprengstoff versucht. Ich hatte 3 Löcher mit je 4 Stangen Quellsprengstoff versehen (mit lauwarmem Wasser nach Vorschrift vorbereitet)...nichts, kein Riss nichts... im Jahr darauf habe ich mit Spaltkeilen gestartet, Bohrlöcher 22 mm .... erster Versuch an der Stelle mit dem Quellsprengstoff... knack ein Loch genügte. Mit einem Loch habe ich dann jeweils Risse bis 1m Breite und 70 cm in die Kluft hinein abspalten können... und das ohne darauf zu warten bis der Sprengstoff gequollen war....
Viel Glück bei deiner Arbeit und viele schöne Stufen wünsche ich dir.
Beste Grüsse
Christian
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Belegfoto:
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Hallo Christian,
klasse Foto! Da warst Du ja mit wenigen Schlägen praktisch fertig: Stufe nur noch in den Rucksack packen und ab gehts nach Hause zur Brotzeit ;)
SCNR,
Helge
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Hallo, liebe Kollegen,
mit Treibkeilen habe ich schon gearbeitet. Allerdings ist es mir schon passiert, daß die Keile dann festsaßen und ich den Fels noch mit schwerem Hammer bearbeiten musste, um die Keile freizubekommen.
Mit diesem Quellbeton / Sprengbeton in pastöser Form (formt in lange Röllchen etwas kürzer und schmäler als das Bohrloch, stopft es in das Bohrloch mit z.B. einem Stock) werde ich es auch mal versuchen. Why not. It's learning by doing.
Grüßle, Herbert
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Hallo, liebe Kollegen,
mit Treibkeilen habe ich schon gearbeitet. Allerdings ist es mir schon passiert, daß die Keile dann festsaßen und ich den Fels noch mit schwerem Hammer bearbeiten musste, um die Keile freizubekommen.
Mit diesem Quellbeton / Sprengbeton in pastöser Form (formt in lange Röllchen etwas kürzer und schmäler als das Bohrloch, stopft es in das Bohrloch mit z.B. einem Stock) werde ich es auch mal versuchen. Why not. It's learning by doing.
Grüßle, Herbert
Hallo Herbert,
diese Erfahrung hab ich mit Treibkeilen auch schon machen müssen. Besonders bei Granit/Pegmatit mit großem Glimmeranteil, oder ähnlichem Gestein mit "quetschbaren" Bestandteil, dass dann wie Schaumstoff wirkt. Manchmal hilft es noch einen zweiten oder gar dritten Treibmeisel (also das Mittelstück der Garnitur) nachzulegen. Generell die Bohrlöcher so groß wie nötig, aber so klein wie möglich halten. Die Seitenfedern der Garnitur sollten schon fest sitzen, also beim einführen nicht einfach ins Loch fallen, sondern ein paar leichte Hammerschläge brauchen. Bei meiner Garnitur d=18mm, L=150mm bohre ich die Löcher nur 14 oder 16mm weit auf.
Apropos Bohrer. Anfangs hatte ich billige Bohrer aus der eBucht, der Unterschied zu Markenmaterial ist durchaus merkbar. Von der Bauart hab ich bessere Ergebnisse mit denen mit Schneidspitzen als denen mit Kreuzspitze.
Mit Quellbeton/Sprengbeton hab ich keine persönliche Erfahrung. Allerdings hab ich bislang wenig gutes darüber gehört/gelesen. Z.B haben die Betreiber der Rogerly Mine in ihrem letzten Jahr damit experimentiert und wenig Erfolg gehabt. Wenn, dann müssen die Bohrlöcher wohl immens groß sein (mind. 30mm), um eine Wirkung zu erzielen.
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Servus,
ohne hier jemandem zu nahe treten zu wollen, lassen fuer mich "festsitzende Treibkeile" auf unsachgemaessen Gebrauch der Treibkeile schliessen (nix fuer ungut - wir lernen alle jeden Tag etwas dazu ;D bzw. haben alle unser Lehrgeld bezahlt). Ich arbeite damit meist in Amphiboliten, oder Quarz und nur gelegentlich in Granit.
Bohrungen muessen immer parallel zu einer Freiflaeche gesetzt werden: z. b. bei Loechern mit 18 mm Durchmesser sollte der Abstand zur Freiflaeche bzw. zwischen den Bohrloechern nicht mehr als 10 cm betragen. Die Bohrloecher muessen etwas tiefer sein, als die Gesamtlaenge der Garnitur.
Je nach Gestein & Abbauerfolg kann man auch etwas groessere Abstaende waehlen (dies muss man ausprobieren). Falls sich die (gefetteten) Keile (fuer 18 mm Bohrungen) nicht mit einem Geologenhammer oder einem kleinen Faeustel muehelos (jeweils ein Schlag pro Garnitur, dann wieder von vorne) mit einem hochfrequenten "Singen") einschlagen lassen, hat man etwas falsch gemacht.
An Steinbohrern gibt es im deutschen Werkzeugfachhandel ein relativ gutes Angebot, Bohrer der Fa. Hawera (fertigt z.B. die Speed-X Bohrer fuer Bosch) oder Heller sind bei ordnungsgemaessem Gebrauch (kein Ueberhitzen !) relativ standfest. Hochwertige Bohrer (18 mm Durchmesser) koennen im Fachhandel durchaus zwischen 20 und 35 €/St kosten. Kuehlen lassen sich Bohrer im Gelaende z. b. mit Hilfe einer wassergefuellten Plastikflasche (einfach eintauchen).
Fuer den Einsatz von Quellzement gilt aehnliches wie fuer die Benutzung der Treibkeilgarnituren beschrieben: (eine) Freiflaeche(n) mu(e)ss(en) vorhanden sein, die Abstaende der Bohrloecher duerfen nicht zu gross sein etc ... .
Im direkten Vergleich ermoeglicht meiner Erfahrung nach der Einsatz von Quellsprengstoff (22 mm Bohrungen) den Abbau von wesentlich groesseren Volumina als der Einsatz von Treibkeilen (18 mm). Ein Nachteil ist natuerlich die Wartezeit (optimal 72 h) und das zusaetzliche Gewicht/Packvolumen fuer Zement, Quirl, Wasser, Trichter etc.
GA
Harald